——————²
. L
2
lbe in de rfassung u König aus ger überall, wo er sich zeigte, begeistert begrüßt.
* 1 7 4 5 rte e den Ei auf die
1 om l zum Der König wurde vom Volke
Italien. Rom. Der König ist von hier abgereist; derselbe hinterließ 200,000 France für die Nothleidenden.
Rom. Gewaltige Regengüsse der letzten Woche und ein heftiger Sirocco brachten den Schnee auf den Bergen zum Schmelzen, in Folge dessen die Tiber mit ihrem gelben Wasser die halbe Stadt üherschwemmte. Das Wasser steht an manchen Punkten zwei Meter hoch auf dem Corso bis zum Bolkeplag. In der Campagna sind ganze Heerden von Rindern, Pferden und Schasen mit sortgeschwemmt worden. Ein Eisen⸗ bahnzug nach Neapel mußte bei Montorso wegen der e der Bahn halten bleiben.
Am 30. ber schi die Fluthen allgemach zu 1745** 5 N
3B. Friedberg. Den Weibnachts⸗ und Sylvester⸗ abend verbringt der Gesangverein„Frohsinn“ schon seit Jahten im engeren Kreise und in der seit seiner Gründung —— Weise. Diesmal sand nur insoweit eine
enderung statt, als die Mitglieder nur die Hälfte bes in lar eschenke bestim trags spendeten, während die an br. e zu Gunsten der Verwundeten r wurde. Durch die zweckmüßige Einrichtung, die Gesammt⸗ summe 00 ung des Gaben A n Weihnachts⸗ abend in eine Hand zu legen, konnten recht ansehnliche Geschenke angekauft werden und man konnte um so beteitz williger auf zie andere Hälste zu Gunsten der Verwun⸗ beten verzichten, als man neben der Freude an diesem schöͤnen Abend zugleich einen Aku des Palrkotismus und der Mildtwätigkeit an den Tag legte. Die ganze Süimmung war durch Gesang, Musik und Declamation, sowie in den Toasten eine rein patriolische.— Der Erlös für die Verwundeten halte an diesem Abend cirta 27 fl. ergeben und am Sylvestet- Abend, der ebenfalls in recht munterer und patriotischer Weise verlief, hatte die Ausspielung einer colotirten plastischen Darstellung der Fortificationen von Paris— eine recht schöne Arbeit von Herrn Ludwig Groß und Anderen— ein schöucg Resultat für denselben Zweck ergeben. So wird in der Stadt bei allen Ver⸗
affungen an das Vaterland und seine Krleger gedacht wäte es nut erwünscht, daß dies aller Oris auch auf Lande, wenn auch in anderet Weise, geschehen mochte. le Mittel der Bahnhofs-Küche zu Friedberg find völlig erschöpft und ist das Bedürfniß, den zum Theil et Verwundeten, die hier vorbei passiren, eine Er⸗ ung zu rtichen, gewiß ein wohlbegründeles— ja les ist eine Pflicht. Tout also Herz und Hand auf und steuert für Alle, die Gesundheit und Leben für das Vaterland in die Schanze ge— schlagen haben.
B. Dornassenheim, Pfarrer Gombert dahier, von der kath. Geistlichken des Decahnatsbezirks Usingen als Oecan erwählt, hat als solcher vom bischöflichen Ordinariale zu Limburg 4. d. L. die amtliche Bestätigung erhalten.
R. Aus dem Kreise Vilbel. Das landwirth⸗ schaftliche Wanderkränzchen für Rodheim und Umgegend, das in Folge des Krieges sich veranlaßt say, seine regel mäßigen Versammlungen zu sistiren, hat nunmehr seine Thätigk ein wieder begonnen und erfreuen sich seine Ber sammlungen einer kecht zahlreichen Betheiligung. Da es schon seither sich mit dem Ankauf von Hülfsdüngern, Saatfrucht u. del. besaßt, so beabsichtigt cc mil Rücksicht auf seine in Aussicht genommene Betheiligung an der demnächst ins Leben tretenden Bersuchsstatien sich als Con⸗ sumperein zu coustituiten. Auf der am 28. v. M. zu Ober ⸗Erleubach abgehaltenen außrerordentlichen Versamm⸗ lung wurde das Nähere besprochen und soll auf der nächsten Bersammlung zu Pettetrweil Beschluß gefaßt werden. Einen weiteren Gegenstand der lebhaften Discussion bildete die Nachricht von dem Weggang des Gencralsecretärs der landw. Vereine, Herrn Deconomlerath Dr. Krämer. Man kennte sich nicht verhehlen, daß diese, wenn sie zur That⸗ sache würde ee wealg bend neg Folgen für unser engeres Vaterland ver Aügft sei und wurde deßhatb ein 9 solgende Resolution gefaßt: In Erwägung, dab
U—*
gewiß an sie gestelgerten aller landw. Kränzchen des Landes seln, sich in gleichem Sinne in der Presse zu äußern. II g
Frankfurt. In dem Amtsblatie werben alle im diesseitigen Bezirke sich aufhaltenden Mannschaften, welche iter Militärdiensipflicht bereite vollständig genügt haben, aufgefordert, freiwillig bei dem neu zu formitenden Gar⸗ nisonbataillone einzutreten.
