1. schwere Fußb. Obergefreiter Bernhard Amann, Ober⸗ tiefenbach, l. v, beim Durchgehen der Pferde gequescht, befindet sich bei der Batterie.
1. schwere Fußb. Bedienungskanonier Philipp Balser, Reiskirchen, l. v., beim Durchgehen der Pferde ge⸗ quescht, befindet sich bei der Batterie.
1. leicht Fußb. Bedienungskanonier Christ. Wilhelm Pfannmüller, Langen, l. v., Streisch am l. Unterschenkel, befindet sich bei der Batterie.
1. leichte Fußb. Fahrkanonier Joseph Rühl, Ober⸗Wöll⸗ stadt, l. v., Streissch. am l. Kniegelenk, befindet sich bei der Batterie.
(Gesecht bei Blois vom 10. Dezember.)
1. leichte Fußb. Corporal Wilhelm Kuhn, Neuffadt, schw. v., Schuß in die l. obere Brust, befindet sich im Lazareth Vorstadt Blois und wurde am 11. nach Orleans verbracht
— In der zweiten Kammer erfolgte nach achtftündiger Discussion von vorwiegend juristischem Interesse die Annahme der Uebergangsbestimmungen in Bezug auf das am 1. Januar 1871 bei uns in Kraft tretende Strafgesetzbuch des norddeutschen Bundes. Ein Antrag des Abgeordneten Dern⸗ burg, in Zukunft die Vergehen, welche durch die Presse begangen werden, der Competenz der Schwur⸗ gerichte zu unterstellen, wurde gegen 14 Stimmen abgelehnt.
— Dem Flügeladjutanten S. K. H. des Großherzogs, Major v. Küchler, attachirt dem Stabe der Großherzoglichen Division, wurde von S. M. dem König Wilhelm unterm 20. der Orden des eisernen Kreuzes verliehen und durch den Corpscommandanten General v. Manstein überreicht.
— Der Ministerialsecrelär II. Classe bei dem Ministerium der Justiz Carl v. Kreß wurde zum Ministerialsecretär I. Classe und der Ministerial⸗ setretär III. Classe bei demselben Ministerium Hermann v. Bechtold zum Ministerialsecretär II. Classe bei diesem Ministerium ernannt.
— Der Kreisrath des Kreises Gießen und Director der Provinzial ⸗ Direction Oberhessen Dr. Theodor Goldmann ist zum Kreisrath des Kreises Darmstadt und zum Director der Pro- vinzial⸗Direction Starkenburg ernannt worden.
Gießen. Dem„Fr. J.“ wird unterm 26. d. von hier berichtet: Gestern kam auf hiesigem Bahnbhofe, vom Beginn des Krieges an gerechnet, der tausendste Milikär⸗Extrazug. Auf demselben waren 100 Berliner Trainsoldaten mit 175 Pfer⸗ den. Da sich diese Mannschaften am Weihnachts ⸗ abend unterwegs befanden, war ihnen von den Offizieren und Beamten der Etappe in der großen Militär⸗Speisehalle ein Christbaum aufgebaut, von welchem jeder Soldat ein kleines Geschenk erhielt. Nach dem Essen gab der Verpflegungs Lieutenant jedem Mann extra einen Schoppen Grog.
Mainz. In Folge der jedem Soldaten der Garnison ertheitten Befugniß, gegen Ungebühr⸗ lichkeiten der Kriegsgefangenen einzuschreiten, wurden drei aus dem Lager in die Stadt beurlaubte Turcos in betrunkenem Zustande an⸗ gehalten, wobei der eine sich mit einem Messer widersitzte. Sie wurden indessen bewältigt.— Nachdem der Militärbehörde aus der Mitte der französischen Offiziere selbst belegte Warnungen vor den Wirkungen planmäßiger Hetzereien zuge⸗ kommen sind, ist dem Vernehmen nach sofort die Garnison verstärkt worden. Die Truppen werden mit Eintritt der Dämmerung consignirt, und es sind alle Maßregeln getroffen, um jedem Durch⸗ bruchsversuch auf das Energischste zu begegnen. Die Erbitterung der Garnisonstruppen ist unver⸗ kennbar, und sie findet in der Stimmung der Bürgerschaft ebenso berechtigten Widerhall.
Preußen. Berlin. Der„Stactsanzeiger“ veröffentlicht ein Circular des Bundeskanzlers vom 14. Dezember an die Gesandten des norddeutschen
leichterungen zu gewäßren seien un wal zur Erfüllung der
zösischen Regierung abzuschlicßenden Conventionen ohne eine materielle Garantie haben können. In⸗
den deutschen Regierungen vorbehält, lenkt er Ausmerksamkeit hierauf, damit etwaige Reclä⸗ mationen der französischen Machthaber gegen zu treffende Vorsichtsmaßregeln eine sachentsprechende Würdigung finden.—
— Eine Bekanntmachung des Generalpostamts gestattet die voͤrübergebende Zulassung gewöhnlicher Feldpostbriefe von mehr als 4 Loth bis 8 Loth zur unentgeltlichen Beförderung während der Tage vom 27. d. M. bis zum 9. Januar k. J. ein · schließlich.
dem Könige die Glückwünsche seiner Regierung zu der von den Fürsten, den freien Städten und dem Reichstage ausgesprochenen Bitte um Annahme der deutschen Kaiserkrone ausdrücken zu lassen.
