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städter schreibt hierüber an seine Eltern:„Orleans
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Hessen. 8 Unsere bessische Division brachte die nachts feiertage in Orleans zu, mußte aber am ersten Feiertag bei der Be⸗
sestigung der Stadt bülfreiche Hand lelsten. Ein im ersten. Infanterle-Regiment dienender Darm⸗
wird verbarrikardirt, die Artillerie baut Batterien. Wir mußten Baume ummachen, Häuser werden abgerissen; die schönsten Baumschulen, Zwergobst⸗ baͤume, Wingerte, kurz Alles, was in der Schuß⸗ linie liegt, wird umgehauen. Wie Frankreich ruinirt wird, ist ein wahrer Jammer. Gott sei Dank, daß dieses Deutschland nicht passirt ist. Es soll bier abgewartet werden, z denn Frankreich scheint nicht eber tuen zu wollen, bis es ganz vernichtet ist. Stets sammeln“ sich ürue Horden bewaffneter Bauern.“
Preußen. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ meldet: Die Ratifitation der Verträge de lord⸗, deutschen Bundes mit Baden und Hessall über die Gründung des deulschen Bundes und wit Württemberg über den Beitritt zu dirsem Bunde, sowie der Militärconvention mit Wü
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geschehener Annahmt des Reichsversassungs⸗Enl⸗ wurfs geschehen wird, ersolgt der Zusammentritt des erweitetten Bundes- oder Reichstaths, der sich damit befassen wird, die Vorlagen sestzustellen, welche dem zu wählenden deutschen Reichstage vorgelegt werden sollen.
— Der„Staatsanzeiger“ bespricht die Be⸗ setzung des Mont Avron, durch welche für die Offensive ein wichtiges Terrain gewonnen sei. Er erklärt: Bei der Wahl der Angriffsfront auf die Haupfstadt werden lediglich militärssche Rück. sichten maßgebend sein, zunächst wird ees die Auf⸗ gabe sein, die gewonnene Posltion den diesseitigen Zwecken entsprechend defensiv einzurichten und offensiv zu armiren.“
— 31. Dec. Der Rücktritt des Cultusministers von Müßler gilt in Abgcorpnetentreisen für nahe bevorstehend. ö
Königsberg. Nach Bestimmung des Unter⸗ richtsministers sollen, wit die„K. H. 3.“ be- richtet, die Doubletten der hiesigen königlichen und Unipersttäts⸗ Bibliothek, cirta 40,000 an der Zahl, und darunter vielfach Werke von großem Werthe, zur Abführung an die neu zu begrün- dende Straßburger Bibliothek bereit gestellt werden.
Düffeldorf. Einem Gerücht nach wurde ein Heir aus Paris, der sich hier auf Besuch befand, gefänglich eingezogen, weil er zum Enk⸗ weichen zweier französischer Offiziere behülflich gewesen sein soll.
Aachen. Bei dem Nachts 12 Uhr hier von Köln eintteffenden Courterzuge wurde vor elnlgen Tagen eine Reviston für nötbig gehalten. 10 ergab sich, daß auf demselben sich zwei aus Erfurt entsprungene französische Capitäns, Kriegsgefangene auf Ehrenwort, befanden, welche unter der Aeglde eines Erfurters das Weite suchten. Alle Drei wurden verhaftet. Es scheint, daß der die eht⸗ losen Flüchtlinge begleitende Erfurter elnet der im Sommer aus Paris vertriebenen deulschen Arbeiter ist, den selne Kenntusg der sranzösischen Sprache mit den Capitäns bekannt mate.
Fulda. Das Jageschloß Bicberstein in der Rhön ist zur Aufnahme von 500 Gefangenen, darunter 20 Ofsiziecen, bestimmt.
Sachsen, Leipzig. Auf glesigem Dres- deuer Bahnbofe kam am 29. Dec. früh ein Zug mit 450 gefangenen Franzosen an. Als ausge- stiegen wurde, um bier eine Stunde zu rasten, treignete sich das Unglück, daß sich das Gewehr tines auf dem Perron stebend en, zur Escorte ge⸗ hörenden Landwehrmanncs vom 19. Regiment entlud und der Schuß elnen der Gefangenen, der eben aus dem Wagen aus zustel en im Begriffe stand, auf der Stelle lödtete, einen andern auch
Bayern. München. Reicherälhe bat die deulschen mit 37 gegen 3 Stimmen angenommen.
