5) Welche Versuche sind in der neueren Zeit bezüglich des Seck'schen
Pfluges gemacht worden, bat sich derselbe
Eingeleitet durch Herrn
die vorhandnen Wiesen theilweise noch in
gehalten werden und von den Wiesenbesitzern nicht gesucht wird, die, durch in mehreren Gemarkungen bereits mit ausgezeichnetem Erfolg ausgeführten, künstlichen Be⸗ und Entwässerungen ꝛc. ꝛc. zu erzielenden Vortheile auch für ihre Wiesen zu gewinnen.
Oekonom Bender in Gambach 6) Wie kommt es, daß in unserer, im Ganzen wiesenarmen, Gegend,
bewährt?
so schlechtem Zustande Mörlen.
Betreffend: Die Mathildenßiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg.
An sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie, Deujenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfle
unser Rechner, Herr Beigeordneter Steinhäuser dahier, Donnerstag den 23. d. M.,
scheinigungen die
Pfleggelder für das 1. Semester 1870 auszahlen wird, a Person hier einzufinden haben oder sich durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertreten!
Ich lade alle Vereins mitglieder, alle Freunde der Landwirth⸗ schaft und insbesondere die Herren Lehrer ergebenst ein. 1 Butz bach den 14. Juni 1870. 5
glinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst mitzutheilen, daß
weßhalb sich die Berechtigten in diesem Termin entweder in eigener assen müssen.
Kann der Bezirksverein in dieser Beziehung Einfluß üben und auf welche Weise. 9
Eingeleitet durch Herrn Wiesenbaumeister Nir-Feld und Herrn Bürger meister Jeckel von Ober,
Greb von
Hesch ler.
Friedberg den 28. Juni 1870.
nach Einbringung der vorschriftsmäßigen Be⸗
Für den Vorstand der Mathildenstiftung
Ste i n be ger.
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Hessen. Darmstadt. Am 2. Juni ist der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Landes ⸗Universität, Dr. Friedrich Heinzerling, auf sein Nachsuchen von seinem Dienste mit Wirkung vom 1. October 1870 an, entbunden worden.
— Die durch Ernennung des Dr. Victor v. Bojanowsky zum Legationsrathe bei der Gesandtschaft des Norddeulschen Bundes in St. Petersburg und zum Bundesconsul daselbst er⸗ ledigte Stelle eines Großherzoglichen Consuls in Moskau für die nicht zum Norddeutschen Bunde gebörigen Theile des Großherzogthums wurde dem Bundesconsul Dr. August Hoyer daselbst übertragen.
— Die Landgerichts-Assessoren Dr. Emil Koch in Ulrichstein, Dr. Wilhelm Beck in Beer⸗ felden und Joh. Baptist Herrmann in Lorsch sind an die Landgerichte Lich, Ulrichstein und Beerfelden versetzt worden;— die Gerichtsaccessisten Carl Beisler aus Seligenstadt, Carl Gilmer aus Altenstadt und Wilhelm Hallwachs aus Darmstadt wurden zu Assessoren in Seligenstadt, Grünberg und Lorsch, der Bezirksstrafgerichts⸗ Secretär Dr. Otto Trapp in Michelstadt zum Assessor in Grünberg ernannt und die durch letztere Ernennung erledigte Stelle wurde dem Gerichtsaccessisten Ernst Löwer aus Darmstadt zur provisorischen Verwaltung übertragen.
— Der Oberstlieutenant v. Grolman vom 1. Reiter ⸗Regiment wurde mit der Führung des 1. Reiter⸗Regiments und der Major Freiherr von Buseck mit der Führung des 2. Reiter⸗ Regiments beauftragt. Die Majore Freiherr von Ricou vom 2. Reiter⸗Regiment und von Sanders vom 1. Reiter ⸗Regiment wurden zu etatsmäßigen Stabsoffizieren in ihren Regimentern ernannt.
— Von den in Hessen im Ersatzjahr 1869/70 eingestellten 2569 Rekruten waren nur 9 Mann ohne Schulbildung, davon 7 aus Oberhessen.
