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Bismarck's zu franzosenfeindlichen Intriguen—
dagegen aus zuverlässiger Quelle, Alles sei in
diesem neuen Kriege werde es nicht nur Deutsch—
Bemerkung:„Bismarck fährt fort seine Allianzen vorzubereiten, während Frankreich sich nach wie vor in sich selbst spiegelt.
vollendete, ohne es um Eclaubniß zu fragen, mit, man weiß nicht wem, man weiß nicht warum.“
circulirt und findet vielen Anklang eine Petition
kanzlers seien an der kalten Höflichkeit Beust's schmählich gescheitert; bis zur Stunde sei kein Allianzvertrag zu Stande gekommen, darauf könne er, der Berichterstatter, sein formellstes Ehrenwort geben, u. s. w. u. s. w. Natürlich, für die Zu⸗ kunft lasse sich— bei dem lasterhaften Hang nicht Ein anderes Blatt
garantiren. berichtet
Ordnung: binnen zwei Jahren werde Frankreich von einer neuen Invasion bedroht werden, und in
land, sondern auch Oesterreich-Ungarn zu be— kämpfen baben. — Die„Opinion“ macht folgende interessante
Geschlagen und besiegt möchte es, wenn es nur könnte, sich zugleich messen mit Deutschland, um Revanche zu nehmen, mit Spanien, weil es einen König wählte, der ibm nicht gefällt, mit Italien, weil es seine Einheit
— In der weiblichen Bevölkerung von Paris
an die Miiglieder der Nationalversammlung zu
Versailles, welche in ihrer ergreifenden Kürze wie
folgt lautet:„Im Namen der Menschlichkeit, im
Namen von Tausenden von Familien, die in Trauer und in das tiesste Elend versetzt sind, im Namen des öffentlichen Friedens, im Namen der Pariser; Industrie, welche hinwelkt, weil sie sich ihrer besten Arbeiter beraubt sieht, bitten wir um die sofortige Freilassung aller Gefangenen, mit Ausnahme
der rückfälligen Verbrecher und der sehr Wenigen,
in außerordentlicher Mission bei dem Präsidenten der französischen Republik beglaubigt wird.
haben, sondern mit einem Volke, welches stets
auf welchen direct die Anklage der Brandstiftang, des Mordes oder des Diebstahls lastet.“(Folgen die Unterschriften.)
— Das„Journal officiel“ meldet: Der Prä— fident der französischen Republik empfing heute den Grafen Arnim, welcher ihm ein Schreiben des deutschen Kaisers überreichte, durch welches der Graf als bevollmächtigter Minister und Gesandter
— Das„Messager de Paris“, das Organ der Pariser„haute finance“ läßt sich folgender- maßen vernehmen:„Lasset uns nicht vergessen, daß wir es nicht mit tapferen Soldaten, mit ehrlichen Leuten, mit loyalen Feinden zu thun
nur seine Vergrößerung im Auge hatte und stets seinen Nachbarn Alles nahm(1), was es konnte: Geld, Gebiet, Möbeln und Uhren. Durch solch' unverschämtes Rauben wurde der kleinste und ärmste der Staaten, ohne Produktion und ohne Marine, der mächtigste Staat.... 5 Milliarden und 2 Provinzen müssen uns anspornen, diesen politischen Straßenräubern Böses mit Bösem zu vergelten und das, sobald als nur möglich.“
Versailles, 31. Aug. Die Nationalversamm— lung setzte heute die Debatte über den Antrag Vitet fort. Derselbe wurde von Picard in einer von leb— haftem Beifall begleiteten Rede befürwortet. Vitet erließ an alle Parteien eine warme Mahnung zur Eintracht und führte die Nothwendigkeit aus, eine Regierung der Reorganisirung an die Seite einer Versammlung zu stellen, welche die gesetzgebende Gewalt in vollstem Maße ausübte. Die§. 2, 3 und 4 der Einleitung wurden angenommen und zwar der Zusatzparagraph Dusaure's mit 523 gegen 34 Stimmen. Der erste Artikel des Gesetzes wurde mit 530 gegen 68 Stimmen angenommen. Art. 2 und 3 wurden gleichfalls genehmigt, der ganze Entwurf schließlich mit 480 gegen 93 Stimmen und die Sitzung geschlossen.
