Ausgabe 
21.9.1869
 
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Ein 77 Hesaß berentungk . disu

ellen,

er ist in seiner Hingebung an das Universum

sugleich dem Geist des Universums hingegeben.

Die großartige, unbedingte Hingebung an die

Erforschung der gesammten Natur zum Dienst und fur Bildung der Menschheit, das ist die Hingebung an einen wahrhaft göttlichen Gedanken, die nur aus kinem göttlichen Grundzuge des Herzens ent vringen kann. Solche Gesinnung ist wahrhaftes Fyristenthum. Die tiefe Wahrheit seiner un- rmeßlichen Forschung, die stttliche Größe seiner dingebung an den Beruf und an das Wohl der Menschheit sind Zeugen seines tief innerlichen ächt eutschen und protestantischen gottesfürchtigen Ge⸗ müths. Indem wir diese Vorte Krause's iber Humboldt hier wiedergeben, wollen wir nur ein kurzes Wort von ihm selbst, welches er zwei Jahre vor seinem Tode geschrieben, hinzufügen. Erzherzog Ferdinand Maximilian, der nachherige unglückliche Kaiser von Mexiko, hatte am 12. Dez. 856 Humboldt in einem eigenhändigen Schreiben um Instruktionen für die Weltumsegelung der Fregatte Novara ersucht. Humboldt ertheilte diese Instruktionen für die wissenschaftliche Expedition und schloß dieselben mit folgenden Worten:Da ch längst nicht mehr unter den Lebenden sein verde, wenn die Fregatte Novara nach Triest mit vissenschaftlichen Schätzen, neuen Kenntnissen über zie todte und organische Natur, über Menschen⸗

Racen, Sitten und Sprachen zurückkehrt, so flehe ich zu Golt dem Allmächtigen,

Unternehmen zur Ehre des gemein samen deutschen Vaterlandes begleite! In diesen Worten spricht Humboldt mit seiner Liebe zum gemeinsamen deutschen Vaterland zugleich seinen Glauben an Gott den Allmächtigen aus, um dessen Segen für ein großes Unternehmen er fleht und den er mithin als den lebendigen, per- sönlichen Gott verehrt. Solche Worte aus der Feder eines Mannes, den die Festrede als den größesten Naturforscher aller Zeiten dargestellt, und der wie kein anderer die mannigfaltigen Dinge der Welt als ein großes, wohlgeordnetes Ganze

derer Bedeutung in einer Zeit, in welcher so Mancher in der Betrachtung der Schöpfung den Schöpfer nicht findet und in der Erforschung der Natur den lebendigen Gott verliert. Daß der große Mann nach den angeführten Worten zu den betenden Männern gehört, die das Christen⸗ thum fordert, muß ihn uns besonders werth machen in einer Zeit, in welcher so viele Männer das Beten verlernt haben. Der große Meister der Chemie Justus Liebig wies mich vor Jahren in einem lehrreichen Gespräch an seinem Tische darauf hin, daß Theologen und Geistliche für

(Kosmos) zusammengeschaut hat, ist von beson⸗

ihren Beruf auch aus der Naturwissenschaft reichen Gewinn ziehen könnten, indem sie, je tiefer sie in die

daß Sein Segen dies große und edle Erkenntniß der Natur eindrängen, desto mehr die

Größe des Schöpfers erkennen müßten. Möchten denn die Pfleger und Förderer der Naturwissen⸗ schaften in ihrer Erforschung des Einzelnen wie in ihrer Betrachtung des Ganzen immer wieder und immer völliger den Schöpfer in seiner Größe erkennen, und möchten zugleich Theologen und Geistliche für ihre Wissenschaft und ihren Beruf von der mit frommem Sinn betriebenen Natur- forschung recht viel Gewinn ziehen! W B.

