tommandirten Offizieren und ebenso vielen Unter⸗ offizieren; die Central-Turn-Anstalt mit 54 com- mandirten Offizieren und 162 Unteroffizieren; die Feuerwerksschule mit 200 Unteroffizieren; die beiden ärztlichen Institute mit zusammen 152 und die Thierarzneischule mit 100 Studirenden. End⸗ lich die 4 Militär ⸗Waisenhäuser in Potsdam, Schloß Pretsch, Annaburg und Struppen, wovon die drei ersten preußischen Anstalten 1200 Kinder enthalten. Für die Marine treten noch hinzu die Stecadetten Abtheilung mit 100 und die Schiffs · jungen- Abtheilung mit 330 Köpfen. Ohne die Zöglinge der Waisenbäuser würde sich die Zahl der die übrigen Anstalten besuchenden Offiziere, Offizier⸗Aspiranten, Studirenden, Cadetten, Unter- ossiziere, Mannschaften und Zöglinge nach den geringsten Etatssätzen auf 7343 Kopfe berechnen, wozu indeß das Offizier ⸗, Lehrer-, Beamten., Aufsichts⸗ und Dienstpersonal mit mindestens 500 bis 600 Köpfen noch hinzutritt. Weitaus die meisten dieser Anstalten stammen erst aus dem Zeitraum seit 1861, auch die älteren Institute aber haben durchgängig seitdem eine umfassende Erweiterung erfahren, und sind außerdem bekannt- lich noch mehrere Anstalten dieser Art, so nament- lich eine oder zwei Unteroffizierschulen, für eine fernere Errichtung in Aussicht genommen.
Sachsen. Dresden. Die 2. Kammer hat zum Neubau eines Hoftheaters 400,000 Thlr. bewilligt. f
Bayern. München. Bei der Adreß⸗ debatte im Abgeordnetenhause begründete der Re- fertnt den Adreßentwurf. Der Ministerpräsident Hohenlohe antwortete in ausführlicher, vom Bei- fall vielfach unterbrochenen Rede ungefähr Fol- gendes: Der Minister bezeichnete den Kampf in diesem Hause als einen Theil des gegenwärtigen Welikampfes, worin die Gegner die Neugestaltung des Staates, gestützt auf den Absolutismus der Kirche, anstreben. Zu der Schaffung einer ne⸗ tionalen Verbindung sei die gemeinsame Behand- lung gewissec Staatsrechte, nicht deren Abtretung erforderlich. Die Aufgabe Baerns sei eint höhere, als zum Glacis für Oesterreich zu dienen; Bayern müsse vielmehr die aufrichtige Versöhnung Oesterreichs und Preußens anstreben. Diese bildet die Garantie für die Erhaltung des europäischen Friedens. Was der Fürst im Zollparlamente gesprochen, habe er nicht, wie ihm vorgeworfen sei, auf fremdem Boden und in einer fremden Versammlung, sondern auf deutschem Boden, in deutscher Versammlung gesprochen.
— In der Abgeordnetenkammer hat Fürst Hohenlohe auf eine betreffende Aeußerung des Abg. Kolb die Erklärung abgegeben, daß Preußen eint Einigung mit den Südstaaten nur in Form eines Eintritts in den Nordbund annehme und schon früher erklärt habe, es sehe den Anträgen entgegen, ob, wann und unter welchen Bedingungen wir eintreten wollen. Es sei aber nicht rathsam, daß Bayern allein vorgehe, der Friedensvertrag von 1866 erheische ein gemeinsames Vorgehen der Südstaaten und dieses sei ebenso schwierig als langsam zu Stande zu bringen.
Oesterreich. Wien. Für das Maxi⸗ milian⸗Denkmal in Triest sind 69,000 fl. einge⸗ kommen. Das Comite macht bekannt, daß auf dem Josephsplatz eine Broncestatuß des Erzherzoge
und Kaisers errichtet werden soll.— Die Beiträge
für das Schillervenkmal in Wien belaufen sich jetzt auf 41,000 fl. Man hofft, noch in diesem Winter die erforderliche Summe zusammenzubringen.
Frankreich. Im gesetzgebenden Körper interpellirte Gambetta die Regierung wegen der Freiheit des Buchdrucker- und Buchhändlergewerbes. Der Minister des Innern erwiderte, die Regierung habe noch nicht Zeit gehabt, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.
— Ein Gesetzentwurf des Herrn v. Keratry, dem zufolge binnen fünf Jahren allen Bürgern, welche nicht lesen und schreiben können, das Stimmrecht entzogen werden soll, ist von der Commission für die Kammer ⸗Initiative verworfen worden.
