Ausgabe 
26.11.1870
 
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1870.

Samstag den 26. November.

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er Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für den Monat Dezember kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnitt werden.

betreffend: Die Beiträge der

Amtlicher Theil.

Zetreffend: Die Versichetung der Gebäude in der Landesbrand⸗Assecucanz.

Friedberg am 21. November 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Hinweisung auf§. 1118 von Küchler's Handbuch zweiter Auflage sehen wir der hiernach von Ihnen zu machenden Vorlagen

bis Ende d. Mts. unfehlbar entgegen.

Tera pp.

Kirchenfond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1871.

wohlstehenden latholischen Kirchensonds zu dem allgemeinen katholischen

Friedberg am 24. November 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände.

Zur Bestreitung der Büreaukosten der katholischen Dekane und u anderen kirchlichen Zwecken, sowie zur Zahlung des Gehaltes des Stiftungsanwaltes. bedarf der allgemeine katholische Kirchenfonds im Jahre 1871 die Summe von 1778 fl., welche nach hoͤchster Verfügung zuf die betr. kath. Kirchen- und milden Stiftungsfonds ausgeschlagen worden sind.

Indem wir Ihnen nachstehend einen Auszug aus der gefertigten

Repartition mit dem Auftrage übersenden, für die Berichtigung zu

orgen, weisen wir Sie zur Zahlung der den einzelnen Kirchen zu

Last kommenden Beiträge an die Großherzoglichen Districtseinnehmereien an und ertheilen den etwa fehlenden Credit zu Lasten des Reserve fonds. T r a p p.

1) Kath. Kirche zu Friedberg 2 fl. 17 kr., 2) Kirche zu Nieder⸗ Mörlen 1 fl. 48 kr., 3) Kirche zu Ober Mörlen 2 fl. 29 kr., 4) Kirche zu Ober, Wöllstadt 26 fl. 47 kr. 5) Kirche zu Ockstadt 10 fl. 32 kr., 6) Kirche zu Opvershofen 11 fl. 13 kr., 7) Kirche zu Rockenberg 3 fl. 55 br., 8) Kirche zu Wickstadt 2 fl. 14 kr., 9) Kirche zu Ilbenstadt 7 fl. 55 kr.

Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen.

Setreffend: Generalversammlung des landwirtbschaftlichen Vereins von Oberhessen pro 1870.

Die Gene ralversammlung des landwirthschaftlichen Vereint von Oberhessen soll

Montag den 12. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, l Nidda im Gasthaus zum Stern abgehalten werden, zu welcher ich die Mitglieder des Vereins, sowie alle Freunde der Landwirth⸗

haft biermit ergebenst einlade.

Nach statutenmäßiger Rechenschaftsablage sollen folgende Gegen

ande zur Verhandlung kommen:

1) Die Unterstützung der durch den Krieg überlasteten deutschen Grenzlande.

2) Der Ausfall der diesjährigen Kartoffelerndte, insbesondere die

Verwerthung der faulen Kartoffeln und die Behandlung der zum

Stecken für kommendes Jahr zu verwendenden Kartoffeln.

Die Frage, ob und unter welchen Verhältnissen jetzt noch der

Betrieb von landwirthschaftlichen Brennereien rathsam sei oder

aber, welcher Ersatz für die Fütterung unserer Hausthiere am

zweckmäßigsten an Stelle derselben einzutreten habe?

Die Frage, ob nicht für die Folge die landwirthschaftliche Unter

richtsfrage für die Bestrebungen der landwirthschaftl. Vereine in

erste Linie zu stellen und der landwirthschaftl. Unterricht und überhaupt die Verbreitung landwirthschaftl. Kenntnisse vor Allem aus Vereinsmitteln zu unterstützen sei? Besprechung über die Mäßregeln, welche zur Verhütung der Weiterverbreitung der Rinderpest getroffen sind. Auf welche Weise lassen sich die bestehenden Schäfereiverhältnisse mit der fortgeschrittenen Bodencultur in besseren Einklang bringen? Wahl des Präsidenten und Vicepräsidenten, sowie des Ausschusses auf die Jahre 1871 1873 incl. Bestimmung des Ortes für Abhaltung der nächstjährigen General versammlung. 8 Nach§. 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht, dies vor Beginn derselben dem Präsidium anzeigen; schriftliche Mitthei lungen fr die Versammlung müssen demselben geringstens einige Tage vorher gemacht werden. Laubach am 16. November 1870. Der Präsident des landwirthschaftl. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach.

