Ausgabe 
20.12.1870
 
Einzelbild herunterladen

*

N Dips

* * nelen z. r

d tit der 1870.

Dugermiisteten,

dincttem gebiz i gtwerten. Jun f grieden won Trays.

b daudelt in Düngt Fenzten Vertrage in

tt Stations rn

itt Nan in die

t kite einten

Arbe ber Straum

4. Bersuchs⸗ und un Dien

Serechitt in den b uber. Dit Fe babtt. N Tien besetzt 185 1 Aagulirung fe 2010 Feltcentuibrn * bahn Kretz udeben 10

506 Urilent 1 öttes, den 4

een ug 1. Auf,

Verfolgung der Deutschen Les befanden sich immer noch deren im Norden Frankreichs) Wirver be. gonnen. Der Unterpräfekt von Boulogne bat verordnet, daß dieselben binnen 24 Stunden Frankreich zu verlassen haben

Ein Correspondent der Pall Mall Gazette schreibt aus eigener Anschauung Einiges über den Einzug der Deutschen unter General v. Manstein in Orleans.Die Truppen, sagt er u. A., rückten in der vollkommensten Ordnung ein. Da ich bisher stets auf französischer Seite war, so hatte ich keine Gelegenheit, mir ein klares Urtheil über die prächtige Verfassung dieser Truppen zu bilden. Die Ordnung und Disciplin im 9. Armeetorps wenigstens ist über alles Lob erhaben. Das Zeugniß dieses nicht für die Deutschen ein- genommenen Augenzeugen ist um ss befriedigender, als derselbe zur Zeit und kurz nach der Capitu⸗ lation von Sedan vom bloßen Hörensagen der preußischen Armee alle möglichen Schandthaten nacherzählt und den Offizieren sogar die Neigung zugeschrieben hatte, sich silberne Leuchter, Spitzen und andere Gegenstände in Feindesland anzueignen.

Ueber den Ueberfall in Ham wird der N. Ztg. berichtet: La Fere, 10. Dez. Die friedliche Feld ⸗Eisenbahn⸗ Abtheilung Nr. 3 hat gestern ein herbes Geschick erfahren. Derselben war vom Obercommando des Manteuffel'schen Corps nach der Uebergabe von La Fere der Auf⸗ trag geworden, die Bahnstraße bis Amiens so weit sie feindlicherseits zerstört war, wiederherzu⸗ stellen. Beim Eintreffen derselben war die Cita⸗ delle und Stadt Ham von 2 Bataillonen Infan⸗ terie, 1 Schwadron Ulanen und 2 Geschützen besetzt, die jedoch leider sofort abzogen; dieser wichtige Punkt blieb sonach nur von den 120 Mann der e ee bewacht, denen von La Fere noch eiwa 50 nun Infanterie zur Unterstützung beigegeben waren. Sämmtliche Mannschaften halte man in der Cita⸗ delle kasernipt. Hinsichzlich der Verpflegung der Leute war es nicht zu vermeiden gewesen, dieselben bei den Bürgern ihre Mahlzeiten einnehmen zu lassen, in der Art, daß die Hälfte derselben voll⸗ ständig bewaffnet die Citadelle verließ und nach dem Essen wieder in dieselbe zurückkehrte. Am 9. Abends 6 Uhr traten die Offiziere aus einem Cafe, in dem man plaudernd die Abendstunde verbracht. Mit einem Mal von allen Seiten Franzosen. Sie waren wohl unterrichtet und wußten genau, daß um 6 Uhr die Hälfte der

Mannschaften in die Stadt zum Essen ging. Es

waren Mobilgarden. An Widerstand war nicht zu denken und Alles suchte nach der Citadelle zu gelangen. Doch leider war diese bereits auf die ersten Schüsse, die hin und wieder fielen, ver! schlossen worden; so blieb nichts übrig als sich zu ergeben. Nur sehr wenigen, den Lieutenants Bothe, Gronen und sieben Mann gelang es zu entkommen und nach schrecklichem, fast siebenstündigem Fuß. marsch in tiefem Schnee auf dem Eisenbahndamme, unter Vermeidung aller Dörfer, nach La Fere zu

gelangen.

