Ausgabe 
24.11.1870
 
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Nauheim sind seit einigen Tagen mebrere ge fangene französische Offiziere anwesend, welche dort Privatwohnungen bezogen haben.

Offenbach. Außer Dr. Böhm von hier hat auch der Führer unseres Turner⸗Sanitätscorps, Hofgerichts⸗ Advokat Strecker, das eiserne Kreuz erhalten.

Preußen. Berlin. Wie dieZeidler sche Correspondenz hört, werden die Verhand- lungen des norddeutschen Reichstages durch den Präsidenten des Bundeskanzleramts, Staatsminister Delbrück, eröffnet und geleitet werden. Wie derKreuzzeitung aus Stuttgart geschrieben wird, sind die Aussichten auf den Eintritt Wür tembergs in den neuen deutschen Bund durchaus günstig. Duß auch die Verhandlungen mit Bayern wegen derselben Angelegenheit keineswegs ab gebrochen sind, erfährt dieKreuzzeitung aus München. Die Verhandlungen des norddeutschen Reichstages werden nach derKreuzzeitung durch Staatsminister Delbrück eröffnet und geleitet werden. Die würtembergische Minister v. Sückow und v. Mittnacht sind hier eingetroffen.

21. Nov. In der heutigen Sitzung des Bundesrathes unter dem Vorsitze des Staats- ministers Delbrück legte das Präsidium die Ver handlungen mit den Bevollmächtigten Hessens und Badens vom 15. Nov. vor, nebst der diesen Verhandlungen angeschlossenen Verfassung des deutschen Bundes, sowie einen Gesetzentwurf wegen serneren Geldbedarfs für die Kriegweiterführung und wegen des Remunerationsetats für die Ver waltung der Darlehenscassen.

Nach demSchw. M. enthält der Ent wurf der deutschen Verfassung wegen des Bei tritts Hessens und Badens folgende Aenderungen bezüglich der norddeutschen Verfassung: Die Com- petenz ist ausgedehnt auf die Presse und das Vereins- wesen. Die Verfassungsänderungen erfordern eine Bundesrathsmehrheit von drei Viertel der Stimmen: die Kriegserklärung erfordert die Zustimmung des Bundesrathes, ausgenommen wenn ein Angriff auf das Bundesgebiet oder die Küsten erfolgt. Baden hat im Reichstag vierzehn Mitglieder und im Bundesrath drei Stimmen; Darmstadt erhält im Reichstag neue sechs Mitglieder, im Bundes- rath im Ganzen drei Stimmen. Die Getränke- steuer wird den Südstaaten vorbehalten und dem gemäß die Einrichtung getroffen. Diese Steuern bleiben für Norddeutschland unverändert, einheit liche Steuergesetzgebung für Nord und Süd soll angestrebt werden. Die Verfassung tritt am 1. Januar 1871 in Kraft, ebenso die Mehrzahl der Bundesgesetze auch für Baden und Darmstadt, einige erst später, beispielsweise Strafgesetz für Baden 1872.

Das Handelsministerium hat, wie die Krzztg. hört, eine Ermittelung darüber ange ordnet, in welchem Umfange die einzelnen Eisen bahn⸗Verwaltungen im Stande sind, Locomotiven und anderes Material vorübergehend zur Be nutzung in den occupirten französischen Landes- hellen abzugeben.

Die von derNeuen Fr. Pr. gebrachte Mitthetlung von der Erbeutung von 40 Millionen Francs in Metz, woran das Blatt den Vorschlag nüpft, diese Beute zu Liebesgaben für Straßburg und das Elsaß zu verwenden und dadurch die Aufrufe sich zu ersparen, deren Unterzeichner(u. A. Hraf Bismarck)jedes Scherflein willkommen beißen, wird von derNorddeutschen Allgemeinen dementirt und zwar in der ironisirenden Form iner Meldung aus Versailles, daß man daselbst ch sehr über den bis jetzt unbekannten Fund ge sreut und Graf Bismarck sofort an die Redaction derN. Fr. Pr. um gefällige nähere Mitthei ung telegraphirt habe, wie den 40 Millionen bei kommen sein möchte.