Die Kammer der
zufolge trägt sich das stallentsche Cabinet mit dem
Friedensvermiktelung zwischen Deutschland und Frankreich zu interessiren. Es handelt sich darum, hiefür den Beistand eines oder mehrerer Cabinette sowie die geeignete Form und Grundlage für einen Vorschlag zu finden. Das Lecztere scheint uns schwieriger als das Erstere, jedenfalls aber wünschenswerth, daß der Gedanke sich aus; führbar erweise. Biscontl-Venosta hat übrigens sich bis jetzt darauf beschränkt, die Angelegenheit im Gespräche mit den diplomatischen Vertretern in Florenz zu behandeln.
Belgien Brüssel. Ein Schreiben aus Lille vom 27. Dec. in der„Independance Belge“ meldet; Die Dinge verwickeln sich; es ist wahr⸗ scheinlich, daß wir binnen kurzem wichtigen Er- feignissen anwohnen. Die Nordarmet hat sich zwischen Artas und Cambrai vollständig con⸗ centrirt und alles Terrain zwischen letzterer Stadt und Amiens aufgegeben— Die nit fehlenden 1 haben diese Gegenden überfallen, und zwar Tdeel schneller, als man es für möglich gehalten, Cerbie und Albert konnten geräumt werden, Achlel aber nicht, wo die Nordbahn einen Theil ihres Materialg
und den Telegraphen 200 Metres vor den zösischen Linien zerstört..
— Das Journal von Fecamp meldet vom 28. Dec.:„Das Lager von Conlie ist aufge⸗ hoben. Die verwendbaren Truppen siud zur Armee Chanzy's dirigirt, die anderen nach Rennes.“
Großbritaunjen. London.„Daily News“ erfährt! aus Bordeaut, dit) ftanzösssche Regterung solle neuerdings beabsichligen, die Be- schickung der Conserenz von der vol hergängigen Anerkennung der Republik durch England ab haͤngig zu machen.
— Mehrere Londoner Blätter vom 27. Dec. bringen Telegtamme aus Hadre, Te 0
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die Preußen bei, Du Clair sechs englissat
in Beschlag genommen und versenkt haben, um die Schiffahrt auf der Stine zu unterbrechen.— Brsefliche Mittheilungen in englischen Blattern besagen, daß 5 von den 6 versenkten Schiffen obne Geleitschein Rouen verlassen hatten und bei Duclair zum Beilegen gezwungen wurden. Hier ließ nan die Mannschaften ans Land gehen, bohrte die Schiffe an und versenkte sie. Vorher hatte der preußische Ofsieler dieselben übrigens abschätzen lassen und den so ermittelten Werthbe⸗ trag in Requisttionsbonds den englischen Capitänen übermittelt. Diese teclamirten beim englischen Bicctonsul in Rouen, der aber zunächst nicht helfen konnte, da ein Befehl des Generals v. Goeben vorlag. quartier gerichteten Protest des englischen Vice cohsuls ist noch keine Antwort erfolgt. Die Mannschaften wurden»ia DPieppe nach England zurückbefördert.
— Graf Bismarck soll Jules Favre durch Vermittelung des amerikanisccen Gesandten in Paris benachrichtigt haben, daß, behufs seiner Reise zur Conferenz nach London, ein Geleitschein zu seiner Verfügung stehe.—„Daily News“ melden, 12 Bomben seien am 27. Dez durch die bel Rainch aufgestellte, Batterie nach Paris ge— schleudert worden. Die Franzosen haben ver— sucht neue Batterien auf der Ebene zwischen Courneude und Dranch in der Richtung nach le Bourget zu errichten.
Spanien. Madrid. Prim mußte ein Finger der rechten Hand amputirt werden, vielleicht sind weitere Operationen nothwendig, Der Attentäter ist noch unentbeckt.
