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in die Distriktseinnehmerei Offenbach, und den Distrikts⸗ einnehmer der Distriktseinnehmerei Assenheim Köster in gleicher Diensteigenschaft tu die Distriktseinnebmerei Alzey II. zu versetzen; an demselben Tage dem Schullehrer an der ersten Knabenschule zu Münster, Keilmann, die erste Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Gernsheim, sowie am 18. Oktober dem Diakonus und ersten Lehrer zu Kirtorf Anton Orth die erledigte evangel. Pfarrstelle zu Hotrweiler, und dem evangelischen Schullehrer zu Berghofen, im Königreich Preußen, Noos, die evangelische Schulstelle zu Geitenau zu übertragen; an demselben Tage den von dem Fürsten zu Solms Braunfels auf die erledigte erste evangelische Schulstelle zu Wölfersheim prä⸗ sentirten Schullehrer an der evangelischen Schule zu Weckesheim, Hahn, für diese Stelle zu bestätigen; am 19. October den Collegienhauswärter Schnarr zum Amis⸗ diener bei der Zollabfertigungsstelle im Eisendahnhof in Darmstadt, und den Probator I. Klasse bei der Ju⸗ stificatur⸗ Abtheilung der Ober-Rechnungskammer Müllet zum Revisor bei dieser Justificatur- Abtheilung zu er⸗ nennen; am 20. Oklober dem siebenten Lehrer an der Musterschule zu Friedberg, Dörr, die fünfte Lehrerstelle an dieser Schule, dem Schulamts-Aspiranten Weinel aus Diebach am Haag die siebente Lehrerstelle an der Musterschule zu Friedberg, dem Schulamts⸗Aspiranten Weitz aus Höckersdorf die zweite evangelische Schulstelle zu Dorheim, und dem Schulamts-Aspiranten Rumpf aus Butzbach die dritte evangelische Schulstelle daselbst, zu übertragen. Am 9. Oktober wurde der Pfarrverwalter Mees aus Mainz zum katholischen Pfarrer in Rocken⸗ berg ernannt.

IX. Concurrenz für: die mit einem Lehrer zu besetzende vierte katholische Mädchenschulstelle zu Bingen mit einem Gehalt von 314 fl. einschließlich der Vergütung für Heizung des Schullokals; die Distrikiseinnehmerei Groß⸗Buseck, wofür eine Dienstcaution von 2000 fl. erfordert wird Concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden; die Distriktseinnehmerei Acheilgen, für welche eine Caution von 3000 fl. ersordert wird. Con⸗ zurtenzsähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen an⸗ cumelden.

DieMag deb. Zig. meldet, daßwahr⸗ scheinlich die schon oft wiederholt in Anregung gebrachte Organisation der Hessischen Truppen in drei Infanterieregimenter à 3 Bataillone und 1 Jägerbataillon zu erwarten sei, wovon die ersteren dann voraussichtlich die in der Regiments. nummerfolge der Norddeutschen Armee noch offen verbliebenen Nummern 97, 98 und 99 erhalten werden und womit zugleich thatsächlich die direkte Einverleibung der Hessischen Division in die Norddeutsche Armee als abgeschlossen angesehen werden könnte DasFr. J. berichtet hier- auf bezüglich vom 5. Nov.: Dem Vernehmen nach ist der Großherzog, dem Drängen des preußi⸗ schen Militärcabinets nachgebend, darauf ein- gegangen, daß die Infanterie unserer Division nach der preußischen Schablone neu organisirt, d. h. ein Regiment man nennt bald das zweite, bald das vierte aufgelöst und aus den beiden Jägerbataillonen dritte(Füsilier⸗) Bataillone für die verbleibenden drei Regimenter gebildet werden. Der Erlaß der bfzüglichen Ordre soll für die nächsten Tage bevorstehen.

* Friedberg. DerWett. Bote bringt folgende Erklärung des Herrn M. Kuhl in Butzbach:Wie ich aus öffentlichen Blättern er⸗ sehen, bin ich ohne mein Vorwissen in einer Bürgerversammlung in Friedberg als Kandidat zum Abgeordneten für die 2. Kammer empfohlen worden. Ich sehe mich deßhalb veranlaßt, hier⸗ mit zu erklären, daß mir meine gegenwärtigen dienstlichen und geschäftlichen Verhältnisse, die ich dermaleg zu ändern nicht im Stande bin, nicht gestatten, ein Mandat für den Landtag anzuneh⸗ men. Zugleich spreche ich denjenigen Herren, welche mir ihr Vertrauen zugewendet haben, meinen verbindlichsten Dank aus.

