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der Königin Augusta von Preußen, welche seit
einiger Zeit, wie gewöhnlich im Herbste, hier ver⸗-Der Kaiser präsidirte heute Morgen einem kinister⸗ Graf Beust ist auf einer Reise rathe und machte dann seine gewöhnliche Pro⸗ in die Schweiz begriffen. Auch wird als bemerkens⸗Imenade im Park.
weilt, dinirt hat.
werth erwähnt, daß die ncuesten Fremdenlisten
von Baden den Namen des großh. hess. Minister⸗ bringt in einem Leitartikel über Cuba einige merk⸗
Präsidenten v. Dalwigk und des f. k. österreichischen[ würdige Angaben. Geschäftsträgers v. Jäger aus Darmstadt enthält.] in Cadix, welche den Thron Isabella's umstürzte,
Oesterreich. Wien. Nach einer Angabe b der„Neuen freien Presse“ übersteigen die laufen n den Staatseinnahmen des ersten Halbjahres den Voranschlag um einige Millionen Gulden sowohl direkter als indirekter Steuern.
Linz. Ein vom Minister des Innern an die Statthalter gerichtetes Rundschreiben fordert diese auf, in den Landtagen die Wahlreform Debatten zu benützen, um ganz bestimmte Vota der Land⸗ tage über Einführung der direkten Wahlen, Ver- mehrung der Abgeordneten, Mandatsdauer ic. herbeizuführen. 5
Krakau. Kaum haben sich die Gemüther von dem Entsetzen über die Nonnengeschichte ein] b wenig erholt, so ist schon wieder ein neuer Scandal] d von hier zu melden. dete, wie man der„N. fr. Pr.“ berichtet, vor Kurzem einem Sterbenden bei Darreichung der beil. Sterdesakramente einen Betrag von circa
3000 fl. in Baarem und Staatspapieren. Der] den, für den Fall,
die Candidatur des Herzogs von Genua vorge⸗sa letzten Tages Tritonsontaine, welche der Stadt als Denkmal geschenkl und auf einem der öffentlichen Plätze aufgestellt werden soll. Ueber 40,000 za lende Personen sind während der Der Besuch T Ausstellung in die Halle eingetreten und die Frucht zarkeit des Gedankens, unsere Gewerbihäligkeit einem größeren Publikum zur Anschauung zu bringen, hat sich in nam: haften Ankäufen, Bestellungen, Erweiterung bestehender
Diebstahl wurde bei Umwechslung der Papiere entdeckt, indem die Nummern derselben, ohne daß die Familie des Verstorbenen die geringste Ahnung hatte, wie sie abhanden kamen, in den Wechsel⸗ stuben angezeigt waren. Der Vicar ist suspendirt und befindet sich in Untersuchung des Consistoriums
— die Gerichte sollen damit noch nichts zu thun alle Vorbereitungen getroffen, ist October verschoben, da Schwierigkeiten in Betreff! der von der Pforte gestellten Bedingungen, welche] statigefundenen Verloosung vertheilte das Glück seine Budget und die Nichtabschließung] Gaben in thellweise sehr gelungener und erheilernder Weise.
Der erste Preis, complete Salon⸗Eiurichtung, fiel einem
haben— und die Geistlichkeit ist bestrebt, diese Sache soviel als möglich zu ebnen, indem sie als Entschuldigung vorbringt,
general in Rom, die Angabe der Oberin, daß Barbara Übꝛyk auf seinen Befehl gefangen gehalten, sei unwahr; die gerichtliche Aufsichtsbehörde wußte gar nichts. bevorstehend. Schweiz
der biesigen politischen Welt hat ein Besuch des der ägyptischen Arn„ beim Bundes prasidenten] Folge die über diese Zahl bestellten Zündnadel ⸗
Der König soll sehr Gewehre, sowie die zu erbauenden Panzeischiffe abbestellt werden; ferner die Erhebung der Steuern
Königs von Belgien einiges Aufsehen erregt. liebenswürdig gewesen sein und sich vollständ ig
auf den Fuß der Gleichheit mit dem Bundcsprä⸗ im Namen des Sultans.
