Ausgabe 
8.2.1870
 
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Naler Oberbeck, der Bildhauer Im- Hof, der holera-Throretiker Pfeufer und jenseits des Octans das literarische Curiosum Franz Bacherl. Von Nuflkern und Musik- Schriftstellern sind zu registriren: der berühmte Mozart ⸗Biograph Otto Jahn, der Clavierspieler Drepschock, der Geiger Molique, die Sängerin Grisi, der Compositeur Grysar, der deulsche Liedercomponist Methfessel und der Balladen⸗ Lomponist Karl Löwe. Die deutsche Bühne verlor zen Stuttgarter Hofschauspieler Dr. Grunert. ange noch ist die Todtenliste des Jabres nicht schöpft, und viele Namen müßten wir aufzeichnen, zollten wir die Reibe jener Verstorbenen, die im Frtist ihres Heimathsortes und unter ihren Be efsgenossen eine hervorragende Stellung ein tahmen, nur halbwegs vollständig hiehersetzen. Doch Das geht über den uns zupgemessenen Raum und über das Ziel, das wir gesetzt, hinaus. gicht die Schlechtesten waren Die, deren Namt de genannt wird, wenn von großen oder bedeu⸗ inden Männern die Rede ist, die aber im stillen

Freise redlich und ehrlich ihre Pflicht erfüllt haben.

triede und Ruhe ihnen Allen und ein rühmliches Angedenken Jenen, die des Todes Sense nicht as leere Halme, sondern als volle Aehre hinweg

grafft!

5 Verloos ungen.

Wiesbaden. Bei Ziebung der nassauischen 25: fl. Lose find größere Gewinne auf folgende Nummern ge en: Nr. 17625 15.000 fl., Nr. 65655 3000 fl., F. 26801 2000 fl., Nr. 80631 1000 fl., Nr. 1808, 4881 400 fl., Nr. 42725, 23433 200 fl., 24126, 31701 400 fl.

Eingesandt.

In Bezug auf das Eingesandt in Nr. 11 des Ober⸗

leichen Anzeigers Musikalisches betreffend

zurn wir Einsicht von der Erfindung an Pianino's Fommen und müssen gesteben, daß uns das von Herrn L. Glück jun, gefertigte prachtvolle Piauino durch scten außcrordenilich gesangreichen, klaren, großen Ton in Discant wahrhaft überraschte. An allen Pianinos enn besten und renommirtesten Fabriken ist nie der Discant in vichnigem Berhäliniß mit den übrigen Toulagen, und dar war bisher die Ursache, daß das Pianino nicht den Eu gang fand, der ihm, vermöze seines schönen Baues paciser Spiela t ꝛc. ꝛc. gebührte. Herr Glück bat durch ere Ber besserung diesem Uebelftand in überraschendster Bese abgeholjen. Erfreulich's ferner für Pianino⸗ Eiiher, daß uns Herr Glück die Versicherung gab, seine Dypefferung lasse sich au bereits gespielten Pianino ebenso als an ncuen anbringen, und werde dadurch der ge⸗ wiynlich zu schwache Distant, stark, klingend und gesang⸗ ktio. Mehrere Musikfreunde.

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Bilanz.

Was Du nicht willst, das man Dir thu', Das füg' auch keinem Andern zu.