Köln. Der Minister des Innern hat an en Oberpräsidenten der Rheinprovinz einen Erlaß berichtet, welcher besagt, daß der König die Ver- einigung der sämmtlichen französischen Kriegs- efangenen aus dem Elsaß und aus Deutsch Lothringen in besonderen Garnisonen angeordnet abe. Die vollständige Durchführung der Maß- gegel wird voraussichtlich noch einige Zeit in An

spruch nehmen. Schon in kürzester Frist soll indeß in Jülich ein Depot von 1500 Gefangenen aus⸗ schließlich deutscher Zungen gebildet werden. Es heißt in dem Erlasse weiter: Politische Rücksichten lassen es wünschenswerth erscheinen, die Lage dieser Gefangenen thunlichst zu verbessern. Ew. Excellenz ersuche ich demgemäß ganz ergebenst, gefälligst darauf hinzuwirken, daß dieselben so viel als möglich zu ländlichen Arbeiten und zwar beson ders an solchen Orten in Beschäftigung genommen werden mögen, wo für Unterbringung und Ver pflegung gut gesorgt ist und ein höherer Lohn gewährt werden kann.

Hamburg. Ein Telegramm derBörsen⸗ halle meldet: Der norddeutsche SchoonerPhönix sah am Freitag im Laufe des Tages zwischen Texel und Borkum 20 französische Kriegsschiffe an verschiedenen Punkten.

Sachsen. Dresden. DasDresd. J. schreibt: Der Staatsminister Friesen ist von Versailles zurückgekehrt und nach Berlin abgereist. Der Generalgouverneur macht bekannt, daß zwei kriegsgefangene französische Offiziere ihr schriftlich gegebenes Ehrenwort gebrochen haben und am 20. d. desertirt sind.

Bayern. München. Bei der Besetzung von Orleans am 10. November wurden von den Franzesen auch die bayerischen Militärärzte, welche zur Pflege der zahlreichen verwundeten und kranken bayerischen Soldaten in Orleans verblieben waren, gefangen genommen und nach der Insel Oleron bei Rochelle abgeführt. Es sind Schritte gegen diese widerrechtliche Gefangennahme, welche mit den Bestimmungen der Genfer Convention im grellsten Widerspruche steht, geschehen.

Augsburg. DerAllg. Ztg. wird vom 21. d. aus München telegraphirt:Nach ein- getroffener Nachricht aus Versailles ist auch über den Eintritt Bayerns in den norddeutschen Bund ein Einverständniß erzielt. Der Schluß der Ver⸗ handlungen steht bevor.

Würtemberg. Stuttgart. DerStaats- anzeiger meldet: Die Minister v. Mittnacht und v. Suckow haben vach vorgängigen längeren Berathungen des Gesammtministeriums am 19. d. dem Könige einen eingehenden Vortrag über das Ergebniß der in Versailles stattgehabten Ver handlungen erstattet und sind am 20. November im Auftrag des Königs nach Berlin gereist, um dort die Verhandlungen zum Abschluß zu bringen.

Oesterreich. Wien. In Bezug auf die orientalische Angelegenheit geht der (WienerPresse nachstehendes Telegramm zu: Belgrad, 19. Nov. Aus Konstantinopel wird telegraphisch gemeldet, die Beruhigung der Ge müther trete immer mehr und mehr ein. Rußland biete Garantien für die Erhaltung des Friedens; an kriegerische Verwicklungen wird nicht mehr geglaubt.

Das Abgeordnetenhaus vollzog in seiner Sitzung vom 21. d. die Wahlen zu den Dele gationen und bewilligte die Forterhebung der Steuern bis Ende Februar, nicht, wie die Re- gierung beantragt hatte, bis Ende März.

Frankreich. Tours, 20. Nov. Die französische Regierung läßt folgende Nachricht ver breiten:Die Preußen haben vor Dreux über Nonancourt(westlich von Dreux) Evreux ange- griffen, welches von den Nationalgarden behauptet wurde. Die Preußen stehen noch in der Um- gegend von Evreux. Die Regierung hat an- geordnet, daß alle Vertheidigungscomitcs, welche auf eine nicht regelmäßige Weise eingesetzt sind, dem durch Dekret vom 14. Okt. gebildeten Ver⸗ theidigungscomite unterstellt werden sollen. Der Moniteur erklärt, die Regierung werde auch ferner alle Capitäne der aufgebrachten Handels schiffe als Kriegsgefangene behandeln. Im Sonnabend-Conseil ist die Ansicht Gambetta's, daß die Berufung der Constituante momentan inopportun sei, wieder durchgedrungen. Ein Regierungstelegramm meldet, daß die Vereinigung der Armeen v. d. Tann's, des Großherzogs von Mecklenburg und des Prinzen Friedrich Karl, in einer Stärke von 135,000 Mann, gelungen sei. Nachrichten aus Tours zufolge hat die Re

gierung die Bildung von 18 neuen Marsch⸗ Regimentern, einem vierten Zuavenregimente, 6 Bataillonen algerischer Tirailleurs und 5 Ba- taillonen Infanterie angeordnet. Ein anderes Dekret verlängert den Termin für die zollfreie Einfuhr von Pulver, Munition und Geschossen bis zum 31. Dezember.

