Ausgabe 
29.12.1870
 
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lichkeit derselben zu, meint aber, gerade dies lege die Verpflichtung auf, den Kampf zusetzen. Paris weist entschieden den Gedanken einer Capitulation zurück. Die Regierung hofft zu siegen.

Eine officielle Depesche des Generals Faidherbe über die Schlacht vom 23. meldet: Der Kampf dauerte von 11 bis 6 Uhr. Die Franzosen hatten eine vortheilhafte Position an einem Nebenflusse der Somme, zwischen Daburs und Contay, inne. Während des Kampfes wurden verschiedene Orte genommen und wieder verloren. Gegen 5 Uhr fand ein erfolgreicher Bajonnetangriff statt, jedoch ge lang es den Preußen, unter dem Schutze der Dunkelheit sich in mehreren Dörfern im Thale der Somme festzusetzen. Die Franzosen bivouakirten in ihren Positionen.

In der Weihnachtsbetrachtung des Constitutionnel« wird angegeben, daß 30 Departements mit mehr als 14 Millionen Einwohnern von der deutschen Armee besetzt sind. Dasselbe Blatt versichert, daß General Clincamp, welcher in Metz gefangen wurde, entflohen und in Bordeaux eingetroffen sei. Er habe ein Commando unter Bourbaki erhalten.

DerPropagateur de Lille veröffent⸗ licht folgende Depesche, welche der Präfect des Norddepartements aus dem Hauptquartier der Nordarmee erhalten hat:Corbie, 23. Dec. Mitternacht. Schlacht auf allen Püncten von Daours bis Contay. Vollständiger Erfolg am rechten Flügel, unentschiedenes Resultat am linken. Im Centrum konnte der in Brand gesteckte Ort Pont des Nopelles nicht wieder genommen werden. Wir übernachten auf den Positionen des Schlachtfeldes.

Tours, 21. Dec. Eine französische offfcielle Depesche meldet:Der Feind etschien heute Morgen vor Tours auf den Hügeln, welche die Brücke Saint Pierre beherrschen. Eine Patrouille Kürassiere kam auf die Brücke. Von Bürger- haufen wurden Flintenschüsse abgefeuert, welche drei oder vier Reiter trafen. Die Patrouille entfernte sich darauf im Galopp. Alsbald wurde eine Kanonade auf die Stadt eröfftet; die Gra naten fielen in die Straßen und es gab mehrere Opfer. Der Redacteur Beustheur wurde getödtet. Die Parlamentärflagge wurde aufgehißt. Der Maire ging dem Feinde entgegen und erlangte don dem Chef das Aufhören der Kanonade. Der Feind ist heute noch nicht in die Stadt eingerückt; er erwartet den Rist des Corps und den General.

Aus Dole, 17. Dec., wird ausofficielle französischer Quelle gemeldet, daß 4500 Preußen Tags zuvor Pesmes(am Oignon) besetzt haben, um die dortige Brücke abzuschntiden; sie seien jedoch von mehreren Bataillonen der mobilisirten Jura-Legion angegriffen und bis Sauviguy zurück⸗ getrieben worden. Der Verlust der Franzosen wird auf 2 Corporale todt und 78 Verwundete angegeben. Die Deutschen sollen 2 Verwundele zurückgelassen und 3 Fuhrwerke mitgenommen haben.

Das französische Geschwader in Brest ist nach Havre abgesegelt. Tours ist vollständig be⸗ satzungslos. Chaudordy hat eine scharfe Note an Holland wegen Auslieferung entflohener Kriegs- gefangener an Deutschland gerichtet.

Aus le Mans wird geschrieben:Beinahe 100,000 Franzosen stehen rings um unsere Stadt, von welcher die Eisenbahn noch über Rochefort fährt. Eine Schlacht an diesem wichtigen Knotenpunkte von 5 Eisenbahnen steht bevor. Bei Cherbourg concentriren sich 50,000 Mann.

aus Corbie an den Präfecten des Norddeparte⸗ ments:Heute von bee b

der Brücke von Noyelles Wir find Herre

des Schlachtfeldes geblieben nach einem langen Artillekiekampf, der mit einer Infanteriechakge auf der ganzen Linie endete, J officiellen Nachrichten aus dem deutschen Haupt⸗ quartier.)