In der Nummer desWetterauer Boten vom gestrigen Seuntag ist der Friedberger Corxespondent desselben so freundlich, in feierlicher Weise sich von une zu vetabschie⸗ den als von einem Gegner(So, so!) und von einem Stereite(Et, ei!), mit dem er sich ungerne befaßt habe und auf den er sich wenig inbilde. Sehr offen berzig! Der Correspondent hat einen schönen Zug der Offenherzig⸗ keit hier kund gegeben; einbilden kaun er sich freilich nichts auf unseden Streit, den übrigens er allein mit sseinen Angriffen angezettelt hat, während wir, im Stande der Nolhwehr befindlich, uns unserer Ebre zu wahren hatten und gewahrt baben. Wir baben uns überbaupt mit dem Correspondenten in uuserem Blatte noch niemals befaßt ohne seine vorausgegangene Provocation, auch im öffentlichen und Privatleben sind wir unseres Wissens ihm nie in einer Weise entgegengetreten, die ihn zu seinen immer und immerwieder sich erneuern⸗ den gehässigen Verdächtigungen und unwahren Auslassungen gegen uns hätte reizen können und di selben einigermaßen enischuldigen sieße. Es nehmen sich darum beute seine er zwungenen Seufzer des Abschiedes wahrbaft rührend aus und würden ihm das reizende Aussehen lief gekränktet Unschuld verleihen können, wenn nicht der durchsichtige Teint einige sehr merkl che Flecken von frischer Berührung mit derUnwahrheit durchschimmern ließe. Dennoch koͤnnen wir noch Mitleid mil dem Correspondenten haben, wenn wir sehen, wie er sich in eine Sackgasse vonUn⸗ wahrheiten verlaufen hat, aus welcher er nun einen an⸗ ständigen Ausweg nicht zu finden vermag, und können deßbalb nicht übers Herz bringen, trotzdem er uns in gnädigster Form dereils Abschiedsaudienz ertheilt hat, ihm nicht nech einen guten Rath mit auf den Weg zu geben.

Der Correspondent hat nämlich die allerneueste Ver- theidigung seines Trumpfes mit dem Dritten so undbe⸗ greiflich ungeschickt angesangen als nur mĩglich; denn so, wie er's gemacht, wird ihm Niemand glauden, daß er einen Dritten überhaupt nur hinter sich hat. Warum nennt wet nicht ohne alle Schonung und namentlich ohne alle Schonung gegen den gleich so sehr verdrossenen Redacteur des Anzeigers, der im Stande ist, grob zu wer⸗ den, wenn man ihn nur mit so ein Bißchen Unwahrheiten vei seinen Mitbürgern als characterlos verdächtigen und verleumden will, warum nennt er nicht den Namen jenes Dritten, seines rettenden Engels?! Statt dessen werden unbegreiflicherweise wir nach Butz bach in die Langgasse auf das Redactionsburcau scines Leivorgans verwicsen, dort sollen wir erfahren können, was man in Friedberg nicht weiß, nämlich den Namen jenes geisterhaften Dritten! Aber wie ist's denn mit dem Pu blikum, das gerade soll den Namen des Dritten doch wissen? Dumm, sehr dumm war das von dem Correspondenten; wenn jetzt Jedermann glaubt, daß der mit unwahren Mittheilungen ausslaffirte Dritte gar nicht existirt, oder nur als vierte Unwahrhbeit, so ist ger seldst schuld daran. Nur keine Schonung gegen Andere, wo es sich um die eigene Ehre handelt, Herr Correspondent, Muth gefaßt und heraus mit dem Namen mag auch daraus werden, was da will!

Der wehmüthige Abschiedsartikel des Corresponbenlen desWetterauer Boten zwingt uns noch zu einer aller⸗ letzten Bemerkung. Man beliebt dort zum bösen Spiele gute Miene zu machen(das soll sehr gesund sein!) und scherzt(um's ernsthaft zu nehmen, dazu ist's zu heiler) mit beinabe liebenswürbiger Naivetät den Lesern vor, wit hätten in unsetrer Erwieberung das umgangen, um was es sich in der ganzen Sache handelt.(110) Wir fragen, kann man sich deutlicher aussprechen, kann man Angriffe prompler und präciser bedienen, kann man einem Gegner noch directer zu Leibe gehen, als wir gethan? Und 9% sprechen wir uns denn nochmals deutlich aus, indem wir abermals erklären:

1) Es ist nicht wahr, daß wir die Nennung des Ein⸗ sendets des sog. Schmähinserates gegen den biefigen Stad worstand seiner Zeit verweigert und die Verant⸗ wortlichkeit dafür selbst ünernommen haben. Wir sind in dieser Sache niemals weder gerichtlich noch privatim um Nennung angegangen worden.

