Ausgabe 
9.11.1869
 
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Illustrirtes Familienmagazin des Lahrer Hinkenden Boten, Jahrgang 1870. 3072 Von 4 zu 4 Wochen eln Heft a Sgr. Gratisprämte in StahlstichFrühlingsluft. Ohne Politik. Ist nur durch Buch⸗ handlungen und deren Beauftragte zu beziehen.

Illustrirte Dorfzeitung des Lahrer Hinkenden Boten, VIII. Jahrgang. Wöchentlich eine Nummer. Jährlich 1 Thlr. 12 Sgr. Von 4 zu 4 Wochen ein Heft 2 Sgr. Gratisprämien in StablstichFrühlings luft (Pendant zuWinterfreuden.

Gleicher Inbalt, wie das Familtenmagazin, mit polittschet Rundschau. Zu bezieben durch alle Buchhandlungen und Post⸗ anstalten. Wer durch die Post beziehen will, bestelle sof ort.

Illustrirter Familien⸗Kalender des Lahrer Hinkenden Boten. Zu beziehen durch alle Buchhändler, Buchbinder u. Kalendet verkäufer.

Zur Uachricht.

3088 Meine Sprechstunde habe ich auf die Zeit von 1 2 Uhr verlegt.

Dr. Weckerling.

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* 7 7 Sanitäts⸗ Controle.

3074 Die täglich mehr um sich greifenden Fälschungen der Chocoladen machen ein Product wie es sein soll pure Cacao mit Zucker fast zur Seltenheit. Gemablene Cerealien, Fette, Farbe und Gewürze find oft der ausschließliche Bestand von Erzeugnissen, welche als Chocolade verkauft werden. i Es ist evident, daß auch der reelle Fabrikant hierdurch in Mitleidenschaft gezogen wird. Um unserfeits jedem Mißtrauen zu begegnen, haben wir unsere Chocoladen Fabrik in(hrem ganzen Umfange unter sanitäts polizeiliche Controle gestellt. Die Aufsicht wird durch stetige Analyse, sowohl der zur Verwendung kommenden Rohsgoffe als der fertigen Producte gehandhabt und bietet den Consumenten die sichere Garantie, eine der Gesund⸗ heit durchaus zuträgliche Chocolade zu genießen.

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Wohnungs- Veränderung.

3042 Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich vom 1. November an in dem selther von Herrn

Assessor, Suppes bewohntJi 5 5 8 . buten Hause, Fürsenßraße Aepfel, Birn-, Kirsch⸗ u. Nußbäume Wilhelm Ehrhardt, 3081 werden stels von mir angekauft.

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3084 Wegen der voraussichllich eintretenden sehr geringen Bethelligung wird der auf den 10. November annoneste Bahl nicht abgehalten. Der Vorstand.

Volkswirthschaftliches.

3073 Der Jahrgang 1853 des Friedberger Intelligenz, blattes enthält in einer seiner letzten Nummern die da maligen Fruchtpreise und darunter bie Polizeitaxe ft Päcker ꝛc. ꝛc, und ist daraus ersichtlich, daß der Wazen damals 17 fl. 30 ke., Korn 13 fl. 20 kr. und Gerste 10 fl. 20 kr., der vierpfündige Laib Brod aber nach der Taxe 17 kr. gekostet hat. Gegenwärtig gilt der Walzen nur 11 fl. 10 kr., Korn 8 fl. 15 kr. und Gerste

7 fl. 45 kr., also im Durchschnitt über ein Drtttbeil weniger, gleichwohl aber kostet der Laib Brod, nach eigener Preisbestimmung der Bäcker, 16 kr., also beinabe eben so viel, wie damals, wo die Fruchtpreise um 50 Prozent höher standen. Aehnlich ist es mit dem Bier zu jener Zelt, wo die Gerste einen hohen Preis hatte, kostete der Schoppen Bier 3 kr. und war gut gegenwörlig wo die Gerste bedeutend billiger ist, nehmen unsert Brauherren 4 kr. für die braune Brühe, die sie Bier nennen, und wenn man einen einigermaßen genteßbaren Schoppen trinken will, muß man für irgend ein impor⸗ tirtes Fabrikat noch höhere Preise bezahlen. Wenn Zahlen reden und aus Vergleichung derselten ein Schluß gezogen werden kann, so darf man annetmen, daß die: Befceiung der Gewerbe in dieser Beziehung nur dan benutzt wird, die Preise der Lebensmittel im Verhältniß zu den Fruchtpreisen über Gebühr hinauf zu schrauben,

und konnte man sich versucht fühlen, dem Gedanken! Raum zu geben, ob nicht gerathen fel, hier in irgend einer Wesse Schranken zu ziehen.

Obstbäume.

3079 Ein Wagen Aepfel- und Birnbäume zum Setzen

sind dahier zum Verkauf bei Herrn Metzgermeister Joh.

Walz an der Eisenbahn angekommen. Friedberg den 7. November 1869.

Ehr. Ochs aus Kronberg.

Ein gesitteter Zunge, 3082 welcher das Schuhmacher-Geschäft erlernen will,

kann in die Lehre treten bei G. Sellin, Schuhmacher in Friedberg.

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Dankf agung.

Allen Dexjenigen, weiche unsere gute Muttet:

3077

Schwiegermutter und Großmutter

Maria Hermes zur letzten Rubestätte beglettet haben, fagen wir biels mit unsern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen.

N 8

Codes-Anzeige und Danksagung. 3080 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Groß⸗ mutter

Margarethe Weith, geb. Bender, nach langem, schweren Leiden in ihrem 79. Lebens⸗ jahre in ein besseres Jenseits abzurufen.

15 Indem wir um stille Theilnahme bitten, sagen wir Allen Denen, welche die Verstorbene während ihrer Krankheit unterstützten, sowie Denen, welche sie zu ibrer letzten Ruhestätte geleitet haben, unsern tiefgefühltesten Dank.

N Friedbecg. Die trauernden Hinterbliebenen.

Verantw. Red.: Hermann Schimpff.

Bad Nauheim. Hellgebülfe. L. Rodaug.

Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.

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