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Donnerstag den 14. Juli.
N 82.
berhessischer Anzeiger.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 26 enthält(Schluß):
III. und IV. Bekanntmachungen Großh. Commission für Postangelegenheiten, die Correspondenz nach Groß britannien und Irland sowie nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika betr.
V. Bekannimachung Großb. Kreisamts Worms, die Erhebung von Umlagen für die Stadt Worms für 1870 betreffend.
VI. und VII. Uebersicht der für das. Jahr 1870 ge⸗ nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal⸗ debürfnisse in den Gemeinden der Kreise Heppenheim und Büdingen.
VIII. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗ heit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Starkenburg.
IX. Namens veränderungen. S. K. H. der Groß⸗ berzog haben allergnädigst geruht: am 21. Juni dem Gerichts⸗Accessisten Dr. Jacob Levi zu Mainz zu gestatten, daß derselbe stalt seines bisherigen künftighin den Familien⸗ namen Lewino,— am 22. Juni dem Peter Poth von Urberach zu gestatten, daß derselbe stalt seines bisherigen künftighin den Familiennamen Schlee,— der Emma Stillgebauer zu Lißberg zu gestatten, daß dieselbe künstig hatt des bisherigen den Familiennamen Bönsel,— der Margaretha Petri zu Neu⸗Yenburg zu gestatten, daß die. selbe künftig statt des bisherigen den Familiennamen Chanter — und dem Abraham Jockel zu Hähnlein zu gestatten, daß derselbe künftig statt des bisherigen den Familien⸗ namen Wolf— fübre.
X. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. Juni den Ortseinnehmer Vogt zu Eberstadt zum Ortseinnehmer der Ortseinnehmcrei zweiter Klasse zu Heppenheim zu ernennen;— am b. Juni dem evangelischen Pfarrer zu Groß⸗Karben, Aug. Schüler, die evangelische Pfarrstelle zu Breungeshain zu übertragen; — an demselben Tage den Gutsverwalter der Gutsver⸗ waltung Selgenhof, Ferdinand Schuchard, zum Domänen⸗ pfandmeister bei dem Rentamte Gießen zu ernennen;— am 21. Juni dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Winterkasten, Lautenschläger, die evangelische Schulstelle zu Ernsthofen zu übertragen;— au demselben Tage den Hauptzollamts⸗Assistenten erster Klasse bei dem Hauptzoll⸗ amte Mainz. Christian Opel, zum Revistons⸗Controleur bei diesem Hauptzollamte,— sowie den Finanz⸗Accessisten Georg Stahl aus Worms zum Hauptzollamts⸗Assistenten zweiter Klasse bei dem Hauptzollamte Darmuadt und der damit verbundenen Ortseinnehmerei der inneren indirekten Auflagen zu ernennen;— am 22. Juni dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Ober-Gleen, Dietz, die cvangelische Schulstelle zu Wettsaasen, zu übertragen.
XI. Concurrenz für: die evangel. Schulstelle zu Ober⸗ Breidenbach mit einem Gehalt von 300 fl. nebst vier Slecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die Stelle eines Distriktseinnehmers der Distriktseinnehmerei Alsfeld und Rendanten des Nebenzollamts zu Alsfeld, wosür eine Dienstcaution von 3000 fl. erfordert wird. Concurrenz⸗ fähige Bewerber baben sich binnen 14 Tagen anzumelden.
— Das Departements-Ersatz-Geschäft im Bezirk der Großherzoglichen I. Infanterie-Brigade Nr. 49 wird im laufenden Jahre an nachver⸗ zeichneten Tagen stattfinden: in Vilbel am 12 September, in Friedberg am 13. und 14., in Büdingen am 15. und 16., in Nidda am 17., in Gießen am 19., 20. und 21., in Grünberg am 22., in Alsfeld am 23. und 24., in Lauter⸗ bach am 26. und 27., in Schotten am 28. und 29., in Offenbach am 30. September sowie am 1. und 3. Oktober, in Dieburg am 4., 5. und 6, in Darmstadt am 7., 8. und 10. October.