sidenten gestellt baben; ihre Stellungen, habe er bemerkt, unterschieden sich politisch nur darin, daß er sein Amt auf Lebenszeit bekleide. Man nimmt hier an, es habe diesem Besuch nicht so ganz alle politische Absicht und Bedeutung gemangelt. Frankreich. Paris. In den Regierungs⸗ kreisen ereifert man sich sehr gegen die in Umlauf gesetzten Gerüchte von einer bevorstehenden Ab⸗ dankung des Kaisere. Da der Direktor des kai⸗ serlichen Druckerei, Herr Anselme Petetin, vom Kaiser selbst empfangen wurde, so wollte man alsogleich wissen, es handle sich um den Druck eines Aktes, durch welchen der Kaiser schon jetzt sich den kliserlichen Prinzen als Mitregenten bei⸗ geselle. Die eine wie die andere Angabe wird an amtlicher Stelle füc gänzlich aus der Lust gegriffen bezeichnet. — Der„Patrie“ zufolge wird der türkische Gesandte am 22. d. M. Paris verlassen, um sich nach Konstantinopel zu begeben, wo er die Kaiserin in Empfang nehmen soll, die, wie es heißt, den 30. d. M nach Venedig abreist. Dort wird ihr ein sehr glänzender Empfang bereitet werden und sie wird sich dort auf der Nacht„Aigle“ einschiffen. In Corfu wird sie anlegen, um dem König und der Königin der Hellenen einen Besuch zu machen und von den jonischen Inseln wird sie sodann nach Konstantinopel gehen.— Der„Temps“ macht auf den Umstand ausmerksam, daß das „Offizielle Journal“ die dem Manschall Prim er⸗ theilte Audienz mit völligem Stillschweigen übergeht. — Der„Gaulois“ glaubt zu wissen, daß der Marschall Peim vor seiner Abreise noch eine, diesmal aber ganz private Unterredung mit dem
sprechen, die Sieges die Unabhängigkeit Cubas anerkennen. inden 5 175 ö In demselben Artikel versichert die Times, es seien 8 ae 1 Vp ned a zwischen Washington und Madrid Unterhandlungen v i lich
wegen des Verkauses von Cuba eingeleiset gewesen. Man habe Spanien offiziell zwanzig Millionen Pfund Sterling für die Insel geboten.
Ein hiesiger Vitar entwen andere Schiffe gehen nach Cuba ab. 0
meldet, daß die Insurrektion im Abnehmen be⸗ griffen ist.— Die Unionisten haben sich enischie. ernsten Beherzigung und zur Warnung zu dienen.
schlagen wird, auch ihren Candidaten aufzustellen. Die Republikaner halten sich für stark genug, jede Candidatur zu nichte zu machen.
der Vicekönigs von Aegypten, zu welchem bereits
der Sterbende habe] das ägyptische f dem Spender des letzten Trostes die Gelder geschenkt. von auswärtigen Anleihen ohne spezielle Geneh⸗ pas weile Krakau. Auf Arfrage antwortete der Ordens mig 0 5
Briefe an den Bicekönig von Aegypten die Be⸗ friedigung des Sultans über die Seitens des Der Abschluß des Prozesses ist nahe Ersteren gegebenen Versicherungen der Treue aus, männliche und weibliche Verkaufepersonal eines Manufackur⸗ besteht aber zur künftigen Erhaltung des Einver⸗waalengeschäftes auf
Von Bern schreibt man: In nehmens auf folgenden Punkten: Die Reduktion
A Sie versichert, die Erhebung so
ätte gar nicht gemacht werden können ohne cuba⸗ hi
Reiche Cubaner hätten damals
isches Geld.
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Generale
Spauien. Madrid. Die
Zeitung“ wird demnächst das Dekret für die Ein- mehr erschreckt, in rasender Flucht dem Dorse zu. Knabe, immer hinterher geschleift, bald über Steinhaufen,
erufung der Deputirten für die cubanischen Cortes 5
— Ein von Cuba eingelaufenes Telegramm e
daß den Cortes im Oktober
Türkei. Konstantinopel.
jetzt bis Ende
ung des Sultans betreffen, entstanden sind.