2) Es ist nicht wahr, daß wir die Verantworllichkeit für das erwähnte Inserat gegen einen Privatmann über⸗ nommen haben; wir haben uns nur nothgedrungen vertheidigen müssen und vertheidigt gegen den speziell wider uns gerichteten Theil der Anklage, dabei aber ausdrücklich zu Protokoll erklärt, daß wir den Einsender zu nennen bercit seien, wenn der Inhalt des Inscrates strafbar gefunden würde.

3) Es ist endlich nicht wahr, daß wir ge zen irgend Jemand die Bereitwilligkeit erklärt haben, den Ein⸗ sender des sog. Schmähinserates gegen den Stadtvorstand unter irgend welchen Bedingungen neunen zu wollen. Diese ganze Angabe ist von A3 eint abgeschmackte Lüge und Erfindung!

Es ergeben sich hiernach 171-3 grobe Un⸗ wahrheiten, mit welchen das Conto des Correspondenten belastet bleibt, so lange er dasselbe nicht durch Beweise des Gegenthelles bereinigt bat.

Wir baben unsere Bilanz gezogen.

Und nun nur nech ein Wort an die Nachsicht des Publikums, das wir mit dieser Angelegenheit nochmals zu bebelligen genöthigt waren. Wir bitten, nicht übersehen zu wollen, daß wir uns im Stande der Nothwehr befinden gegenüber malitissen Angriffen auf uusere Ehre und unsere bürgerliche Stellung. Welcher Schrei der Entrüstung würde die Wetterau durchbebt und min⸗ destens ein ganzes Quartal desWetterauer Boten aus- gefüllt haben, wie Donnerkeile hätte uns der gewaltigen Worte Wucht darniedergeschmettert, wenn uns die Kleinigkeit ven drei green Unwahrheiten dem Correspondenten gegenüber entschlüpft wäre! Das wolle man bedenken, und man wird unsere scharfen(und das sollten sie rechtschaffen sein), aber auf Wahrheit begründeten und von den Gefühlen tiefstet Eutrüstung dictirten Abfertigungen am Platze und der Temperatur entsprechend finden.

Die Redaction.

Deffentliche Aufforderung. Nachdem Großberzogliches Pofgertcht der Provinz Olerbessen über das Vermögen des Metzgermeiftets Netdäns Jamin von Bad Naubeim den förm in Concurs erkannt bat, werden dessen sammtliche eubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer For⸗ * sowie zur Geltendmachung etwaiger Verzugs che auf:

Montag den 7. März k. 3,

Vormittags 9 Ubr,

Ar dem Rechts nachibetle des siillscweigend eintreteuden oa von der Concursmasst, geladen.

In der erwähnten Tagfahrt soll sodann über Ver sitrung der Masse, definitive Beflellung eines Güter dieztre, sowie über die Wahl eines Gläubigetaueschusses dasandelt werden, was unter dem Anfügen bekannt acht wird, daß bezüglich det weder in Selbsiperson ie tinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Man cenie vertretenen Gläubiger der stillschwetgende Bet rh zu den ron der Mebrbeit der Erschienenen auch glich einte etwa zu Stande kommenden Arrangements gaht werdenden Beschlussen unterstellt werden wird.

Jad Naubeim den 27. November 1869

robberzogliches Lan gericht Bar Nauheim Ulrich, Schnittspabn, Landrichier. Landgerichts Assessor.

hersteigerung auf den Abbruch.

% Frellag den 11. gebruar, Vormittags 10 Ubr, ol an der Gräflichen Ziegelhütte Nr. 2 zu Offen- eim ein in gutem Zustand befindlicher Trockenbau, lang, 36 breit, von Holz errichtet, auf den Ab uc meistbietend öffentlich versteigert werden. Issenheim den 2. Februar 1870. Der Gräfliche Baumeister ler.