In Metz wurde in der Nacht vom Sonntag auf Montag eine preußische Schildwache meuchlings erschossen und sind mehrere verdächtige Individuen verhaftet. Im Falle der Attentäter nicht aus- findig gemacht wird, soll der Stadt eine Contri⸗ bution von 50,000 Frs. auferlegt werden, die bei abermaligen meuchlerischen Anfällen verfünffacht wird Vorige Woche würden in Privatgebäuden zu Metz mehrere Kisten verborgener Chassepotge · wehre und Patronen confiseirt. 5

Von Strasburg ist ein Eisenbahnzug mit Belagerungs material für Belfort nach Mühlhausen abgegangen. Derselbe war von 250 Soldaten begleitet. Drei Lokomotiven waren vorgespannt. Die Sammlung in Zürich für Strasburg ist geschlossen; sie ergab 56,653 Fr. 35 C. 0

Vom Oberrhein. Die Herren Amadeus Schlumberger von Mühlhausen und Heylandt von Colmar haben die französischen Gefangenen in Frankfurt, Mainz, Koblenz und Köln besucht und ihrem Hülfscomite Bericht erstattet Diese Rap

porte fallen für die deulschen Lazareth- und Milltär⸗

gefangenschaftszustände sehr günstig aus, obschon

ist, wozu die Hülfscomites neue Anforderungen an das Publikum stellen. Herr umberget

um a gefangenen Elsaͤsffer häden sich den Delegirten gegenüber über ihre Behandlung günstig aus⸗ gesprochen. f

Aus Kassel, 15. Dez., schreibt das Fr. J.: Gestern sind zwei Extrazügk mit je zehn Riesenmörsern, von Spandau nach Paris

und entsprechender Munition, unter Führung des Hauptmanns Collet, hier durchgekommen. Für jedes Geschütz sind tausend Geschosse, jedes Ge⸗ schoß zu 25 Centimeter Durchmesser, vorhanden. Diese Mörserbatterien sind vollständig nach eigener Construktion ihres Führers angefertigt und sollen von hier ab binnen acht Tagen an ihrem Be- stimmungsorte Paris sein. Demnach scheint es doch wohl noch zur Beschießung desselben zu kommen. Die Wirkung dieser Gesch itze soll eine ganz furchtbare sein.

Darmstadt. Eingetroffene Feldpostbriefe vom 11. d. melden, daß die hessische Division am 8. und 9. Orleans verlassen hat und auf dem linken Ufer der Loire vorgerückt ist. Wäh⸗ rend die auf dem rechten Ufer 41 7 Divi⸗ stionen v. Wrangel und 8. Fc exeits bei Beaugeney den Feind trafen und sich zu den energischen Kämpfen vom 9. und 10. veranlaßt sahen, marschirte die hessische Division unbelästigt bis etwa Meile nordöstlich von Blois, wo das 4. Regiment am 9. Abends ein kleines Ge fecht bestand. Am 10. langte man Blois gegenüber an; die Brücke war gesprengt und kam es mit dem in der Sadt postirten Feinde zu einem mehr⸗ stündigem Gefechte. An demselben nahmen 2 Batterien, Theile des 3. Regiments und das 1. Jäge hataillon Antheil. Am 9. siel der Viee⸗ feldwebel Bender vom 4. Infanterieregiment; Lieutenant v. Ritgen vom 1. Jägerbataillon wurde am 10. leicht verwundet. Außerdem verlor die Artillerie 2 Mann, das 1. Jägerbataillon 1 Mann und das 4. Infanterieregiment(Compagnie Göbel) 16 Mann an Todten und Verwundeten.

