Ausgabe 
17.5.1870
 
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1870.

Dienstag den 17. Mai.

N 58.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse sür den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblalt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für die Monate Mai und Juni kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.

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Aimntlicher Theil.

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Betreffend: Ausstellung von selbstverfertigten Arbeiten der Handwerker und Fabrikarbeiter.

Die baulichen Eineichtungen und die Vorarbeiten für die Aus stellung von selbstverfertigten Arbeiten sind so weit gediehen, daß vom 15. Mai an mit der Empfangnahme und der Ausstellung der Erzeugnisse begonnen werden kann. Alle Ausstellungsgegenstände müssen in der Zeit vom 15. bis 22. Mai l. J. in das Ausstellungs lokal Städtische Turnhalle dahier abgeliefert werden. Die Aussteller haben durch uns oder durch die betr. Lokal-Comites Instruktionen über die Hersendung der Ausstellungs-Gegenstände

von Vormittags 11 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 18 kr. per Person.

Mit der Ausstellung wird eine Verloosung von aus der Aus- stellung angekauften Gegenständen verbunden. Der Preis eines Looses beträgt 36 kr. Loose sind in der Ausstellung, auf dem Büreau des Landesgewerbvereins und bei allen Lokal- Comites vom 20. Mai an zu haben. Gegen Einsendung des Betrags und der Frankatur marken können auch Loose brieflich von dem Büreau des Gewerb

empfangen. Die Ausstellung wird am 1. bis zum 30. Juni.

Juni l.

J. eröffnet und dauert An den Wochentagen ist die Ausstellung von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr geöffnet; an den Sonntagen

vereins verlangt und

von demselben abgegeben werden.

Darmstadt den 11. Mai 1870. Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein Schleiermacher.

Fin k.

Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 17 enthält(Schluß):

26) Die Legate des emeritirten kuholischen Pfarrers Martin Krautheimer an die kath. Kirche zu Planig, im Decanatie Bingen, im Betrag von 1000 fl. für Wohl⸗ thälikeitszwecke und von 300 fl. für Seelenämter und verschiedene krchliche Bedürfnisse; 27) die Schenkung des Johannes Spamer und de ssen Ehefrau Maydalena, geborene Koß, an die kith. Kirche zu Abenheim, im De⸗ canate Oühofen, un Betraa von 120 fl. zur Abhaltung von Seelenämtern; 28) die Scher kang eines Unge nannten an die kath. Kirche zu Friedberg, im Decanste Ockstadt, bestehend in einer Obligation der Hessischen Lud wigs⸗Eisenvahn⸗Gesellschast von 100 fl.) 29) die Schenkang der Frau Bernhardine Rößner zu Darmstad! für die Stad kapelle daselost, bestehend in einem Oelbild, Christus vei Maria darstellend; 30) das Vermächtniß des Johannes Licht zu Gernsheim an die Ein siedelkapelle daselbt, im Dekanate Bensheim, im Betrag von 100 fl. zur Verbesserung und Verschönerung derselben, namentlich zur Anschassung emer Orgel; 31) das Vermächtniß der Freisrau von Venningen an den unter der Bezeichnung Marien Stiftung zu Lindheim, im Kreise Lüdingen, bestehenden Armensonds im Betrag von 600 fl.; 32) die Schenkung des Samenhändlers Heinrich Keller zu Darmstadt an die dasige Stadigemeinde im Betrag von 500 fl. behufs Anschaffung eines mit Glasmalerei aus zustattenden Mittelfenners im Chor der evangel. Stadt kapelle zu Darmsigdt; 33) das Bermächtniß des Dom⸗ capiiulars und geistlichen Raths Dr. Marcus Adam Nick! zu Mainz an das bischöfliche Seminar daselbst, bestehend in einer Btbliosh k, im Werthe von 300 fl.; 34) die Schenkung des Friedrich Treutle zu Kürnbach, an den Almesen⸗ und Heiligen-Fonds zu Kürnbach, im Decauate Kürnbach, im Betrage von 100 fl. zur Amen-Unter⸗ stützung; 35) die Schenkung von Orteeinwohnern zu Wolsek.hlen und der Gemeinde Wolfs kehten an die evan gelische Gemeinde Gernsheim, im Kreise Bensheim, be siehend in einer Glocke im Werthe von 150 fl.; 36) das Vermächiniß des Nashan Berge von Offenbach: a) im Betrag von 150 fl. zu Gunsten der chrestlichen Armen daselbn, v) im Beirag von 150 fl. zu Gunsten der isra⸗ lilischen Armen daselbstz 37) die Suftung der Wi twe Maria Anna Stappel zu Havitzyeim in die kath. Kirche daselbsi, im Decanate Dirburg, im Beirag von 120 fl. für die Abhallung von zwei Jahrgsdächtnissen; 38) die Schenkung der Heymann'schen Slistung zu Kopenhagen an die irgelitische Religionsgemeinde zu Londorf im Be lrage von 350 fl. behufs Ausbaues der Synagoge daselbst; 39) die Schenkungen Sr. Hoheit des Landgrasen Friedrich von Hessen zu Rumpenbeim an den epangcl. Kuchensonds zu Ossenbach, im Tecanate Offenbach, im Beirog von 100 fl., als Beurag zur Erbauung ciner evangelischen Kapelle zu Bieber, im Tekinate Offenbach, und im Benag von 200 fl. als Beitrag zur Anzchaffung einer Orgel für diese Kapelle; 40) die Scheu kang der Anna Weismüller zu Ererebeim an die kuholische Kirche daselbst, im Lecangle Nieder Olm, im Beirag von 100 fl. behufs Appaltung eines Seclexamies für den daselbst ver slorbenen kuh. Pfarrer Hahn; 41) die Schenkang des Golthard Vöninger zu Herbsiein an die Kreuzkapalle da⸗