Kiesern- etc. Zapfen

kauft die

Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim.

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Edictalladung.

105 Der Bevollmächtigte der mit ihren Kindern im Ausland befindlichen Jobann Jacob Daub III. Witwe von Nieder- Welsel, Jacob Ad ami von dausen, hat gemeinschaftlich mit dem für diese Kinder gerichtlich beftellten Curater Gerhard Adami von Nieder ⸗Weisel Immobilien, Nieder Welseler Ge markung, versteigern lassen, die zum Theil der genannten Wittwe, zum Theil aber auch deren Ki dern, als Erben ihres verstocbenen Vaters eigenthümlich find, um damit Schulden derselben zu tilgen. Da nach bier einschlagigem Solmser Landrecht der Wittwe der lebens längliche Nieß⸗ brauch am Nachlasse tbres Mannes zusteht, und da die Witiwe sowohl, als idte Kinder an undekannten Orteu des Auelandes sich befinden, so werden sie auf diesem Wege aufgefordert, dabter über die vorsetende Versteigerung, eventuell betreffs der Verwendung des Kaufgel es sich dinnen 3 Monaten à dato zu erklären, als sonßt nach den Anträgen des Bevollmächtigten und Curators verfahren werden wird. Bugzbasch den 21. Dezember 1869 Dr. Gilmer, Fresentus. Landrichter. Landgerichts Assessor

e, 2 1. Versteigerung. 354 Donnerstag den 10. und Freitag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, lassen die Erben des verstorbenen Peter Paas von hier in brer Behausung nachfolgende Gegenstäude, als: 2 gute Ockonomiepferde, 2 vollständige Wagen 1 Cbaise, 4 Pflüge, 2 Eggen, eine vollsfändige Branntwelnbrenneren nach neuester Art, ca 50 Fuder verschtedenes Stroh, mehrere Hundert Körbe Spren und viele Haus- n Wirthschafts-Geräthschaften öffentlich melstbietend versteigern. Nleder⸗Wöllstadt den 2. Februar 1870. In Auftrag Großherzogliches Ortogericht Nieder⸗Wöllsladt Stoll

Bekanntmachung. 76 Carl Zenn Erben beabsichtigen ihre in biesiger Gemarkung gelegenen Immodilien Nittwoc den 9. Zebruat d. J. Nachmittags 3 Ur, in dem Locale des Perrn Caspar Poller IV. einer öffentlichen Versteigerung aus juseßen. Kaufliebhaber werden bierzu eingeladen, Fauerdach b. Fr. den 2. Februar 1870. Oroßberzegliches Ortsgerict Fauerbach d. Ir. Doller, Vorfteber.

Holz ⸗Versteigerung. 383 Mittwoch den 16. Februar d.* sollen aus dem Rockenderger Markwalde folgende, dem Großberzoglichen Forssfiskus gebörige Delzfortimense öffentlich versteigert werden: 319½ Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, 531 4 15 Prügelbolz, 5325 Buchen Wellen. Jusammenkunft Morgens um 9 Ubr im Forsshaus im Rockenderger Warkwalde. Arnsburg den 4. Februar 1870. Großberzogliche Oderförsterei Münzenberg Stumpf

e 384 Die in dem biesigen Gemeindewald am 4. d. M. abgehaltene Dolz⸗Verstelgerung ist genebmigt. Der erste abrtag ist Mittwoch den 9. d. M. und ist dag Holz innerhalb 3 Wochen abzufabren. Assenbeim den 6. Februar 1870, Groß berzogliche enen Assendeim R*

Thee,

292 o groe 4 en detall, teine unverfälschte direct importtrte Waare empfiehlt a Wilb. Sturmfels, Hof⸗Apotheker