Friedberg, 20. Juni. Eine Abtheilung preußischer Artillerie vom 11. Regiment, auf dem Marsch nach Mainz, wo das 3. und das 11. Regiment zu Schießübungen sich vereinigen, hat von Samstag auf heute hier Rasttag gehalten. Am Samstag Abend spielte die Musik des hiesigen Jägerbataillons, gestern Mittag die preußische vor dem Hotel Trapp dahier—
Gießen. Am 16. d. wurde dahier eine Falschmünzer⸗Gesellschaft entdeckt. In der Nähe von Gladenbach ist ein verdächtiger badischer Zehnguldenschein beanstandet, angehalten und der Inhaber nach Villenburg gebracht worden. Dort hat derselbe gestanden, er habe ihn von einem hiesigen Verwandten; der Staatsanwalt ist sogleich hierher geeilt, der angegebene Verwandte hat den Photo— graphen bezeichnet, und in dessen Atelier hat man nicht nur den ganzen Apparat zur Verfertigung badischer Zehnguldenscheine, sondern eine ziemliche Anzahl derselben gefunden.
Preußen. Berlin. Wie die„Kreuzztg.“ meldet, hat der König für die Abgebrannten in Konstantinopel 20,000 Fr. gegeben.
Erfurt. Nach dem am 4. Juli v. J. zu Eisenach gefaßten Beschlusse soll der diesjährige
thüringische Juristentag hier in Erfurt abgehalten werden und ist dazu Sonntag den 3. Juli d. J. bestimmt worden.
Schwetz(in Westpr.) Die„Ostbahn“ theilt folgenden„Ukas“ mit, der dem Schneider— meister K. in U. vom hiesigen Landrath zugegangen ist:„Nachdem Sie unterm 22. Mai c. nochmals erklärt haben, das Amt eines Gemeindedieners daselbst nicht annehmen zu wollen, mache ich Ihnen bemerklich, daß Sie als Mitglied der Gemeinde zur Uebernahme eines derartigen Com- munalamtes verpflichtet sind und hierzu event. ge⸗ zwungen werden müßten. Ich fordere Sie auf, sich binnen spätestens drei Tagen zur Uebernahme des qu. Amtes zu melden zur Vermeidung einer Exeeutivstrafe von 3 Tagen Gefängniß, die im Weigerungsfalle sofort vollstreckt und bei fort gesetzter Weigerung wiederholt werden würde. Der Landrath.“
Hannover. Der Husarenlieutenant Graf Stolberg in Lüneburg hat sich bereit finden lassen, dem Polizeicommissär Mottka(gegen welchen er sich einer schweren Beschuldigung schuldig gemacht hatte) in Gegenwartedes Commandeurs und des Adjutanten des Regiments und zweier Zeugen des Vorfalles eine Ehrenerklärung zu geben, wo⸗ durch die Angelegenheit ihre Erledigung gefun- den hat.
Bayern. München. Wie dem„Bayer. Kur.“ aus„authentischer Quelle“ mitgetheilt wird, hat Pater Hötzl unterm 8. Juni aus Rom an seinen Obern ein Schreiben gerichtet, in welchem es heißt:„Heute Morgen wurde ich nach längerem Warten auf eine Resolution aus dem Vatican, mit der Nachricht überrascht, daß Se. Heiligkeit mich um 11 Uhr mit dem hoch- würdigsten General in einer Privat- Audienz empfangen werde. Ich wurde väterlich zärtlich aufgenommen. Obwohl meiner Abreise von hier kein Hinderniß mehr im Wege stünde, kann ich doch vor Peter und Paul nicht weggehen, weil es der Wunsch des h. Vaters ist, daß ich dieser Feierlichkeit noch anwohne.
Baden. Mannheim. Aeußerem Ver- nehmen nach gedenkt man auch in Baden dem Beispiel Bayerns in Einführung der Correspon- denzkarten nach den gleichen Grundsätzen wie im norddeutschen Bunde zu folgen.
