Ausgabe 
20.12.1870
 
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(Isebabe. Bi Jabrlafsgten eder diescguichrät, welcher, Nie(zättenent unvtehk

dung zuzuschreiben ist, unter Verlust; 3

4. der Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen),

b. des aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militördienst, rzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21, 7.) N iliiärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund der ufforderung, sich zur Musterung bez. Ausbebung zu stellen, keine Folge sten, verlieren: 5

2. die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen),

d. den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurück⸗ stellung bez. Befreiung vom Militärdienst.

Wer ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund bei Aufrufung seines

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Namens im Musterungs⸗ bez. Aushebungs⸗Lokale nicht anwesend ist, derliskt die vor

stehend ad a, gedachte Berechtigung.

Alle diese Militärpflichtigen werden wie unter die Passus 1 bezeichneten vorzugs⸗ weise zum Militärdienst herangezogen event. als unsichere Heerespflichtige nach Vor⸗ schrift des§. 179 behandelt. 12. 19

e) Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der etwa bereits erhal⸗

tenen Lodesnummer erwaßhsen it, ak.§. 178. ö ) Verlust der eventuellen Berechfigung, welche aus der etwa bereits erhal⸗

tenen Loosnummer erwachsen ist, ot.§. 178.

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Jig jut bozüögeweisen Einstellung designirten Militärpflichtigen ränhen bl 4

zu ben gewöhnlichen Aus hebungen in ihrer Heimath verbleiben.

78. . F. 176 und 177 guf bisvontbe

gebliebene Mili.. 8 5 wage in den Bo 141 bosnümmer lach disponsbel geblieben, sind den im§. 176 enihaltenen Strgsbestimmungen unterworfen; die Vorschristen des§. 177 finden jedch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wen sie in dem Aushebungsbezirk, in welchem sie zur Zeit det unterlassenen Anmeldu zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bez. verspäteten Gestellung 8 §. 20 gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreisen auf die Disponiblen ihrer Altersklrsse, ihrer Lobonummer nach in der vorgeschriebenen Reihenfolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären). 5

Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müssen, gehen sie auch der wüchsen ad verlustig, welche ihnen aus etwaigen Reclamationsgründen er⸗ wachsen würde. 5 5

9).8. B. der Militärpflichtige A., 1855 geboren, ist 1875 in Teltow dispo nibel geblieben. Derselbe verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1875 auf die Disponiblen des Jahrgangs 1855 zurückgegriffen, es würde der A. in Gemäßhest der Vorschriften des§. 23 zur) Eiy n sein,, wenn er sich gestellt hätte.

f 10 0 Da Letzteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs⸗ und Gestellungs⸗Attesf

0 1 Anwendung det Vorschriften 25

2100 Detteffend: Einen der Tollwuth verdächtigen Hund zu Büdesheim.

an die Großherzogliche Polizei⸗Verwaltung

ergeben wird, so wird er in der Folge perzuzeweise zur Einstellung gebracht.

. Friedberg den 17. Dezember 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg f Bad⸗Nauheim, Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt und die Großh. Bürgermeistereien.

Am 23. v. M. ist ein hellgelber Hühnerhund mit langem Behang und langer Ruthe, dem Philipp Eckhard zu Büdes heim gehörig,

von Haus weggelaufen, wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, zist und bejahenden Falls Anzeige zu erstatten.

nachdem er mehrere Hunde in Büdesheim gebissen, so daß der Verdacht nahe liegt, derselbe sei toll geworden. Indem beauftragen wir Sie, zu ermitteln ob der fragliche Hund in Ihrer resp. Gemarkung gesehen worden

Ter a p p.

Be kaun en t

Betreffend: Die landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Station für das Großherzogthum Hessen.

Nachdem die Commission für Organisation der landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Station für das Großh. Hessen die Vorbereitungen, welche ihr von der am 30. November a. p. zu Frankfurt a. M. ab⸗ gehaltenen Versammlung der Interessenten aufgetragen wurden, zum Abschlusse gebracht hat, ladet dieselbe alle Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft, welche geneigt sind, der Anstalt als Mitglieder bei⸗

utreten, zu einer Gencralversammlung auf onnerstag den 29. Dezember d. J. Nachmittags 2 Uhr in das Hotel Drexel zu Frankfurt a. M. mit der Bitte um recht zahlreiche Betheiligung ein. 0 Die Gegenstände der Berathung sind:

ment chag., uns f 5.

Entwurf des Reglements für die Controle des Handels in Dünger, Futtermitteln ꝛc., der dieserhalb abzuschließenden Verträge und des Gebühren⸗Tarifes für Wie e 4) Vorlage der Commission, die Berufung eines Stations, Vor⸗ stehers betreffend. f 5 5) Wahl der Direction; 6). Verschiedene Mittheilungen. 1 5

Die Theilnehmer werden hoͤslichst ersucht, ihre Namen in die am Eingange in das Sitzungs Local aufgelegte Liste eintragen zu wollen. Exemplare der Entwürfe, welche Gegenstände der Berathung bilden, werden in der Versammlung mitgetheilt. Darmstadt am 30. November 1870

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1) Bericht der Commission über die Ergebnisse ihrer Thätigkeit; 2) Festsetzung der Statuten der Anstalt(Vgl. den Entwurf derselben der Zeitschrift für die landw. Vereine des

in Nr. 1 J. Großherzogthums Hessen);

Betreffend: Die Mathildenstiftung im Kreise Friedberg.