DieLiberte schreibt unter dem 18. d.: Bordeaux ist definitiv zum zukünftigen Sitz der Regierung gewählt. DieFrance theilt mit, die Regierung habe an die neutralen Mächte eine Note gerichtet, worin sie für die guten Dienste dankt. Das Nanter JournalPhare meldet, vom 1. Okt. bis 10. Nov. seien 215,000 Ge⸗ wehre und 2,650,000 Patronen aus Amerika in Havre und Brest angelangt; demnächst würden weitere Lieferungen aus Amerika erwartet.

DasJoeurnal Officiel antwortete auf die Vorwürfe, als verheimliche die Regierung die ihr zugegangenen Nachrichten:Wie ganz Paris, so trägt auch die Regierung die schrecklichen Folgen der Einschließung, und trotz wiederholter An strengungen hat sie dieselben nicht überwinden können. Die Regierung läßt regelmaßig De peschen abgehen. Während der ersten Wochen der Einschließung erhielt sie einige Antworten, welche sofort veröffentlicht wurden; seit der vom 24. Oktober aber, welche am 28. veröffentlicht wurde, ist ihr keine Antwort zugegangen, trotz wiederholter dringender Bitten und ohne daß sie sich diese schmerzliche Thatsache erklären kann.

Aus Tours wird über das Abfangen von zwei preußischen Feldposten, von denen die eine aus Deutschland nach Frankreich und die andere aus Frankreich nach Deutschland gehen sollte, gemeldet: Diese Feldposten wurden nach Tours gesandt und man untersucht sie gegenwärtig. Es befindet sich alles Mögliche in denselben: Getrock⸗ nete Blumen und Flanelljacken, Socken und Haar- locken, Thee, Chocolade, Cigarren; ferner ziem- lich bedeutende Summen Geldes, Bücher, Journale, Landkarten ꝛc., sowie eine Masse Briefe. Die eingesandten Landkarten sind haupisächlich Karten von Bourges und Dijon. Diese Karten sind die des französischen Generalstabes. Unglücklicher Weise fingen uns die Preußen, während wir ihnen ihre Feldpost abnahmen, unsere Luftballons weg, die viel wichtigere Depeschen enthielten.

Eine officielle Depesche aus Tours vom 19. Nov. meldet: Eine Depesche aus Semur vom 19., Abends, kündigt an, daß der Feind bei Chatillon von garibaldianischen Truppen, welche Riciotti Garibaldi befehligte, überfallen worden ist. Die Preußen wurden getödtet oder zu Gefangenen gemacht. Ihre Zahl beläuft sich auf 7800.(Vergl. die officielle Depesche aus dem deutschen Hauptquartier.)

Aus Lille wird über Brüssel vom 20. d. Abends gemeldet: Gestern Morgen unternahm eine Colonne von etwa 800 Mobilgarden und Franctireurs einen Ausfall von Ham und stieß bei Tergnier auf preußische Truppen. Nach mehr- stündigem Gefecht traten die Franzosen den Rück⸗ zug an. Eine andere französische Colonne hatte ein ziemlich ernsthaftes Gefecht bei Frieres-Faillouel. Die Franzosen mußten auf letzteren Ort zurück⸗ gehen.

Belgien. Brüssel. Der belgische Ge⸗ sandte in Paris, Baron von Beyens, wird hier erwartet. Aus seiner Abreise aus Paris schließt man, daß sich dasselbe nicht mehr lange halten wird.

DemMoniteur belge zufolge haben die gegenwärtig stattfindenden Truppenbe wegungen in Belgien den Zweck, die Truppen soviel wie möglich in die früheren Garnisonen zurückzuführen, indessen sollen die Gränzen keineswegs von Truppen entblößt werden, vielmehr soll die Ueberwachung derselben nach wie vor, so lange es die Umstände erfordern, fortdauern.

DasEcho du Nord bestätigt, daß Bourbaki das Obercommando des 18. Armee corps erhalten hat und nach Nevers marschiren soll, um Friedrich Karl entgegenzutreten.

Am 21. d. wurde St. Quentin von