Belgien Brüssel. DieIndependance sagt in Betreff des Wortlauts der luxemburgischen Note des Grafen Bismarck, Preußens Benehmen sei völlig correct und inbvolvire weder eine Be⸗ drohung der Unabhängigkeit Luxemburgs, noch des Neulralitäts-Princips.

Aus Brest wird vom 22. d. gemeldet, daß der KriegsdampferAusterlitz Befehl, erhalten hat, sich zur Aufnahme deutscher Kriegsgefangener herzurichten.

Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, wäte die Eatsendung Thiers als Vertreltr Frank reichs zur Londoner Conferenz wieder zweifelhaft geworden, da Jules Favre btabsichtigen soll, als Vertreter der französischen Regierung an der Con⸗ ferenz Theil zu nehmen.

Die hier eingetroffenen französischen Jour- nale sprechen sich äußerst unzufeieden über die Verlegung des Regierungssitzes aus. DieGazette de France nennt dieselbe eine Flucht. Die France vom 16. d. schreibt darüber, daß die öffentliche Meinung darin ein Zeichen erblicke, daß die Situation bedenklicher sei als je.

Nachrichten aus Paris vom 21. d. melden, daß die Nahrungsmittel, abgesehen

von den officiellen Rationen, außerordentlich theuer sind. Ein Scheffel Kartoffeln kostet 18 Franes, das Fleisch ist rar, die Bevölkerung erträgt den Mangel stoisch, für die Soldaten mangelt Nichts.

DieIndependance bringt folgende Nachrichten:Havre, 22. Dec. Die Ver⸗ theidigungsmaßregeln werden nach Kräften be schleunigt; ein erneuter Vormarsch der Preußen gegen den Nordwesten wird erwartet. Lyon, 25. Dec. Der Präfect hat in einer Proclamation die Nationalgarde aufgefordert, bei der Ermittelung der Mörder Arnand's behülflich zu sein. Oeffentliche Versammlungen und politische Manffestationen sind in Lyon verboten. Lille, 26. Dec. St. Quentin ist wieder von den Preußen besetzt. Das baldige Beginnen des Bombardements von Mezieres wird erwartet.

Großbritannien. London. Nach einer Mittheilung des auswärtigen Amtes ist der Zu⸗ sammentritt der Londoner Conferenz auf den 3. Januar festgesetzt.

Daily Telegraph schreibt: Die fran⸗ zösische Regierung wird Thiers als Vertreter zur Londoner Conferenz senden.

DieTimes meldet: Fürst Karl von Rumänien hat an die Souveräne in Wien, London, Berlin und Florenz und an die Regierung in Bordeaux ein Memorandum gerichtet, in welchem derselbe die durch den Pariser Vertrag in Ru- mänien geschaffene Lage als unhaltbar darstellt und die besondere Aufmerksamkeit der Mächte auf diesen Umstand lenkt.

DieTimes enthält einen dringenden Appell an Frankreich und Preußen, neuem Blut- vergießen Einhalt zu khun. Preußen möge klare Bedingungen stellen.

DieTimes meldet, daß vom Mont [Valerien am 23. d. eine Granatkugel bis nach

Lille, 23. Dec. General Faidherbe meldet

St, Germain abgeschossen worden sei. Der

N ily Telegraph behauptet, daß R bei bes 422 36 Fise 15 mungen 18.5 rankreich solls Savoyen und Nißza an den Pabst abtreten.

