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Donnerstag den 5. Januar.
Oberhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg.
„ Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Deb und en
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Amtlicher 5—
Betressend: Aufhebung des Portofrellbums berrschaftlicher Postsendungen.
Das Großherzogliche Kreisamt
an die evang. und kath. Kirchenvorstände,
Sie wollen binnen 8 Tagen Verzeichnisse der Ihnen bis jetzt
von den Postanstalten creditixten resp. in Ihr
Portobetrage für Postsendangen in rein staatlichen negeleeenbeites — wobei Sie die Ihnen mit Amtsblatt Nr. 9 vom 28. Dez. v. J.
mit etheilten Aus fügrungsbestimmungen als
Friedberg den 31. Dezember 1870.
Friedberg
die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Großherzogliche Polizel⸗Vetwaltung Bad⸗ Nauheim und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt.
lichen Staatskasse zur Conto aufgenommenen
erfolgen kann. Wenn bestimmten Frist nicht maßgebend—
Betreffend; Die Mitwirkung der Großherzoglichen Bürgermeisterrien bei Negultrung der Einkommensteuer. Das Großherzogliche Steuercommissariat Butzbach an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Steuertommissariats.
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Berzeichnisse über die Zugänge und Abgänge einkommensteuerpflichiget Personen an uns einzusenden.
Wir erinnern diermit an diese Verzeichnisse und machen besonders darauf aufmetksam, ia die Abgangs- Berzeichnisse auch alle diejenigen Namen der einde ⸗ tusenen Soldaten aufnehmen zu wollen, welchen Einkommensteuer im Ansatz if, und in die Zugangs- Berzeichalsse alle seit dem 15. August 1870 in bie Ortsbürgerlisten elngelragenen neuen Ortsbürger sowie die aus dem Auslande zugezogenen Steuerpflichtigen.
Last fallen, einsenden. Bei jedem einzelnen
Posten ist jedoch 110 Anforderung so zu begründen, daß eme Prüfung
von Ihnen solche Verzeichnisse binnen der vor⸗ vorgelegt worden sind, so nehmen wir au,
daß Ihnen Portobelräge der fraglichen Art nicht er wachsen, beziehungs⸗ hal en— von denen Sie der An sicht sind, daß sie der Großherzog⸗ I weise nicht notirt worden sind.
Tra p p.
Butz bach den 3. Januar 1871.
Nach det Anweisung sür dle Großherzoglichen Bürgermeilslereien dehufs der Mitwirkung bei Regulirung der Einkommensttuer siab am Schlusse des Jabres
Pech ler.
einge da e ich te
Offietelle milttätische Nachrichten. Darmstadt, 2. Jan. S. K. H. der Groß⸗ derzog hat nachstehendes Telegramm empfangen: Orleans, 1. Jan, 1871, 12 Uhr 47 Min. Zweites Jufanterte- Regiment, zweites Reitet⸗Re⸗ 010 und reitende Batterie unter General von antzau gestern bei Bonny“), südöstlich, gegen überlegenen Feind im Gefechte. Hauptmann Weber todk. Lieutenants 5 upt und Scharg und etwa
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Ludwig, Prinz von Hessen.
*) Auf dem rechten Lotre⸗Ufer, 1½ Meilen südösilich don Briare.
Augsburg. Die„Allg. Ztg.“ veröffentlicht folgendes Telegramm:„Bern, 31. Dez. 10,000 Franzosen marschiren von S. Hippolyte auf Pont de Roide(Dep. Doubs); General v. Treskow hat Delle pasßirt. Es soll ein Zusammenstoß bei Herimoncourt(bei Montbeliard) stattgefunden
haben“ Versailles, 2. Jan. Der Köntg an die Königin. Auf Deine Anfrage zur Nachricht:
Achtes Corps verlor am 23. Dez. einen Tod ten und 28 blessirte Offiziere, unter letzteren ein evangelischer Geistlicher(einer blieb bei Beaugench), 79 tod te, 598 blessirte Mannschaften. Also Gott Lob ein mäßiger Verlust für einen so heißen Kampf. Wilhelm.
Bersailles. Der König bielt bei dem am 1. Januar 11½ Uhr Mittags im hiesigen Schlosse slattigehabten Neujahrsempfang folgende Anrede: „Große Ereignisse haben geschehen müssen, um uns an diesem Orte und an diesem Tage zu ver- tinigen, und Ihrem Heldenmuth, Ihrer Ausdauer, sowie der Tapferkeit der von Ihnen geführten Truppen habe ich es zu verdanken, daß es bis zu diesem Ersolge gekommen ist. Aber noch sind wir nicht am Ziele, noch liegen große Aufgaben vor uns, ehe wir zu einem ehrenvollen und dauer- haften Frieden gelangen können. Ein solcher Friede ist uns gewiß, wenn Sie gleiche Thaten, wit sit uns bis zu diesem Punkt geführt haben, auch weiter vollbringen. So können wir getrost in die Zukunst schauen, erwarten, was Gott nach seinem gnädigen Willen über uns entscheidet.“
Bersailles, 3. Jan. Die Anrede des Königs, welche derselbe bei dem Festmahle am
1. Januar gehalten hat, lautet wie solgt:„Ich erhebe mein Glas, um das neue Jahr zu begrüßen. Auf das Vergangene blicken wir mit Dank, auf das Beginnende mit Hoffnungen. Der Dank gebührt dem Heere, das von Sieg zu Sieg ge⸗ zogen ist, mein Dank aber den anwesenden deut- schen Fürsten, die theils Führer diesem Oeere gewesen sind, theils sich ihm angeschlossen hatten. Vie Hoffnungen richten sich auf die Krönung* Werkes: einen ehrenvollen Frieden.“
— In den Außenwerken de- Beisst o schreibt der Correspondent der„Times“ in Versailles sind fortwährend viele Hände beschäftigt. Ueberhaupt wachsen ditse Werke, die ich schon seit einiger Zeit betrachte, fortwährend an Stärke und Bedeutung, und ich bin schließlich zu der Annahme gelangt, die für mich moralische Gewiß⸗ heit besitzt, daß General Trochu ein festes ver- schanztes Lager unter den Geschützen des Forts Valerien anlegt, in welches er sich zurückzuziehen gedenkt, wenn die Stadt beinahe ganz ausgehun⸗- gert ist und die Bevölkerung unangenehm zu werden anfängt. Das Fort ist an sich eine kleine Stadt. Es ist sicher gegen Feuer und beherrscht Paris.
