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desfallsigen Bekanntmachung vom 13. d. M. bereits dazu designirten Telegraphenstation zu Saarbrücken, auch die Telegraphenstation zu Frankfurt g. M. als Sammelstation bestimmt worden. Die Station Saarbrücken wird die Depeschen nach und von der 1. und 2. Armee, die Station Frankfurt a. M. dagegen die Depeschen nach und von der 3. Armee wermitteln.
Stralsund. Von dem Führer des von zinem französischen Kanonenboote aufgebrachten Schiffes„Graf v. Krassow“, dem Capitän Nausch, ind hier directe Nachrichten eingegangen. Das Schiff wurde von dem Kanonenboote nach Brest Zeschleppt und der Capitän und die Mannschaft dort auf das Casernenschiff„La Bretagne“ gebracht,
woselbst sich bereits zwei andere deutsche Capitäne
mit ihren Mannschaften befanden. Capitän Nausch heilt ferner mit, daß die Behandlung von Seiten der Franzosen eine gute sei und Nichts zu wünschen übrig lasse.
Wiesbaden. Der Herzog zu Nassau hat abermals dreitausend Thaler verwilligt, welche für die Pflege Verwundeter und zur Unterstützung gülfsbedürftiger Familien der im Felde befindlichen Soldaten Verwendung finden sollen.
Perl. Der„Trier. Ztg.“ wird unterm 18. d. von hier geschrieben:„Soeben ist Alles n großer Aufregung in Perl und strömt Alles nach dem nahe gelegenen Hammelsberg, von wo nus man wahrnimmt, daß in einer Entfernung von ungefähr zehn Stunden in der Gegend von Metz ein furchtbarer Brand zu wüthen scheint; ch komme eben, 11 Uhr Abends, daher resp. von zenanntem Berge, und vermuthe mit Jedem, der mit der Lage von Metz bekannt ist, daß eben diese Stadt in Flammen steht.“
Bayern. Neustadt a. d. H. Augen- mugen erzählen von einem vollständig ausgearbeiteten, zanzösischen Organisatsonsplan für die Pfalz, der ei Wörth unseren Truppen in die Hände fiel;
abei befanden sich bereits die Impressen, Siegel ꝛc. ür das Departement de Monttonnère.
Würtemberg. Steitgart. Der König on Preußen hat seiner Antwort auf die Beglück— dünschungsdepesche des Königs von Würtemberg die Worte beigefügt:„Die Verluste der letzten Schlacht wie det vorhergehenden sind so bedeutend, naß die Siegesfreude sehr getrübt wird. Bis ssierher hat Gott geholfen, möge er uns ferner egnen.“ 5
g Baden. Offenburg. Am 19. d. wurde 1 Rupprechtsau der kaiserliche Kammerherr „Bussiere, Besitzer großer Fabriken in Grafen⸗ aden, Pächter der Tabaksregie und der Münze, befangen genommen und mach Rastatt abgeführt. Berrätherischer Verkehr mit Straßburg, glaubt man, sei die Ursache. 10
Oesterreich. Wien. Ein telegraphisch on England an beide kriegführende Theile ge— lungter J Mr Ver ⸗ nehmen nach, von beiden Theilen abgelehnt worden.
n en) 20. 15. Anlaß l zer(erlogenen) französischen Siegesnachrichten hat ie Stadt illuminirt. Es fand auch ein Umzug mit Fahnen statt.
Schweiz. Ueber Basel kommen folgende Kachrichten: Mehrfach bestätigt wird die Nach⸗ licht, daß am 17. d. vom Corps Douay in Belfort 40,000 Mann nach Chalons abgegangen sind, ind daß die dortige Position nur noch von Mobilgarden besetzt ist. Das Corps ging per (isenbahn über Langres.— Aus Schlettstadt tell die dortige Mobilgarde(so meldet ein Tele- tramm an den hiesigen französischen Consul) einen Lusfall aus der Festung gemacht und ein Corps ton 250 badischen Dragonern in die Flucht ge— schlagen haben(7). 10 Dragoner blieben todt.
Frankreich. Paris, 20. August. Napo⸗ lion III. ist jetzt im Grunde genommen nur der Gefangene seiner Generale, die er groß gemacht, tene deren Befehle er aber heute auch nicht mehr tas Geringste unternehmen kann, ja nach deren feife er tanzen muß. Marschall Bazaine ver- sigt vollständig über seine Person und sagte ihm, une man sich in Paris erzählt, daß,„wenn er sanen Befehlen die geringste Opposition machen
würde, er ihn über den Haufen schießen werde.“ Als er gleich nach den Niederlagen Metz wieder verlassen wollte, widersetzten sich die Generale einem solchen Vorhaben und zwangen ihn, von der Eisenbahn, wo er sich zur Abfahrt hinbegeben hatte, wieder in das Hotel der Präfectur zurück- zukehren.
