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Dienstag den 21. September.
110.
Oberhesfischer Anzeiger
enhält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Fritdberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sama gz.
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Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, pienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.—
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Die Expedition.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 43. sud. 1. Gesetz die Folgen der wegen gemeiner Vergeben gigen Milttärpersonen erkannten Strafen beit.— sub. 2. Bekanntmachung, die Sicherung in Zollvertinsgrenze in den von dem Zollgebiet ausgeschlossenen Pamburgischen Gebietstheilen beir.
Friedberg den 16. September 1869.
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Großherzogliches Kreisamt Friedberg 3 aas, Kreis ⸗Assessor.
Hessen. Darmstadt. Der außerordentliche Frofessor Dr. A Heinzerling ist zum edentlichen Prof er in der philosophischen Fakul⸗ i der Landes ⸗Universität, insbesondere für das hrfach der Bau⸗ und Ingenieur Wissenschaften emannt worden
Preußen. Berlin. Die Militärscheu eint immer mehr um sich zu greifen, sie zeigt sch ebenso an der Spree wie am Main. So im Inseratentheile der„Voss. 31g.“ eine amt⸗ che Publikation des Berliner Stadtgerichts vom N. v. M. zu finden, welche eine Vorladung von ucht weniger als Einhundert und fünfzehn militär⸗ Nichtigen Individuen aus dem dortigen Gerichts- engel enthält, die sich ohne Erlaubriß behufs Latziehung vom Militärdienste aus den preußischen unden entfernt haben und in Folge einer An⸗ lage der Stagtsanwalischaft am 24. Jan. k. J. as Deserteure abgeurtheilt werden sollen.
— Die sonst sehr preußenfreundliche„Badische bszig.“ ist unangenehm berührt durch die Berliner bumboldtfeier und macht ihrem Herzen mit in folgen- dm Worten Luft:„Die preußische Regierang war bu der Humboldtfeier sehr übel berakhen. Hum- bldt ist dem preußischen Staat mehr werth, als 40 Igenplitze, 200 Eulendorfe und 300 Mühler; u stellt für sich allein eine moralische Eroberung zer. Selbst Varnhagen's Hofenthüllungen über bumboldt's Ansichten über Dinge und Personen ante man an diesem Tag in den bezüglichen hieisen vergessen müssen. Der kronprinzliche Glück vunsch war indessen wohl ein„berechneter Zufall“, i die Hofkteise vor allzu ernstem Tadel retten punte und sollte.“
Königsberg. Ueber das bei dem Provin— glfeste vorgefallene Unglück erfährt man, daß bis um 14. d. 38 Leichen aus dem Schloßteiche auf— säscht worden sind. Die Zahl der Verunglückten eint noch nicht festgestellt. Das Gedränge auf der Hiücke war durch den Ruf:„Die Brücke brennt!“ wanlaßt worden. Nach der„Danz. Ztg.“ hatte ine glänzende Illumination der den Schloßteich gebenden Gärten eine große Menge Schau- ufiger herbeigezogen, welche theils in zahlreichen biten, theils auf der langen Schloßteichbrücke hien Platz eingenommen batten Der Zudrang u Menge vermehrte sich noch, als der König, e Prinzen und die übrigen Gäste in einer kußen festlich geschmückten Gondel eine Rundfahrt eh annen. Um 8 ½ Uhr Abends, als die könig⸗ de Gondel der Brücke eben ziemlich nahe ge
kommen war, gab ein Theil des hölzernen Brücken- geländers dem Andrängen des Publikums nach und unter entsetzlichem Angstgeschrei stürzte eine große Anzahl Menschen ins Wasser oder auf und zwischen die unten befindlichen Böte, welche zum Theil auch durch die in der Todesangst sich Au⸗ klammernden umgerissen wurden. Der allgemeine Schreck und die allgemeine Verwirrung waren unbeschreiblich. Wie viel Personen ins Wasser gestürzt, wie viel gerettet find, konnte bis Mitter⸗ nach! nicht annähernd festgestellt werden. 6— 7 bewußllos Herausgezogene gelang es ins Leben zurückzurufen. 26 Leichen wurden nach und nach herausbefördert. Es befanden sich auch Kinder unter 10 Jahren, sowie mehrere junge Mädchen und Frauen darunter. Auf Befehl des Königs wurde das Fest sofort eingestellt.