— Der Ausschuß des Congresses deutscher Landwirthe hat den Beschluß gefaßt, von dem Zusammentritt des Congresses im Febkugt des nächsten Jahres Abstand zu nehmen, den Congreß dagegen einzuberufen, sobald es die Zeitverhält⸗ nisse gestatten, als spätesten Termin jedoch den Februar 1872 in's Auge zu fassen. V
Stade. Am Abend des 20. d. trafen hier 20 französische Kriegsgefangene mit ihren Burschen von Hamburg ein, in Folge eines Erlasses des Generals v. Falckenstein, wonach für jeden deser · tirten Offizier 10 andere in strengere Haft ge nommen werden sollen. Die Internirung scheint ziemlich strenge gehandhabt werden zu sollen, da der betreffende Casernier dem Vernehmen nach die Weisung erhalten hat, sich auf die gewöhnlichen Bedürfnisse seiner demnächstigen Gäste einzurichten.
Düsseldorf. In voriger Woche wurde in einer Restauration ein französischer General wegen Majestätsbeleidigung verhaftet.
Köln, 24. Dez. Die„A. A. Z.“ meldet von hier: Der cuchlose Verschwörungsplan, welcher einen Aufstand und Durchbruch der französischen Kriegsgefangenen zum Zweck hat, ist seit einigen Stunden zu allgemeiner Kenntniß gelangt, und erweckte natürlich die tiefste Indignation der ge⸗ sammten Bevölkerung. Dieser Plan erstreckte sich zunächst auf die zu Köln, Koblenz und Mainz befindlichen Kriegsgefangenen, also auf eine Ge⸗ sammtzahl von etwa 60,000 Mann. Zum Zeit⸗ punkte des Aus bruches war die Nacht pom heutigen Christfest bis zum morgigen ersten Feiertag be⸗ stimmt. Die Militär- und Polizeibehörden waren genau davon unterrichtet, und vor wenigen Stun⸗ den rückten bedeutende Verstärkungsmannschaften,
Kartätschen reichlichst versehen, nach Kalk und Wahn ab. etwa 10,000 Mann belaufend, ist seit 5 Uhr in
des Generalmarsches zum Ausmarsch bereit zu sein. Nachweislich wollte man in Köln, Koblenz und Mainz die verhältnißmäßlg sehr geringen Wach⸗ mannschaften auf gegebene Zeichen überfallen, ent⸗ waffnen und ermorden, und daun unter Mord und Brand der französischen Gränze zueilen, wo man, zunächst im Elsaß, auf den erwarteten Succurs rechnete. Koblenz. fach gemachten Versuche zur Desertion der sran⸗
Bundes. Dasselbe macht auf die häufigen Ent⸗ zösischen Offiziere und Gefangenen sind die Meß
weichungen französischer Offiziere unter Bruch des Ehrenwortes aufmerksam, welche eine besondere Bedeutung dadurch erhalten, daß die französische Regierung den Wortbruch durch die Anstellung der Entflohenen billige und daß die französische Armee nicht die Aufnahme Wortbrüchiger in ihren Reihen verweigere; dadurch nehme die französische Regierung und alle Offiziere die Mitverantwort⸗ lichkeit des Wortbruches auf sich. Die deutschen
Regierungen haben nunmehr zu erwägen, ob ferner
hin den gefangenen Offizieren die üblichen Er⸗
regeln zur Bewachung sehr verstärkt worden. Den französischen Offizieren ist das Lesen der sehr antideutsch gehaltenen„Independance belge“ ent- zogen und das Auflegen berselben in öffentlichen Lokalen verboten worden.
Wiesbaden. 200 der hiesigen kriegsge⸗ fangenen französischen Offiziere werden in Folge
eingetroffener Ordre weiter ostwärts befördert, nach Sachsen, Königsberg u. s. w.