je. Italien. Florenz. König Amadeus ist (Vergl. die

am 26. d. abgereist; der Kronßinz, der Prinz Carignan und der Conseilspräsideßt begleiteten den König nach Spezzia; der Marinemjinister wird ihn nach Madrid begleiten. General Cialdini geht als Gesandter nach Madrid; derselbe foll zum Herzog von Gaeta ernannt worden sein. Doönaufürstenthümer. Bukarest. Die Nachricht von einer Circularnote, in welcher mit⸗ getheilt würde, die Regierung wolle die Frage über die Unabhängigkeit Rumäniens der Londoner Conferenz überbreiten, wird ofsiciell als vollständig erfunden bezeichnet. Die rumänische Regierung habe niemals daran gedacht, die Bande, welcht das Land mit der Pforte vereinigen, zu zerreißen, Amerika. Wafhington. Die Ernen⸗ nung Schenk's zum Gesandten in London wurde vom Senate ratificirt. Der Senat nahm Resolution an, welche den Präsidenten ermächtigt, Commissarien zu ernennen behufs einet Unter⸗ suchung der politischen Lage Domingos, sowie über die näheren Bedingungen der Annexion.

Frankfurt. Sonntag Morgen wurde bier ein schweres Verbrechen entdeckt. Ein hier verbürgerter hoch⸗ bejahrter allein stehender Herr war von seinen Hausge⸗ nossen seit Freitag Mittag nicht gesehen worden. Als er am Sonntag Morgen immer noch nicht erschienen war, wurde Anzeige gemacht, und als hiernach das Zimmer des Herrn gewaltsam geöffnet würde, fand man denselben ermordet auf seinem Belte liegen. Alle Behälter im Zimmer waten geöffnet, auch eine Cassette, Gelder und Werthsachen fehlten, und war sofort klar, daß ein Raub⸗ mord vorliege. Unserer Criminal⸗Polizel ist s gelungen, dem Mörder alsbald auf die Spur zu kommen, und den⸗ selben schon in der Nacht von Sonntag auf Montag in einem Gasthaus in Mainz festzunehmen. Et ist ein schon mehrfach bestrafter Schneidergeselle aus Aschaffendurg und war im Besitz von ca. fl. 5000, die er seinem Opfer ge⸗ caubt hatte.

Darmstadt. Unter den hiesigen Kriegsgefangenen sollen neuerdings Fälle von Widersetzung vorgekommen sein. Einem in der Stadt coursirenden Gerüchte zufolge, soll sogar ein französischer Unterofficier einen hessischen Officier, welcher die Kriegsartikel den Gefangenen vorlas, thätlich insulürt haben.

Mainz. Am Abend des 22. d. fand in einer hiesigen Wirthschaft ein doppelt bedauerlicher Vorfall statt. Eine Gesellschaft franzosischer Officiere, welche sich seit einiger Zeit dork allabendlich eingefunden hatte, wollte, als deutsche Artilleristen, Sachsen und Preußen, dieWacht am Rhein von einer dort spielenden Musik verlangten, zuerst dieses verhindern. Als dieses aber nicht gelang, forderten sie nach Beendigung der deutschen Melodie dieMarseillaise. Hierüber Opposition seitens der Deutschen und ein heftiger Wortwechsel, der mit einemVor die Thüre werfen der Kriegsgefangenen endete. Der Vorfall ist, wie gesagt, doppelt bedauerlich, denn es ist der erste Exeeß dieser Art hier und 5 zweitens ersehen, wie sehr noch die Franzosen ihre Lags verkennen.

Neueste Nachricht. a

3015 Nach soeben eingegangenem Telegramme ist alle r⸗ orts der lustige Herriedener Laubfroschkalender und Wetterprophet für 1871 eingetroffen und durch alle Buchhändler u. Buchbinder, in Friedberg namentlich durch Bindernagel& Schimpff, um 12 ke. zu beziede n. Derselbe enthält neben vielen der köstlichsten Erzählungen Schwänke u. s. w. eine vollständige, ernste Kriego⸗ geschichte des Jahres 1870 mit vielen Bildern und heiteren Randbemerkungen, dann die desien Krieg sanekdoten mit Illustrationen.

Wegen dieser wunderbaren Fuͤgung

darf Jedermann, der sich einen Laubfroschkalender kauft

heute Abend Victoria schiessen.

Kalender pro 1871.

Illustrirter Soldatenkalender Is kr.

Iünstrirter Familien kalender 14 Hessischer Hausfreund 8 7. Gustav⸗ Adolf Kalender 8, Land⸗ Kalender

do. do. durchschossen 6,

bei Bindernagel& Schimpff.

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