Ausgabe 
30.9.1869
 
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Sitzung begründete der Abg. Lindau seine Motion

auf Einführung des allgemeinen Stimmrechts, Bourges hat nun offen erklärt, daß er am 25. Oct.

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Verbrechens von Pantin ist, ein gewisser Traupp⸗

Auflösung der Kammer und Anordnung von Neu- Sitz nehmen wird in Ausübung selner Pfticht und mann, gebürtig aus Cerneßy bel Mühlhausen, wo

wahlen. Die Kammer beschloß, nur den ersten seines Mandats vom Volke. 0 5 In der Nähe des Verbrechens von Pantin

Punkt in Betracht zu ziehen.- annheim. Hier erschien bei Schatt und h

Raisberger der Brief des Bischofs von Buffalo, Eine ungeheure Menschenmasse soll am Sonntage

H. Cleveland Cope, an den Papst bezüglich der d Einladung zum Concile in Rom.

worden ist.

Oesterreich. Wien. söhnung zwischen den Höfen von Wlen und Berlin scheint angebahnt zu sein. Preußen wird am 8. Okt. hier eintreffen und ind der kaiserlichen Hofburg absteigen. Auch spricht p man viel von einer Verständigung zwischen Oester⸗g

reich, Rußland und Preußen, welcher seltsame:, Dieselben wipersetzten sich jedoch und nahmen eine weise Frankreich nicht fern stehen soll. Es verlautet feste Position ein, indem sie Barrikaden erbauten

ferner, daß der Minister Graf Potocki sich dem u

nächst nach Warschau begeben werde, um dem licher Weise eine letzte Aufforderung, sich zu er⸗

en Thronfolger ein Einladungsschreiben des geben, erlassen hatte, richtete man um 10, Uhr uus Wente n Abends den Angriff gegen die Insurgenten, die

Aus dem Preßbureau der Reichskanzlei, gegen 2 Uhr Morgens vollständig geschlagen dem bisher absolutes Schweigen über Ziel und waren. Zahlreiche Gefangene wurden davongeführt Zweck der Beuss'schen Reise auferlegt war, kommt und alsbald eingeschifft.

Kaisers von Oesterreich zu überbringen.

die erste offizibse Mittheilung über die Verhand-

lungen zwischen den Cabinetken von Wien, Berlin zwei Cortes-Deputirte, sowie 70 Barrikadenkämpfer

Als Zweck wird die Erhaltung verhaftet. ö In den bahnlinien waren theilweise von den Flüchtlingen

und Petersburg. des Friedens in Europa angegeben. höheren Regionen scheint man zu besorgen, daß z die öffentliche Meinung in Frankreich durch die

geheimen Verhandlungen der drei Cabinette irritirtf bringt einen heftigen Artikel gegen den Vicekönig werde, denn es wird ausdrücklich erklärt, daß] wegen der Weigerung, die zwei wichtigen in dem diese Verhandlungen sich wohl aufallgemeine Briefe des Großveziers enthaltenen Bedingungen europäische Interessen beziehen, abernicht gegen anzunehmen und wegen des Vorschlags, die ge die französische Nation gerichtet sind. Diese all- sammte Frage dem Forum der Mächte vorzulegen. gemeine Versicherung wird in Frankreich kaum] Die Pforte weise diese Proposition zurück und verwerfe dieselbe.

DiePresse widmet der Wiederannäherung Zurücknahme der Privilegien und schließlich die der Regentenhäuser von Oesterreich und Preußen Entlassung Ismaels und die Ernennung Mustapha einen beachtenswerthen Artikel, indem sie hervor⸗ Fazyl's zum Vitekönig.

beruhigend wirken.

hebt, daß der erste ganz spontane Impuls zum

Besuche des preußischen Kronprinzen von Berlin] Ministers des Innern untersagt den Erzpriestern, Der Besuch bedinge nicht die Ver- Personen des geistlichen Standes, welche durch die Die Beseitigung höheren geistlichen Behörden vorgeladen sind, zu der Spannung sei nur durch Verständigung über verhaften oder überhaupt Vorladungsbesehle zu Süddeutschland und beiderseitiges ehrliches Auf- erlassen, da dieses Recht nur den bürgerlichen Be⸗ geben jedes imperativen Einflusses auf die Gestal hörden zuflehe.

ausging. söhnung zwischen den Staaten.

tung in Süddeutschland erreichbar. Auch dürfe

eine Versöhnung von Oesterreich und Preußen das hat angeordnet, daß bis zum 1. Nov. wöchentlich freundschaftliche Verhältniß Oesterreichs zu Frank- 2 Mill. Dollars Gold zum Verkauf gebracht wer den und dafür eben so viel Bonds eingekauft

reich in keiner Weise alteriren.