ar Hiesige Blätter melden: Am 1. Jan. Abends 10 Uhr 5 Min. wurde dle Atmosphäre plögzlich durch ein blitzartiges Licht zelzuchtet. Beim Emporblicken gewahrte man eine, einem langen Comelenschweise ähnliche Lichterscheinung zwischen dem greßen Bären und den Zwillingen. Dieselbe dauerte ungefähr 10 Secunden, allntäplich schwächer werdend und erlöschend, ohne deß eine Vorwärtsbewegung bemerklich war, und unterschied sich dadurch auffallend von tiner gewöhnlichen Surn⸗ schnuppen⸗Erscheinung.
Frankfurt. Ein Jubiläum seltener Art beging am 1. Januar der erste und älteste Mitarbeiter des Pauses B. Metzler Söhne& Co. dahier, Herr Louis Pfeiff, welchet vor 50 Jahren, am 2. Januar 1821, in dtiesen seinen Wirkungskreis getreten und in demselben einen Hause ununterbrochen thätig gewesen ist. Die seltene Feier be⸗ schränkte sich auf den füllen Familienkreis, doch wurde der Jubilar durch vielfache ehrende Auszeichnungen überrascht.
Von Darmstadt wird berichtet, daß auch dort den interninten französischen Officiexen, ebense wit in Preußen, das Lesen und Halten der Independance delge, eines Blattes, welches sich durch seine prononcirt deuischseindliche Haltung auszeichnet, untersagt worden. Ebenso wurde den verboten sich 5 Blatie zu betheiligen, sowie auch solcht Locase zu besuchen, in welchem dasselde aufliegt. In Pleugen ist ötese An⸗ ordnung bekanntlich bereite seit Jäugeter Zeis erfolgt.
Darmstadt. An sämmiliche Kaufleute, welche Schuß⸗ ober Slichwaffen zum Verkauf ausbielen, ist unter Hin⸗ weis auf dit straf rechtlichen Bestimmungen bezüglich des Hoch- oder Landesverraths die amtliche Anweisung er⸗ gangen, keinerlei detar tigt Waffen an Kriegsgefangene zu verkaufen.
Mainz. Ein in der Nacht vom Samstag auf Sonn⸗ tag von Fignksurt nach Mainz abgehender Zug petlot unterwegs(in der Nähe von Raunheim) drei, mit Passo⸗ gieren besitzte Wagen 2. Klasse. Die drei Wagen blieben rubig auf dem Geleise, ohne daß weder der Zugführer noch sonst Jemand des Bahnpersonals den Verfust früher merkte als an der nächsten Statton. Den Insassen der Wagen war es zlemlich unerklärlich, warum eigentlich auf offener Bahn Halt gemacht wurde, daß sie vergessen seien, davon hatten sie keine Abnung. Plöplich entstand Be⸗ wegung auf dem Bahnkörper, cs wurde ziemlich laut: Halt! Halt! gerufen, aber auch gleich darauf rannte ein von Frankfurt kommender Muitärzug gegen die drei da⸗ stehenden Wagen. Zum Glück fübr der Zug nur mit balber Kraft und die Insaßen kamen, trotzdem die Bänke durch den Ruck theilweise zerstört waren, nur mit dem Schrecken und einigen Beulen und Schmatten dapon. Der Zugführer des Militärzuges hatte wahrscheinlich das Hinderniß auf der Bahn demerkt und hatte gebreimst; wäre dieses nicht geschehen, dann wäte em gräßlicher Un⸗ glück sfall die Folge gewesen.