— 1. Sept. Sitzung der Nationalversamm- lung. Bei Eröffnung der Sitzung gelangt eine Botschaft des Präsidenten der Republik zur Ver⸗ lesung. In dieser Botschaft dankt Thiers der Versammlung für das hohe Vertrauen zu ihm, von welchem dieselbe Zeugniß ablegt, indem sie ihm das böchste obrigk'itliche Amt des Landes
anvertraut habt. Wenn volle Hingebung an die Interessen des Landes genüge, dieses Vertrauen
zu verdienen, so wage er zu sagen, er sei dessen würdig. Thiers dankt allen Parteien der Ver- sammlung, sich in dem einen gemeinsamen Ge— danken vereinigt zu haben, die Regierung zu be— festigen und sie fähig zu machen, ihre Mission zu erfüllen. Die Botschaft schließt mit den Wocten: „Das Land nach Innen und Außen zu patificiren, es von der fremden Occupation zu befreien, es geehrt und geachtet zu machen, das muß das Ziel unserer Anstrengungen sein. Wenn wir dieses Ziel erreichen können, dann können wir uns mit Vertrauen dem Urtheil des Landes unterwerfen und ihm das Mandat zurückgeben, welches es uns anvertraut hat.“ Der Antrag auf Dring— lichkeit betreffs des Antrags Schölcher auf Auf— hebung des Belagerungszustandes von Paris wurde verworfen.
— 2. Sept. Das Kriegsgericht hat heute die Urtheile verkündigt. Es wurden verurtheilt zum Tode Ferré und Lullier, zu lebenslänglicher Zwangs- arbeit Urbain und Trinquet, zur Deportation an einen befestigten Ort Assi, Billioraßg, Champp, Régdre, Groussett, Verdure und Ferrat, zur einfachen Deportation Jourde und Rastoul, zu 6 Monaten Gefängniß und 500 Frs. Geldbuße Courbet, zu 3 Monaten Gefängniß Clément. Freigesprochen wurden Deschamps und Porent.
— In der Sitzung der Nationalversammlung machte der Finanzminister die Mittheilung, daß er soeben die letzten 100 Millionen, welche noch an der dritten halben Milliarde der Kriegsentschädigung gefehlt hätten, nach Straßburg gesandt habe.
Großbritannien. London. Dem New— Norker Correspondent der„Morning Post“ zufolge dächte der Exkaiser Napoleon daran, eine Be— sitzung in Amerika zu erwerben, um dort den Rest seiner Tage in Rube und Frieden zuzubringen. Die Exkönigin von Spanien beabsichtigt, demselben Berichterstatter zufolge, ebenfalls sich in de Unien niederzulassen.
