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von Seiten der Pächter noch Verpächter selten zu denken. Aehnlich ist es heute noch. Es gibt nig Ortschaften in der Wetterau, namentlich in unserem Kreise, in welchen sich keine Pachtgüter fänden, ja einzelne Gemarkungen bestehen zu 1½2 aus Pachtland. Die einzelnen Pachtgüter sind theils parzellenweise, theils im Ganzen verpachtet und die Verpachtungen geschehen theils auf Brief— leihe, theils auf Zeitpacht Im Kreise Friedberg allein, besttzen wir 32 größere Guts wirthschaften von 300 Morgen an bis zu 2000 Morgen und unter diesen sind 21 Pachtgüter und nur 11 stehen unter Selbstadministration, während sich in der ganzen Provinz Rheinhessen nur 27 solcher größeren Güter befinden, von denen nur 5 ver— pachtet sind, 22 also selbst administrirt werden. Außer diesen größeren Gütern liegen noch
eine Menge kleinerer zerstreut inden Gemarkungen, welche fast alle parzellenweise verpachtet sind und die Existenz vieler kleineren Landwirthe bedingen.
Daß unter solchen Umständen nachhaltige Ver— besserungen, welche meist erst in der nächsten Zu⸗
kunft Erfolge bringen, für die Gegenwart aber
viel Kosten verursachen, von den Pächtern nicht zu erwarten sind, erklärt sich hiernach sehr leicht; denn nur der eigene Besitz, die Liebe zum Eigen- thum kann zu solchen Opfern anspornen. Die Pachtpreise bei parzellenweiser Verpachtung bewegen sich zwischen 12 bis 30 fl. pro Normalmorgen, bei Verpachtungen größerer Güter zwischen 8 bis 13 fl.
In geologischer Hinsicht bildet die Wetterau und somit auch der Kreis Friedberg einen Theil des sogenannten Mainzer Beckens. sich findenden Ablagerungen dieses vorweltlichen Binnenmeeres gehören meist der mittleren Tertiärepoche, den sogenannten miocänen Bildungen an und erscheinen haup sächlich als Grobkalk[Litorinellen- und Cerithien⸗ Kalk), Blättersandstein und Braun- kohlenletten mit Braunkohlen. Grob⸗ kalk enthalten z. B. die Höhen bei Bönstadt, Burggräfenrod, Groß und Kleinkarben und der hier gebrochene Kalk ist hydraulisch. Der Blätter⸗ sandstein findet sich bei Münzenberg, Rocken⸗ berg und Bönstadt, besonders schön mit vielen Abdrücken von Dikotpledonen- Blättern auf dem Steinberg bei Münzenberg. Er liegt hier über einem braunen, äußerst festen Conglomerate. An der Ostseite des Steinberges bemerkt man eine Menge gewaltiger Quarzfelsblöcke, welche man auf den ersten Blick für erratische Blöcke halten
könnte, da sie in der ganzen Gegend nicht ihres
Gleichen haben; allein bei näherer Betrachtung
Die bier
findet man, daß sie unzweifelhaft durch vulkanische Thätigkeit umgewandelte Sandsteine sind, und ihre Entstehung dem ganz nahe liegenden vul⸗ kanischen Basaltfelsen zu verdanken haben, auf welchem die schöne Schloßruine Münzenberg mit ihren zwei starken Thürmen(das Wetterauer Tintenfaß genannt), steht. Die Steinbrüche im Blättersandstein zu Münzenberg und Rockenberg sind von einiger Wichtigkeit, da die daraus ge brochenen Steine sehr gesucht sind und von dortigen Steinhauern zu Treppen und Fenstersteinen, Krippen, Grabdenkmälern u. dgl. bearbeitet und weithin verfandt werden.
Das werthvollste Tertiärgebilde ist jedoch für die holzarme Wetterau die Braun⸗ kohle, welche bier mächtige Lager bildet und theils als erdige Braunkohle, theils als Holzkohle in ganzen Baumstämmen mik Rinde, Bast und deutlichen Holzringen vorkommt und eine Menge Ueberteste von Blättern(Abdrücken von Taxus-, Ahorn, Ulmen, Buchen“, Kastanien⸗ und Weinrebenblätter) Samen(Kerne von Weinbeeren und andern Früchten) und Früchten namentlich von Wallnüssen, Tannenzapfen ic. enthält. Braunkoblenbergwerke finden sich zu Dorheim, Bauernheim, Ossenheim, Weckesheim, Dornassenheim, Wölfersheim, Salzhausen, Ber- stadt, Hessenbrücker Hammer ic. und zu Melbach wird ein neues in Angriff genommen. Die be— deutendsten dieser Bergwerke waren seither Dor— heim und Salzhausen, welche aber beide stark im Abbau begriffen sind. Die erdige Braun- kohle wird in besonderen Formen zu kubischen Stücken ähnlich wie Lehmsteine geformt und unter dem Namen Klötze als Brennmaterial abgesetzt, welche außer zur Heizung der Stubenöfen, auch zur Dampfkesselfeuerung der Brennereien, sowie bei der Salzsiederei zu Nauheim die ausgedehn— teste Anwendung finden, während die theureren Holzkohlen mehr zum Feueranmachen benutzt werden, wozu sie sich ihrer leichten Brennbarkeit halber sehr eignen.