— Nach dem„Constitutiounel“ soll die Ab⸗ schaffung der großen Militärcommandos im Werke
sein; sodann iff die Anordnung bevorstehend, daß kein Beamter, wer er auch sel, und wie viel Functionen oder Würden er auch versehe, einen höheren Gehalt als 60,000 Frs. beziehen dürfe. Von diesem letzteren Verbote wären nur die Minister und Botschafter ansgeschlossen. Großbritannien. London. Living⸗ stone soll erschlagen sein. Der Capitän Ernest Cochrane, welcher an der Weßküste Afrika's das britische Kriegsschiff Peterel befehligt, schreibt unterm 9. Januar d. J. an seinen Schwieger- vater Richard Doherty:„Einige Zeilen, um Ihnen mitzutheilen, daß Dr. Livingsstone von den Eingebornen 90 Tagereisen vom Kongo ge— tödtet und verbrannt worden ist. Er war durch eine Negerstadt gekommen und schon drei Tage weiter gewandert, als der König der Stadt starb Die Einwohner erklärten, Livingstone habe ihn behext, ließen ibn zurückholen, sagten ihm, er habe ihren König behext und müsse sterben. Darauf tödteten und verbrannten sie ihn. Diese Nachricht kommt hierher durch einen portugiesischen Händler, der die Gegend bereist hat. Livingstone war an den Seen im Quellgebiete des Kongo und arf dem Wege zu dem Strome selbst, an dessen Mündung er berauskommen wollte. Ich glaube, daß diese Nachricht wahr ist.“ Wir drauchen kein Wort darüber zu verlieren, wie ungemein beklagenswerth es für die Wissenschaft wäre, wenn der kühne Reisende wirklich ein so schmähliches Ende gefunden haben sollte. Italien. Der Correspondent der Londoner „Times“ meldet, es sei im Schooße der Opposition beschlossen, daß, falls die päpstliche Unfehlbarkeit zur Erörterung gebracht werde, die gallikanische Partei, mit den Prälaten Darkboy und Dupanloup an der Spitze, 47 deutsche, österreichische und ungarische, sowie eine ziemliche Anzahl anderer Bischöfe das Concil verlassen würden. Man habe sich zu diesem Aaswege als dem milderen entschlossen, da derselbe nur einen Protest enthalte, während tin ähnlicher Schritt nach der Abstim⸗ mung ein Schisma darstellen würde. Rußland. Reisende erzählen, in Warschau sti am 30. Januar, als der Oberpolizeimeister, General Wlassoff, in Begleitung zweier reitender Polizisten durch die Krakauer Porstadt fuhr, aus dem Garten eines Hauses ein Schuß gefallen. Es wurde Niemand verwundet. Man behauptet, die Polizei selbst habe diesen Coup arrangirt, um neue strenge Maßregeln zu rechtfertigen. Amerika Washington. Der Sena! hat einen Gesetzentwurf angenommen, welcher die Regierung zu einer weiteren Ausgabe von 65 Mill. Papiergeld auterisirt.
Frankfurt. Der hiesige„Beobachter“ erzähll folgende, von anderen Blättern bis jetzt noch nicht gemeldete schreck⸗ liche Begebenheit: Zwölf junge Schlitischuhläufer— wer sie warten, weiß dis jetzt Niemand— liefen auf den ziemlich einsam gebliebenen Eisflächen des Ryeines zwischen Schierstein und Walluf, wagten sich wahrschein lich zu weit oder nahmen den flimmernden Reflex des Sonnenlichtes auf dem Wassec für festes Eis— genug. sie verschwanden jählings in dem tiefen Strome. Man hörte noch einen Hilferuf, man sah noch die Mützen auf dem Strome schwimmen— dann war's vorbei, Rettung nicht möglich. Das Schlittschuhlaufen, das Eisvergnügen ging inzwischen ruhig weiter, wenige Menschen nur hatien den furchtbaren Vorgang wahrgenommen.(27)
Franfurt. Vor einigen Tagen verstarb dahler im Alter von 79 Jahren eine Dienstmagd. Dieselbe kam im Alter von 19 Jahren aus Kassel hierher, trat in Diensten und blieb ununterbrochen 60 Jahre bei ein und derselben Familie. Das ist gewiß ein höchst seltenes Beispiel von Treue und Anhänglichkeit.
Frankfurt. Dieser Tage schickke ein auf dem Römerberg wohnender Colonialwaarenbändler seinen Haus⸗ knecht zur Eisenbahn, zwei Kisten, darunter eine Zimmt ent⸗ haltend, zu holen. Auf dem Rückweg kehrte er in der, Heimath“ ein und stellte den Wagen vor die Thür. Ein vagirender, schon bestrafter Bursche ging vorüber, gewahrte das ohne Aufsicht befindliche Gut und nahm schnell die Kiste mit Zimmet. Er machle sich sofort auf den Weg, seine Beute abzusetzen, und kam noch eher als der Hausknecht zu dem Eigenthümer der Kiste und bot sie sammt Inhalt zum Verkauf an. Der Kaufmann wurde auf die Zeichen aufmerksam, sah seine Papiere nach und hielt den Burschen einige Zeit hin. Inzwischen kam der Hausknecht und meldete dem Prinzipale den Verlust. Der Dieb wollte sich, sowie er dies hörte, schnell enlfernen, wurde aber so— fort sestgenommen And verhaftet.
