Dienstag den 25. October.
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Enthält de amtlichen Erlasse für den Kreis ase
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Zetreffend: Die Vornahme der Feuerpisitation für das Jabr 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Frievberg
un die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bruchenbrücken, Ilbenstadt, Langenhain, Münzenberg, Nieder-Florstadt, Nieden
bach, Dorn ⸗Assenheim,
Friedberg am 21. October 1870.
FJauerbach b. Fr., Friedberg, Gambach,
öllstadt, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ober⸗ Rosbach, Ober⸗Wöllstadt,
Ostheim, Rockenberg, Staden, Steinfurth und Trais-Münzenberg.
An die sofortige Frledspung unserer Verfügung vom 22. Juni d. J.,
zei Ordnungsstrafe erinnert.
Oberhessischer Anzeiger Nr. 74, werden Sie hiermit
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Kriegsnachrichten.
Officielle militärische Nachrichten.
Versailles, 20. Okt. In der Nacht vom 9. zum 20. alarmirte vor Paris der Feind durch eftige Kanonade aus den Forts und wiederholte Zorstöße von Infanterie die preußischen Vorposten un der Gegend von Chevilly ohne diesseitige Ver⸗ uste. Am 17. wurde durch ein Detachement der Raas⸗Armee Montdidier besetzt, wobei 4 Offiziere und 178 Mobilgarden in Gefangenschaft fielen. um 11. ist das Etappen Commando in Stenay südwestlich von Sedan) durch einen Ausfall von v. Podbielsky.
Un Ihre Majestät die Königin August a in Homburg.
Versailles, 21. Okt. Ich komme soeben non einem kleinen Gefechte bei La Malmaison. 2 Bataillone vom Mont⸗Valerien mit 40 Heschützen machten einen Ausfall und wurden ach Z stündigem Gefechte zurückgeworfen. Wir nahen von dem Marly⸗Viadukt dem Gefechte zu. Banz Versailles wurde alarmirt. Wilhelm.
Versailles, 21. Okt., 1 Uhr Mittags. Französischer Ausfall mit bedeutenden Kräften zom Mont⸗Valerien aus, wobei etwa 40 Feld ⸗Geschütze durch die vorderen Abtheilungen er 9. und 10. Inft.⸗Divistion, sowie des 1. Harde ⸗Landwehr⸗ Regiments, zuletzt unterstützt urch. Artillerie ⸗Feuer des 4. Corps, vom rechten Seineufer unter den Augen Sr. Majestät des Königs siegreich zurückgeschlagen wurden. Bis atzt constatirt; Ueber 100 Gefangene und 2 Feld⸗ eschütze in unseren Händen. Diesseitiger Verlust kerhältnißmäßig gering.
Wenn über dieses Gefecht, wie nicht zu sezweifeln, ein neuer französischer Siegesbericht rscheint, so wird dies der beste Beweis für die außer- erdenmtliche Genügsamkeit unserer Gegner sein.
f v. Podbielsky.
Ein Telegramm des Generallieutenants von Zlumenthal behandelt dasselbe Gefecht und fügt Ainzu, daß die 2 Geschütze durch das 50. Infanterie⸗ Regiment erobert wurden.
Reims, 21. Okt. In Soissons sind in
. Hefangenschaft gerathen: 99 Offiziere, 4633 Mann. Irbeutet wurden: 128 Geschütze, 70,000 Granaten,
000 Centner Pulver, eine Kriegskasse von 2,000 Francs, ein reich ausgestattetes Magazin ür eine Division auf 3 Monate, sehr viel Be⸗ leidungs⸗ Gegenstände c. v. Krenski.
Wersailles. General Wittich hat am 1. d. Chartres besetzt. Vor Paris hat sich der feind nach seinem gestern abgeschlagenen Angriff öllig ruhig verhalten. Vor Metz treffen täglich si ranzösische Ueberläuser in größerer Zahl bei enseren Vorposten ein.
Versailles, 22. Okt. Gestern erfolgte ein
Derselbe wurde in wenigen Stunden von unsern Truppen zurückgeschlagen. Trotz der eiligsten Flucht des Feindes konnten 2 Geschütze und über 100 Gefangene abgeschnitten werden. Unser Verlust, welcher hauptsächlich durch das Einschlagen einer Granate in ein Bataillon herbeigeführt wurde, ist verhältnißmäßig gering.
Hauptquartier Bersailles. Der„W. Ztg.“ wird unterm 15. Okt. geschrieben: Die Conferenz, welche der aus Metz hier eingetroffene französische General(Boyer) mit dem Grafen Bismarck gestern hatte, währte von 11 Uhr Vor⸗ mittags bis 3 Uhr Nachmittags. Obgleich der Inhalt des Gesprächs bis jetzt nicht bekannt ge⸗ worden, scheint dasselbe noch kein definitives Re- sultat erzeugt zu haben, da der französische General heute noch hier anwesend ist. Man glaubt aber allgemein, daß der General die womöglichst gün⸗ stigsten Bedingungen für eine Capitulation von Metz erlangen will. Sollte die Uebergabe von Metz in den nächsten Tagen erfolgen, so würde uns außer zahlreicher Munition die Armee Ba⸗ zaine's, in Stärke von 80,000 Mann, zufallen, mit deren Gefangennahme fast die ganze reguläre Truppe des großen Frankreichs sich in unseren Händen befinden dürfte. Man glaubt hier von Tag zu Tag weniger an ein Bombardement von Paris. Unsere Truppen rücken im Süden bedeu⸗ tend vor und binnen ganz Kurzem dürfte wohl der Sitz der Hälfte der provisorischen Regierung, Tours, in unseren Händen sein.
