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Dienstag den 3. October.
U 1871.
. 8 Ur. 12 9 g 2 5 l 1 — 11* nthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstaß 177* 2* 71 * f Ur 15 K 12 hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“
begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs-⸗Poststellen vierteljährlich
3s kr., mit Bestellgeld 47 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal
An nur ae U. October 30 kr.
— cAbonnements-Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können.
en stüberen . Amtlicher Theil. — f 8 insen i f bun etreffend e Waisenhausbüchsengelder für— Zeitraum dom 1. N 1870 bis Friedberg am 2. Ottober 1871. U. 5 11 f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg en bangen in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Gambach, Hausen mit Oes, Melbach, Ober-Wöllstadt, Rockenberg
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9 5 und Wisselsbeim. Der sofortigen Erledigung unserer Auflage vom 15. August, Oberhessischer Anzeiger Nr. 96, sehen wir binnen 3 Tagen entgegen.
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derreffend: Vertilgung der Klee⸗ oder Flacheseide.
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u tes Ui Die vielfachen Klagen über die neuerdings immermehr um sich — greifende Verbreitung der Klee oder Flachsseide, wie bekannt eines 55 buten ithr verheerenden Unkrautes, veranlassen mich auf ein in Nr. 18
Seite 148 der Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Froßherzogthums von 1869 veröffentlichtes Vertilgungsverfahren das
15 11 bendwirthschaftliche Publikum hinzuweisen. N
ö 5 Dieses Vertilgungsverfahren ist auf die Natur der erwähnten gem test, län Schmarstzerpflanze, deren Bodenwurzeln absterben und die sich voll⸗ ee weint mmen vom Boden trennt, sobald die Saugwurzeln die erforderliche ann— 0 Jahrung aus der von ihr umschlungenen Pflanze gewinnen konnen, „anden stützt, und das Ziehen der(chte der von dem Unkraute über⸗ e e pgenen Stellen aus dem Boden upfehlen. Es ist aber ein möglichst
kuhzeitiges, sorgfaltiges, ganz tiefes Vusschneiden, am besten Aus- zehen, der mit Seide überzogenen Stellen wie das sorgfältige Weg— bingen und Verbrennen der mit Seide gemischten Nutzpflanzen dringend erforderlich, wenn der Erfolg ein gesicherter sein soll.
Nach einer Veröffentlichung in Nr. 31 Seite 281 der erwähnten
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een chene. September diejenigen Stellen, auf welchen sich die Flachs seide zeigt, mit trockenem Raps- oder Roggenstroh handdick belegt, und letzteres in Brand setzt; die Flachsseide würde alsdann mit ihren flachliegenden Wurzeln nebst dem Klee ganz abbrennen, der letztere aber in 8 Tagen wieder ausschlagen, während die erstere getödtet sei. Hierbei sei indessen zu beachten, daß
1) jede Stelle 2 Fuß weiter belegt werde, als die Flachs seide gesehen wird,
2) das Stroh, nachdem es mit der Hand festgedrückt worden, 2 Zoll hoch liegt, damit die durch das Verbrennen desselben erzeugte Hitze die nöthige Kraft zur Vertilgung der Flachsseide hat, anderer— seits aber auch nicht so stark ist, daß die tiefer liegenden Kleewurzeln durch sie beschädigt werden.
Mittheilungen über den Erfolg von Versuchen der genannten Arten, wenn solche angestellt werden, würden mir sehr erwünscht sein.
Friedberg den 30. September 1871. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg.
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zeitschrift von 1870 soll die sicherste und leichteste Vertilgung der
klachs seide in der Weise auszuführen sein,
daß man im Monat
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Flnanzausschuß der ersten gammer bal beschlossen, gleichfalls auf Ablehnung ur von der Regierung beantragten Erhöhung der Dotation des Polptechnikums anzutragen.
— Bei der Wahl der evangelischen Kirchen; zorstände dahier sind die Candidaten des Pro- antenvereins mit drei Viertel sämmtlicher ab⸗ gebenen Stimmen gewählt worden. f
— Die Abgg. Fink und Edinger haben in der weiten Kammer den Antrag gestellt: die Kammer volle großh. Regierung ersuchen, durch ihren Ge⸗ andten die Errichtung von Po stspar- und Jersicherungskassen, nach dem Muster der uglischen, für das deutsche Reichsgebiet im Bun⸗ Asrath beantragen zu lassen.