Für die Hinterbliebenen

der im Plauen'schen Grunde verunglückten b Bergleute

sind bei den Vorstandsmitgliedern des Hülfsvereins weitet folgende Gaben eingegangen: Bei Professor Köhler von N. N. 1 fl. Bei Beigeordneten Steinhäuser von Pfarrer Becker in Bruchenbrücken 2 fl.; von Kammerassessor Fresenius in Assenheim 2 fl. Bei Gemeinderath Rausch von Nik. Engel 30 kr. Bei Kaufmann Fertsch von Hofger ichts. Abvokat Jöckel 1 fl.; Ungenannt 1 fl. Zusammen 7 fl⸗ 30 kr.(Früherer Betrag 76 fl. 41 kr.)

Bei der Expedition gingen zu den bereits bescheinigten Gaben ferner ein: Frau L. Engel 1 fl., F. K. 1 fl 45 kr., M. Schmidt 30 kr., Joh. Wolf 30 kr., H. Kammer und G. Thomas in Fauecbach 24 kr., Ungenannt 30 kr.

Im Guenzen bis jetzt bei der Expedition eingegangen 339 fl. 7 kr.

Lieferung für das Landeszuchthaus.

2543 Freitag den 24. September J. J., Vormittags 0 Uhr, wird in dem Landeszuchthaus Marienschloß ur Lieferung versteigert:

1) 450 Malter Kartoffeln,

5 25 Centner Kobltaben, untererdige,

3 15 Zwiebeln.

Dienstag den 28. September l. J., Vorinittage 0 Uhr, wird für 1870 im Soumissionswege vergeben, vie Lieferang von:

) circa 48 Centner We ßmehl,

1

1 1 Walzengrütze,

39 14 7 Rees,

43 3 98 5 geschälte Gerste,

51.3, 1 4 Kaffee,

8 5 Nudein,

1 7 gedörrte Zweischen,

8) 70 Pfund Pfeffer,

9) 25 Maas Mohnöl,

10)6 Odm Efsig,

11) 20 Maas Hellthran,

1250 Leinöl,

13)-» 40 Ruüböl,

14) 7 Centner Kernselfe 1. Qualttät(Muster einzusenden)

195 1 Centner Schulerseife,

16) 25 Ohm Petroleum,

17) 29 Ceniner Bohnen,

50 v4 20 1 Erbsen,

199) 22* Linsen,

20040% Saz,

21) 160 Obm süße Milch.

Die unter pos. 1 und 2, unter 3 bis 10, unter 11

is 13 und unter 14 und 15 aufgeführten Gegenstände werden zusam nen, die unter pos. 16, 17, 28, 19, 20 und 21 aber einzeln vergeben.

Bedingungen und Proben find in dem Directortal⸗ Zütreau kinzufehen und müssen die Soumissionen bis den 28. Septet er Vormutags 10 Ubr, in den vor nlesem Bürtall befindlichenSoumissionskasten ver scplossen eingelegt setn.

Marienschloß am 13. September 1869.

Großherzogliche Landeszuchthaus⸗ Direction Knulspel.

Edietal ladung.

587 Johann Kaspar Mulch, geboren in Eberstadt, mlt tzt Ortsbürger in Fauerbach b. Fr., ift am 17. Dezember .. J., kinderlos gestorben. An die in Amerika zum ETbell abwesenven Brüder desselben oder deren lecbliche Nachkommenschaft ergeht auf Antrag die Aufforderung, (ber die Annetung der ibnen deferirten Erbschast binnen firift von drei Moneten dabier sich zu erklären, als sonst Berzicht auf solche unterstellt, auch die Erbschaft den ier aufgetretenen näcsten gesitz ichen Erben Üderlassen nsbesondere auch der, zwischen dusen und den Erben ler vorher persterbenen Ebestau des Johann Kaspar Mulch, bezüglich des Nachtasses, abgesch ossene Vergleech en hmigt und die zu dem Nachlasse gehörigen Im mobnien den neuen Erwerbern im Mutations-Verzeichnisse jugeschrieben würden. Friedberg am 14. September 1869. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger. Landrichter. Landgerichts-Assessor.