selbst, im Dekanate Ockstadt, im Betrag von 300 fl. zur alljährlichen Feier des Kreuzerfindungssestes; 42) die Schenkung des kathol. Dekane Reis zu Nieder-Olm an die Gemeinde Gonsenheim, im Kreise Mainz, im Betrag von 2000 fl. zum Zwecke des Kirchenbaues in Gonsen⸗ heim; 43) die Stiftung des Johann und Jacob Wein gäriner in Bingen an die katholische Kirche daselbst, im Decanate Bingen, im Betrag von 150 fl. für die Abhal⸗ tung eines Jahrtagamtes; 44) die Schenkung der Winwe von Benjamin Seligmann und der Wiltwe von Salomon Borch zu Bingen an die israelitische Religions gemeinde daselbst, bestehend in einem Vorhang vor die heilige Lade im Werth von 160 fl. und in einem Mantel zum Verhängen der Tora-Rolle im Werth von 30 fl., zusammen 210 fl. In Folge Allerhöchsten Auftrags werden diese Stiftungen zum ehrenden Andenken der Stißter dankend zur öffentlichen Keunmiß gedracht.

II. Bekanntmachung Großh. Oberconsistoriums, die Ergebnisse der Verwaltung des allgemeinen evangelischen Kirchensonds vom Jahre 1868 beir. Die Gesammt⸗ Ein nahme beträgt 27 541 fl. 41½ ken die Gesammt Ausgabe 22.015 fl. 42 kr.; verglichen bleibt Rest 5523 fl. 588¾ kr.

III. Bekanntmachung Großherzogl. Provinzialdirektion Starkenburg, den Steuerausschlag zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaftskesse zu Darmstadt für 1870 berreffend.

IV- VII. Uebersicht der für das Jahr 1870 geneb⸗ migten Umlagen zur Bestreiiung der Bedücsunesse der Uraclinischen Religionsgemeinden der Kreise Nidda, Als seld, Alzey und Oppenheim.

VIII-X. uUevasicht der für das Jahr 1870 ge nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal⸗ bedürsnisse der Gemeinden der Kreise Bensheim, Grün berg und Erbach.