Frankreich. Paris. Eine Verständigung werden sollen. zwischen Oesterreich, Rußland und Preußen soll von 1 Million Dollars Bonds alle 14 Tage Nach den hier mit sortgesetzt.

zu Stande gekommen sein. vielem Eifer in Umlauf gesetzten Gerüchten sollen

England und Frankreich die Hand im Spiele richten aus Westindien besagen, daß aus Furcht Es fehlt nicht viel, und man spricht vor den vorher verkündeten Erdbeben die Bewohner von der bevorstehenden Verwirklichung der alten ver Westküste Südamerikas die Küste verlassen. Lieblingsidee des Kaisers: von dem Zusammen Erderschütterungen haben bereits in Copiapo, Iquique, Tacna und Arequipa stattgefunden.

haben.

treten eines turopäischen Congresses. Lord Clarendon soll es nämlich geglückt sein, sowohl über Süd- deutschland als über die orientalische Frage eine Verständigung zwischen den Mächten herbeizuführen.

DerMoniteur universel versichert, daß die Beziehungen des Prinzen Napoleon zu dem Kaiserpaare durch die Rede, welche der Erstere im Senat gehalten, in keiner Weise alterirt worden wären. Der Kaiser empfing den Prinzen und ging am Arm desselben im Park spazieren.

DiePatrie sagt:Es ist eine bedeu tende Annäherung zwischen Oesterreich und Ruß land bemerkbar, welches letztere mit Unwillen das Heranwachsen Preußens in der Ostsee bemerkt, und da der wohlwollende Einfluß Frankreichs dieser Annäherung nicht fremd gewesen ist, so bietet die Anwesenheit des Generals Fleury, welcher das ganze Vertrauen des Kaisers besitzt, ein ganz be sonderes Interesse dar.

In Paris eirculirt eine Adresse an die Abgeordneten des Seine-Departements, in welcher diese aufgefordert wurden, dem von Herrn von Keratry auf den 26. Oktober gegebenen Stelldichein im Sitzungssaal der Kammer Folge zu leisten.

Dieser Brief welcher Gelegenheit die Leiche entdeckt wurde. gehört zu dem Schärssten, was gegen Rom in Man glaubte anfangs Kinck Sohn gefunden zu der Einladungssache geschrieben und gesprochen haben, andere Nachrichten melden jedoch, der Er⸗ mordete sei Kinck Vater, Eine gewisse Aus- noch nicht ermittelt.

Der Kronprinz von mandanten der Freiwilligen von Barcelona gegen

Kindern reist, den Verschluß der Eisenbahn-Waggonsthüren zu prüfen, lehrt folgender, am Samstag in der Nähe von Bockenheim auf der Main-Weserbahn stattgehabter Vorfall. Das Kind einer englischen Familie spielte nämlich an der Waggonthüre mit dem Leder zum Heraufziehen und Herab⸗ lassen der Fenster, als plötzlich dle Thüre aufflog und das Kind, welches das Leder fest erfaßt hatte, mit hinausriß.

at man eine weisere Leiche verscharrt gefunden

en Ort des Verbrechens besucht haben, bei

Bestimmtes ist darüber Spanien. Madrid. Da mehrere Com⸗ ie Entwaffnung der Freiwilligen von Tarragona

rotestirt hatten, so hatte die Regierung Befehl egeben, die Bataillone derselben zu entwaffnen,

nd Gebäude befestigten. Nachdem man in gesetz⸗

Bei dem Ausstande in Barcelona wurden Es herrscht wieder Ruhe. Die Eisen

erstört, sind indeß wieder hergestellt. Türkei. Konstantinopel. DieTurquie

DieTurquie empfiehlt die

Rumänien. Bukarest. Ein Erlaß des

Amerika. Newyork. Die Regierung

Außerdem wird der legale Ankauf

Die mit derNeva eingetroffenen Nach-

Frankfurt. Wie nöthig es ist, wenn man mit

Krampfhaft hielt sich der Kleine fest, mehrmals wurde er hin⸗ und hergeworsen und schließlich ins Feld geschleudert. Außer einigen unbedeutenden Verletzungen am Kopf und Schmerzen im Leibe trug der Kleine keine weiteren wahr⸗ nehmbaren Verletzungen davon.

Hanau. Vor einigen Tagen ist die Fuß'sche Papier⸗ Fabrik in der Nähe der neuen Kinzigbrücke durch Feuer verzehrt worben. Nur die Geschäftsbücher und die Casse wurden gerettet. Das ganze Fabrikgebäude mit allen vorräshigen Wagren und den Maschinen ist bis auf den Grund niebergebranntz desgleichen das Mühlenwerk bis auf den Wasserspiegel. Die Gebäude und Maschinen sind beim beuischen Phönix um fl. 100,000 versichert.