— Der Kaiser ist in Chalons von den Truppen sehr schlecht empfangen worden. Die Offiziere hatten sogar Befehl, zu verhindern, daß Accla— mationen für den Kaiser laut würden. Man sagt sogar, er sei mit mißliebigen Demonstrationen begrüßt und nahezu mißhandelt worden, ohne bei den Truppen Schutz zu finden. Die mobile Nationalgarde sei deßhalb nach Paris zurückgesandt worden, um im Lager von St. Maur zu campiren.
— An den Fortificationen von Paris wird, wenn man den Regierungsblättern glauben soll, stark gearbeitet; sicher ist, daß viel Geld dafür ausgegeben wird. In den Werkstätten wird Tag und Nacht an der Herrichtung der Zugbrücke ge— arbeitet, vor dem Pont Napoleon werden ge— waltige Pfähle in die Seine eingerammt, welche ein Wehr bilden sollen, um das Wasser zu stauen und in die Festungsgräben zu treiben. Das stinkende stagnirende Seinewasser wäre wie gemacht, um Fieber und Seuchen in der Bevölkerung zu erzeugen. Der Bau eines Festungswerkes auf den Höhen zwischen Montretaut nach St. Cloud ist nun auch beschlossen, und der Maire hat bereits die Grundeigenthümer aufgefordert, sich auf der Mairie einzufinden, da Expropriation bevorstehe. In Clamart wird an einem Erdwerke gearbeitet, nach Totleben'schem Systeme, wovon man sich ein kleines Sebastopol verspricht. Der Frangais er— stattet ausführlichen Bericht über die Besestigung von Paris. Darnach legt man fliegende Brücken und Erdwälle zur Aufstellung von Kanonen an; die Pulverthürme in Verding sollen binnen acht Tagen fertig sein; auf dem rechten Seineufer werden allein zehn Pulverthürme errichtet; Laffetten werden auf die Wälle gestellt,„ähnlich denen der Batterie der Invaliden“; an den zehn Eisenbahn- Eingängen von Paris sollen die Terrassirungen jedoch erst„im Falle der Noth“ durchstochen werden, was„bei einer entschlossenen Bevölkerung in einem Tage vollbracht werden kann.“ Die unterirdischen Gallerien, welche von außen her bis mitten in die Stadt führen, wie die zur Sammlung des Wassers in Asnières und der Aquaduct der Dhuys, sollen„strategisch benutzt“ werden. Die zwei Kanäle der Bievre sind bloß durch Gitter geschlossen, um Schmuggler abzu— halten. Ferner hat Paris in seinen Mauern 75 Eingänge, nämlich 47 Thore auf dem linken Ufer, 4 Schlupfpforten, 10 Eisenbahnthore und 4 für die Schifffahrt. An den beiden Eingängen, durch welche die Kanäle der Oureg und von Saint-Denis in die Festungswerke dringen, ist noch nichts gethan, doch soll bald angefangen werden.
— Die„Presse“ schreibt:„Die sämmtlichen Mobilgarden Bataillone aus Seine, welche sich im Lager von Chalons befanden, sind nach Paris zurückbeordert worden. Zwölf Bataillone sind gestern Abend angelangt. Die Unteroffiziere und Korporale allein kehrten bewaffnet heim. Von etlichen Deputirten über deren Bestimmungsort befragt, versetzte der Kriegsminister, die Mobil Gardisten sollten unter die festen Plätze in den Nord- und Nordost⸗Departementen vertheilt werden. Zwei Bataillone seien schon nach Merzieres in den Ardennen unterwegs.“
— Das„Journal des Döbats“ ist das einzige Blatt, welches vor einem Ausbruch der Volkswuth gegen die Deutschen warnt, da die Preußen gegen- wärtig Repressalien üben könnten. Das„Sidele“ hingegen verlangt die massenhafte Ausweisung aller Deutschen, Vagabunden und sonstigen Aus— wurfs der Gesellschaft. Zuschriften an die hie— sigen Blätter verlangen, sämmtliche Deutsche zu verhaften und sie dem Feuer der Preußen ent— gegen zu treiben. Jedermann glaubt nämlich, daß die Preußen alle Männer abfassen, um sie vor sich, wie einen Vorhang, ins Feuer zu stellen.(I)
— Ueber die Vorgänge in Chalons schreibt
man: Als letzten Dienstag Nachts 11 Uhr der Kaiser mit seinem Sohne in einem Eisenbahn⸗ waggon dritter Classe(ein anderer war auf seiner Flucht dahin in Verdun nicht disponible) in Begleitung von sechs Personen seines Hofhaltes, physisch niedergeschlagener denn je, am Bahnhof zu Chalons eintraf, wurde er von Tausenden Mobilgardisten ausgezischt und mit Schreien und Pfeifen bis in sein kaiserliches Absteigequartier, Schloß Mourmillon, begleitet.
