Die Quelle war. seit längerer Zeit ausgeblieben rte sich dies aus einer Beschädigung der ot etwa 14 Tagen wurde die Verröhrung srausgenommen, wobei man aber auf dem Grund der alben eine ziemlich dicke Slange fand, die wahrscheinlich ie Veranlassung zur Verstopfung gegeben hatte. Nach⸗ em die nöthigen Reparaimren vorgenommen und die Ver⸗ zöhrung wieder eingelassen war, sprang die Quelle wieder ie früher, leider aber schon 3 Tage vor dem Erdbeben. —b— Aus Bönstadt ist uns folgende Mittheilung gegangen: Wir lasen in der Nr. 126 Ihres geschätzlen Zlaktes, daß die Aepfelernte in den Gemarkungen Sprend⸗ ingen und Laugen den Ertrag von 210,000 fl. in diesem Jahre gehabt habe. Sollie, was uns fast wahrscheinlich irscheinen mochte, ein Sersehen in dieser Angabe unter; lelaufen sein, da uns diese Summe allzu hoch zu sein cheint, so können wir doch nach einer glaubwürdigen Zu⸗ ummenstellung der Erträgnisse der Aepfelernte in unserer Hemeinde im laufenden Jahre mittheilen, daß sich dieselbe uf etwa 2600 Malter belief, und setzen wir den Durch schnittspreis zu 3 fl. 30 kr. pro Malter, wie er bei den ehr variirenden Preisen wohl annähernd angenommen werden kann, so stellt sich ein Erlös von 9,100 fl. hetaus. Das Obst in biesiger Gemarkung, namentlich die Aepfel, welchen von den biesigen Einwohnern eine besondere Pflege gewidmet wird, wird von den Käufern, desonders als Tafelobst, sowie zur Aepfelweinfabrikation gerne gesucht. Irsteres wurde von Seckbacher Händlern per Malter mit fl. bezahlt, und soll von denselben dis nach Paris zersandt worden sein. i g Frankfurt. Vor einigen Tagen wurde dahier ein krüchtigter Spitzbube, Siegler aus Ulm, verhaftet, der, is er hierher kam, erst einen Tag aus dem württem⸗ zergischen Zuchthause entlassen war und sosoct als Mecha⸗ ziker und Schlosser seine Thätigkeit mit dem Aussperren zer Thüren, Ausschneiden der Schlösser begang. Es be⸗ zeht gegründeter Verdacht, daß er sämmtliche, seit Kurzem zollzogene Einbrüche verübt hat, da die Art und Weise, gie dieselben ausgeführt wurden, ziemlich gleichmäßig war. Nan würde gar nicht gewußt haben, welchen Virtuosen sranksurt momentan beherberge, wenn er nicht an einem dte, wo er seine nächtliche Thätigkeit entfaltete, seinen
er ihum. und man en Zerröhrung.
Rock zurückgelassen hätte, in welchem eine Reihe von Empfehlungsbriefen steckten.
Frankfurt. Die jüngst am Grindbrunnen statt⸗ gehabten Löschversuche mit Gasspritzen(Extincteurs) aus der Maschinenfabrik von Schäffer und Budenberg in Buchau bei Magdeburg baben in den verschiedensten Kreisen ein großes Interesse erweckt, und sahen sich die zu den angestellten Versuchen deputürten Sachverständigen veranlaßt, ihre Ansicht in einem Gutachten dahin aus⸗ n daß die unter Leitung des Herrn Direktor
Löb aus genannter Fabrik veranstalteten Versuche in vollkommenster Weise die bereits vielsach erprobte außer— ordentliche Leistung der Gasspritze und deren vorzügliche Anwendbarkeit im Feuer-Löschwesen bestätrigt haben, und halten sie es für rathsam, die Anschaffung solcher Extiuc⸗ teurs in allen größeren Etablissements, als Kasernen, Fabriken, Archive, Magazine zu empfehlen.