Die Cortes genehmigten mit 200 Stimmen eine Resolution, welche den Abschen
noch leicht verwundete.
der Versammlung über das gegen Prim aus-
Bersassungsvertraͤge
Oesterreich. Wien. Die Presse schreibt: Einer Meldung unseres Correspoudenlen in Florenz
Gedanken, die bevorstehende Conferenz für eine
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Auf den an das deutsche Haupt-
geführte Attentat ausspricht. Sodann wurde der ee ein Vertrauensvot 1 mit 141 gegen J Stimmen ertheilt. Schl ich erfolgte die Verlesung des Commisslonsberichts welcher sich für die Suspensson der verfassungsmäßigen Garantien ausspricht. L Unter dem Vorsitze des Regenten fand ein Ministerrath statt, dem mehrere hervor · ragende Mitglieder der drei Fractlonen der liberalen Partei beiwohnten. wurde eine vollständige Versöhnung erzielt. Contre⸗Admiral Topete, welcher das Haupt der Partei Mont⸗ pensier gewesen ist, wurde zum Minister des Auswärtigen ernannt und übernahm interi⸗ mistisch das Kriegsministerium und die Präßt⸗ deutschaft des Ministerrathes. Apala ist zum Minister der Colonien ernannt worden. Beide Minister leisteten dem Regenten gestern Abend den Eid und haben heute ihr ad angetreten.
— Es beißt, daß dle Regierung den Geseg⸗ entwurf, betr. die Suspenston der verfasfungs⸗ mäßigen Garantten, zurückziehen wird. Die Entwaffnung der tepublikanischen Milizbataillone hat begonnen. Die Provinzen find ruhig.
— 31. Dez. Der König ist gestern Mittag 2 ub. im Pasen- von dem Contreadmiral Topete, dem Minister der offentlichen Arbeiten, den Civilbehörden und Gegeralen empfangen worden. Eine unermeßliche Menge begrüßte den König emlich. Derselbe
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Charakter angenommen baben.
— Prim ist am 30. Dez. Abend 9½ Uhr gestorben. Die Stadt ist ruhig.
Italien. Florenz. Der König ist am 30. Dez. Aberds nach 8 r* Consestepraspent, sowie die Minsster des Acuße u, der Finanzen und der Arbeiten beglelleten ihn.
Rom. Der König ist am 31. Dez. hier eingetroffen und don, den Behörden empfangen worden. Die Stadt ist erleuchtet. Eine große Volksmenge umdrängt den Qutrinal. Der König erschlen wiederholt grüßend auf dem Balkon.
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Offteielleemtlitärische Nachrichten.
Versallles, 2. Januar. Die Beschteßung der feindlichen Posttionen von der Nordostfront von Paris am 31. Dezember und am 1. Januar mit Erfolg fortgesezt. Der Feind hat seine vor⸗ geschobenen Stellungen vor dieser Front eilig geräumt. Das Feuer der Forts Nogent, Roenpy und Noisp ist am 1. Januar verstummt. Die 20. Diolsion wurde am 31. Dezember bei Vendome von überlegenen Kräften angegriffen, wies jedoch den Angriff zurück, wobei General von Lüderitz 4 Geschütze nahm. Oberst v. Wittich mit einer fliegenden Colonne nahm am 30. Dez. bei Soucher zwischen Arras und Beithune 5 Osstziere, 170 Mann gefangen. v. Podblelsky.
Boulricourt, 2. Jan. Mezieres hat capitulirt. Einmarsch der preußischen Truppen heute Mittag 12 Uhr.
v. Voigts-Rhegz⸗
Eingesandt. Cs gereicht uns zu großer Befriedigung constititen zu können, daß auch ste letzte flak besuchte thea sralische Abendunterbalung aue wobl gelungene gewesen, bei welcher Alles mit großem Beifall aufgenommen worden isl. Be⸗
sonders aber haben das zwene Szück„der geiade Weg der beste? und die in Tyrolet Gostüm ausgesübrten Gesange angesprochen und von den miiwukenden Personen, dle Alle türe Sache aut gemacht, baten sich namentlich die Damen durch ir schönso Spiel ausgezeichnet. Det Sr⸗ lag di ser Abend Unterhaltung wurde zu zweckmäßigen Gbristgeschenken für die im ele stebenden e bone bleslger wenig demitlelter Eltern verwendet. In Fortsetzung iber Sorge für unsete tapferen Krieger gedenkt die Gesellf aft demnächst zum Besten des biestgen Com 40 für Giftschung verwundete und(aktankter Soldaten eine weitere Abend⸗ Unterbaltung wieber mit neuen Stücken zu veranslalten. Da das, bezeichnete Comte dei den eben sich mehrenden Verwundeten und Krankentransporsen einer bedenken den
Unterstügung sebr vedürsiig und mau auch ganz vollfcndig
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