Ausgabe 
18.3.1869
 
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1869.

Donnerstag den 18. März.

M 32.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1

Friedberger Inkelligenzblalt

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

N Auf den wöchentlich dreimal erscheinendenOberhessischen Anzeiger kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren.

Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren:

Nr. 5 sub 2. Nr. 6 sub 1.

Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke betressend. Bekanntmachung, den Nachtrag zu den Statuten der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft betreffend.

N sub erordnung, die Bezeichnung gleichnamiger Ortsbürger in den durch den Friedensvertrag mit Preußen erworbenen Landestheilen betreffend. Nr. 7 15 g. 5 9 90 9 f

Bekanntmachung, den Hufbeschlag der Pferde betreffend. Friedberg den 15. März 1889.

zub 2.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg

Ter a p p.

Betreffend: Die Abnahme des Verfassungseides vom 1. Quartal 1869.

Friedberg am 16. März 1869.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Donnerstag den 1. April d. J., Vormittags 11 Uhr, findet die Abnahme des Verfassungseides auf dem Rathhause dahier statt. kaden Sie hierzu die jungen Bürger vor; die noch im Rückstande befindlichen bei 1 Thaler Strafe und senden Sie Vorladungsbescheinigung

vor dem Termin ein.

Trapp.

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Die verehrlichen Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Dienstag den 23. März, Nachmittags 3 Uhr, zu einer landwirthschaftlichen Besprechung hierher auf das Rathhaus ergebenst eingeladen.

Gegenstände dieser Besprechung sind:

1. Der Hafer ist bekanntlich das sicherste und wohl auch lohnendste Sommergetreide, welche Regeln empfehlen sich bei seinem Unbaue und welches sind die ertragreichsten Hafersorten?

Herr Dr. Henkelmann wird etwa 18 verschiedene Hafersorten am Halme vorzeigen.

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2. Warum soll der Landwirth Buch und Rechnung führen und wie sind solche für mittlere und kleine Güter am zweckmäßigsten einzurichten?

3. Worin besteht die vielfach gerühmte Kartoffelbaumethode von Guͤlich und ist dieselbe auch für unsere Verhältnisse anwendbar?

4. Vortrag über die verschiedeuen Rindviehracen Deutschlands, von Herru Dr. Henkelmann gehalten, der sich auch bei Beant⸗ wortung der Fragen 2 und 3 wesentlich betheiligen wird.

Butzbach den 10. März 1869.

H eich terer.

Hessen. Darmstadt, 15. März. Die zweite

Garnisons-Gebäude u. Dienstwohnungen 95,612 fl.; Funktionen bei der hiesigen Gemeinde wieder er

Kammer fährt in der Berathung über das Militär budget fort. Nach den von Dumont und Fink mit Zugrundelegung der früheren Verpflegungs- ensätze berechneten einzelnen Posten werden be⸗ villigt für die Infanterie: 566,196 fl., für die Reiterei: 184,829 fl., für die Artillerie und Train: 111.805 fl., für die Pionniere: 13,853 fl., ür die Landwehr Stämme und Uebungskosten: 3,337 fl., für andere Formationen und vermischte Ausgaben: 77,465 fl. Von diesen Summen kommen jedoch noch 15,8 20 fl. in Abzug, welche bei anderen Ausgaben vorgesehen sind, sowie ferner 55,000 fl., welche Ersparnisse an der Geld- verpflegung und durch spätere Einstellung der Rekruten sich ergeben. Ein weiter beantragter Abzug für die einjährig Freiwilligen wird jedoch abgelehnt. Als weitere Ersparnisse an der Geld- verpflegung und durch spätere Einstellung der Rekruten berechnet sich für die hessischen Truppen in Verhältniß zu den norddeutschen Truppen die Summe von 55,000 fl., welche Summe gleich; falls gegen 24 Stimmen von der angegebenen Verwilligung abgezogen wird. Verwilligt wurde serner: für Naturalverpflegung der Truppen 764,604 fl., wozu jedoch, nach Antrag von Dumont, die durch Ersparnisse an den Geldver⸗ pflegungen in Abstrich gebrachten 55,000 fl. zur Erhöhung der Löhnungen dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellt werden, da nach dem preußischen Verpflegungsreglement der Soldat, an- statt der früheren 2 Pfd. Brod täglich, nunmehr nur noch Pfd. bezieht; für Bekleidung und Ausrüstung der Division und zur Verwaltung der Montirungsdepots 225,391 fl.; für Servis⸗ und Garnisons-Verwaltungswesen 3201 fl.; für Ver- raltung und bauliche Unterhaltung der Kasernen,

für größere Kasernen-Retablissements- und Neubau theilt worden.