Von der Bergstraßse. Seit dem 1. Nov. ist die Worms-Bensheimer Bahn für den Personen- und Güter⸗ verkebr in regelmäßigen Betrieb gesetzt.
Darmstadt. Ein hier wohnender Rentier hat in einer ihm drohenden Verhaftung„wegen unnatürlicher Verbrechen“ durch Erträuten sich dem Arm der Gerechlig— keit entzogen.
Worms. Die Kosten des hiesigen Turnfestes belaufen sich in runder Summe(und nach Abzug des Erlöses für wiederverkaufte Hölzer u. s. w.) auf 3000 fl., während die Einnahmen nur 2000 fl. betragen haben, so daß ein Oefizit von 1000 fl. zu decken ist. Es müssen daher, nach einem Zuschuß von eirca 200 fl. aus der Kasse des Turnvereins, 800 fl. durch Erhebung von 50—60 Proz. auf die gezeichneten Verlustactien aufgebracht werden.
Heidelberg. Kürzlich wurden dahier einige Knaben in dem Momente ertappt, als sie sich ein Vergnügen be— reiten wollten, das möglicherweise seine schrecklichen Folgen gehabt hätte. An einer Stelle, wo die Eisenbahn an der Südseite der Stadt über einen hohen Damm hinläuft, suchten die Verwegenen Steine auf den Damm zu schleppen, um, wie sie zur Rechenschaft gezogen angaben, zu sehen, wie die Eisendahn herunterfällt.
Aus Baden. Der bekannte politische Schriftsteller J. Venedey, der schon vor 1848 aus Preußen flüchtig
und dann Mitglied des Frankfurter Parlameuts war, lebt seit einer Reihe von Jahren in dem im babischen Oberlande gelezenen Orte Oberweiler, ganz nahe bei den bekannten Bade Badenweiler. Im Laufe dieses Jahres brannten Venedey's neu errschteten Gebäude zweimal nieder, wie man gleich vermuthete, in Felge von Brand⸗ legung. Der Thäter ist nun in der Person eines Ober- weiler Ortseinwohners, Schreiners und Familienvater s, entdeckt. Außer den erwähnten beiben Brandlegungen hat derselbe fünf weitere zugestanden und liegen denselben, so, weit die Untersuchung bis jetzt ergeben, keinerlel Rache⸗ gelüste, vielmehr eine boshafte Zerstörungsmanie, zu Grunde
Von der Mosel schreibt man der„Nh. u. Ruhr Ztg. unterm 1. d.:„So sonderbar es auch erscheinen mag, so ist es doch wahr, die Lese der weißen Trauben an der untern Mosel ist noch nicht vorüber, sondern muß in diesem Jahce im Schnee geschehen. Die rothen Trauben sind bereits gelesen, und auch an der oberen Mosel wird wohl die Lese beendet sein. Uebrigens ist zu hoffen, daß der Schnee der mit Sicherheit erwarteten ausgezeichneten Qualität keinen Eintrag thut, während bekanntlich die Quantität äußerst gering ist. Einer Lese im Schnee weiß man sich hier nur aus den Jahren 1813 und 1829 zu erinnern.
Verloosungen.
Braunschweig, 31. Oct. Bei der heutigen Prä— mien-Ziehung der 20-Thlr.-Loose fielen Gewinne: 40,000 Tolr. auf Serie 3005 Nr. 18, 16,000 Thlr. auf Serie 5657 Nr. 14, 4000 Tölr. auf Serie 2374 Nr. 34, 1000 Tolr. auf Serie 4883 Nr. 49.
Helsingfors, 1. Nov. Bei der heutigen Prämien⸗ Ziehung der Finnländischen 10-Thlr.⸗Loose fiel der erste Preis von 25.000 Thlr. auf Serie 7755 Nr. 7 und ein Preis von 2500 Thlr. auf Serie 11362 Nr. 20.