Vom Rheine. Es heißt, daß in Rom beabsichtigt werde, die theologischen Facultäten an sämmtlichen deutschen Hochschulen aufzuheben und abgesonderte Bildungsanstalten für die künf⸗ tigen Seelenhirten einzuführen, um dieselben künftig von jeglicher Berührung mit der modernen Wissen⸗ schaft fern zu halten.

Preußen. Berlin, 5. Nov. In dem Abgeordnetenhause wurde die Vorberathung, des Etats begonnen. Löwe⸗Calbe hält die Idee des Finanzministers für ausführbar, aber wegen der

Mai ate hee jedoch auf die schwie⸗ rige Aufgabe des früheren Finanzministers nach den Umgestaltungen von 1866 und dem Einkreten der Nothstandsverhältnisse. Der Minister sagt, durch seinen Finanzplan werde sofort eine Er⸗ leichterung von 3 Millionen herbeigeführt. Er werde Alles thun, um eine wirkliche Controle zu schaffen. Vor Schluß der Sitzung wurde noch der auf der Tagesordnung stehende Antrag Virchow's und Genossen(Abrüstung und Verminderung des Militär⸗Etats) berathen. Der Abg. Lasker ver⸗ theidigte seinen Antrag, über den Virchow'schen Antrag zur motivirten Tagesordnung überzugehen. Der Uebergang zur Tagesordnung wird nicht angenommen, der Antrag, Virchow hierauf mit 215 gegen 99 Stimmen abgelehnt. 0

DieBörsen-Zeitung meldet, aus London seien Depeschen eingetroffen, daß die Unistkation der amerikanischen Staatsschuld vermittelst des Hauses Rothschild eine festbeschlossene Sache sei

DieBank- und Holsztg. schreibt:Die Direktion der Nauheimer Spfelbank erhebt eine Entschädigungsforderung an den norddeutschen Bund und die hessische Regierung und zwar aus Anlaß des von dem Bunde gefaßten Beschlusses für Aufhebung der Spielbanken im norddeutschen Gebiete; sie glaubt eine Entschädigung bean spruchen zu können, da, wenn dieser Beschluß zur Ausführung gelangt, ihr Spielbank-Pachtvertrag lange vor der in ihrem Contrakte' mit der hessi⸗ schen Regierung festgesetzten Zeit gelöst würde. Die Direktion wird in einer auf den 3. Dezember anberaumten Generalversammlung der Nauheimer Kurhaus Aktiengesellschaft einen näheren Bericht in dieser Angelegenheit erstatten.

Der Kronprinz von Preußen wurde bei

seiner Ankunft in Jerusalem von der Geistlichkeit, den Consuln und den Behörden der Stadt! be grüßt. Der Kronprinz besuchte alsbald das hei lige Grab. DenHamb. Nacht. zufolge wird Prinz Karl von Preußen in seiner Eigenschaft als Großmeister des Johanniterordens sich demnächst nach Jerusalem begeben, um das vom Sultan dem König von Preußen übermachte Terrain der alten Johanniterkirche zu übernehmen.

Sachsen. Dresden. In der Sitzung der zweiten Kammer wurde der Antrag des Abg. Wigard auf Einberufung eines Landtags nach dem Wahlgesetze von 1848 mit allen gegen fünf Stimmen, der Antrag Biedermann's und Riedel's auf Vorlegung eines neuen Wahlgesetzes nach den Grundsätzen des Einkammer und Repräsentativ⸗ systems mit 40 gegen 37 Stimmen abgelehnt.

Baden. Karlsruhe. DieKarlsr. 3. bringt folgende halbamtliche Mütheilung:Den Wunschen der badischen Regierung entgegenkom⸗ mend und in besonderer Würdigung der hoch- stehenden Leistungen unserer Polyptechnischen Schule hat die k. preußische Regierung darein gewilligt, daß Bautechniker, welche sich dem preußischen Staatsdienste widmen wollen und für welche sonst zweijähriger Zwangsbesuch preußischer Anstalten vorgeschrieben ist, ihre gesammtt Vorbereitung auf der polytechnischen Schule dahier nehmen dürfen. Diese Zusage bleibt vorläufig bis zum 1. Oktober 1873 in Kraft

Hesterreich. Wien. DerKarlsr. Z. wird von hier geschrieben: Auch die französische Regierung hat jetzt Anlaß genommen, dem Fürsten von Montenegro die zuversichtliche Erwartung auszusprechen, daß er alles Ernstes bedacht sein werde, die vollste Neutralität zu bewahren, und es ist diese Mahnung mit dem nicht mißzuver⸗ stehenden Hinweis verschärft, daß im anderen Falle die Pforte nicht behindert werden könne, aus ihren suzeränen Rechten alle diejenigen Consequenzen zu ziehen, die sie durch ihr Interesse geboten er⸗ achten möchte. f

Cattaro. Am 4. d. war Waffenruhe, ein⸗

getreten. Die Insurgenten von Sisic und Ver-

durch die Convertirung entstehenden Kosten und blaje hatten ihre Unterwerfung angekündigt und und bei der Lage des jetzigen Geldmarktes für sollten bis Abends ihre Waffen einliefern. Oberst

bedenklich und die Controle durch die Staats⸗

Schönfeld macht von Budna aus eine Demön⸗

schuldencommission für nicht genügend. Der Finanz⸗ stration gegen Bretic. N

minister erklärt, daß er die Denkschrift vom 18.