— Um der ihnen drohenden„Evacuation“ nach den Ost⸗ und Nordmarken des Vaterlandes zu
d welches Ver⸗ entgehen, sollen sich von den hier int n a 100 1 fangenen französischen Offizieren nicht Aer französtschen Besehlshabern oder mit der fran⸗ 200 krank gemeldet haben. Sie fürchten wohl
dem der Bundeskanzler die Entschließungen hierüber
— Der„Kreuzzeitung“ zufolge ersuchte der englische Gesandte den in Versailles befudlichen Odo Russel, durch den Bundeskanzler am 18. Dez.
in Infanterie und Artillerie bestehend, letztere mit Das gesammte Besatzungsmilitär, sich auf
den Casernen consignirt, um bei dem ersten Schlage
Durch die seit letzter Zeit viel⸗
e⸗
in den ostpreußischen und schlesischen Festungen eine Art von Sibirien zu finden; kretzven dürfte die Gefahr der Versetzung dahin kaum noch ab⸗ zuwenden sein. i 8
Bayern. München. Drei Gendarmen brachten die mit dem Luftballon aus Paris bei Rödersdorf gelandeten und verhafteten vier Per⸗ sonen hier ein. Es sind dieß: 1. Adolph Lepinay, Ingenieur aus Paris, 2. Joseph Verxrecke, Luftballonschiffer, vormals Kunstreiter, 3. Franz Jouffryon, Mechaniker, 4. Juilloc, Commisstonär aus Paris. Dieselben wurden sofort in das k. Militärgefängniß hier abgeliefert.
Würtemberg. Stuttgart. Die Abge⸗ ordnetenkammer genehmigte die Anträge der Com⸗ mission auf Zustimmung zu den Verträgen, und zwar wurden angenommen: 1) der Vertrag mit dem norddeutschen Bunde mit 74 gegen 14, 2) der Vertrag mit Bayern mit 76 gegen 12 Stimmen. Die Zustimmung zu der Bezeichnung „deutsches Reich“,„deutscher Kaiser“ wurde mit 81 gegen 7 Stimmen ertheilt.
Oesterreich. Wien. Der Kaiser hat ein Telegramm aus Versailles mit der Mittheilung empfangen, daß Befehl ertheilt sei, sämmtliche österreichische Eisenbahnwagen sofort zurückzusenden.
Luxemburg. Wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat die Luxemburgische Regierung eine ausführliche Denkschrift als Antwort auf die preußische Note den Mächten, welche den Vertrag von 1867 unterzeichnet haben, übergeben lassen.
Schweiz Die letzte Scheidewand des Montcenis⸗Tunnels ist am 25, Dez. Nachmittags 4 Uhr genau in der Mitte des Tunnels durch⸗ brochen worden.
Frankreich. Bordeaux. Ein Decret der Departements, um den Polizeidienst im Rücken der Armee zu sichern, und die Flüchtigen, die Deserteure und die Versprengten gefangen zu nehmen. Ein anderes Decret errichtet Recon⸗ valestenten⸗Depots zu Nantes, Bayonne, Toulouse, Mbntpelllet und Perpignan. Nach einer amtlichen Mittheilung ist Tour vom Feinde besetzt. General Pisani hatte demselben vorher das Vorrücken mehrere Stunden lang streitig gemacht, trotzdem er bei Monndie nur 6000 Mann und 6 Kanonen hatte.— General Chanzy soll in Le Maus ein⸗ getroffen sein; Gambetla soll Bourges verlassen haben, um zur Armee von Lyon abzugehen. Eine Depesche des Präfecten des Departements der Rhone meldet: Gestern wurde zu Lyon der Ba⸗ laillonschef der Nationalgarde Croix⸗Rousses, ein anerkannser Republikaner, von Personen, welche wahrscheinlich im Solde des Feindes standen, ergriffen und erschossen, nachdem eine Art Ge⸗ richtsverfahren vorausgegangen war. Ein Tele ⸗ gramm Gambetta's sagt, es seien Maßregeln ge⸗ offen, um die Schuldigen zu entdecken.— Einem Brief aus Paris vom 17. December zufolge war eine Zählung der Einwohner angeordnet, um die Entdeckung von Militärpflichtigen und eine gerechte Vertheilung von Lebensmitteln her⸗ beizuführen. 3
— Berichten aus Bourges zufolge wird Bourbaki durch die Benerdle Clincamps und Billot unterstützt. Die in Cherbourg zusammen⸗ gezogenen Truppen sind plötzlich abmarschirt; es heißt, daß sie zur Armee Chanzy's stoßen sollen.
— Das aus Paris hier eingetroffene „Journal Officiell« vom 20. d. erklärt gegen⸗ über den Vorwürfen verschiedener Journale, welche die Politik der Regierung eine schwan⸗ kende nennen, das Programm der Regierung sei, die Jnvasion so lange zu bekämpfen, bis dieselbe zurückgeschlagen, oder ein ehrenvolles Abkommen getroffen sei. Die Regierung werde von diesem Programm nicht abweichen, auch
müsse. Indessen träten die Anstrengungen der Provinzen, trotz vieler Unglücksfälle, täglich mehr hervor. Der Artikel schildert sodann die
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wenn Paris allein den Widerstand fortsetzen
Lage der Provinzen und gesteht die Bedenk?
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