Ein Zapfjunge 383 und ein tüchtißer Knecht werden sogleich ge⸗ ucht von Philipp Windecker.

Edictal ladung.

Den Concurs über das Vermögen

des Gustav Vogt von Reichels

heim im Kreise Friedberg betr. 2588 Nachdem dem Arrangement vom 5. Juli l. 3 die gerich liche Bestätigung nicht ertdent werden konnte und Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberbessen üder das Vermögen des Rubrikaten den förmlichen Concurs erkannt hat, werden dessen sämmtliche Gläu⸗ biger zur Anmeldung und Begründung ibrer Forderungen, sowie zut Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf

Mittwoch am 24. November l. J., Vormittags 9 Ubr,

unter dem Rechtsnachtheile des flillschweigend eintreten⸗ den Ausschrusses von der Concursmasse und beziehunge⸗ weise des Verzichts auf vorzugsweise Befriedigung, ge laden.

In der cewäbnten Tagfahrt soll sodann über Ver⸗ waltung der Masse, Wahl eines Gläubiger Ausschusses, definitive Bestellung eines Massecurators verhandelt, auch nochmals die vergleichsweise Erledigung des Con- curses veisucht werden, was unter dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß in Ansehung der weder in Selbst derson erscheinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Mandatarien vertretenen Gläubiger der stillschweigende Beuritt zu dem von der Mehrheit der Erschin nen auch bezüglich eines eiwa zu Stande kommenden Arrange ments gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden würde.

Friedberg am 12. September 1869.

Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Lanorichter. Landgerichts⸗Assessor.

Aepfel ⸗Versteigerung⸗

2601 Fre tag den 24. d. M. Vormittags 10 Uhr an⸗

fangend, sollen die züfigen Gemeinde Aepfel, circa 10

bis 15 Malter, öffentlich an den Meistbietenden ver⸗

steinert werden.

Münster den 17. September 1869.

Großherzogliche Bürgermeisterel Münster

Reineck.

Bekanntmachung.

2602 Für hiesige Saline sollen auf dem Submissions⸗ wege 9 100 Schippenstiele, 18 Pfund brelte Rundkopfoägel 10% Stüc 18 Pid. schwer, 150 Pfd. kleine Rund⸗ köpfe 1000 Stück 8 Pfund schwer 50 Pfund Typor⸗ nägel 1000 Stück 15 Pfund schwer, 15 Pfund Schloßnä el 1000 Stück 3 Pfund schwer, 50 P und Drabistifte über 3 xänge, 100 Pund Orahtsteßte 23 lang, 50 pfund Drahtstefte unter 2 lang 10 Centner Rudöl, 2 Häute Wildsohlleder und 500 Stuck breite(ordmäre) Dielen von den Mindestsordernden angekauft werden. vieserungsanerbtetungen find versiegelt mit der Auf⸗ schriftLieferung von Materialten betreffend versehen, bis längstens zun 24. l. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Geschäf'stokale unterzeichneten Salinenamteg, wo; selbst auch die xvieferungobeoingungen eingesehen werden können, abzugeben. Bad Nauberm am 17. September 1869. ie eee

Salinenamt Nauheim e t g.

Ein gesitteter Junge 2555 kann in de Lebte teen dees Shuy macher er Klein in Wohnbach.

Bekanntmachung.

2603 Mittwoch den 22. d. M., M ttags 1 Uhr, wird das Obst von den Bäumen um den Burgberg, sowie 99 dem Burgwall öffentlich an die Meistbietenden ver⸗ elgert.

Anfang am dicken Thurm.

Friedberg am 19. September 1869.

Großherzegliches Rentamt Friedberg Lin dec.

Faseleber⸗Versteigerung. 2604 Doennerstag den 23. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll ein der Gemeinde Ockstadt gehöriger Faseleber, welcher für die fernere Zucht zu schwer geworden, an die Meistbietenden auf hiesigem Bürgermeisterei⸗Bürcau verfleigert werden.

Ockstadt den 20. September 1869.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt Gröninaer.

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