Ausgabe 
22.7.1869
 
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6) Die von den Aerzten oder Wundärzten, oder den Leichen⸗ beschauern Behufs der Beerdigung gegen eine Gebühr von 24 kr.,

für Wenigbemittelte von 12 kr. und für Arme

der Gemeindekasse auszustellenden Zeugnisse dürfen von denselben nur nach einer kurz vor der Ausstellung von ihnen persönlich vorgenom- menen Besichtigung und Untersuchung der Leichen abgegeben werden.

Auch müssen diese Zeugnisse motivirt und Formular eingerichtet und abgefaßt sein,

Todes angeben,

Be

Betreffend: Den Ankauf von Rindvieh Berner Race. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Bern auf Kosten des landw.

Simmenthaler Race im Canton Friedberg oͤffentlich an Land wirthe der Indem der Unterzeichnete hiermit das

Ankauf aufmerksam macht, fügt er zugleich an, daß thiere Berner Race mit angekauft haben wollen,

Büreau des landwirthschaftlichen Vereins von Laubach den 16. Juli 1869.

mithin auch Kennzeichen des welche sie an der Leiche bei deren Beaugenscheinigung

von 8 kr., letztere aus

nach vorgeschriebenem

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landwirthschaftliche Publikum, und namentlich

Oberhessen einzureichen.

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offentlichen Kenntniß, daß im September d. J. Vereins von Oderhessen angekauft und dann zu Provinz unter den noch näher zu treffenden Bestimmungen versteigert werden soll.

diejenigen, welche gelegentlich dieses Ankaufs für sich und auf eigene Rechnung gebeten werden, ihre desfallsigen Wunsche längstens bis zum 1. September d.

und Untersuchung bemerkt haben, und wie solche in der angeschlossenen Belehrung über die Zeichen des Todes angedeutet sind.*

7) Die Angehoͤrigen der Verstorbenen oder Diejenigen, welchen deren Beerdigung zu veranlassen oder zu besorgen obliegt, haben die Zeugnisse zu verlangen und an die Beamten abzuliefern, welche d Erlaubniß zur Beerdigung zu ertheilen haben. Diese Zeugnisse von diesen Beamten bei den von ihnen zu führenden Sterb⸗ und Beerdigungs⸗Registern sorgfästig aufzubewahren, um dieselben auf dienstliches Erfordern zur Einsicht vorlegen zu können..

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eine größere Anzahl junger Bullen der Anfang October d. J. zu auch die Gemeinden der Provinz auf diesen Mutter⸗ J. bei dem

Der Präfident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen

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Graf zu Solms-Laubach.

Hessen. Darmstadt. Die großherzogl. Centralstelle für die Landwirthschaft und die land⸗ wirthschaftlichen Vereine wird demnächst eine Statistik der Maschinen-Genossenschaften, sowie einen Nachweis über die Ortsviehversicherungskassen des Landes veröffentlichen. Die angeordneten Er- mittlungen erstrecken sich, was erstere betrifft, auf die Orte, in welchen Genossenschaften für Anschaffung von Maschinen bestehen, die Art der Maschinen, Größe des Anlagekapitale, Zahl der Theilnehmer und Jahr der Errichtung. Bezüglich der Vieh⸗ kassen werden Angaben über die Orte, wo solche vorhanden, Theilnehmerzahl, Gründungsjahe und Stückzahl des versicherten Viehes in den einzelnen Kassen verlangt.