Hessen. Dürmstadt. Die 2. Kammer tritt am 20. d. M. um 10 Uhr wieder zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung 1) über die Vorlage des Mini⸗ steriums des Aeußeren Vereinbarungen zwischen a) dem Großherzogthum Hessen, dem Präsidium des norddeutschen Bundes und dem Großherzog thum Baden, b) dem meer Hessen, dem norddeutschen Bunde und Baden einerseits und dem Königreich Württemberg andererseits, c) dem Präsidium des norddeutschen Bundes und dem Königreich Bayern die Gründung eines deutschen Bundes und die Verfassung desselben betreffend. 2) Die Vorlage Gr. Kriegsministeriums, die Be⸗ willigung eines weiteten Credits zur Fortführung des Krieges und Bestreitung der Kosten für Unterhaltung und Verpflegung der Gefangenen, für Errichtung von Reservelazarethen u. s. w., betr.

Der Direktor der Oberstudien Direktion Geheimerath Kritzler wurde zum Präsidenten des Oberconsistoriums und Provinzial Direktor Willich genannt v. Pöllnitz zum Direktor der Oberstudien⸗Direktion ernannt.

Die nunmehr vollendete Strecke der Oden; wald hahn Darmstadt⸗Ober⸗Ramstadt wurde am 15. d. den Commissären der Gr. Regierung über⸗ geben, und wird am 19. d. der Betrieb auf dieser

N binnen.

* Igien Brüssel, 16. Dez. DieInd. melder:Der König von Holland hat an die Regierung von Luxemburg telegraphirt:Ich werde den Vertrag, die Ehre und die Unabhän⸗ gihkeit des Landes beschiömen und billige Alles, was die Regierung that.

Aus Brüssel vom 14. Dez. wird gemeldet: Eine hochgestellte Pariser Persönlichleit, die es fertig brachte, Paris zu verlassen, ohne einen Ge⸗ leitsschein zu besitzen, ist in Brüssel angekommen.

nicht verkannt wird, daß noch Vieles zu thun

bestimmt, mit 400 Mann Bedienungsmannschaft

Dieselbe begab sich(zu Wagen) zuerst nach St. (Cloud, wy sie die Nacht verbrachte, und dann nach Versailles, von wo aus sie die Gränze er⸗

sa 5 e ierung thut gewissenhast, reichte, ohne weiter belästigt zu werden. Dieser 1 5 ist, abe das Unglück if 75 war in Begleitung Auer en. edürfnissen zu genügen. ö

ie wurde zwar mehrere Male angehalten, aher da der Herr deutsch sprach, so half er sich durch. Derselbe versichert, daß sie nur Paris verlassen, weil er, falls es zur Capitulation komme, Unruhen befürchtete. Er ist der Ansicht, daß sich Paris vielleicht noch einen Monat halten kann, gibt aber zu, daß die mittleren und unteren Klassen schon jetzt furchtbar leiden und daß die Regierung bald genöthigt sein wird, an den größten Theil der Pariser unentgeltlich Nahrungsmittel zu vertheilen. Diese Persönlichkeit verließ Paris vor 8 Tagen.

DieIndependance beklagt die franzö⸗ sischer Seits erfolgte Versetzung der nordfranzö⸗ sischen Häfen in Blokadezustand als einen Act, der die schwersten internationalen Confequenzen mit sich führen, voraussichtlich aber zunächst die verschärftesten Requisitionen zur Folge haben werde.

Echo du Parlament schreibt:234 französische Soldaten wurden an der Luxemburger Gränze durch belgisches Militär angehalten und nach Namur geführt.

Italien. Florenz. Garibaldi erhielt das Groß'reuz der Ehrenlegion. Von einer Auflösung seiner Legion ist keine Rede. Es gilt als sicher, daß der Papst während der Anwesenheit des Königs den Vatican nicht verläßt. Die Vor⸗ bereitungen zum Empfang des Königs werden in Rom mit größtem Eifer betrieben.