Kassel. Durch Verfügung des Ministers der geistlichen Angelegenheiten sind— wie der„Hess. Morgenztg.“ aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird— die hessischen Consistorien ermächtigt worden, in Ausführung des allerh. Erlasses dom 9. v. M. den Termin für die Wahlen zur außer⸗ ordentlichen Provinzialsynode anzuberaumen, die deßfalls erforderlichen Ausschreiben an die Pfarr- ämter und Ortsvorstände zu erlassen und gleich⸗ zeitig die der, Synode vorzplegenden Entwürse für die neue hessische Kirchenverfassung zu ver öffentlichen.
Frankfurt. Vorige Woche ist von dem Cultus ministerium an das Consistorium die Weisung ergangen, daß für die letzthin statigefundene Pfarrer wahl in dem St. Paulssprengel(Herrn Pfarrer Coll schönn) die königliche Bestätigung nachgeholt werden müsse. Dem Vernehmen nach, wird das Consistorium unter Berufung auf den Art. 15 der preußischen Staatsverfassung dieses Ansinnen einfach ablehnen.
Frankfurt. Die„Fr. Zig.“ meldet, daß am Morgen des 17. d. die erste Ausweisung er⸗ folgt ist. Im Hause des Privatier J. N. Busch, Unterweg Nr. 48, erschien um 7 Uhr früh ein Gendarm und verlangte, daß der 16jährige Sohn desselben, der, ohne bis jetzt Bürger eines andern Staates geworden zu sein, aus dem preußischen Unterthanenverband ausgeschieden ist, ihm auf das Polizeicommissariat an der Hanauer Landstraße solge. Von hier wurde derselbe zum„Clesern Hof“ geführt und, nachdem er hier zwei Stunden gewartet, noch einmal zum Abschied nehmen in sein elterliches Haus geleitet, um eine halbe Stunde
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später in Begleitung eines Gendarmen nach Offen⸗ bach gebracht zu werden.
— Wie Frankfurter Blätter ferner berichten, wird mit der Aus weisung der jungen Frankfurter, sobald der Termin abgelaufen ist und sich der Betreffende noch auf preußischen Gebiete befindet, unnachsichtlich fortgefahren. Jedem Ausgewiesenen wird bei seiner Verbringung über die Grenze unler Hinweis auf das Strafgesetzbuch eröffnen, daß er bei unerlaubtem Betreten des preußischen Gebiets im ersten Falle mit einer Gefängnißstrafe von drei Monaten bestraft wird. Wer etwa später einmal seine Eltern, Verwandte ꝛc. besuchen will, hat eine Eingabe an die Regierung zu richten und dieselbe um Erlaubniß zu bitten.
Wiesbaden. Die Vorstände der diesigen katholischen Gemeinde, sowie des katholischen Lese⸗ vereins haben auf den 26. September zu einer Katholiken⸗Versammlung in Wiesbaden,„Saalbau Schirmer“, durch ein besonderes Circular ein- geladen, nach welchem sie zuversichtlich hoffen, bei dem regen Interesse, das die großen Zeit fragen, Coneil, Schulfrage, Vereinsleben, Presse zc., von jedem Katholiken in Anspruch nehmen, bei der Wichtigkeit öffentlicher Kundgebungen kathol. Lebens und der Bedeutsamkkit jeder Anregung, die für die Sache der Kirche gegeben wird, eine zahlreich besüchte Versammlung erwarten zu dürfen.
Sachsen. Dresden. Am 17. d. fand neben dem„Segengottesschachte“ auf den Höhen des Plauen'schen Grundes die feierliche Einweihung des großen Grabhügels statt, in welchem 238 der am 2. August verunglückten Bergleute eine gemein- same Ruhestätte gefunden baben.
Bayern. München. Die„Landesztg.“, das Organ der Mittelpartei, empfiehlt dringend die nationale Verbindung des Südens mit dem Nordbund, wobei die Selbständigkeit der Süd- stagten möglichst gewahrt bliebe.
Würtemberg. Stuttgart. Eine Mit⸗ theilung der„Darmst. Ztg.“, wonoch eine von Frankreich ergangene Einladung zu einer Conferenz in der römischen Frage nicht blos von der hess. Regierung, sondern von sämmtlichen süddeutschen Regierungen angenommen worden sei, wird, was letztere betrifft, in wohlunterrichteten Kreisen für vollständig unbegründet erklärt.
Baden. Aus Baden-Baden wird ge meldet, daß der österreichische Reichskanzler Graf Beust von Stuttgart her daselbst eingetroffen ist. Es ist nicht unbemerkt geblieben, daß derselbe bei
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