Stockholm, 1. Nov. Bei der heutigen Prämien- Ziehung der Schwedischen 10-Thlr.⸗Loose fiel der Preis von 16,000 Thlr. auf Nr. 191545, ein Preis von 1000 Tolr. auf Nr. 58989 und ein Preis von 500 Thlr. auf Nr. 189677.
ECdietalla dung.
Den Concurs über das Vermögen des Gustav Vogt von Reichels heim im Kreise Friedberg dett.
2588 Nachdem dem Arrangement vom 5. Juli l. 3. die gerichtliche Bestätigung nicht ertbeilt werden konnte und Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen der das Vermögen des Rubrikaten den förmlichen Foncurs erkannt hat, werden dessen sämmtliche Gläu⸗ niger zur Anmeldung und Begründung ibrer Forderungen, wie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf Mittwoch am 24. November l. J.,
Vormittags 9 Ubr, unter dem Rechtsnachtheile des ftillschweigend eintreten den Ausschlusses von der Concursmasse und beziehungs— weise des Verzichts auf vorzugsweise Befriedigung, ge⸗ aden.
In der tewähnten Tagfahrt soll sedann über Ver— waltung der Masse, Wahl eines Gläubiger Ausschusses, tfinitive Bestellung eines Masseeurators verhandelt, nuch nochmals die vergleichsweise Erledigung des Con— urses versucht werden, was unter dem Anfügen bekannt emacht wird, daß in Ansehung der weder in Selbst— terson erscheinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Nandatarien vertretenen Gläubiger der stillschweigende geitritt zu dem von der Mehrheit der Erschienenen auch zezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrange— nients gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden Hürde. g
Friedberg am 12. September 1869.
Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Proel a m.
997 Bet mißlungenem Gäteversuch ist der förmliche zoncuis über das Vermögen der Ehefrau des Heinrich Rohlhepp, Margarethe, geb. Lenz, zu Kilianstädten kannt und Termin zur Anmeldung der Forderungen auf en 23. November 1869, Vormittags 9 Uhr, in dem Local des unterzeichneten Gerichts, Schloßstraße Ur. 26, beim Rechtsnachibeil der Ausschließung an— deraumt. Das Präclufivvekret wird nur durch Anheften in Gerschtslocal eröffnet. Hanau den 26. October 1869. Königliches Amtsgerscht Abtheilung II. eee
vdt. Strobmaper.
G eneralversammlung des Armenvekeins.
071 Zu der Dienssag den 9. d. M., Abends 7½ Uhr, in Lokal des Herrn Karl Walz fallsindenden General— versammlung des Armenvereins, in welcher
1) die Rechnung für 1868 vorgelegt,
2) die statutenmäßige Ergänzung des Vorstandes
vorgenommen,
3) über eiwalge Anträge berathen werden soll, werden alle Mitglieder hierdurch ergebenst eingeladen.
rkedberg am 6. November 1869.
ür den Vorstand:
Waaren-Versteigerung.