Bedürfnisse an sonstigen kleinen Garnisonsanstalten

11,660 fl.; für Unterhaltung und Erwerbung von Uebungeplätzen 1110 fl.; und endlich für Manö- verkosten und zur Vergütung von Flurbeschädi⸗ gungen 4690 fl. Vor Schluß der Sitzung bringt der Abg. Wernher noch folgenden Antrag ein: Unter Festhaltung der Beschlüsse der Kammer über die Spetialetats der Militärausgaben, soweit dieselben speciell hessische Einrichtungen betreffen, als jährliche Ausgabe für Militärzwecke in der Periode 18691871, die Summe von 3,066,919 fl. zu bewilligen, welche Summe der durch die Militärconvention bedungenen Contingentszahl der Friedensstärke von 7789 Mann, multiplicirt mit der Aversionalsumme von 225 Thlrn. per Mann, entspricht. Die dem Budget für 1868 beigefügte Verwahrung, daß die Bewilligung nicht zur Er höhung der Gagen und Löhne verwandt werden dürfe, ist hiermit zurückgenommen. Die Berathung wird sodann bis morgen ausgesetzt.

Oeconomierath Dr. Krämer hat Seitens des Königl. Preuß. Unterrichtsministeriums einen ehrenvollen Ruf zur Uebernahme der landwirth schaftlichen Professur an der Universität Kiel er halten, denselben jedoch abgelehnt.

In Folge des bekannten Teufelstreites war dem Prediger der deutsch-katholischen Gemeinde zu Mainz, Hrn. Hieronymi, wegen einer herausgegebenen Broschüre von großh. Ministerium untersagt bei der hiesigen Gemeinde zu fungiren. Nachdem die bisherigen Gesuche von Seiten der Gemeinde und des Predigere um Zurücknahme dieser Maßregel erfolglos waren, ist jetzt auf ein Immediatgesuch an den Großherzog Hrn. Hiero nymi die Erlaubniß zur Ausübung geistlicher

Die von Darmstadt bis Gernsheim vollendete Riedbahn wird am 1. k. M. dem regel- mäßigen Personenverkehre übergeben werden. Probefahrten finden bereits zu Ende dieser Woche statt; für das größere Publikum soll ebenfalls eine solche in nächster Woche folgen.

Offenbach. Auch in unserer Stadt wird sich ein Protestanten-⸗Verein bilden. Vorberathende Schritte waren schon vor einiger Zeit geschehen, bis es uns gelang, am vorigen Dienstag einen ausführlichen Vortrag des Herrn Advokaten Ohl zu hören, über Zweck und Nothwendigkeit der Errichtung von Zweigvereinen an allen bedeuten den Orten.

Preußen. Berlin. Das Programm für die vom 22. bis 27. April hier stattsindende in- ternationale Conferenz aller auf dem Boden der Genfer Convention vom 22. August 1864 stehen⸗ den Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger ist publieirt worden. Die Theilnahme an der Versammlung ist nicht auf die Delegirten der Vereine und der Regierungen, welche der Genfer Convention beigetreten sind, beschränkt, sondern es ist Jedermann zu derselben zugelassen.

In der Reichstagssitzung vom 15. d. fand die zweite Berathung des Gesetzentwurss, die Maßregeln gegen die Rinderpest betreffend, statt. Das Amendement Laskers, die Absperrungsmaß⸗ regeln im Interesse der persönlichen Freiheit ein zuschränken, wurde verworfen und der Gesetzent⸗ wurf im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage angenommen. Ferner genehmigte die Versamm lung die von Hoberbeck und Rabenau beantra- Resolution, mit Bavern, Württemberg, B