Mainz. Schon vor einiger Zeit fiel auf mehrere Eisenbahnbedienstete, Arbeiter und Lohnmänner der Ver⸗ dacht, daß sie im Besißze unrechtmäßig angeetgneter fran— zösischer Waffen und Lazarelhgegenstände seien. Eine deßhalb in Weisenau abgehaltene Hausuntersuchung er⸗ gad ein ganz günstiges Resuftal. Chassepols, Decken, Lazateth⸗Utensilten, ja sogar Feldzwieback brachte die un⸗ ermüdsiche haussuchende Mainzer Polizei zum Vorschein. Bei einem der Eisenbahnbeciensteten wurden bei der Unter— suchung unter Anderm nicht weniger als 8 Cyhassepot⸗ gewebre entdeckt.
Vom Rbein. In mehreren Zeitungen liest man
Folgendes: Der Himmel behüte Jeden vor so surchtbarem Conflict, wie ihn ein junger, Offtcierx,(Hannoveranect)!
kürzlich zu destehen hatte. Er batle mit seiner Compagni⸗ 25 Franctireurs im Gefechte zu Gesangenen gemacht und sofort bet dem Obercommando angefragt, was mit ihnen anzufangen sei. Erschießen! lautete der gemessene Befehl. Der Ossizier marschirt mii einem Commando zum Ort 1 8 auf einen Hügel und läßt die Franctireurs nieder— nien. Unter ihnen war eln 18jähriger Jüngling, fein und zart gebildet wie ein Mädchen, dem der Muth sehlte zu sterben; er zitterte, ein Strom von Thränen lief über
e Thätigkein des Hertu- Orcenomieraty Dr. Krämer fseine Backen und plötzlich stürzie ex dem Offizier zu Füßen,
allenthalben eine sehr segensreiche war und daß durch seinen Weggang manche von ihm ins Leben gerufene Einrichtung in ihrem Bestande erschüttert würde, erklären wir es al“ Pflicht der hohen Staatoregterung wie ber landw. Vereine, Alles aufzubieten, um dessen Thäligkeit auch setner dem Lande zu erhalten.— Angesichts der
umklammerte seine Knies und flehte in den ruͤhrendsten Worten um sein Leben. Der Offlzier war tief erschüttert, er schwamm in Thränen, aber die Pflicht gebet. Der Jüngling wurde gesesseln, zurückgeführt und erschossen. Der Offizier sank obnmächtig zu Boden, war wahnsiung, als et wachte, und mußte in ein deutsches Irtenhaus
gedrückten Lage der Landwicthschaft und der in der Folge
gebracht werden.
. dürste es Nufgabe
ungen in diesem
5 4 2 2 1 8
Aus Köln wirb ber folgenbe seltsame Fall 4 Als dieser Tage eine iste mit bet Declaration„Cachepe ts“ (elegante Ständer für Blumentöpfe) an einen hiesigen, zur liberalen Partei zählenden Bürger abressitt, eintraf, glaubten die Beamten einen Fang gethan zu haben, indem sit „Thassepots“ lasen. Der Kaufmann wurde sofort zut Mittagszeit in Haft genommen und erst am Abend spät wiedet in Freiheit gesetzt, nachdem man sich von dem Irrthume überzeugt hatte.
Neukirchen bei Ziegenhain. Bei Ausbruch bes Krieges verschwand hier ein[jähriger Junge. Alle Nach⸗ sorschungen blieben erfolglos bis die Eltern desselben die Nachricht erhielten, daß ihr Sohn als im Krieg verwundet im Lazareth zu Trier liege. Es flellte sich heraus, daß er dei dem 77. Insanterie-Regiment die Schlacht bei Metz mitgemacht hatte.
Kassel. Unter den Auozügen aus dem Standesbuch der katholischen Gemeinde in Kassel finder man folgende Anzeige:„Katholische Gemeinde. Gebotene: 1) Alphons Frangoio Martin Antoine, des Marschalls von Frankteich F. A. Bazaine Excell. Sohn.