Aus Catanea wird gemeldet:Der englische AvisoPsyche, auf welchem sich eine Anzahl englischer Gelehrten zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß befand, ist gescheitert. Die Passagiere und die Mannschaft sind gerettet. Italienische und englische Kriegsschiffe waren mit der Rettung des Schiffes bemüht.

Wie verlautet, wird König Amadeus am 19. Dez. in Spezzia eitzschiffen und nach Carthagena in See gehen; ein spanisches Ge⸗ schwader und zwei ilalienische Schiffe dienen ihm als Ehrengeleite.:

» Friedberg. Sowohl für die im Reservelazarethe dahier befindlichen Soldaten, als auch für die Kinder der im Felde stehenden hiesigen Militärpersonen werden Weihnachtsbescheerungen veranstaltet und sind zu diesem Zwecke durch die sehr dankenswerthe eifrige Bemühung einzelnet Herren ansehnliche Beiträge zusammengekommen.

Friedberg. Am 22. December tritt eine totale Sonnenfinsterniß ein, wie sie erst 1887 wiederkehrt. E⸗ ist deßhalb wohl am Platze, darauf aufmerksam zu machen, damit Niemand versäumt, die Augen gen Himmel zu erheben, um das großartige Schauspiel, wenn möglich, zu beobachten. Der Anfang der Finsterniß ist um 10 Uhr 50 Minuten. Anfang der cenkralen(tstalen) Verfinste⸗ rung 12 Uhr 10 Min.; cenfale Verfinsterung, Mittags um 12 Uhr 56 Min., Ende der centralen 9 um 1 Uhr 54 Min., Ende auf der Erde überhaupt 3 Uhe 18. Min. Diese Finsterniß wird im Allgemeinen fast in ganz Europa gesehen.

* Friedberg. Nachdem der Bau der im Hofe dec Klosterkaserne erbauten Baracken vollendet, sind am Samo⸗ jag noch 50 französische Kriegsgefangene eingetroffen, zo daß jetzt 200 sich dahier befinden.

Gießen. Es sind hier noch 4 große Baracken zur Aufnahme französischer Gefangenen erbaut worden und jetzt bewohnbar. Dem Vernehmen nach werden noch 800 erwartet, und da bisher, außer etwa 60 Offizieren und deren Burschen, bereits 500 hier waren, so würden dann etwa 1120 hier internirt sein.

Frankfurt. Der Verkehr auf unseren Bahnen ist eben ein ganz außerordentlich starker und wird das Material stark in Anspruch genommen. Jeder Zug bringt Ersatztruppen nach Frankreich, welche alle heiter und frohen Muthes, mit einer wahren Siegesgewißheit in den Kampf ziehen. Dazwischen durch bewegen sich riesige Munitions; Colonnen, in welcher die langen Geschützrohre der 24Pfün⸗ der allgemeine Ausmerksamkeit erregen. Die Zahl der in der letzten Zeit auf den Kriegsschauplatz abgegangenen Geschütze ist eine ganz beträchtliche, und waren die meisten für Paris bestimmt. Die Gefangenentransporte nach Deutschland geben daneben auch ununterbrochen.

Paris. Einige Mitglieder des Paciser Jockey-Clubs gaben dieser Tage ein Diner, welches gus folgenden Ge⸗ richten bestand: Radieschen, einmarinkrter Häring, Zwle⸗ beln nach der Mode der Provence, gesalzene Butter, ein⸗ gesalzene Gurken, Oliven, Pferde- Bouillon, Esels⸗C en mit gelben Rüben, Mauleselsleber mit Cham ns, Pferdenieten mit weißer Sauce, Karpfen, Sellerie, 9 tes Hundefleisch, Hundebraten, unter der Asche gekochze Ratten, Rattenpaslete,, Aal, Salate, holländischer Käse, Aepfel,

Birnen, Conftluren und italienischer Kuchen mit Chesterkäse.