— 22. August. Sitzung des gesetzgebenden Körpers. Palikao erklärt: Seit heute Morgen haben wir Nachrichten von Bazaine vom 19. d., welche gut lauten. Ich kann Ihnen die Nach- richten nicht detailliren, welche das Vertrauen und die Energie Bazaine's bestätigen, die wir theilen. Palikao fügt hinzu, daß die Vertheidigung von Paris vorwärts schreite; wir sind bereit, Jed⸗ weden zu empfangen, der sich uns gegenüberstellen sollte. Keratry schlägt vor, daß neun Deputirte, durch die Kammer erwählt, dem Vertheidigungs⸗ Comite der Stadt Paris beigegeben werden sollen. Der gesetzgebende Körper beschließt die Dringlich⸗ keit des Antrags und das sofortige Zusammen⸗ treten der Bureaux, um die Commission zu er⸗ nennen. Die Sitzung soll wieder aufgenommen werden, sobald der Bericht vorbereitet ist. Palikao besteigt die Tribüne und erklart im Namen der Regierung: Wir weisen den Antrag Keratrp's zurück. Wir haben die Verantwortlichkeit, wir wollen die Mittel haben, sie auszullben. Wir haben die Zahl der Mitglieder des Vertheidigungs⸗ Comite's vermindert, weil eine zu große Zahl Ineonvenienzen mit sich führen könnte Wir weisen demgemäß die Zugesellung von Deputirten zurück. Wir haben Verantwortlichkeit für die Handlungen, wir wollen sie ganz und vollständig haben. Picard hesteht auf dem sofortigen Zu- sammentreten der Bureaux und auf der Theilnahme der Nation an ihren Angelegenheiten. Der gesetz⸗ gebende Körper geht in seine Bureaux, um die Commission zu ernennen. Er wird die Sitzung wieder aufnehmen, sobald der Bericht fertig ist. — Die zur Berathung des Antrags Keratrp's niedergesetzte Commission hat denselben nicht an⸗ genommen, aber einen neuen Vorschlag gemacht, welchen sie in Uebereinstimmung mit dem Kriegs⸗ minister prüfen wird.
— In Straßburg sind am 19. d. in der Weißenthurmgasse, der Vorstadt„Faubourg National“, in Folge der Beschießung mehrere Häuser abgebraunt. Die Zuͤrgerschaft soll in Folge dessen mit verdoppelter Entschiedenheit die Uebergabe der Festung verlangen.
Großbritannien. In einem Theile der englischen Presse hat sich ein bemerkenswerther Umschlag mit abwechselnder Schnelligkeit vollzogen; Während noch vor einigen Tagen„Daily News“ die von der„Times“ aufgestellte Ansicht, Deutsch⸗ land dürfe nicht daran denken, Elsaß und Loth⸗ ringen an sich zu nehmen und in Paris ein⸗ zuziehen, vertheidigten, findet das Blatt jetzt die Besitznahme der beiden Provinzen und den Einzug in Paris nicht nur zu rechtfertigen, sondern aus verschiedenen Gründen nothwendig. Der Elsaß wird unentbehrlich für die Sicherheit Deutschlands bezeichnet und gleichzeitig bemerkt, wenn man überhaupt auf die abgethane Idee vom europäischen Gleichgewicht zurückkommen wolle, dann sei für England ein viel stärkeres Deutschland immer noch weniger gefährlich, als ein viel schwächeres Frankreich.
London. Eine Privatdepesche der„Frank- furter Zeitung“ meldet: Die„Times“ enthält ein Telegramm aus Berlin, nach welchem das eng⸗ lische Cabinet die Bildung eines neutralen Staates aus Elsaß und Lothringen begünstige.— Die Häfen von Borkum und Norderney sind wieder geöffnet, da das französische Geschwader inoffenstv ist.
Donaufürstenhümer. Bukarest. In Plojesti wurde der Versuch gemacht, eine provi— sorische Regierung zu proklamiren. Dieselbe sollte aus dem General Nicoalau Gollseo, als Regenten, John Ghika und John Bratiano bestehen. Gestern fanden hier und in den Provinzen massenhafte Verhaftungen statt. Gollseb und Candiano sind