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Kriegs nachrichten.

Officielle militärische Nachrichten.

Versailles, 22. Nov. Am 21. fanden Arschiedene kleine siegreiche Gefechte südlich von e Loupe(Dep. Eure et Loire, etwa 4 Meilen gstlich von Chartres) statt, wobei das Regiment Ar. 83 ein Geschütz nahm. Am 22. ist Nogent Rotron ohne Widerstand von diesseitigen Truppen lesetzt worden. v. Podbielsky.

Versailles, 23. Nov. Die Regierung in eris gestattet den Angehörigen fremder Nationen lusive den Diplomaten nicht mehr, Paris zu teslassen. Den Neutralen, welche deutscher Seits 1% Erlaubniß hatlen, die Einschließungslinien zu zassiren, ist verboten worden, die Stadt zu verlassen.

Versailles, 23. Nov. Am 22. hat die Ischießung von Thionville begonnen. Am 29. setzte der Großherzog von Mecklenburg seinen Lermarsch weiter fort. Vor Paris sind die Mrhältnisse unverändert. v. Podbielsky.

DieWeimar. Ztg. publleirt folgendes Aegramm: Großherzogin von Sachsen-Weimar.

Gelieu meldet: Am 18. Nov. Waldgefecht bei Queue de Fontaine. Siegreiches Erstürmen von Torcay(Es sind dies die kleinen Gefechte in der Umgegend von Chateauneuf.) durch Füsilierbataillon Franke, erstes Bataillon Ridel. Wir 10 Todte, 27 Verwundete, kein Offizier darunter. Feind zwölffache Verluste. Von uns Fähnrich v. Bülow und Vicefeldwebel Fürbringer todt. Carl Alexander.

Aus Rambouillet, 19. Nov., meldet ein Telegramm an die Großherzogin von Sachsen Weimar:Gestern Vormittags siegreiches Gefecht bei Chateauneuf. 94. Regiment und besonders Füsilier⸗Bataillon sich sehr ausgezeichnet. Verlust nicht unbedeutend. Großherzog v. Mecklenburg.

Die Nachrichten aus dem belagerten Paris stammen überwiegend aus Parlser Blättern, welche man sich im preußischen Hauptquartier zu ver schaffen gewußt hat. Die Mittheilungen derselben lauten übereinstimmend dahin, daß die öffentliche Meinung in der Zeit vom 1. bis 12. November einen gewaltigen Umschwung erfahren habe. Man sei der Vertheidigung überdrüssig, da man von einer Entsatzarmee nichts höre, verlange nach

Waffenstillstand, Einberufung einer constituirenden Versammlung kurz nach all den Dingen, die man, den letzten directen Mittheilungen zufolge, ganz kurze Zeit vorher ziemlich energisch von sich wies. Ueberraschend wäre ein solcher Um schwung gewiß nicht, und es ist zu erwarten, daß sich derselbe in längerer oder kürzerer Frist unter dem Drucke der furchtbaren Lage vollziehen wird. Die Tage von Paris scheinen gezählt zu sein; Trochu, welcher einen großen Ausfall auf einem Punkte versuchen wollte, um sich mit der Hülfs⸗ armee vereinigen zu können, ist auf den größten Widerstand der Mobilgarden gestoßen; die Kassen sind leer, jeder Tag erfordert gewaltige Ausgaben, so z. B. für die Nationalgarden allein täglich 500,000 Fr., und die Steuern aus der Provinz gehen nicht ein. In der großen Mehrheit unseres Generalstabs ist man entschieden der Ansicht, daß Paris sich höchstens noch bis in die ersten Tage des Dezember halten würde. Der Brief eines Engländers, welcher sich als Milglied eines Hülfs- Comites für bedrängte Landsleute in Paris be findet, schildert die Lage der bedürftigen Pariser mit den schrecklichsten Farben. Es herrschen unter