Der Landrichter zu Ulrichstein Otto von Zangen ist zum Landrichter in Büdingen, der Landgerichts- Assessor zu Grünberg Wilhelm Schuchard zum Landrichter in Ulrichstein und der Langerichts⸗ Assessor zu Seligenstadt Joseph Weyer zum Landrichter in Homberg ernannt worden.

Preußen. Berlin. Der Kaiser von Rußland ist am 13. hier eingetroffen.

Wie man derMagd. Ztg. schreibt, unterscheidet sich die diesjährige Auswanderung nach Amerika in auffallenkem Maße von denen früherer Jahre dadurch, daß fünf Sechstel der Auswanderer Leute sind, welche mit Kapital ver sehen in den vereinigten Staaten eine neue Hei math aufsuchen. Außerdem weist die große Mehr- zahl der Aus wanderer viel Kenntnisse auf. Bisher waren es namentlich Bauern und Taglöhner aus Pommern, Westpreußen und Posen, die das eigent⸗ liche Contingent der Auswanderung stellten, zum großen Theil also Personen, die ohne jede Kennt niß der Verhälinisse der Union dorthin gingen

und bis zu ihrer Ansiedelung den mannigfachsten Gefahren ausgesetzt waren. In diesem Jahre ist es besonders der intelligentere Handwerker und Kaufmann, der sein Glück drüben versuchen will.

DieKreuzzeitung schreibt, daß die fräher beabsichtigte nachträgliche Session des preußischen Landtags jetzt allseitig aufgegeben scheint.

Oesterreich. Wien. Der Lärm in den Blättern gegen das Verbleiben des Ministers Baron Widmann auf seinem Posten als Landes- vertheidigungs-Minister, ist unbeschreiblich. Die Presse schreibt: Bliebe Baron Widmann Minister, so könnte die Frage aufgeworfen werden, wer denn eigentlich nicht Minister werden könnte. Ohne gerade Financier zu sein, kann man auch folgende Betrachtung anstellen: Baron Widmann ist acht Tage Minister, da beweist man ihm, daß er aus⸗ treten müsse. Er befolgt diesen wohlgemeinten Rath und erhält 4000 fl. Pension. Zum landes- üblichen Zinsfuß von 6 pCt. ist das die Rente eines Capitals von 66,666 fl. 66,6 kr. Das ist etwas theuer für den Staat.

Frankreich. Paris. Das Resultat des Plebiscits ist in mehr als einer Hinsicht lehrreich. Im Ganzen hat der Thron Napoleon's III., der im Jahre 1852 sich auf 8 Millionen Anhänger stügte, trotz der fast um eine Million vermehrten Bürgerzahl, nur 7 Millionen Stimmen erbalten. Die Anzahl der entschiedenen Gegner des Thrones im November 1852 war unvergleichlich kleiner, als deren jetzige Ziffer von mebr als 1,500,000 Stimmen! Die Abstentionisten haben diesmal eine stärkere republikanische Färbung als ehemals und zwei Drittel zum Wenigsten der nicht abgegebenen 1,500,000 Stimmen gebören den bittersten Feinden des bonapartistischen Thrones. Einige Zahlen aus den größeren Städten: Obenan steht St. Etienne, es gibt 13,303 Nein und nur 3932 Ja; Marseille hat 30,975 Nein, und 13800 Ja; Bordeaux 15,292 Nein und 9,233 Ja(mit 17,727 Enthaltungen), Lyon 30,156 Nein und 22,028 Ja(1400 Enthaltungen.) Zunachst steht Rouen mit 8653 Nein, 740 leeren Zetteln, gegen 8930 Ja, ohne die Abstentionisten zu rechnen; dagegen Staßburg mit 5501 Nein und 6322 Ja, Naney mit 3645 Nein und 4666 Ja, und Reims, wo auch das Ja in Mehrzahl erscheint, machen eine Ausnahme von der Regel, waͤhrend auch da die Abstentionisten wieder den Ersolg in einen

Nachtheil für die Regierung umwandeln.