Die furchtbare Mordthat

in Pantin betreffend, hat es sich herausgestellt, daß das in Havre verhaftete Individuum weder

seine Mutter noch lebt, zuletzt Arbeiter l wo er mit Kinck Vater vielfach verkehrte lese Mann hat in zwei aufeinander folgenden Verhö

ausführliche Angaben über den Gegenstand der Untersuchung gemacht, Angaben indeß, deren Richtigkeit noch sehr angezweifelt werden darf. Er will, um es kurz zusammenzufassen, Kinck dem

Vater in Paris begegnet und von demselben über redet worden sein, mit ihm und dem jüngeren

Kinck die Ermordung der übrigen Familie auszu⸗ führen. Als Motiv hätte der ältere Kinck Eifer⸗ sucht angegeben. Man hätte Frau Kinck mit ihren Kindern nach Paris und von da auf den schon im Voraus gewählten Schauplatz des Verbrechens gelockt. Was aus den beiden Kinck geworden, wisse er nicht, sie müßten sich noch in Paris be⸗ finden. Er hätte sich von ihnen nach der That, nachdem er die Papiere Kinck's und etwa 300 Fr. empfangen, getrennt und den Weg nach Havre genommen, von wo er sich nach Amerika flüchten wollte. Nach diesen verdächtigen Erklärungen legt iich allgemein die Vermuthung nahe, Trauppmann habe schon früher die beiden Kinck getödtet, sich ihrer Papiere bemächtigt und erst dann beschlossen, auch die übrige Familie verschwinden zu machen. Diese Vermuthung äußert auch imGaulois/ ein allerdings anonymer persönlicher Freund des älteren Kinck, welcher versichert, daß dieser, sowie sein Sohn der unnatürlichen That schlechteroings un⸗ fähig wären und daß in der Familie Kinck stets das berzlichste, ja ein musterhaftes Verhältniß be⸗ standen hätte. Der Umstand, daß dem Valer Kinck, der vor etwa 5 Wochen nach Guebeviller abgereist und dem von seiner Frau eine Geldsumme von 5500 Frs. nachgesandt worden ist, sich nicht gemeldet hat, um das Geld auf der Post zu re⸗ clamiren, spricht dafür, daß er unterwegs bei Seite geschafft worden ist. Zugleich muß man sich erinnern, daß die von Paris an die Frau Kinck gerichteten Briefe nicht von ihrem Manne Jean Kinck geschrieben worden sind, weil in jenen Briefen, die die Frau nach Paris beriefen, ange⸗ geben war, Kinck könne wegen einer Verrenkung der Hand nicht selbst schreiben. Trauppmann, oder wie er sich schreibt, Troppmann, ist am 22 d. Nachmittags mit der Eisenbahn in Paris ein- getroffen, wo ihn eine große Menschenmenge er⸗ wartete. Dieselbe bekam aber den Mörder nicht zu Gesicht. Vier Wagen für den Chef der öffent⸗ lichen Sicherheit, Herrn Claude, seine Agenten und den Mörder waren in einem besonderen Hofe, der seinen Ausgang auf der Rue du Rome hat, vorbereitet worden. Da die Menge dies gewahr wurde, so stürzte sie sich mit wildem Rufen in die Rue Pepinidre. Aber die Wagen hatten schon die Rue Rome gewonnen, um nach der Morgue zu fahren. In der Morgue wurde Troppmann den Leichen gegenüber gestellt. Derselbe sieht keineswegs robust, sondern eher schwächlich aus, und mau begreift kaum, wie er die furchtbare Metzelei ausführen konnte. Wenn man ihn sieht, begreift man, daß er Mitschuldige gehabt.

Die Entdeckung eines siebenten Leichnams auf der Schreckensstätte von Pantin hält die öffent⸗ liche Theilnahme an der Mordthat vom 20. Sept. auf's Neue in Spannung. Am Vormittag des 26. gegen 11 Uhr waren mehrere Tausend Menschen, wie an den vergangenen Tagen, auf den Schau- platz des Verbrechens herbeigeströmt. Ein Gärtnel, Namens Jean Hughes, der ebenfalls über die Ebene auf die offene Grube, welche bereits ein gefriedigt und mit mehreren Kreuzen bezeichnet war, zuschritt, fühlte an einer Stelle den Boden unter seinen Füßen etwas wanken. Instinclit wirft er mit seinem Stock die Erde auf und stößt bald auf ein Stück Tuch; er zieht stärker und bringt zu seinem Entsetzen einen blutigen Leich⸗ nam zum Vorschein. Es war der beinahe in Fäul⸗ niß übergegangene Körper eines etwa 20jährigen jungen Menschen; am Halse steckte, bis an den

Stichwunden bedeckten die Brust. In der Näht

Kinck Vater noch Kinck Sohn, sondern ein anderer

fand man noch ein Büschel Haare, sowie man

Der demokratische Müller Girault aue Mitschuldiger oder vielleicht der Hauptthäter

Griff eingetrieben, ein Küchenmesser; mehrere

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