Armee auf 30,000 Mann, in deren
Die übrigen Punkte
sind bekannt. Amerika. In Alleghany Citi(Pennsyl⸗ vanien) haben am 15. d. 20,000 Bürger der Stadt den Grundstein eines Humboldt⸗Denkmals
gelegt.
Gießen. Nach der„Darmy. Zeitung“ bielt si h der höchst gesährliche Dieb Johannes Lustven Engelcod welcher gleich nach seiner Flucht aus dem Gefängnisse zu Butzbach in der Post zu Grünberg Geld und eine Postillons-Uẽniform gesloplen halte, in den letzten Tagen in dem Walde bel Annenrod auf. Heute Nacht kam er, in diese Uniform gekleidet, hierher, um hier einzubrechen, wurde aber von der Polizei zum zweiten Male gefaßt und hinter Schloß und Riegel gesetzt. Man fa id eine Feile und 2 Dietriche vei ihm. Gegen einen Gefangenen hat er geäußert: er habe ins Renlamt und ius Zollamt einbrechen wollen, wo er Geld genug gefunden haben würde, um damit nach Frankreich zu entommen.— Dem„Wett. Bot.“ wied dagegen über Luft's Verha'tung unterm 17. aus Gießen berichtet: Gestern Nachmittag erschten bei einem huͤsi zen Bäckermeister der des Diebstahls bei Herrn Posthalte r Bender in Butzbach beschuldigte Johann Luft von En ultod, um sich einen Laib Brod zu kaufen. Auf erhobene Anzeige bei der Po izei durchstreifte diese die nach dem Wall zu gelegenen Gärten, in denen man die Spuren eines zwick⸗ losen Herumtreibers bemerlt zu haben glaubte, jedoch oyne Erfolg. Als man auch Abends sämmiliche Wifthshäuser vergeblich nach ihm durchsucht hatte, schritt inan zur Durch- suchung der Sebäulichkeiten der Lotz'schen Bierbrauerei, in welcher Luft vor einigen Jahren gearbeitet batte, und es nückte der Polizet, ihn in derselben aufzufinden und nach erbüiterier Gegenwehr zu arresiren. Luft wu. de in dem husigen neuen Arresthause untergebracht.
Frantfurt. In der vorigen Woche wurde von einem hiesigen Civiliransporteur ein dahier inhaflürter Gauner zur gerich lichen Vernehmung nach Darmstadt ver⸗ bracht und sollte wieder hierher zurückkehren, doch gelang es demselben seiner Bewachung in Darmstadt zu enispringen. Beate Gauner, seines Z ichens ein Schuster, hatte eine Manie, als Offizier zu reisen, meist trat er als bayerischer Offizier auf. Vom Schwindel und Diebstahl lbte er. In
— Aus Saint-Cloud wird am 18 d. gemeldet:] Gicht. e
ei NN zwei Wärter in den Wagen tragen; ebenso in 101 zu dem Untersuchungsrichter, welcher dem Gauner elne Labung verabreichen ließ, die denselben so stärkte, daß plög⸗ lich der schreckliche Krampfhusten mit Erbrechen, sowie des
Großbritannien. London. Die Times Gicht verging und er mit Dinterlassung der Keuicen Wie sehr der Trang
dem hier erscheinenden
eröffentlichen.— Fünf Fregatten und noch einige Stehen gebracht werden konnte, eine Leiche.
00 .
Bei seinem Weggang von hier ließ er sich durch
udenken spornstieichs davon eilte.
porteur sich auch anstrengte, seinen Patienten einzuholen,
sab er ihn doch bis zur Stunde nicht mehr wieder.