: Aus der Wetterau. Mit dem 15. d. sind wichtige und erhebliche Veränderungen im Fahrplane der Main⸗Weserbahn in's Leben getreten, indem mehrere Züge gänzlich ausgefallen und für andere frühere oder spätere Abfahrtzeiten bestimmt wurden, wie z. B. für den Frankfurt- Berliner Schnellzug, welcher von 540 Nachm, auf 1125 Nachts verlegt ist. Seit Wochen sprach man schon da von, daß eine solche Abänderung noch im Laufe des Sommers bevorstehe, ohne jedoch über den Zeitpunkt ihres Eintrittes bestimmte Angaben er- fahren zu können. An demselben Tage nun, am 15. d. M., an welchem der neue Fahiplan bereits in Gültigkeit getreten war, an dem gleichen Tage erst brachten die öffentlichen Blätter die deßfallsigen Bekanntmachungen. Es wird keiner weiteren Be⸗ gründung bedürfen, daß in diesem Verfahren eine große Rücksichtslosigkeit von Seiten der betreffenden Bahnverwaltung gegen das Publikum liegt und daß dieses hiergegen öffentlich Beschwerde zu er⸗ heben berechtigt erscheint. Ganz abgeschen von den kleinen Unannehmlichkeiten und Nachtheilen, welche dadurch schon im Lokalverkehre für das reisende Publikum entstehen, und welche übrigens unter Umssänden auch erheblich sein können, dürfte die Bahnverwaltung aber jedenfalls den den durchgehenden Verkehr benutzenden Reisenden so viel Rücksicht schuldig sein, derartige wichtige Ver⸗ änderungen, wie den Ausfall mehrerer Züge oder die in den Verkehr tief eingreifende Verlegung eines seit vielen Jahren bestandenen durchgehenden Schnellzuges, mindestens doch mehrere Tage vorher bekannt zu machen, damit nicht das ei- sende Publikum sich von empfindlichen, nicht wieder einbringlichen Verlusten an Zeit und Geld, in Folge unterbliebener frühzeinger Veröffentlichung eines neuen Fahrplanes, durch die Schuld de. Bahnverwaltung selost bedroht sieht. 3. B. würde Aehnliches wohl nicht geschehen können, ohne daß die Haftverbindlichkeit der betreffenden

Eisenbahn Verwaltung von den beeinträchtigten

Reisenden in Anspruch genommen werden würde, 9

Für uns bleibt nur der Weg der öffentlichen Be⸗

schwerde und Rüge. Hoffen wir, daß die Bahn⸗

verwaltung für die Folge mehr Rücksicht auf das

reisende Publikum nehmen werde, als in dem er⸗

wähnten Falle unlängst geschehen ist. Preußen. Berlin. DerElberf. Ztg.

meldet man von hier die interessante statistische

Thatsache, daß von 1895 bis 1868 der Ertrag der Schlacht- und Mahlstener in Berlin um 7 Prozent abgenommen hat, während in derselben Zeit die Bevölkerung um 11 Prozent zugenommen hat. Man kann also sagen, daß sich durchschnitt lich in diesem Zeitraum die Ernährung um 18 Prozent verschlechtert hat, sicherlich kein Moment, welcher zu einer Vermehrung der Steuern auffordert.

Die Typhus⸗Epidemie in Ostpreußen nimmt nach dem neuesten Bericht in erfteulicher Weise ab. Die Zahl der Erkrankungen betrug in der zweiten Hälfte Juni im ganzen Regierungsbezirke Gumbinnen 137, davon 8 Todesfälle, der Kran- kenbestand Ende Juni 90. Gegen Anfang des Monats hat sich die Zahl der Erkrankungen um 42, der Krankenbestand um 59 verringert.

Sachsen. Dresden. Außer dem zwei jährigen Budget, welches dem am 27 September zusammentretenden Landtage vorgelegt werden wird, sollen demselben u. A. cin Gesetz über eine gleich: maßigere Vertheilung der Steuern auf Stadt und Land, ein Preßgesetz und ein Gesetz über eine Reform der jetzigen Kreistagsverfassung zugehen.

Bayern. München. Die Münchener internationale Kunstausstellung ist am 20. d. M. durch den Prinzen Adalbert als Stellvertreter des Königs feierlich eröffnet worden.

In Regensburg ist vom Ministerium dem Professorencollegium eine Untersuchung gegen die unter Leitung dee dortigen Jesuiten stehende Marianische Studentencongregation und schleunigste Einsendung des Protokolls befohlen worden.

Würtemberg. Stultgart. Am 19. Sept. wird das 50 jährige Jubelfest der würtem bergischen Verfassung gefeiert werden. Der Pra sident der Abgeordnetenkammer, Kanzler v. Geßler

in Tubingen, ist mit Abfassung der Jubelschrift beschäfligt.