*
* K. Rockenberg. Am verflossenen Sonntag, den 27. August, seierte Rockenberg ein Fest, das die beiden Extreme— liefste Trauer und höchste Freude— in seltener Paarung vereinte: die Errichtung eines Denkmales unserer 4 im Kampfe für das Vaterland gefallenen, und die ehren— volle Auszeichnung und öffentliche Anerkennung und Be— lobung unserer aus dem Kriegszuge glücklich wieder heim gekehrten Mübrüder. Die ersie Feier galt gebührend den theuren Todten und zu diesem Zwecke organisirte sich ein Zug vor der Schule. Voran drei Reiter mit der Fahne des hiesigen Gesangvereines, sodann folgten zu je sechs geordnet die Schulkinder, die Jungfrauen, um mit Blumen der Helden Denkmal zu bekränzen, dann der Gesangverein mit Musik begleitet; hierauf die tapfere Schaar der glücklich und siegesgektönt Heimgekehrten, umgeben don einer Ab⸗ theilung des hiesigen Commandos, sodann die Herren Orts— vorstände, schließlich der übrige Theil der Orisbewobner und zahlreich herbeigeströmte Fremde. Unter den dumpfen Schlägen des Trauermarsches bewegte sich der Zug nach dem Denkmale hin. Hier nun bielt unser verehrter Herr Pfarrer eine dem Ernste der Umstänbe entsprechende, tief⸗ ergreifende Ansprache, wobei wenige Augen ihränenlos blieben. Nach Absingung des Liedes:„Wie sie so sanft ruhen“; und nach Verrichtung der kirchlichen Gebete und der Einsegnung des Gedenksteines lösten die begleitenden Soldaten drei Salden und hierauf wandte sich der Zug durch die beflaggten und mit Kränzen geschmückten Straßen. bis er wieder an setinem Ausgangspunkte anlangte. Hier
ergriff der Herr Bürgermeister das Wort und sprach im
Namen der Gemeinde den wackeren Streitern seine Aner- kennung und seinen Dank aus. Des Abends vereinigte die Krieger unter zahlreicher Betheiligung hiesiger Ge— meindeglieder ein Festessen im Gasthaus zur Gerste, bei welchem viele Betheiligte ihrer Freude in Reden und Hochs auf S. K. H. den Großherzog und die deutschen Truppen ꝛc. Ausdruck verliehen. Hieran schloß sich ein Ball, wodurch noch bis lief in die Nacht die Fesifeier forigesetzt wurde. Lange wird dieser Tag den Bewohnern Rockenbergs ge— denken. Unvergeßlich sind die Eindrücke, die er in Aller Herzen zurückgelassen hat. Möchte das schöne Beispiel, das die Gemeinde Rockenberg durch diese sehr gelungene und würdige Feier gegeben, auch in anderen Gemeinden enisprechende Nachahmung finden.
Giessen. Der s. 3. auch im„Oberh. Anzeiger“ er⸗ wähnte Schwindler Johann Krämer, welcher sich Pro⸗ sessor der Magie und Phreuologie nennt und dahier wegen Betrügereien verhaftet wurde, ist in öffentlicher Sitzung des Provinzialstrafgerichts zu 2½ Jahren Zuchthaus ver— urtbeilt worden.
Frankfurt. In Betreff des vor einiger Zeit ge⸗ meldeten Vorfalles, daß ein hiesiges Bankgeschäft von einem Berliner Hause ein Geldpaquet empfing, welches 10,000 Thlr. enthalten sollte, statt dieser Summe jedoch nur werthlose Papierschnitzel enthielt, wird mitgetheilt, daß das hiesige Haus telegraphisch von der Entdeckung des
Fälschers, eines Auslaufers der Berliner Firma, bei welchem man die ganze entwendete Baarsumme von 8000 Thlr. noch vorgefunden, benachrichtigt worden ist.
Frankfurt. Wie wir vernehmen, ist es ber Polizei gelungen, eine Falschmünzerbande, welche sich mit dem Anfertigen von badischem Papiergeld, namentlich Zehn⸗Guldenscheinen, beschäfligte, auszuheben und die Theilnehmer samm! Platten und Steinen hinter Schloß und Riegel zu bringen. Die Falsificate sollen mit einem Fleiß und einer Geschicklichkeit gefertigt sein, daß sie nur höchst schwer von den echten Scheinen zu unterscheiden seien. Wie man mittlerweile vernimmt, soll die entdeckte Falschmünzer⸗ bande sich zur Anfertigung der Falsifikate älterer ächter Platien bedient baben, welche sie bei einem Umzug ent— wendet haben soll. Die im Umlauf gesetzten Scheine, die sich nur mittelst der Länge von den ächten unterscheiden lassen, ollen eine ziemlich hohe Ziffer erreichen. Ein ba⸗ discher Commissär befindet sich hier.
Frankfurt. 2. Sept. Von dem am Abend des 1. d. aus dem Ostbahnhose adgehenden Courierzuge stieg der dritte Wagen aus einer bis jetzt unbekannten Ursache aus der Weiche am Ende des Bahnhofes auf. Da sich an der Weiche mehrere Beamte befanden, wurde sofort das Signal zum Halten gegeben und in Folge dessen legte sich nur dieser Wagen auf die Seile. Es wurde bierbei weder einer der Passagiere noch der Beamten verletzt.
