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Oberhessischer Anzeiger.
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1870.
Donnerstag den 3. Februar.
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enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Etscheint jeden Dienstag, Dennerstag und Samstag.
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halbjährige
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Verwendung der eingehenden Polizeiftrasen zur Besoldung des Aussichtspersonals.
Friedberg den 31. Januar 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Bönstadt, Bruchenbrücken, Fauerbach b. F., Bad-Nauheim, Nieder- Florstadt, Nieder⸗Wöllstadt, Nieder-Weisel, Melbach, Münzenberg, Ober-Mörlen, Ober⸗Wöllstadt, Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Rockenberg, Södel, Steinfurth und Wölfersheim,* Unter Bezugnahme auf unsece Verfügung vom 14. v. M., Oberhesüscher Anzeiger Nr. 8, tragen wir Ihnen auf, die üderwiesenen Strafantheile an die betreffenden Denunzianten zur Auszahlung anzuweisen und für die Arszahlung Sorge zu tragen.
Tr a p.
Hessen. Darmstadt. Samstag, 5. Febr., indet abermals eine Sitzung der ersten Kammer datt, in welcher diese eine Reihe ihr noch vor⸗ zegender Gegenstände erledigen wird.
— Nach von dem Königlich Bapyerischen Ministerium des Innern erfolgter amtlicher Mit— heilung herrscht dermalen die Rinderpest in Nieder- Oesterreich, der Bukowina, Galizien, Ungarn und Siebenbürgen. Die Königl. Baperische Regierung at sich daher unterm 12. v. M. veranlaßt ge- ehen, nach Maßgabe der in dem Jahre 1867
an 2000 Zettel(à 1 fl.) mehr abgeliefert, als der Einnthmer verrechnet hat. Das zeigt deutlich das Planmäßige der Unterschleife. Es ist con— siatirt werden, daß der Einnehmer in den vier— ziger Jahren um eine kleine Caution verlegen, also ohne Mittel war, und heute über 50,000 fl. (nach dem Urtheile der Geschäftswelt aber nech bedeutend mehr) Privatbesitz hat. Die Ehre ganzer Klassen der Bürgerschaft ist durch dieses Treiben cempromittirt.
Preußen. Berlin.“ Das Abgrorbreten⸗
Der Handelsminister antwortete, wenn sich in Folge der angcordneten Untersuchung Abänderungen des Zolltariss als erforderlich oder wünschens⸗ werth ergeben sellten, werde er dicserhalb mit dem Zollvereine in Unterbandlung treten.
— Das„Journal officiel“ publicirt ein Cir⸗ cular Olliviers vom 28. Januar an die General- precuratoren. Der Minister saßt seine Instruk⸗ tionen an diese Beamten dahin zusammen: Sie dire gestatten, daß alle Ansichten freien und ungehinderten Ausdruck finden können, und dem
inter den vier süd deutschen Regierungen getroffeneu haus nahm den Gesetzenwurf, beneffend den gefunden Sinne der öffentlichen Meinung die Otrobredungen bis auf Weiterts den Transport Eigenthumserwerb und die dingliche Belastung Stelle der Polizei zur Auftechterhaltung der mo⸗
on Rindvieh, Schafen und Ziegen in lebendem ind todtem Zustande, von Rohstoffen dieser Thiere n frischem oder getrocknetem Zustande, von Heu nd Stroh und zwar auch in Gestalt von Ver- ackungsmitteln, aus genannten Ländern nach oder urch Bayern zu verbieten.
— In einem hiesigen Blatte ist folgende in- eressante Zusammenstellung von Zahlen bezüglich er militärischen Verhältnisse in Amerika zu finden. Die gegenwärtige Stärke der Vereinigten Staaten— Armee beträgt 52,234 Mann. Der Kriegsminister empfiehlt jedoch neuerdings die Herabsetzung auf (2,650 Mann und dieß bei einer Bevölkerungs- ahl in den Vercinigten Staaten von 40 Mill. Seclen. Der norddeutsche Bund ist bei einer Bevölkerung von 30 Mill. Seelen mit einem sehenden Heete von 314,997 Mann; Oesterreich nit einer Bevölkerung von 35 ½ Mill. Seelen nit einem stehenden Heere von 258,464 Mann; Frankreich mit einer Bevölkerung von 38 Mill. uit einem stehenden Heere von 400,000 Mann; das kleine Baren mit einem stehenden Heere von 4,812 Mann; Bagern mit einem solchen von 49,949 Mann; und Würtemberg mit einem solchen en 14,150 Mann beglückt.