Oesterreich. Wien. Der Kaiser empfing die ungalische und die westösterreichische Velegation. Beide Präsidenten hielten Ansprachen, welche der Kaiser dankend beantwortete. Der Kaiser hofft von dem Zusammenwirken beider Delegationen die Wohlfahrt und Zufriedenheit der Völker, welche die sicherste Bürgschaft sei für die Erhaltung bes

trauen bedürfe jedes Staatswesen um Freuade zu gewinnen und Feinde zu entwaffnen. Während die offiziösen Organe des Mini

In England

steriums Taaffe-Giekta die Begnadigung des

Bischofs Rueigier für einenAct hoher politischer

Weisheit erklären, fordert bie gesammte unabhän gige Piesse Oesterreichs das Ministerium auf, dem Kaiser unverzüglich zu einer Amnestie für sämmt⸗ liche wegen politischer Verbrechen und Vergehen Verurtheilte zu rathen. Es ist unzweifelhaft, daß das Ausbleiben einer solchen Amnestie nach der Begnadigung des Bischofs Radigier böses Blut machen würde.

Die Generalversammlung deutscher Eisen⸗ bahnverwaltungen wurde am Handelsminister Plener eröffnet. Zur Berhand lung kommen mehrere Anträge zur Erleichterung des Verkehrs, Gründung eines Fonds zu Prämsen

inneren und äußeren Friedens. Achtung und Ver⸗

10. d. von dem schichte gemeldet, verbürg!, dennoch unzweifelbaft etwas von Faselei an sich trägt. Der Held derselben, der Faselochs eines dortigen Oekonomen; wußte sich nämlich den ihm lästigen Zu⸗

für Erfindungen und Verbesserungen im Eisenbahn⸗ wesen u. s. w. Die bei der Generalversammlung vertretenen 77 Eisenbahnen haben eine Ausdehnung von 3400 Meilen. Der Betrieb derselben erfor⸗ dert 6000 Locomotiven und 200,000 Waggons. Das gesammte Anlagecapital belief sich auf 2500 Millionen Gulden.

Schweiz. Den Ausschüssen der deulschen Hülfsvereine in der Schweiz wurde am 5. Juli in Bern der Centralbericht vom Jahr 1868 vor- gelegt Die meisten Mitglieder hatte der Verein in Basel, nämlich 332; dann solgt Zürich mit 252, Bern 220, Genf 116, Aarau 51. Unter- stützt wurden 2638 Personen, wovon 640 Preußen, 538 Badenser, 490 Würtemberger, 400 Bayern,

206 Oesterreicher ꝛc. Vorort für 1869/70 wurde Aarau. 5 Frankreich. Paris. DasJournal

officiel publicirt ein Dekret, wodurch Marschall Vaillant zum Minister des kaiserlichen Hauses und der schönen Künste ernannt wird.

Die Journale glauben, der gesetzgebende Körper werde noch diese Woche wieder einberufen werden und mit der Verification der Wahlen fortfahren. 0

Die Kaiserin hat einen jährlichen Preis von 10,000 Frs. ausgesetzt, der von der Pariser geographischen Gesellschaft an einen Franzosen zu ertheilen ist, und zwar für eine Reise, Entdeckung, Arbeit oder Unternehmen, welches für den Fort⸗ schritit oder die Verbreitung der geographischen Wissenschast oder auch für die auswärtigen Han delsbeziehungen Frankreichs am Nützlichsten erachtet sein wird.

Die Deputirten wurden benachrichtigt, daß die Vertagung des gesetzgebenden Körpers mehrere Monate dauern würke. Die meisten Deputirten werden daher nach ihrer Bestätigung(7) in ihre Provinzen zurückreisen.

Großbritannien London. Nach einer, der brasilianischen Legation zugekommenen Depesche bereiten die Alliirten in Paraguay die Erstürmung Escurras vor. Lopez, welcher dort sein Haupt⸗ quartier hat, soll den französischen und italienischen Consul für Deserteurs erklärt haben. f

Spauien. Madrid. Die Regierung er hielt ein Telegramm, wonach Don Carlos von ter französischen Polizei bis an die Grenze ver folgt wurde, jedoch Navarra erreicht hat.

Die Erndte ve'spricht einen höchst befrie digenden Ausfall; man macht sich Rechnung auf eine beträchtliche Ausfuhr.

Der Regent hat in offizieller Weise den Gesandten Frankreichs mit dem üblichen Ceremo⸗ niell empfangen. Herr Mercier hat dem Regenten ein Schreiben des Kaisers übergeben als Antwort auf dasjenige, welches Herr Salastiano de Olozaga dem Kaiser überreicht hatte.

Aus Nieder⸗Florstadt wird eine sehr heitere Ge die, wenngleich als vollständig wahr

dlingüchkeiten und Anträgen einer stammverwandten

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