Im Odenwalde ist nach von dort kommenden Be⸗ richten die Ernte der Cerealien und der Fuitergewächse in der ganzen Gegend überaus zut ausgefallen, und er— fleur man sich doppelt des reichen Segens nach den schlimmen Befürchtungen, welche Frübjahr und Vorsommer erregt hatten.
Stuttgart. Die hiesige„Bürgerzeitung“ schreibt: „Im Gebäude der hiesigen Staatshauptkasse kommt jetzt eine noch nie dagewesene Verlegenheit vor: die Millionen⸗ noth, da die zur Aufbewahrung der Staalsgelder be⸗ summten Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. Ein ver⸗ flossenen Samstag bier angekommener Antheil von der jcanzösischen Kriegscontribution mußte deshalb wegen Mangels an Raum uach der königlichen Münze gebrach
verd 71 werden.
Verloosungeu.
Wien, 1. Sept. Bei der heute statitgebabten Gewinn⸗ Ziehung der österreichischen 1864er Loose fiel der Haupt⸗ lreffer auf Serie 1048 Nr. 2. der zweite Treffer auf Serie 542 Nr. 60, der dritte Treffer auf Serie 1897 N.. 50, der vierte Treffer auf Serie 542 Nr. 34; ferner wurden gezogen: Serie 130 522 1838 2146 2661.
Hamburger 100 Mark⸗Banco⸗Loose von 1846. Ziehung am 1. September. Nr. 48845 à Banco⸗ Mack 100,000. Nr. 95177 à Banco-Mark 10.000. Nr. 57715 à Banco-Mark 6000. Nr. 48836 und 65331 3 Banco⸗Mark 4000. Nr. 17431 und 64585 à Banco⸗ Mark 2500. Nr. 5803 und 48410 à Banco-⸗Mark 2000.
Bukarester Loose. Ziehung 1. Sept. Gezogene Serien: 200 262 390 820 981 982 1228 1358 1387 1520 1525 1551 1597 1675 1712 2129 2672 2674 2709 3069(nach einem Reuter'schen Telegremm 3090) 3077 3229 3433 3523 3552 3922 4015 4172 4319 4640 4743 4794 4921 5522 5530 5642 5929 6023 6116 6117 6237 6658 6694 6848 6970 7184 7303 7434 7440. Hauptpreise: Serie 4640 Nr. 69 50.000 Frs., Serie 2709 Nr. 21 10,000 Frs., Serie 6848 Nr. 53 5000 Frs.
Fünfter deulscher Protestantentag
zu Darmstadt.
Nach Beschluß des Ausschusses des deutschen Protestantan-Vertins wird der fünfte deutsche Protestantentag am A. und 3. Oetober 1. J dahier abgehalten werden. Indem wir das Nähere für das noch bekannt zu machende Programm vorbehalten, laden wir die Mitglieder und Freunde des deutschen Protestanten Vereins zur Theilnahme am Protestanten-Tag freundlichst ein und ersuchen die auswärtigen Theilnehmer, welche auf sichere Wohnungen in Gasthöfen oder auf Privatquartiere reflettiren, ihre Wünsche bis zum 23. d. M. dem Vorsitzenden des Wohnungs- Comité's, Herrn Hofgerichts⸗Advocaten Peumann dahier, mitzutheilen. Ebenso wolle man Anmel- tungen zur Theilnahme an dem am 4. October Nachmittags stattfindenden Fest- Bankett bis zu demselben Termin an genannten Herrn gelangen lassen. a
Darmstadt, den 1. September 1871. Namens des Central-Fest-Comite's des fünften
deutschen Protestanten-Tags.
Karl Merck, A. Ohly, Vorsitzender. Schriftführer. Soeben erschien und ift dei Bindernagel&
Schimpff in Friedberg und Naubeim zu daben; Ueber die Pflege der körperlichen und geistigen Gesundheit des Schulkindes.
Eine Mahnung an Eltern, Ledrer und Schuldehoͤrden von Dr. Bock.— Preis: 11 kt.


