Ausgabe 
28.1.1869
 
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Auf den Oberhessischen Anzeiger kann man für die Monate Februar u. März bei den Poststellen mit 32 Pr. abonniren Die Nummern vom Januar können, soweit der Vorrath reicht, noch nachgeliefert werden.

Wahlverlammlung.

251 Zur Besprechung der bevorstehenden Reichstagswahl werden diejenigen Herren, welche

sich für die Wahl des Herrn Hofgerichtsrath Buff interessiren, eingeladen sich Sonntag den 31. d. M., Nachmittags 3 Uhr,

auf dem Selzerbrunnen bei Okarben einzufinden und wird Herr Buff der Versamm

lung selbst beiwohnen.

72 0 1 8 Einladung 8 * 256 Die Mitglieder des landwirthschaftlichen Kränzchens der Orte Soͤdel, Melbach und Wölfersheim beabsichtigen Samstag den 30. Januar, Abends 7 Uhr, die fuͤr den Monat Januar bestimmte Generalversammlung zu Soͤdel in dem Saale des Gastwirths Schneider abzuhalten. Es werden hierzu die Mitglieder und sonstige Freunde der Landwirthschaft er

Reitz

den Inseraten d. Bl. abgedruckten Artikel aus der Frankfurter Zeitung zeichner des für die Hofgerichtsrath Buff' sche Candidatur erschienenen als Fortschrittsmänner, theils als Radikale, in dem Original der Frank, ir als lauter entschiedene, republikanisch gefärbte Radikale

5

259 In einem ue sind mehrere der U Wahlaufrufes ther furter Zeitung soga N dargestellt. Wer die genannten Herren, oder doch Einen und den Andern derselben kennt für den wird eine solche, mehr als dreiste Bezeichnung einer Berichtigung ganz gewiß nicht bedürfen; wenn aber in demselben Artikel sich erfrecht wird, gleichzeitig mit solcher erbärm⸗ lichen Aufschneiderei seinen politischen Gegnern gegenüber von Phrasengeklingel zu reden, so erscheint dieß geradezu lächerlich denn es ist mehr als Phrasengeklingel, es ist eine politische Schwindelei und eitel Humbug, Jemanden zumuthen zu wollen, die Genannten für entschiedene, republikanisch gefärbte ale zu halten.

Wahrlich! Es hlecht um ihre Sache stehen, wenn die Lobredner des Herrn Hof gerichtsrath Buff, des 5 sstimme von vorn herein als den Candidaten des Beamten thums, der Büreaukratie, miteinem Worte als Regierungs-Candidaten bezeichnet hat, zu solchen Mitteln greifen, um sich populär zu machen.

Republikanisch gefärbte Radikale. Es könnte Einem ordentlich bange werden, wenn es nicht so gar sehr zum Lachen wäre!

Liederkranz.

252 Sonntag den 7. Februar Abendunterhaltung im Saale des Hotel Trapp. Beginn Uhr. Der Vorstand.

Reichstagswahl betreffend.

257 Wie die Erfahrung lebrt, enthalten die Wahlltsten in der Regel große Unvollständigkeiten.

Es wird daher Jeder, welchem es um die Ausübung seines Wablrechte zu thun ift, wohl daran thun, wenn er sich durch einen Einblick in die vom 25. bis zum 30. l. M. in dem Bürgermetsterei-Local aufliegenden Wabllisten überzeugt, ob er in dieselben als Wähler eingetragen ist, und möge sich kein Wähler, der sich vor Enttäuschung bewabren will, die geringe Mühe eines Gaggec nach dem Bürgermeisterei-Local verdrteßen lassen.

Das Wablcomite.

247 Eine Rolle Formular wurde auf dem Wege zwischen Friedberg und Reichelsheim von einer Botenfrau verloren. dieselbe an die Exped. d. Bl. abgeben zu wollen.

Ein braves Dienstmädchen,

241 welches selbsiständig kochen kann, wird auf Petri⸗ tag bet gutem Lohn gesucht. Näheres bet der Exp. d. Bl.

** 0* Eine größere Hoftaithe, 249 an der Hauptstraße gelegen, mit hübschen Räumlich⸗ keiten, worin früber Wirtbschaft betrieben worden, ist unter günstigen Zahlungsbedingungen aus freier Hand zu verkaufen. K

Kaufllebbaber wollen sich gefälligst an A. Schmidt in Echzell wenden.

Riesenmarkerbsen,

254 zum Kochen ausgezeichnet, sind zu haben und werden auch pfundweise abgegeben werden bei Friedberg. Löb Strauß.