— Die„H. V.“ melden: „hmen nach hat Hessen von der Artegeentschädigung bis jetzt die„e 4292.600 fl. e erhalten, einschließlich nes Antheils an der Pariser Contribution im betrage von 1,367,000 fl. a 1 Beiltn. Die„Kreuzzeitung“ erklärt die Mit⸗ eilungen über eine bevorstehende Reise des Kaisers turch Elsaß-Lothringen für durchaus unbegründet. Dar Gerücht von einer bevorstehenden Umnestie wird von der„Schles. Ztg.“ bekräftigt, it Hinweis auf die zahlteichen milttärischen Be · bafungen. Die Strenge der Kriegsgerichte soll,
Aeußerem Ver- sranzösischen
nach Miitheilung der national-liberalen„Deutschen'tillerie-
Summe von
Reichs⸗Corresp.“, die Zahl der Festungsgefangenen in so hohem Grade vermehrt haben, daß die Zahlen, welche hierüber angegeben werden, kaum glaublich klingen, wenn man nicht erwägt, daß die Kriegsgesetze selbst geringe Vergehen gegen die Subordination mit Festungsstrafe belegen. In- zwischen seien allerdings schon zahlreiche Gefangene entlassen worden, nichtsdestoweniger sei aber die Zahl derselben immer noch so bedeutend, daß sie nach Tausenden(1) gezählt werden können.
— Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht den kaiserlichen Erlaß vom 22. Juli 1871, betreffend die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen an diejenigen Männer, welche sich während des Krieges von 1870— 71 durch patriotische Handlungen außerhalb des Kriegsschauplatzes besonders aus— gezeichnet haben.
— Ueber die Wideraufnahme der Friedens- verhandlungen wird der„K. Z.“ aus Berlin ge- schrieben, daß es sich bei den Verhandlungen in Frankfurt einstweilen nur um technische Angelegen— heiten zu handeln scheine. Der Sitz der wirklichen Verhandlungen dürfte vorerst in Versailles bleiben.
— Der„Kreuzztg.“ zufolge wurde das Gesetz, betreffend die Auftahme einer Schuld von einer Million Francs Seitens der Stadt Mühlhausen, allerhöchsten Orts vollzogen.
— Das„Militär Wochenblatt“ meldet die Anstellung eines ehemaligen französischen Ar⸗ Hauptmanns Namens Prot de
Viéville, als aggreg. Secondelieutenant bei der 11. Artilleriebrigade des deutschen Heeres.
— Die vom 15. Oetober in's Leben treten⸗ den Postmandate, mittelst welcher das Incasso von Geldforderungen(Rechnungen, Wechsel, Cou- pons ꝛc.) namentlich auf Nebenplätze in sehr er⸗ leichterter Weise bewirkt werden kann, ist mittelst Verordnung des Reichskanzlers zugleich in Elsaß⸗ Lothringen eingeführt. Wegen Ausdehnung der Einrichtung auf den Verkehr mit Süddeutschland hat das General-Postamt sich bereits mit den be— treffenden Postverwaltungen in Verbindung gesetzt.
— Der Priester Kaminski in Kattowitz hat an den Fürst Bismarck eine Petition gerichtet, welche dahin geht: 1) daß die zu Kattowitz noch zur Zeit des Altkatholicismus erbaute und im ver⸗ gangenen Jahre eingeweihte Kirche von den schis⸗ matischen Neukatholiken an die zu Kattowitz noch fortbestehende altkatholische Gemeinde herausgegeben werde; 2) daß dem Kirchenvorstande, oder doch ihm(Kaminski)— als Seelsorger der altkatho— lischen Gemeinde— die Führung der Kirchenbücher gestattet und diesen Büchern wie bisher und noch jetzt bei den Alttatholiken öffentlicher Glauben beigelegt werde; 3) daß die Mitglieder der alt— katholischen Gemeinde von den Abgaben, Beiträgen und Leistungen zur neuen schismatischen Kirche be— freit werden.
Fulda. Die kürzlich von der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“ gebrachte Nachricht über