3003 Mittwoch den 10. November l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werten in hiefigem Rathhause elne große Parthie Waaren, als: Meerschaumspitzen, Messer, Notizbücher, Bilderbücher, Albums, Reißzeuge, Farbenkaften, Griffel, Formular papiere, verschiedene Kinderspiele, Parfümeriewaaren, 1 Parthie franz. Tabak, 1 Ladeneiurichtung bestehend in 5 Glasschränken, 1 Steinkohlenofen, eine Gasein— richtung, verschiedene leere Kisten und sonstige Gegen⸗ stände öffentlich meifibietend gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 27. October 1869. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches Ortsgerichts Frtedberg F. ben
rer
Den Nachlaß des Heinrich Backes VI. von Ober Rosbach betreffend. 3038 Der mit unbekanntem Aufeythaltsorte in Amerika seit vielen Jahren abwesende Carl Backes von Ober⸗ Rosbach wird aufgefordert über die Antretung der ihm durch den im Juli l. J. erfolgten Tod seines Bruders des Heinrich Backes IV. von Ober-Rosbach deferirten Erbschaft binnen Frist von drei Monaten dahler fich zu erklären, als sonst Verzicht unterstellt und dieselbe dem bier aufgetretenen anwesenden nächten gesetzlichen Erben überlassen, auch das zur Erbschaft gehörige Grund— vermögen demselben in dem öffentlichen Buche zu⸗ geschrieben werden wird. Friedberg den 26. October 1869. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
600 Gulden,
3040 im Ganzen auch getrennt, können Ende Januar 1870 aus der Kirchenkasse zu Wickstadt gegen gericht liche Sscherheit ausgeliehen werden. Ilbenstadt am 3. November 1869. Mar ger ae f, Kircheutechner.
Pe tr. leg m e ien Mia rung. 3076 Mittwoch den 1. Derembur 1869, Vormittags 10 Uhr, soll die Meferung des Bedarfs an Petroleum und Lichtern für die Garntson Butzbach auf das erste Halbjahr 1870 auf dem Büreau der unterzeichneten Ver— waltung, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen, durch Soumission vergeben werden. In den einzureschenden Soumissionen ist anzugeben, daß von den Bedingungen Kenniniß genommen.
Butzbach den 6. November 1869.
Großherzogliche Garmson-Verwaltung Sch abel, Wachtmeister.
Schönes Weißkraut
Sein b er gen
3078 hat zu verkaufen H. F. Müller
i% Der u sagasse.
Bekanntmachung.
3075 Donnerstag den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden auf hiesigem Rathhause 2 Klafter Basaltsteine zum Aufsetzen, Kleinschlagen und Eindecken an den Wenigstnehmenden veraccordirt. Schwalbeim am 6. October 1869. Großherzogliche Bürgermelsterel Schwalheim Agne
*— Mehrere Zimmer, 3024 in der schönsten Lage auf der breiten Straße, find mit oder ohne Möbel zu vermiethen.
S. Katzenstein's Wittwe.
Epileptische Krämpfe rasse
1343 heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. K l- liseh in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt.
Kaiser⸗Auszug, 3053 das feinste Mehl, empfehle ich bestens auf bevor⸗
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ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei Bindernagel& Schimpff⸗
Kirchen buchzauszüge. Evangelische Gemeinde.
Getraute:
31. Octoder. Heinrich Ludwig Peter Karl Hohen⸗ stein, Bürger zu Hungen und Actuariats Aspirant zu Offenbach, Sohn des Bürgers und Landwirthes Konrad Hohenstein zu pungen, und Dorothea Füller, Tochter des verstorbenen hiesigen Bürgers und Zimmermeisters Leonbard Füller.
1. November(zu Nieder⸗Rosbach]). Johannes Hell, biefiger Bürger, jetzt Müller auf der Brunnenmühle bei Nieder- Rosbach, ein Wittwer, und Christiane Hulda Agnese Brieg, Tochter des Wachtmeisters August Brieg zu Buttstadt im Großberzogtbum Sachsen Weimar.
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1. November. Dem blesigen Bürger und Buchhändler Hermann August Schimpff ein Sohn Otto, Ludwig Wilhelm Auglist, geb. den 12. September
Beerdigte:
November. Elisabetha Sophie Anna Marla Zeh, Töchtelchen ves Bürgers zu Butzbach und Transport- begleiters bei der hirsigen Post Ludwig Zeh, alt 4 Jahre 2 Monate 24 Tage, t am 2 Nodember.
5. November. Margaretha Elisabetha Weith, geb. Bender, Wutwe des verst. hiesigen Bürgers und Schuh⸗ machermeisters Christtan Welth, alt 79 Jahre 8 Monate 17 Tage, am 2. November.