— Der„St.-Anz.“ schreibt: Die deutscher⸗ seits in der Ostfront von Paris angelegten Bat terien, haben in zweitägiger Beschießung die seind- lichen Geschütze des Mont Avron zum Schweigen gebracht, am folgenden Tage, den 28., den Bahn- bof von Noisp le Sec wirksam beschossen und die in Bondy cantonnirende feindliche Artillerie durch ihr Feuer vertriebrn. Das nächste Resultat dieses für die diesseitige Belagerungs⸗Artiller ie eben so schnellen wie günstigen Ersolges ist die Besetzung des Mont Avron am 29. durch Abtheilungen des 12.(Ig. sächsischen) Armeecorps gew'sen. Der Bahnbof von Noisp le Sec liegt 4700 Schritt nordwestlich vom Mont Avron; derselbe ist der Knotenpunkt, an welchem sich die Bahnen nach Straßburg und Mühlhausen trennen, und liegt südlich des Canals von Oureg und unter den Kanonen des Forts Romainville. Bondy ist nördlich des Bahnhofes von Noisy gelegen, nörd⸗ lich, der beiden eben genannten Baholinien an der Straße nach le Vert galant und von St. Denis 10, von Pantin 5, von Paris 12 Kilometer entsernt.
— Der erste Bericht aus Paris über den
Angriff auf Mont Avron: Roche sur- Donne,
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29. Dez. richten aus Paris sagen: gestern einen wüthenden Argriff gegen Rosen, Nogent und das Plateau Aron, demaskirten Belagerungs batterien und versuchten ein Bombar⸗ dement. Sie wurden mit bedeutenden Verlusten zurückgeschlagen(I). Der moralische Zustand don Paris ist vortrefflich. Bordeaux, 29. Dez. Ein Brief aus Paris vom 26. Morgens meldet: Die
Die per Ballon überbrachten Nach Die Preußen richteten
Erd- und Schanzarbeiten in den französischen Positionen wurden bis zum 25. d. lebhaft or-
gesitzt, daan aber wegen der Härte des Bodens unterbrochen, welcher bis in eine Tiese von 50 Centimeter zugefroren war. Eine so intenf ve Kälte ist seit langer Zeit nicht mehr vorgekommen. Trochu hat deßbalb beschlossen, daß alle zur Ve⸗ wachung der eroberten Positionen nicht noto- wendigen Truppen cantonnirt und die Wachen abgelöst werden sollen.
Aus Versailles wird gemeldet: Der Prinz zu Hohenlohe-Ingelsingen ist zum Obertommandeur der gesammten Belagtrungsartillerie, General von Kamecke zum Obercommandeur der Ingenieure ernannt worden.
— Ueber die aus Ronen vom General von Manteuffel gemeldete Affaire liegt bereits der
sranzösische Bericht vor, der seinerseits ohne Weiteres einen Sieg behauptet. Aus Hadre wird vom 31. Dez. telegraphirt:„Die Armee des
General Roy hat gestern die preußischen Positionen
auf den Höhen von Bouille, d Orival und des
Schlosses Robert im Wald von la Londe genommen. 16 Franzosen und 40 Preußen sind gesechts unfähig. Die Affaire hat von 10 dis 4 Uhr gedauert. Die Preußen halten gegen die Seinemündung din nur noch Grand⸗Couronne besetzt.
— Der Fall von Mezieres kam unerwartet schnell. General Wopna, welcher die Belagerung leitete, ist Commandant der 28. IJnfanterie-Brigade. Die 14. Division kann nun zur Armee Man- teuffcl's stoßen, welche den Norden Frankreichs durchzieht und deren Reiterabtheilungen bereits die Eisenbahn zwischen Cambrap und Lille unter⸗ brochen haben. Die andere Division des 7. Corps (die dreizehntt) ist angeblich auf dem Marsche, um zu General Werder zu stoßen, in Chatillen s. S. angekommen.
Aus Chaumont meldet die„K. Z.“: Die Eisenbahn von Chaumont nach Tropes ist zun schon drei Mal in der Weise zerstört worden, daß