— Oberstudienratb Dr. Th. Schacht ist
am 11. d. in einem Alter von 83 Jahren gestorben. Mainz. Die„Main ⸗-Ztg.“ berichtet: Der
Gouverneur der Festung, Prinz Waldemar von Schleswig ⸗Holstein, ist am 11. d. Abends in Begleitung eines zahlreichen Stabes nach Berlin
abgereist. g Mainz. Von der hiesigen Garnison dieser Tage unternommene Abhärtungesmärsche haben
beklagenswerthe Folgen gehabt. Es wird berichtet:
Am 8. d. war ein Batatllon des 81. Regiments dach 4 Uhr Morgens in voller Ausrüstung, in
Pickelhaube und Tuchkleidern, Mantel gerollt nebst dem beschwerten Tornister umgehängt, zu einem Uebungsmarsch auf 4 Stunden Entfernung in die südliche Umgegend ausgerückt. Nach 12 Uhr, als der Thermometer 250 R. im Schatten zeigte und die Sonne grell am Himmel stand, kehrten die Truppen zurück in einem Zustand, welcher bei ihrem Zuge durch die Stadt allgemeines Mitleid erregte. Längs der Landstraße nach Oppenheim, zwischen hier und Weisenau, waren allein 12 oder 16 Mann, unfähig zum Weiterkommen, auf den Treppen und in den Fluren der dortigen Landhäuser zurückgeblieben. Einige derselben sollen noch eine oder zwei Stunden nachher direkt ins Lazareth abgeholt worden sein. Von den ins Lazareth aufgenommenen Soldaten sind zwei in Folge der Strapatzen gestorben; für drei andere soll nicht bessere Hoffnung sein.
Preußen. Berlin. Das auswärtige Amt hat den Vertretern des Bundes in Deutsch— land mitgetheilt, daß die verbündeten Regierungen und insbesondere die preußische sich jeder Ein— wirkung auf die spanische Königswahl und auf deren eventuelle Annahme oder Ablehnung durch einen der zu Wählenden bisher enthalten haben und ferner enthalizn werden, indem sie diese An— gelegenheit als eine ausschließlich Spanien und den demnächst gewählten Throncandidaten persönlich angehende jederzeit betrachtet und behandelt haben, wie dies die Achtung vor der Unabhängigkeit Spaniens von selbst bedinge. Vorstehendes sei der französischen Regierung bekannt, wenn auch eingehendere und vertraulichere Erörterungen durch den Ton verhindert worden seien, in welchem diese Angelegenbeit von Haus aus durch den französischen Minister öffentlich besprochen worden.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bespricht einen Artikel des„Pays“ und constatirt, daß das von Frankreich erhobene Kriegsgeschrei diesseits des Rheins ohne Echo geblieben sei. Das Blatt mißbilligt ganz entschieden die Erklärungen des Herzogs von Gramont; derselbe habe wissen müssen, daß Preußen nichts zur Wahl der spanischen Regierung gethan habe und daß wir deßhalb auch nichts dagegen thun könnten, ohne es zu erniedrigen. Preußen habe keine Berechtigung, also auch keine Verpflichtung zu den ihm angesonnenen Diensten. Es heiße, Händel suchen, wo keine von selbst er— wachsen wollen, und wenn dies die Absicht des Herzogs v. Gramont sei, so möge er doch zwei⸗ mal zusehen.
— Die„Kreuzzeitung“ sagt, Frankreich bedrohe Spanien, wenn die Cortes den Prinzen Leopold wählen, Frankreich bedrohe Preußen, wenn es diesen Prinzen auf den spanischen Thron gelangen lasse. Ollivier habe an die Billigung Europas bei der Vertheidigung des legitimen Rechts appellirt. Streite die Wahl des Prinzen von Hohenzollern gegen das legitime Recht Frankreichs, dann müsse Frankreich Spaniens Suzerain sein, Frankreich sei die einzige Macht, welche prätendire, in Spanien einen König einzusetzen.
— Der„Börsencourier“ meldet aus Düssel— dorf aus guter Quelle, Prinz Leopold von Hohen- zollern werde bei der Annahme der spanischen Krone unter den jetzigen Umständen nur unter der Bedingung verharren, daß Spanien, falls Deutschland wegen dieser Sache von Frankreich angegriffen würde, sofort seinerseits den Krieg an Frankreich erkläre und beginne.