An die Großherzoglichen Bürge

Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Sti

Steinhäuser dahier am 28. und 29. d. M. die Pfleggelder für das 2. Semester 1870 auszahlen wird.

Namens der Commission für Organisation der landw. Versuchs⸗ und Auskunfts⸗Statton für das Großherzogthum Hessen: a

Krämer.

Friedberg den 20. Dezember 1870.

rmeistereien des Kreises. e f iftung übergeben sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Beigeordneter

Für den Votstand: Steinberger.

Kriegsnachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Versailles, 15. Dez. Diesseitige Abthei⸗ lungen besetzten am 11. nach kurzem Gefechte Beaumont, westlich von Eoreux. Der vor La Fere erschienene Feind hat den Rückzug angetreten. n der Verfolgung des Feindes bis Oucques (Dep. Loir et Cher, Arr. Blois) und Maves ebendaselbst) hat die Armee⸗ Abtheilung des Broßberzogs von Mecklenburg am 13. 2000 feind⸗ liche Marodeurs gesammelt. v. Podbielsky.

Longuion, 15. Dez. Gestern Mittag fand der Einzug det preußischen Truppen in Montmedy statt. 65 Geschütze sind genommen, 3000 Ge⸗ fangene gemacht, 287 beutsche Gefangene, darunter 4 Offiziere, befreit worden. Diesseitiger Verlust während des Bombardements gering. v. Kamecke.

Fontaine vor Belfort, 16. Dez. Die Festung setzt die energische Vertheidigung fort und macht viele Ausfälle. Der Wald vor Bos mont, Le grand Bois und das Dorf Andelnans sind von uns genommen worden mit einem Verlust von 2 Offizieren und 79 Mann. Der Feind verlor allein an Glfangenen 1 Offizier und 90 Mann. 85 v. Treskow. Versaillee, 16. Dez. Der Feind, von stärkeren diesseitigen Avautgarden am 15. ange⸗ griffen, hat Vendeme am 16. geräumt.

Dijon, 17. Dez. General Goltz meldet soeben aus Longeau vor Langres den 16. Dez.:

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Den Feind in seiner starken Stellung bei Longrau heute Mittag angegriffen und nach dreistündigem Gefechte in die Festung zurückgeworfen. Haupt⸗ sächlich engagirt Regiment Nr. 34 und Artillerie. Unser Verlust 1 Offizier verwundet und ungefähr 30 Mann. Der Feind war 6000 Mann stark z; sein Verlust ungefähr 200 Mann, darunter 64 unverwundete Gefangene. 2 Geschütze und 2 Munitionswagen im Feuer genommen. v. Werder.

Versailles, 15. Dez. Der Frost hat auf⸗ gehört, der Schnee ist verschwunden. Bei der starken Nässe sind die Wege schwierig. Der Ge⸗ sundheitszustand der Truppen ist gut.

Verfailles, 16. Dez. Eine Depesche der Times meldet: Die Parise Forts sind ruhig. Deutscherseits wird die Erbauung von Batterien fortgesetzt. Ein französisches Detachement ist bei Chateaudun zurückgeschlagen.

Vor Paris hat sich in, den letzten Tagen wenig Neues ereignet. Die Forts seuern sichtlich weniger; auch bemerkt man, daß die Pariser

Armee ihre Feldgeschütze aus den Emplacements

zurücknimmt, nach den Einen, weil sie, von Privat: fabriken gefertigt, weniger brauchbar seien, wie Andere wohl mit mehr Recht annehmen, weil Trochu seine gesammte Feldartillerie bei einem etwaigen neuen Ausfall verwenden will.

Aus Havre wird derDaily News geschrie⸗ ben, daß die Stadt sich zu einer Vertheidigung bis auf's Aeußerste vorbereitet, daß die Truppen

f a N kampfbereit sind und die Bewohner zu dem Be⸗ fehlshaber volles Vertrauen haben. Die Festungs⸗ werke sind jetzt von den Mobilen besetzt und die Soldaten sind mit einer letzten Regulirung ihrer Geschütze beschäftigt. Die starke Geldcontribution, welche die Preußen in Rouen erhoben haben,

gibt zu vielen Aeußerungen des Unwillens Anlaß,

und die Bewohner von Havre erklären, dem Feind anstatt 17 Millionen Francs 17 Mill. 75 verehren zu(wollen. Von anderer Seite wird aus Havre gemeldet, daß vor dem dortigen Hafen eine starke Flotte vor Anker liegt, daß diese aber, wenn sie auf die Deutschen feuern wollte, den Fahrzeugen in den Docks mehr Schaden zu⸗ fügen würde, als dem Feinde. Die Normandie, die von den Lasten des Krieges, bisher noch nicht berührt worden, bietet treffliche Quartiere und

reiche Requisitionen an Schlachtpieh, Getreide und Pferden, welche wie in Rouen mit sehr werthvollen

Vorräthen von uns erbeutet wurden. Die Be⸗ völkerung ist wüthend, daß jetzt auch ihre Provinz herangezogen wird, und so grimmig auch Alle die

Preußen hassen, so wüänschen sie doch dringend

den Frieden. Der Gesundheitszustand der Truppen ist jetzt! bei mäßiger, trockener Kälte und guter Verpflegung srotz der oft sehr anstrengenden Märsche ein recht günstiger. Nur der Mangel an Offizieren,

deren um 27. und 28. November bei Amiens

wieder so unverhältnißmäßig viele geblieben sind, eischwerk den Dienst ungemein.

Jn Folge des Vorrückens der Manteuffel schen Armee nach dem Norden Frankreichs hat die

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