Darmstadt. Die über den Weggang des Herrn Domcapitular- Dr, Lüft nach hiesigen Zeitungen gebrachte
Mittheilung beruht nach denselben Blättern auf einer Er⸗ findung, da Herr Dr. Lüft in seiner bisherigen Stellung zu bleiben gedenkt.
Ans Worms schreibt nan: Das fünfte mittel⸗ rheinische Bundesschleßen wird zufolge Beschlusses des Central⸗Comites in den Tagen vom 19. bis 23. Juni 1870 in unserer Stadt abgehalten werden. Man er⸗ wartet zuversichilich eine recht zahlreiche Betheiligung, in⸗ dem unsere Stadt, sowie die Schützengesellschaft, alle Vor⸗ kehrungen treffen werden, um dem Feste einen würdigen Verlauf zu sichern.
Nürnberg. Auf eine an den hiefigen Turnverein ergangene Anfrage, ob derselbe bereit wäre, ein deutsches
eine ablehnende Antwort ertheilt, weil zur Zeit die Ab⸗ haltung eines großen Festes weder vom nationalen, noch vom turnerischen Standpunkte aus als wünschenswerth erscheine.
Die Todtenliste des Jahres 1869. (Didaskatia.)
Wenden wir den Blick zurück auf das ver⸗ flossene Jahr, so bleibt das Auge am längsten haften bei Dem, was wir verloren haben. An der Spitze der in diesem Jahre Verstorbenen sehen wir einen Mann von epochemachender Bedeutung: Alphons v. Lamartine, der Stolz Frankreichs und die Zierde der französischen Literatur. Man muß eine lange Pause machen nach diesem Namen, denn nicht leicht ist's, ihm einen Namen von gleichem Werthe anzureihen. So folgen wir denn der landläufigen Ordnung, die bei den gekrönten Härptern beginnt, und constatiren zunächst, daß aus der Liste der europäischen Herrscher im ver— flossenen Jahre kein einziger durch den Tod ge⸗ strichen wurde. Belgien verlor seinen zehnjährigen Kronprinzen und Frankreich die Prinzessin von Bourbon, Herzogin von Aumale, die fern von ihrer Heimath auf englischem Boden starb, und die Prinzessin Elise Bacciochi, die Tante der Kaiserin. In den Krtisen der europäischen Diplo⸗ matie hat der Tod durch das Hinscheiden des Grafen v. d. Goltz und des kürkischen Diplomaten Fuad Pascha starke Lücken gelassen. Der Clerus hat noch vor dem Concil einige seiner Stützen eingebüßt, so den Agramer Cardinal Haulik, den Cardinal Reisach, den Lemberger Metropolitau Litwinowicz. Die europäischen Heere haben einige ihrer Spitzen verloren. Der französische Kriegs- minister Marschall Niel, der Sieger von Solferino, starb nach kurzer Krankheit. Armee zählt unter ihren Todten die Generale Ruckstuhl, Zobel, Rühling, Wernhardt, Mayrhofer, Lebzeltern, Ottinger, Gerstner, Cordon und Henri⸗ quez; in England starb der alte Admiral Hastings, in Rußland der bekannte Admiral Mentschikoff und in Amerika der ehemalige Kriegsminister Stanton. Reiche Ernte hielt der Tod unter den Staatsmännern, Volksvertretern und öffentlichen Persönlichkeiten. Frankreich trauerte am Sarge des Senators St. Beuve, Senatspräsident Trop⸗ long und Minister de Moustier starben gleichfalls in diesem Lande. Ungarn beklagte den Tod seines großen Patrioten Szemere, das österreichische Herrenhaus derlor den Baron Hock. Es starb das Haupt der protestantischen orthodoxen Partei Dr. Hengstenberg, der berühmte Rechtsanwalt Hirsemenzel; in der Schweiz wurde Siegwart⸗ Müller in die Todtenliste eingetragen und der be— rühmte militärische Schriftsteller Jemini; England begrub den Earl Derby, die Wittwe Palmerston's, den Chartistenführer Ernst Jones und den be— rühmten Philanthropen Peabocy, der bei seinen Lebzeiten Tausende und Tausende glücklich zu machen wußte; Italjen Cairoli, den florentinischen Volkstribun, den Bäcker Dolsi und eine Reihe außerhalb Italiens minder genannter Persönlich— keiten; Rom endlich den Bruder des Papstes, Grafen Mastai⸗Feretti, der, 90 Jahre alt, in Folge eines Falles starb. Wissenschaft und Kunst
haben in dem vergangenen Jahre dem Tode reichen Tribut gezollt; es starb der berühmte
Physiologe Purkynie in Prag, der greise Rechts- gelehrte Springer, der Vorarlberger Naturdichter Michael Felder, der Naturforscher Zelebor, der Physiologe Carus, der Alterthumsforscher Welker, der Romanschriftsteller Heinrich König, die Freundin Goethe's, Frau Schöff Brentano, die Buchhändler
Sauerländer, Vieweg und Enke, der berühmte
Turnfest für 1870 oder 1871 zu übernehmen, hat dieser
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