Frankreich. Paris. Prevost⸗Parodol ist zum Gesandten in Washington ernannt trotz des Widerstands, den die durch das plötzliche Ein⸗ treten eines fremden Elementes in ihrem Avance⸗ ment beeinträchtigten angehenden Diplomaten gegen ihn geltend machten. Das akademische Schooskind des Hauses v. Orleans hat definitiv mit seiner bisherigen politischen Gesinnung ge⸗ brochen. Die Ernennung Prevost⸗Paradol's hat eine größere Bedeutung, da seine unaufhörlichen, sehr intimen Beziehungen zu Hrn. Thiers bekannt sind; er hat sich um den diplomatischen Posten nur mit Zustimmung seines väterlichen Freundes und Rathgebers beworben.
— Die Befürchtungen für die Ernte nehmen zu. Es fehlt an Futter in ganz Frankreich, die
Wiesen und Weiden sind versengt von der bren⸗ nenden Sonne.— Der Kaiser, den die offiziösen
Organe gesünder als je schildern, leidet an Gicht. Um sich davon zu überzeugen, braucht man ihn nur auf der Terrasse des Tuileriengartens wandern
zu sehen: er schleicht wie ein gebrechlicher Greis
dahin, wenn er auch corpulenter ist als sonst. Die große Hitze kann übrigens das Leiden wieder hervorrufen, an dem er im vorigen Sommer zu St. Cloud so ernstlich litt. Er wird in einigen Tagen nach diesem Landaufenthalte übersiedeln.
— Der Staatsgerichts hof ist auf den 18. Juli nach dem Schloß der Stadt Blois einberufen, um in dem Complotprozeß über 74 Angeklagte zu erkennen. Herr Zanziacomi ist zum Präst⸗ denten des Staatsgerichtshofes ernannt; das Parquet wird aus den Herren Grandperret, Dupré-Lasale, Bergognis und Lepelletier bestehen. Die Ausloosung der Geschwornen in den General⸗ räthen soll bis spätestens den 25. d. M. erfolgen.
— Nach der„Agence Havas“ hat der Kaiser, trotzdem er noch immer etwas leidend ist, dem Ministerrath am 18. d. präsidirt.— Hier ein- getroffene Nachrichten aus Rom vom 15. Juni melden, daß die Diekussion über die Unfehlbarkeit an jenem Tage begonnen hat.
Belgien. Brüssel. Dem„Echo du Parlement“ haben am 17. d., nach stattgehabtem Ministerrathe, sämmtliche Minister einstimmig be⸗ schlossen, dem König ihre Demission einzureichen.
Dänemark. Kopenhagen. In der dänischen Volksvertretung erzählte im Monat April d. J. der bekannte Führer der sogenannten Bauernfreunde, er habe mit eigenen Augen die schriftlichen Beweise gesehen, daß in der Zeit von 1865 und 1866 Graf Bismarck zwei Pro: positionen an Dänemark gemacht habe, nämlich eine, welches Stück von Schleswig Dänemark für seine Neutralität verlange, sobald der damals schon bis zu Gastein zugespitzte Conflikt mit Oesterreich zum Krieg führe, und die zweite dahin gehend, welchen Preis es verlange für seine Cooperation gegen Oesterreich, den Preis eben; falls in schleswig'schem Territorium berechnet. Die Aussage von Hansen gewinnt an Bedeutung, wenn man erwägt, daß er in nahen Beziehungen steht zu dem vor einigen Wochen entlassenen Minister⸗Präsidenten Graf Frijs.
Spauien. Madrid. Montpensier wird im Laufe dieser Woche auf dem Wege von Santander wieder nach Madrid kommen. Die carlistischen Blätter kündigen ein Manifest des Don Carlos an, welches erklärt: daß die Entfernung Cabrera's in keiner Weise die Partei theilt. Der Prätendent fordert seine Freunde auf, einig zu sein. nahen Triumph als gesichert.
Italien. wird von hier telegraphirt: Dem Vernehmen nach soll die Dogmen⸗Deputation in Folge der Fran⸗ zösischen Note, welche für den Fall der Verkün⸗ digung des Unfehlbarkeits⸗Dogma's mit dem Abe
zuge der Truppen droht, beschlossen haben, die Definitionsformel abzuändern und auf die persön⸗
liche Unfehlbarkeit des Papstes zu verzichten. 1 — Es geht hier das Gerücht von einer be⸗ deutenden Erkrankung des Paystes. 99 Griechenland. Athen. Die Gesammt⸗
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