Geschäfts= E eschäfts-Empfehlung. 245 Nachdem ich die Samenhandlung zum steinernen Haus in Frankfurt a. M., Markt Nr. 44

übernommen habe, empfeble bei herannabender Satson den geehrten Kunden obiger pandlung, sowie den Herren Oekonomen, Landwirthen und Gartenbefitzern alle Gattungen von:

Gemüse⸗, Blumen, Feld-, Gras-, Klee- und Waldsamen

en gros& en detail unter Zuficherung reellger und billigster Bedienung. Preisverzeichnisse steden gratis zu Diensten.

Georg Andreas.

Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. 248 Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1868 waren überaus günstiger Art. Durch einen reichen Zugang an neuen Versiche rungen(3085 Personen mit 5,885,000 Thlr.), welcher größer war als in irgend einem der früheren Jahre, ist . die Zahl der Versicherten auf 33,100 Pers., die Versicherungssumme auf 60,450,000 Thlr., der Bankfonds auf etwa 15,350,000 Thlr.

gestiegen. i Bei einer Jahreseinnahme von 2,760,000 Thlr. waren nur 1,217,300 Thlr. für 694 gestorbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurückbleibt und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aussicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden nahe an

Zwei und drei Viertel Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1869 eine

Dividende von 39 Prozent ergibt. Versicherungen werden vermittelt durch Hofgerichtsadvokat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnehmer Louis Höhler in Büdingen. Domänenpfandmeister Müller in Nidda.

FFP W E 1 0* E n 244 Was bietet denn die neu erschienene Zeitschrift: Die Hausfrau eigentlich? Alles, was für die Hausfrau wuklich praklisch ist. Ste bespricht nicht nur Neues im Gebiete der Küche, Keller und Wäsche, son⸗ dern belehrt auch über Gesundhettspflege, Erziehung der Kinder, Pflege der Hausthiere und Zimmerblumen, des Obst⸗ und Gemüsegartens bringt auch interessante Erzählungen. Alles für 48 kr. pro Quartal. Auf dieselbe kann man abonniren in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg.

255 wurde am Freltag ein Pferdeteppich mit rothen Streifen, von der Apotheke bis zum Rathhause. Der redliche Finder wird gebeten denselben an mich abzugeben.

Eine prachtvolle Cha

192 steht billig zu verkaufen bet Löb Strauß.

Bekanntmachung 238 Die om 22. d. M. im Oder ⸗Rosbacher Gemeindewald abdgebaltene Holzverstetgerung ist geneh⸗ migt und ist der erste Fabrtag, im Otistrict Salzberg, auf Samflag den 30. d. M. und im Dizrict Alter Heegwald auf Montag den 1. Februar d. 3. bestimmt. Ober Rosbach am 25. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Ros dach Blech e r.

Buchen Scheitholz

234 kauft und verkauft G. H. Freundkieb.

Gesu ch.

236 Ein tüchtiger Wagnergesell kann alsbald in Arbeit treten bei Magnermeifser Heinrich Heß II. in Vilbel.

Der Wetterauer Zweigverein der Gustav- Adolph-Stistung.

Die Ortsvereine des Wetterauer Zweigvereins der Gustav⸗Adolph⸗Stiftung werden gebeten, die Beiträge für das Jahr 1868 sammeln und bis zum 15. März d. J. an den Rechner des Ver⸗ eins, Herrn Kaufmann Fertsch in Friedberg, gütigst einsenden zu wollen.

Friedberg den 21. Januar 1869. 1

Der Vorstand.

Fruchtpreise. per Malter.

Friedberg, 27. Januar. Waizen 11 Korr 8 fl. 45 Kr.: Gerste 7 fl. 50 kr. Hafer 6 fl. kr. Frankfurt, 25. Januar. Walzen 12 fl. kr.; Korn 10 fl. kr.; Gerne fl. kr.; Hafer 9 fl. 20 kr. Grünberg, 23. Januar. Waizen 11 fl. 45 kr.; Korn 8 fl. 40 kr.; Gerste 7 fl. 43 kr.; Hafer 5 fl. 28 kr.z Molter fl. kr.; Erbsen 10 fl. 30 kr.; Wicken fil.

kr.; Saamen fl. kr.; Kartoffeln fl. kr. Mainz, 22. Januar. Waizen 1 fl. 45 kr.; Korn 9 fl. 16 kr.; Gerste 8 fl. kr. Hafer 6 fl. 16 kr.; Kartoffeln 2 fl. 30 tr.; Roggenstroh per 100 Gebund 4 fl. kr. b

Verantsd. Red.: Hermann Schimpff. Druck und WMrlag von Bindernagel& Schiw pf.

Der redliche Finder wird gebeten,

85

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fl. 40 150

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