Erst seit dem Anfange unseres Jahrhunderts sind die reichen Braunkohlenlager der Wetterau bekannt und benutzt worden, klagt doch der alte Chronist Winkelmann im vorigen Jahr- hundert noch:
„Hätt' die Wetterau Heu und Holz, So wär sie noch einmal so stolz.“
Jetzt haben wir Beides, die fehlenden Wiesen ersetzen wir seitdem durch schöne Klee- und Luzern schläge ꝛc. und für die mangelnden größeren Wäl— der ist uns durch Aufschließung unserer reichen
Kohlenlager Ersatz geworden, sie sind ein wahrer Segen für die Wetterau. 1
Dem unteren Braunkohlenletten
einge) entquellen der weithin bekannte udwigsbrunnen bei Großkarben und der Selzerbrunnen bei Okarben, derselbe, dessen Wasser regelmäßig an der Main⸗Weserbahnstation Großkarben den Eisenbahnreisenden offerirt und viel nach Außen versendet wird.
(Fortsetzung folgt.)
»Das einzige Frankfurter Blatt von nationaler Tendenz, das„Frankfurter Tageblatt nebst Handels⸗ courier,“ hat sich in den Kreisen der füddeutschen Handelswelt schnell Bahn gebrochen. In der That ver⸗ bindet dasselbe mit vieler Frische der Schreibart große Vollständigkeit namentlich der Handelsberichte, bringt einen vollständigen Coursbericht, Verloosungs tabellen ze. ꝛc. Preis mit Postaufschlag fl. 2. 12 ke. vierteljährig. Er⸗ scheint täglich zweimal.
Fünster deutscher Zournalistentag
zu Frankfurt a. M. am 3. und 4. Juli 1870.
Dem Beschlusse des Ausschusses zufolge wird det fünfte deutsche Jeurnalistentag in den Tagen des 3. und 4. Juli d. J. in unserer Stadt abgehalten werdey. Dem⸗ gemäß beehren wir uns, die Herausgeber und Redacteure deutscher Zeitungen und Zeilschriften zum Besuche dieser Versammlung hiermit einzuladen. Die Tagesordnung hat der Ausschuß vorläufig in folgender Weise festgesetzt: 1) Die Frage des Autorenschutzes;
2) Altersversorgung für Journalisten;
3) Cautionen, Inseraten- und Stempelsteuer;
4) Preßgeseßgebung und Preßmaßregelungen;
5) Aenderungen in den Satzungeu des Journalistentages.
Die Vorbesprechung der Mitglieder wird am 2. Juli Abends 8 Uhr stattfinden, die eigentlichen Sitzungen werden Sonntag den 3. Juli Vormittags 9 Uhr ihren Anfang nehmen.— In einer zweiten Bekanntmachung wird das Versammlungslokal angegeben, sowie Mittheilung über etwaige Fahrpreisermäßigungen der Eisenbahnen ge⸗ macht werden.— Anmeldungen und Anfragen sind an das Lokalcomité des deulschen Journalistentages, Eschen⸗ heimer Gasse 31, in Frankfurt a. M. zu richten.
Frankfurt a. M., den 9. Juni 1870.
Im Auftrage des Ausschusses: Die Redaction des Fransurtet Journal. Die Redaction des Abeitgeber.
Die Redaction des Frankfurter Beobachter. Die Redaction der Frankfurter Zeitung.
Der Wetterauer Zweig⸗Verein der Gustav⸗Adolf⸗ Stiftung
wird Sonntag den 26. Juni Nachmittags 2 Ubr, in Södel sein Jahresfest feiern, wozu alle Freunde des Vereins ein⸗ geladen werden. Herr Decan Strack von Großen-Buseck wird die Festpredigt halten. Friedberg den 14. Juni 1870. Der Vorstand.
ECdictalladung. 1268 Die Anna Margarethe Codurger, Wittwe des Wilhelm Volz zu Reichelsbeim Kr. Friedberg, ist mit Hinterlassung eines Testamentes, in welchem sie den Dansel Conrad Coburger zu Reichelsheim als Universalerden eingesetzt hat, im März J. J. gestorben, und ergeht auf Antrag an den abwesenden, vor vielen Jahren angeblich nach Brafilien ausgewanderten Heinrich Coburger von Reichelsheim oder dessen Descendenz, als die nächsten gesetzlichen Erben der Wilhelm Volz Wittwe die Aufforderung, binnen einer Frist von drel Monaten jenes Testament dahler anzufechten, als sonst Verzicht hierauf unterstellt und dasselbe vollstreckt, insbesondere der gesammte Nach⸗ laß dem Testamentserben überwiesen werden wird, Friedberg den 26. April 1870. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.