Oesterreich. Wien. Es herrscht hier die größte Besorgniß vor einer wahrscheinlich unmittel-
bar bevorstehenden militärischen Besetzung Belgiens durch die Franzosen.— Die Votirung der In⸗ fallibilität wird hier sofort mit der Decretirung und Wiedereinführung des Placiti Regii beant⸗ wortet werden.
— Wie der hiesige Correspondent der„Karlstr. Ztg.“ meldet, soll eine Verordnung zur Publication bereit liegen, welche für den Fall der Proklamirung der Unfehlbarkeit den österreichischen Bischöfen die amtliche Verkündigung derselben untersagt.
— Ueber Pest kommt aus Bukarest folgende Nachricht: In Bukarest droht jeden Augenblick eine Revolution auszubrechen. Der Oesterreichische Generalconsul Zulauf hatte eine Conferenz mit dem Grafen Andrassy. Er theilte diesem angeb⸗ lich mit, die Tage der Regierung des Fürsten Karl von Rumänien seien gezählt, der Boden sei unterwühlt, die Katastrophe jeden Moment zu gewärtigen. Die Consulu von Oesterreich, Ungarn, England und Frankreich haben ihren Regierungen hierüber bereits Bericht erstattet. Bei dem steien
Wachsen der Gefahr enschlossen sich jedoch der
Oesterreichische und der Französische Consul, ihren Regierungen auch noch mündlich Bericht zu erstatten.
Frankreich. Paris. Der„Constitu⸗ tionnel“ schlägt jetzt einen etwas friedlicheren Ton an.„Wir haben uns nicht getäuscht,“ schreibt er, als wir meldeten, Preußen werde sich, wenig- stens in Worten, der Verantwortlichkeit, welche die europäische Krisis auf ihm lasten läßt, ent⸗ ledigen. Wir wissen noch nicht um die offizielle Antwort König Wilhelms; allein nach der Sprache der am direktesten inspirirten Blätter zu urtheilen, wascht Herr von Bismarck bezüglich alles dessen, was geschieht, seine Hände in Unschuld und er— klärt, die Sache gehe nur die spanischen Cortes an.“— Gleichwohl heißt es weiter unten: „Augenscheinlich muß Preußen viel daran liegen, Spanien einen König zu geben. Es springt in die Augen, daß die Erhebung eines Hobenzollern auf den spanischen Thron für Frankreich eine moralische Niederlage und eine Drohung sein würde. Es ist endlich augenscheinlich, daß der König Wilhelm die Macht in Händen hat, diese Niederlage und diese Drohung von uns abzuwenden, indem er seinen Verwandten nöthigt, nicht aus dem Privatleben herauszutreten. Aus alledem kann und muß man den Schluß zieben, daß Frankreich berechtigt ist, eines beunruhigenden Versuches wegen sich an Preußen zu halten, und von ihm zu fordern, daß es der Sachlage ein Ende mache.“
— Die Sensationsblätter sprechen von den großartigen Rüstungen, welche bereits im vollen Gange seien und nennen schon die Commandeure der verschiedenen Armeen. Die Flotte halte sich bereit in Brest und in Toulon. Segelt die preußische Flotte(im Augenblicke vor Plymouth) gegen Cadix ab, so würde die Escadre des mittel- ländischen Meeres gegen Westen vorrücken, während die atlantische Flotte südlich steuern würde. Man würde das Einlaufen der preußischen Schiffe in einem spanischen Hafen auf diese Weise zu hindern suchen. In Toulon sind sechs Transportdampfer erster Größe seefertig, um sofort bei Kriegserklärung die algerischen geübtesten Kernttuppen nach Frank- reich einzuschiffen und an die Rheingränze zu schaffen.
— Die offiziösen Blatter fahren fort, sich in auffallender Weise mit Belgien zu reiben; sie be— haupten übereinstimmend, daß alle Höfe, mit ein- ziger Ausnahme Belgiens, die Notification von der Candidatur des Prinzen Leopold sehr kalt