Offenbach. Die Ergebnisse der Verhandlungen des estgen Gemeinderaths sollen von jitzt an wöchentlich in „Intelligenzblatt“ veröffentlicht
erden. Die Verhandlungen selbst bleiben nach wie vor
Topete, Prim und Serrano anderthalb Millionen] dem Publikum unzugänglich; immerhin it jedoch etwas Dollars zur Verfügung gestellt gegen das Ver⸗ gewonnen, daß sie erfahren, über welche Gegenslänbe würden im Falle des verhandelt wurde. a
Aus Lindenfels berichtet die„Darmst. Zig.“: Ju
orsichtigkeit elendiglich ums Leben gekommen. Derselbe
hatie eine Kuh zur Weide geführt, und den Strick, an dem er sie leiten sollte, sich um den Leib gebunden. Plöh⸗ lich wird die Kuh scheu und rennt, durch die ungeahnte, 0 ihr auf einmal anhängende Last,— denn der Knabe „Offizielle] wurde sofort niedergeworfen und mit forigeschleift,— noch
Der
ald an Bäume geschleudert, war, ehe das Thier zum Alle Wieder⸗
elebungsversuche des gerade anwesenden Arztes blieben ifolglos.— Da die oben bezeichnete Unvorsichtigkeit nicht
nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen haut genug vorkommt, so dürfte der Vorfall geeignet sein, zur
Mainz. Die hiesige Industrie⸗Ausstellung wurbe m Abend des 16. d. geschlossen. Die Einnahme des wird zum Ankauf der großen schönen
ind Anknüpfen neuer Verbindungen gezeigt. Bei der
einem bescheidenen Burschen desselden
. 5 5. Dorfes der Gewinn der beiden greßen Salonspiegel zu. — Der Broßvezir spricht in einem zweiten] Den feuerfesten Kassaschrank(Werih 400 fl.) stellte das Glück einem Kinde zur Verfügung, das werthvolle Piano einem Frankfurter Dienstmädchen. Ein Fabeikant erhielt auf seine 40 Loose
ein Paar Damenstiefel und das
ein gemeinschaftliches Loos eine
complele Zimmer⸗Einrichtung, einer unserer vornehmsten Herren eine Garnitur Tüncherpinsel ꝛc.
Aschaffenburg. Nach einem Ausschreiden des hiesigen Stadtmagistrats ist auch hier unter dem Rind⸗ vieh die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen, weßhalb die Viehmärkte dahier bis auf Weiteres eingestellt sind.
Zur Humboldtfeier.
Nachdem von anderer Seite eine ausführlichere Mittheilung über die Feier des hundertjährigen Geburtstags Alexanders von Humboldt, deren wir uns am 14. d. M. zu erfreuen hatten, bereits geboten worden ist, möchte ich bier nur meine Freude darüber aussprechen, daß der Gefeierte nicht nur nach seiner wissenschaftlichen Bedeutung, sondern auch nach seinem religiösen Charakter ge⸗ würdigt worden ist, und möchte zur Ergänzung des von dem Herrn Festredner hierüber Gesagten noch ein kurzes, aber für unsre Zeit bedeutungs' volles Wort von Humboldt anführen, zu dessen Mittheilung sich mir bei der Feier selbst keine Gelegenheit bot.
uͤm die Zusammengehörigkeit und Einheit von Humboldt's wissenschaftlichem Streben mit seinet Sittlichkeit und Frömmigkeit darzustellen, berles sich der Herr Festredner bei der Abendfeier auf das Wort eines Theologen, des im vorigen Jahn verstorbenen Dr. H. Krause in Berlin, der 0 seiner Protest. Kirchenzeitung bald nach Humboldl' Tode in Beziehung auf dessen Religiosität, Chef lichkeit und wahrhaft proteßgantische Fröm niglel u. A. sagt:„Wir haben nicht nöthig, für uasert großen Humboldt's Christlichkeit auf die vielfachen Aeußerungen hinzuweisen, welche bekunden, da sein Gemüth von den praktischen sittlichen Wahr- heiten des Christenthums gründlich durchdrungel. war.— Wer so wie Humboldt mit allen Kräften seiner Seele an die Natur hingegeben, ihre Er⸗ scheinungen durchforscht, und ihre Erscheinungel zusamwenfassend ihr Wesen und ihre Wahrheit zu erfassen sucht: der kann nicht anders, als in del
Kaiser Napoleon haben werde.
dem hiesi zen Gefängniß simulirte er sechs Monate lang
Creatur den Schöpfer derselben finden,
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