Oeffentliche Aufforderung.
1618 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach' laß des Philipp Görtler, ledig, von Ossenheim, find bis zum 25, J, M. dahter anzumelden, widrigenfalls sie bei Regelung des Nachlasses nicht berücksichligt werden. zrledbderg den 1. Juni 1870. 2 Groß herzoglichts Landgericht Friedberg Reltz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Gras Verstei gerung. 1614 Donnersiag den 16. d. M., Mittags 1 Ubr, wird
das Gras von ohngesähr 15 Morgen Gemelnde- und
circa 3 Morgen Schäferel-Wiesen auf dem Rathhause zu Ober Rosbach öffentlich meistbietend versteigert. Ober Rosbach am 9. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Rosbach Blecher.
Aufforderung.
1331 Der sett langen Jahren abwesende Johannes Winter von Hoch⸗Weisel hat am 12. März d. J. das 70. Lebensjahr zurückgelegt und so lange keine Nachricht von sich gegeben, daß sein Tod angenommen werden muß und der von seinen nächsten Angehörigen und präsumtiven Erben gestellte Antrag auf Ueberlassung seines Vermögens gegen Caution begründet erscheint.
Als nächste Elben haben sich ausgewtesen seine Brüder Johann Conrad Winter II., Conrad Winter III. und Deinrich Winter, sowie die Kinder seiner verstorbenen Schwester Anna Elisabetha, der Ehefrau des Heinrich Bink, Conrad Bink II., Johann Conrad Bink III., Heinrich Bink und Catharina, die Ehefrau des Bernhard Hartmanns Denn, sämmtlich von Hoch⸗Weisel.
Es werden demnach Johannes Winter oder dessen etwaige Lelbeserben, sowie alle diejenigen, welche nähere Erbansprüche an den Nachlaß des Johannes Winter alauben bilden zu können, biermit aufgefordert, binnen 3 Monaten vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an sich dahier anzumelden, widrigenfalls das seither curatorisch verwaltete Vermögen des Abwesenden den angeführten Präsumtiverben gegen Caution überwiesen werden soll. 5
Butzbach den 4. Mai 1870.
Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer.
Arbeits⸗Versteigerung. 1626 Die zur Herstellung eines Ueberfahrtskanals an der Straße Friedberg- Domburg an der Ge— markung Straßhe im erforderlichen Maurer⸗ und Chaussirarbeiten, veranschlagt zu 73 fl. 21 ke., sollen Freitag den 17. Junt, Mittags 4 Uhr, auf dem Rath— hause zu Ockstadt an die Wenigstfordernden versteigert werden. a Friedberg den 11. Juni 1870. Groß berzogliches Kreisbauamt Friedberg Reuß.
Kirschen-Versteigerung. 1027 Die Kirschen an den Bäumen auf den Staats- straßen im Baubezüik Friedberg sollen an den unten näher bezeichneten Tagen und Orten an die Meist— bietenden versteigert werden:
1) Auf der Straße Nieder- Wöllstadt— Hanau und Ilbenstadt— Reschelsbeim Montag den 20. Junt, Morgens 8 Uhr, auf dem Chausseebaus bei Ildenstadt.
2) Auf der Straße Gießen— Frankfurt a. M. Montag den 20. Juni, Mittags 3 Uhr, det Bad⸗ Nauheim Abthellung 117.
3) Auf der Straße Hessenbrückerhammer— Butzbach Diensiag den 21. Juni, Morgens 9 Uhr, in dem Local des Herrn Blerbrauer Melchtor zu Butzbach von Abthetlungsnummer 253—273.
4) Die auf derselben Straße Mittags 2 Uhr zwischen Ober⸗Hörgen und Eberstadt bei Abthellungs⸗ nummer 249, sodann hinter Eberstadt bei Ab⸗ theilungsnummer 243.
Friedberg den 9. Juni 1870. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u ß.
—. 1 9 0 1 Holzversteigerung. 1593 Freitag den 17. Junk l. J. Vormittags 9 Uhr, werden in dem Walddistriete Jungfernwald dei Ilbenstadt; 39 Stecken Elchen-Schälprügelholz und 3030 Stück Eichen⸗Schälholzwellen öffentlich an den Meistbtetenden versteigert. Gegen genügende Bürgschaft wird Jablungsfrist ble zum 1. September l. J. verwilligt. Schloß Ilbenstadt den 9. Juni 1870. Gräflich von Leiningen Westerburgische Rentei Bier a u.
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