Vor Paris. Das Ausfallgefecht der Fran⸗ zosen am 14. d. hat nach dem„Fr. J.“ größere Dimenstonen gehabt, als der offizielle Bericht er⸗ kennen läßt. Die Franzosen fielen des Morgens kurz nach 8 Uhr aus, vertrieben die bayerischen Vorposten und auch das Hauptcorps derselben. In dem Städtchen Baing kam das Gefecht zum Stehen. Während eines erbitterten Straßen- kampfes griffen die Reservetruppen der Bayern in den Kampf ein, doch gelang es erst Nachmittags gegen 4 Uhr, die Franzosen zurückzuwerfen. Erst spät dee die bayerischen Jäger ihre Vorpostenstellung wieder einzunehmen. Der Verlust soll auf beiden Seiten circa 2— 3000 Mann betragen. Die 5, bayerischen Jäger ver⸗ loren allein 120 Mann.
Vor Verdun, 15. Okt. Heute dritter Be⸗ schießungstag der Festung. Von 8—11 Uhr arbeiten wieder alle Batterien, daß es donnert und kracht. Der Feind schießt im allgemeinen schlecht; einer Batterie hat er jedoch, wie der „Elbf. Ztg.“ geschrieben wird, großen Schaden angerichtet; er hat nämlich zwei Geschützen in die Mündung geschossen, so daß die Rohre geplatzt sind und fast sämmtliche Bedienungsmannschaften tobt oder verwundet sind. Um dreiviertel 12 Uhr heute wird ein Parlamentär die Festung nochmals zur Uebergabe auffordern, jedoch wahrscheinlich
Ausfall aus Paris in der Richtung auf Versailles.
ohne Erfolg, da der Commandant, General Baron
Guerin, den Auftrag hat, Schuß zu halten. 0
Sedan, 19. Okt. Der„Times“ wird von hier telegraphirt: Gestern Nachmittag explodirte ein Munitionswagen in der Nähe des Schlosses von Sedan. Die Explosion wurde meilenweit in der Umgeburg gehört und hatte eine furchtbare Verwirrung zur Folge. Alle Stadtthore wurden geschlossen, die Zugbrücke aufgezogen. Drei bayerische Soldaten sind bei der Exploston getödtet, mehrere Pferde verwundet. Das Unglück soll durch einen rauchenden Soldaten verschuldet sein.
— Der„Schw. M.“ meldet: Das vor Paris stehende 1. württembergische Infanterieregiment hat eine Tageslöhnung(zwischen 400— 500 fl.) als Beitrag zur Invalidenstiftung dem Zweigverein zu Stuttgart aus bezahlen lassen.
— König Wilhelm hat dem Großherzog von Mecklenburg für die Einnahme von Soissons das eiserne Kreuz erster Classe verliehen.
— Der Telegraph hat mit seiner Nachricht von der Beschießung Dijon's eine Ente auf⸗ fliegen lassen. Das betreffende Telegramm sollte lauten:„Tours, 19. Okt. Nach einer Depesche an das Kriegsministerium aus Chateaudun fielen am 18. Abends die ersten Haubitzen in diese Stadt; nach einer solchen aus Dijon von 9. Uhr 50 Minuten Morgens ist Besoul vom Feind be⸗ setzt worden.“
— Ueber die Aufhebung des Etappen-Com⸗ mando's zu Stenay durch Besatzungstruppen aus Montmedy verlautet Folgendes: In Damoillers und Stenay waren bisher je 2 Compagnien des 65. Linienregiments und in letzterem Orte ferner noch eine Compagnie Landwehr(Wesel). Am vorigen Sonntag zogen die Compagnien vom 65. Regiment gegen Verdun und es wurde von Sedan aus eine Compagnie Landwehr(Brühl) als Ersatz dafür nach Stenay geschickt. Dienstag früh gegen 5 Uhr erschienen bei dichtem Nebel daselbst 800 Franzosen, holen eirea 140 Wehrleute aus den Betten, nehmen den dortigen Etappen-Major nebst Adjutanten gefangenz um 7 Uhr war die ganze Gesellschaft auf dem Marsche nach Mont- medy. Am nämlichen Tage marschirten mehrere Comgagnien Linie, Cavalerie und Artillerie über Stenay nach Verdun. Als dieselben in Stena anlangten, und dies geschah nicht lange nach dem stattgehabten Ueberfall, war weit und breit nichts von dem Raubgesindel zu entdecken. Bis heute ist eine Aufklärung darüber, wie dieses Unter— nehmen gelingen konnte, noch nicht erfolgt.
— Die Berliner„B. Z.“ will wissen, daß bei einer Fortsetzung der Belagerung von Metz jetzt deutscherseits die ernste Absicht obwalte, sich des Forts St. Eloy um jeden Preis zu bemäch⸗ tigen, was bei den dasselbe umgebenden Höhen und der Entlegenheit desselben von der Stadt am Ende keinen zu großen Schwierigkeiten unterliegen, und womit das Moselthal nach dieser Richtung (linkes Moselufer, Straße nach Thionville), zu—
sich bis zum letzten