Mainz. Nach einer Mittheilung des„Fr. g.“ ist in Folge der durch den offiziellen Bericht ans Licht gezogenen Thatsachen des Oetroi-Unwesens ie Bürgerschaft von Mainz in außcrordentlicher Lufregung. Die aus den Registern des städ tischen Einnehmers ausgezogenen Zahlen erweisen mit ener einzigen Ausnahme die Aue fuhr an Brenn- material als viel höher wie die Einfuhr. Eine Steinkohlenbandlung bätte hiernach z. B. inner- lalb drei Jahren 15,244, eine andere 6588 fl. 1. s. w. Rückvergütung für gar nicht eingeführte Steinkohlen erhalten. Auf diese Weise werden ene ganze Reihe ehrenwerther Namen durch das Zahlenergebniß der Register-Aus züge dem Ver
von Grundstücken, sowie einen von Wölffel ein- gebrachten Gesetzenwurf über die Grundstückszertheilungsverträge an. — Nach Miiheilung preußischer Blätter der preußische Botschafter worden, denjenigen flüchtigen Hannoveranern, welche sich bei ihm melden, um die straffreie Rück- kehr nach dem Vaterlande zu erlangen,„eine möglichst milde Behandlung in Aussicht zu stellen.“ Bayern. München. Ber Fortsetzung der Adreßdebatte in der Abgeordnetenkammer vertbei— digte Ministerialcommessär Völderndorff die Re— gierung gegen den Vorwurf der Geheimhaltung det Resultate der Berathungen ver Liquidattons— commission. Die Jateressen Bayerns seien gewahrt worden. Greil sprach gegen die innere und äußere Polilak des Ministeriums Hohenlohe. Schlör, Lutz und Hörmann vertheidigten dieselbe. Buchen
tadelie die Handhabung der Preppolizet und Gerstner vertrat den Gesetzennwurf der Fort— schrittepartet,
— Der König hat am Sonntag sämmtliche Minister und djenigen zwölf Mitglieder des Reichsraihe, welche gegen die Aorasse gestimmt haben, zur Tafel gezogen.
Augsburg. Einem Telegramm der„All— gemeinen Zeuung“ aus Rem vom 30. Januar zufolge verweigerte der Papst die Annabme der von 137 Bischöfen unterschriebenen Adrisse gegen die Defininon des Unsehlbarkeuts⸗Dogmas.
Schweiz. Bern. Au Stelle des verstor— benen Bundespräsidenten Ruffy wurde Dubs, seither Viecprasdent, zum Bundespräsidenten ge— wahlt, Vic.prasident wurde Schenck.
INiautteich. Parte. Im gesetzgebenden Körper wiesen die Abg. Lesebure und Tachard dafauf hin, daß die französischen Weine in Deuischland 25 Francs Steuer zu zatlen hätten, während die deulschen Weine in Fraukreitb nur
dacht des planmäßigen Betrugs an dem allgemeinen 25 Cerumes zahlten end beantragten, cine Gllich—
Cigenthum ausgesetzt.
Eine Druckerei hat nahe wäßzigkeit hinsichtlich der Besteuerung herbeizuführen.!
Form der
ist in Paris ermächtigt] Journalen
ralischen Orknung überlassen. Indessen werden Sie verfolgen Beleidigungen gegen den Kaiser und Aufreizungen zu Verbrechen oder Vergehen und werden weder auf den Straßen noch in den oder in Versammlungen Vorgänge dulden, die geeignet sein können, die Aufrecht⸗ erhaltung der Ordnung ernstlich zu gefährden.
— Die Blätter veröffentlichen den von der Regierung eingebrachten Preßgesetzentwurf. Die Grundbestimmungen dieser aus 37 Artikeln be⸗ stehenden, sich durch eine allgemein saßliche Re⸗ daktion auszeichnenden Vorlage sind bereits bekanntz auch bestätigt sich, daß der Entwurf den Blättern nicht das Recht wiedergibt, über Preßprozesse zu berichten. Herr Lesebre-Pontalis hat deßhalb eigens in der Kammer einen Gesctzentwurf ein⸗ gebracht, durch welchen diese Einschränkung der Preßfreiheit beseitigt werden soll.
— Im französischen Kriegsministerium be⸗ schäftigt man sich mit einem Plane zur schleunigen Mobilisirung der Armee auf ein gegebenes Zeichen in allen Theilen der Monarchie. Dieser Plan soll gleichsam eine Wiederbolung aller der Dis- positionen im vergrößerten Maßstabe sein, die mit Bezug bierauf bereits spetiell für die Armee von Paris bestehen.
— Der„Constitutionnel“ bestätigt, was schon von anderer Seite gemeldet worden war, daß in dem Prozeß des Prinzen Peter Bonapacte dem Angeklagten ein Vertheidigungsratd zur Seite gestellt werden soll, über dessen Zusammensetzung noch nichts entschieden und nur soviel bekannt set, daß u. A. der Advokat Demange ihm angehören solle.
— Die„Marseillaise“ hat aus dem Creuzot eine Depesche erhalten, der zufolge nicht nur 68 Arbetter entlassen worden wären, sondern auch noch tausend entlassen werden sollten.
— Nach einem in dem Ministerrathe gefaßten Beschluß sind sämmtliche Dramen Victor Hugo's
für alle Theater von Paris und der Proving ohne Einschränkung freigegeben worden.
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