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annheim. Eine Frau aus Darmstadt befand sich neulich mit ihrem Butterkorb auf dem hiesigen Speise⸗ markte. Ein fremder Herr tritt auf sie zu, erkundigte sich nach dem Preise der Butter, nimmt ein Pfund und gibt der Frau statt der geforderten 44 kr. einen Thaler mit dem Bemerken, sie möge das Uebrige behalten. Die überraschte Verkäuferin sieht betroffen dem Fremden ins Antlitz und erkennt ihren vor 13 Jahren nach Amerika Kan enerzen Sohn. Das Wiedersehen gab eine rührende
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Fulda. Das meist von ärmeren israelitischen Familien bewohnte Dorf Wehrda, in der Nähe von Hersfeld, ist bei hefligem Sturmwinde theilweise niedergebrannt. Es wird Brandstiftung vermuthet.
Coblenz. Als am Mittwoch Abend der von Ober⸗ lahnstein um 6½ Uhr akgelassene Personenzug auf der Station Ehrenbreitstein angelangt war und behufs Ran— girung die Maschine sich von demselben getrennt hatte, stieß ein bald darauf gleichfalls von Oberlahnstein kom— mender, dasselbe Geleise benutzender Güterzug mit solcher Gewalt wider erstern, daß ein diesem anhängender Wag— gon 3. Classe zum Theil zertrümmert wurde und 5 in demselben befindliche Personen Körperverletzungen davon trugen, welche indeß von nicht erheblicher Natur sind.
Leipzig. Eine wackere patriotische Dankesäuße⸗ rung eines hiesigen Kaufmannes— keines reichen Mannes — verdient zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden. Demselben schuldete ein armer, rechtschaffener Handwerker, dessen Sohn als Soldat mit in Frankreich kämpfte, 300 Thlr., welche der Vater in kleinen Raten abzahlte. Bei einem der letzten Gesechte vor Parts wurde des Hand⸗ werkers Sohn erschossen. Wenige Wochen darauf erzielt der Handwerker von seinem Gläubiger eine Zuschrift, worin gesagt wurde:„Ihr Sohn ist für Deutschlands Ehre und Freiheit, für den unangetasteten Wohlstand und Fortbetrieb unseres Handels und Wandels gestorben, und so gehöre auch ich zu seinen Schuldnern. Gönnen Sie mir die Be⸗ sriedigung, meinen Dank dem auf dem Felde der Ehre Gestorbenen dadurch zu bezeugen, daß ich dem Vater die mir noch zustehende Summe von 225 Thlr. erlasse, wo; rüber die Quittung beiliegt.“
Berlin. Hiesige Blätter melden: Eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau wurde in der Charite ent⸗ bunden. Sie fuhr nun mit einem andern Frauenzinimer, das ebenfalls dort entbunden worden, zusammen nach Landsberg a. W., wo Beide ihre Kinder zur Pflege unter⸗ bringen wollten. Letztere hatte auch ihr Kind in einem dort gelegenen Dorse untergebracht und Erstere behauptete,
dasselbe gethan zu haben. Beibe kehrten dann ohne Kin⸗ der nach Berlin zurück, Es fiel aber in Landsberg auf, daß die Frau wieder abgereist war, ohne daß Jemand wußte, wo das Kind geblieben. Die Staatsanwaltschaft zu Landsberg a. W. machte deßhalb hier Anzeige, worauf die Frau ermittelt und verhaftet wurde. Nach mehreren Aus⸗ flüchten gestand sie denn, ihr Kind bei Landsberg a. W. an einer näher bezeichneten Stelle lebendig begraben zu haben.
Moskau. Der Tiger, welcher in den benachbarten Kreisen so viel Unheil angerichtet hat, ist am 24. August in dem Ssukowo'schen Morast bei Petschatniki von dem Moskauer Jäger und ausgezeichneten Schützen Herrn Rabeneck getödtet worden. Der Kreisrichter hat den Leich⸗ nam dieses Thieres im Triumph der Oberbehörde über— bringen lassen. Die Bauern warfen sich unter Thränen Herrn Rabeneck um den Hals und dankten ihm für die Be⸗ freiung von dieser Gefahr. Das Thier hatte in den letzten Tagen noch dret kleine Mädchen und ein erwachsenes zer⸗ rissen. Herr Rabeneck hatte folgendes Mittel gebraucht, um das Raubthier anzulocken. Er hatte in der Nähe der Stelle, wo es zuletzt gesehen worden, warmes Ochsen⸗ blut ausgießen lassen und sich dann in den Hinterhalt gelegt. Der Tiger ging auch dem Blutgeruche nach und wurde von dem kühnen Jäger erschossen.
Proel am. 2301 Nachdem die Ueberschuldung des Vermögens des Küfermeisters Philipp Schmalz III. dabier sich er⸗ geben hat, wird zur summarischen Liquidation der Forderungen und zum Guteversuch dehufs Abwendung des förmlichen Concurses, sowie eventuell zur Wahl eines Massecurators Termin auf Freitag den 13. Ohober d. J., Votmittags 10 Uhr(Cont. Zeit), an hiesige Ge⸗ richtsstelle destimmt. Die ausbleibenden Cbirographar— gläubiger werden als dem Mehrheitsbeschlusse der erschtenenen Gläpbiger beitretend angefehen werden. Windecken den 11. Septemder 1871. Königliches Amtsgericht. Schwarzenberg.
Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2343 Mittwoch den 4. October d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in biefigem Rathbause auf freiwilligen An- trag der Gottlieb Kettingers Erben dahier die den- selben in biesiger Stadt zustedende Hofraithe, sowie circa 24 Morgen Ackerland und Wiesen in Friedberger Ge— markung unter den für die Käufer sehr vortheilhaften Bedingungen öffentlich meistbietend dersteigert werden; auch soll bei annebmbaren Geboten die Genehmigung sofort ertheilt werden. Das Guterverzeichniß liegt bis zum Versteigerungstermin im Ratbhause dahier zur Einsicht offen; auch werden die Flurschützen etwa ge— wünscht werdende Auskunft ertbeilen. Friedberg am 21. September 1871. 0 Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. . F dienstältester Gerichtosmann.
Güter- Versteigerung.
2397 Donnerstag den 5. Oktober d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen in hlesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Karl Friedrich Graff's Erben die den⸗ selben in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung zu⸗ stebenden Güterstücke nochmals unter den früheren Be⸗ dingungen öffentlich meifibtetend versteigert werden unter dem Anfügen, daß bet annehmbaren Geboten die Ge⸗ nehmiguung alsbald erthellt werden soll. zriedberg am 27. September 1871. Großheizogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar.
Bekanntmachung.
2414 Die Bezahlung der am 1. September l. 150 fällig gewesenen Holzgelder wird hiermit in Erinnerung gebracht. 5 1 8 0 Zahltage: Donnerstag und Freitag Vormittags. Ockstadt den 29. September 1871. Freihl. von Franckenssein'sches Rentamt. Rabenstein.
Bekanntmachung.
387 Diejenigen Steigerer, welche am 80. Junt l. J. 5 dem Nele Bainhards Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden biermit ersucht, dasselbe binnen 10 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls genötbigt sehen würde, dasselbe einer anderweiten Versteigerung auszusetzen.“ a Zugleich werden die Steigerer auf die Versieigerungs⸗ bevingungen 10, 11 und 12 und die hiernach für sie entstehenden Nachtheile im Falle eines anderweiten
2 6 aufmerksam gemacht.
ed den 24. September 1871. g
Gräfliche Oberförsteret Assenheim. Schallas.
ausmädchen
2382 gesucht bis 1. oder 15. Oktober. Wo? sagt die Erpeditson d. Bl. 2 2 2430 Ein akavemisch gebildeter, sprachkundiger Lehrer sucht Pauslehrerftelle vorzugswesse auf dem Lande.
Bettteppich⸗Versteigerung.
2427. Mittwoch den 11. Oktober e., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen circa 754 Stück größtentheils gut erhaltene Bettteppiche in der Burgeaserne zu Friedberg gegen gleichbaare Zablung versteigert werden.
Die Großberzoglichen Bürgermeistereien werden er— sucht, dieses im Interesse der Gemeindeangehörigen auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Friedberg den 30. Seplember 1871.
Großherzogliche Garnison-Verwaltung. eien
Oesfentliche Aufforderung. 2432 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß der dahter verstorbenen Katharina Franz, ledig, von Gunzenau, find innerhalb 14 Tagen bei Meidung der Nichtderücksichtigung bei Regelung der Vermögens— verhältnisse dahter anzumelden.
Friedberg den 27. September 1871. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor.
Bekanntmachung. 2433 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge bracht, daß der von der Wittwe des Gaftwirtbs Adam Lortz zu Assenheim mit ihren Gläubigern am 7. Sept. v. J. abgeschlossene Stundungsvertrag gerichtlich be— stäligt worden ißt.
Friedberg den 25. September 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann. Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Arbeits Versteigerung.
2434 Mittwoch den 4. Oktober l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll zu Nieder-Wetsel im Gemeindehause für 200 fl.
Chaußfirarbeit unter den vor der Versteigerung bekannt!
gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden. Butzbach den 1. Oktober 1871. Der Bezirks- Bauaufseher Burr k.
Versteigerung.
2410 Donnerstag den 5. October, 9 Uhr Morgens, werden verschtebene, zum Nachlasse des verstorbenen Rentners Ludwig Langsdorff gehörige Mobiltargegen⸗ flände, als: Sopha, Commoden, Tische, Stühle, Büchse, Jagdflinten mit Jagdgeräthe, Betten, Bett- und Tisch⸗ leinen in größerer Zahl, 1 großer Kleiderschrank, Kisten, Bütten, Leitern, Küche und anderes dausgeräthe u. s. w. in der Behausung des Herrn Major Bichmann gegen gleichbaare Zahlung öffentlich versteigert werden. Friedberg den 29. September*
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2431 Dienstag den 24. Oktober d. J., Vormittags 10 Ubr, soll auf der Bürgermeisterei dahier die Freiherrlich v. Löw'sche Untermühle mit Scheune und Stallungen nebst verschiedenen Aeckern und Wiesen, circa 3 Morgen haltend, öffentlich an den Meistbielenden verffeigert werden. Zlegenberg den 30. September 1871. Kirchner.
Wohnungsberänderung.
2430 Ich wohne von heute an in dem dem Herrn Oekonomen Karl Malep gehörenden Hause in der Kirchgasse. Bestellungen find, wenn ich nicht zu Hause bin, bei dem neben mir wohnenden Herrn Schreiner⸗ meister Eckbold abzugeben. Reichelsbeim den 1. Oktober ie Dr. med. Ludwig Schäfer, prakt. Arzt.
Zwei Schmiedgesellen
2437 konnen sogleich eintreten in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthewerkffätte von
2394
Fauerbach b. F. K. Häuser.