München. Der Etfinder der bayetischen Kugel⸗ spritzen befindel sich zur Zeit in Versailles. Bom Staate bat er 10,000 fl. erhalten und von der Maschinenfabrlk Augsburg bekommt er für jede Kugelspritze 300 fl. Bie jetzt wurden deren 13 geliefert. Der nämliche Erfinder hal auch ein geurs Gewebr construirt, das das Werder⸗ geweht noch übertreffen soll. 3
Berlin. Zur Beguemlichkat der Reisenden ist durch das Cisenbahnbetriebsreglement füt alle norddeutschen Bahnen die zweckmäßige Einrichtung getroffen, daß Reisende
en Zug auf i beliebi i ion verlassen⸗ 120 d ben gel en Ulüe mit einem der nächsie Züge welter fahren können. Es ist nur erforderlich, da dem Slationsvorsteher auf der betreffenden Elsenbahn station sosort beim Verlassen des. Prolongation vorgelegt wird. 4
Zuges das Billet zur
„ Das eiserne Kreuz. Dem Briefe eines Unter olfiners eninehmen wir Folgendes: Von unserem Bataillon wurde ein Dorfbewohner decorirt und schrieb seiner Frau, daß et jetzt das eiserne Kreuz trage. In dem nächst Briefe, welchen er von seinet Frau erbielt, stand wörtli Folgendes:„Mit betriptem Herzen babe ich in dein Bri mein berzlibstes Man gelesen, das du mußt tragen ei Gisernes kreuz, ach du armet Mann, es sind ja so ville Leute delt, warum must du den grade daf Eiserne kreuz schlepren was mikst du auch deselwegen gemacht?“ 5
Die Kälte ist im nördlichen und ösilichen Deutsch⸗ land noch immer ziemlich conßant. Die telegraphischen Wiltetungsbetichte vom Splvestertage notiren u. A.: Königsberg 16, Memen 12½, Danzig 11, Stettin 11½, Coͤsun 12, Pesen 12, Ratibor 12½ Breslau 8*. Berlin 7 Grad. In Riga war das Thermometet in dle Höhe gegangen und zeigte an dem genannten Tage laut telegraphischer Meldung nur 11 Grad.
Studungen an die Gr. Hess. Pioifon. Unsere Expedition Nr. 11, welche zuzüglich einer größeren Sendung von Gießen, aus 4600 Collis nebst 3700 Sfund Tabak bestand, ging den 29. Dezember von hier ab, und wurden Seitens der bessischen Divine sion beteits Vorkehrungen getroffen, um biese Sendung von Lagny aus sofort nach Orleans zu unsern Truppen zu rerbeingen.— Auch erdtelten wir die Nachricht, daß die seitder noch in Vinny de Francois gelagerten Gepäck⸗ flücke heute gleichfalls nach Lagny gebracht werden und mit obiger Sendung zugleich in Orleans eintreffen sollen. Daemstadt den 31. Dezemder 1870. Comiie zur Versorgung der Hessischen Fel dtruppen. Ohly. Blumenthal.
Verleosunge n.
Darurstad t. 2. Jan. Bei der heute stattgehabten Zubung der Großh. Hess. 50 ⸗ fl. Loose erhielten nach⸗ fiehende Nummern folgende Peeise: Nr. 54,933, 104,277 je 1000 fl.; Nx. 63,595, 62.724, 78,862, 80 804, 28,126 ie 400 fl
Wien, 2. Jan. In der heutigen Sertenziehung det Jer Loose wurden folgende Serien gezogen: 128. 197, 279 358 445 1007, 1120, 1257, 1278, 1281, 1355, 1528, 1735, 1893 2107, 2340, 2570, 2758, 2762, 3110, 3136, 3197, 3317, 3326, 33994, 3708.
Wien, 2. Jan. Bei dex heulsgen Ziehung der öster⸗ reichischn Cleduloose von 1858 flel der Haupitresser auf Sctie 2373 Nr. 48; det zweite Treffer guf Serie 2937 Nr. 72; der drülte Treffer auf Serie 3893 Nr. 223 ferner wurden folgende Serien gezogen: 1109, 1276, 1365, 1375, 1652, 1803, 1851, 2679, 3376, 3358, 373, 4080, 4153.
Edictalladung.
34 Peter Wolf 11. Wwe von Oppetohosen beab⸗ Achtigt mit Familie nach Amer ka auezuwandern.
Rechteansprüche an dleselbe ssud binpen vier Wochen bei Groß herzoglichem Landgefichte Bußdach anzuzeigen Sanden gegerfauls Eullassurg erthellt werden ld. g
rene am 1. Jesset 17.
Web berzog ite Kretcamt Frterberg Trap p.
Alle Sorten
21 Formularien und Stempelpapiere bel Louis Weis den Apotheken gegenüber.
—
————
23 Em in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes
Dienstmädchen,
dag mit Kintern umiugeben versteht, wird gesucht.
Aecht bayrischen Malz zucker
2 f 411. Georg Groß. Ein Schuhmachergeselle 3040 findet dauernde Beschüftngung bei.
Friedrich Alt, Nieder-Florstadt.
Näberee bel der Erped. d. Bl.
Ulace-Iandschune e