Krakau. Das Landesgericht hat auf An⸗

klage der Staatsanwaltschaft beschlossen, die Oberinnen des Carmeliterklosters wegen der wider. rechtlichen und unmenschlichen Gefangenhaltung der Nonne Barbara Uöryk in den Anklagestand zu versetzen, und zwar wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens. Diese Anklage hat insoferne große Bedeutung, als die Angeklagten im Falle der Verurtheilung als Ausländerinng nach überstandener Strafe des Landes verwiesg würden. Der Tag der öffentlichen Schluß ven handlung wird in kurzer Frist bekannt gemach werden. ö Schweiz. Bern. Der vom Dundesralh durchberathene Budget- Entwurf für 1870 stelk den Einnahmebetrag auf 22,201,500 Fr. und die Ausgaben auf 22,652,000 Fr. fest, eine Ri, duktion der Militätausgaben soll aber das muth⸗ maßliche Destzit auf 300,000 Fr. verringern. Frankreich. Paris. Die Wahlversamg⸗ lungen wegen der Pariser Nachwahlen haben uf begonnen und schon geht es ziemlich heftig hu in öffentlichen wie in Privatversammlungen. Di erste Wählerversammlung ist aufgelöst worden, weil man die unbeeidigten, Candivaturen verthel, digen und empfehlen wollte. Dies Einschreiten dürfte den Unvereideten mehr genätzt haben, als irgend welche nutzlose, lange Rede. In einer öffentlichen Versammlung des dritten Bezirks er⸗ klärte der Polizeicommissär, daß er die Discussion über die Frage der unvereideten Candidaturen nicht gestatte, weil dieselbe der Verfassung zuwider laufe. Die Versammlung fand sich darin und

schnitt jedem Reoner, welcher diese Frage berühten

wollte, selbst das Wort ab. In dieser Versamm⸗ lung empfing Herr Glais-Bizoin, der ihr nur als Zuschauer beiwohnte, eine wahre Ovation. Er ergriff hierauf das Wort und sagte:Unvereidel oder nicht, empfehle ich Ihnen Eintracht und Ausdauer. Erinnern Sie sich, daß die Haun des Bären noch nicht zu verkaufen ist; er ist wohl sehr krank, aber noch nicht umgebracht, und da⸗ mit wir uns in seinen Balg theilen können, dazu

bedarf es der Einigkeit unter allen Fraktionen In einer anderen Versammlung

der Demokratie. wurde ein Brief Henri Rochesort's verlesen, U welchem derselbe erklärt, er werde je nach dem Wunsche der Wähler als vereideter oder unver⸗ eideter Candidat auftreten. Die Meldung der Liberte, nach welcher Henri Rochefort in Paris eingetroffen sei, hatte sich bis zum 4. d. nicht bestätig.

DerConstitutionnel theilt mit, Rochefom sei am 5. d. an der belgischen Gränze, sobald eg französischen Boden betreten, verhaftet, aber auf kaiserlichen Befehl wieder in Freiheit gesetzt wor

den. Hiernach war die Nachricht, daß derselbs

schon am 4. in Paris eingetroffen, unrichtig. Am

6. ist derselbe jedoch in Paris eingetroffen, wis

nachfolgende Mittheilung bestätigt: Am 6. de Abends fand eine öffentliche Versammlung stath, unter Betheiligung einer ungeheuren Volks menge Rochefort sagte in einer Rede, sein dem Kaiser⸗ reich geleisteter Eid solle ihn nicht hindern, das selbe zu stürzen und die Republik an seine Stelln

zu setzen. Der Polizeicommissär intervenirte, Großer Tumult. ae Spauien. Madrid. Der Marineminisen

Topete hat am 4. d. dem Regenten erklärt, en halte es nach reiflicher Ueberlegung für seinn Pflicht, seine Entlassung zu nehmen, werde indeß die Regierung auch ferner unterstützen. Das Marin Ministerium wurde vorläufig Prim übertragen. Italien. Aus Florenz wird gemeldel daß der König von Italien nicht unbedeutend erkrankt. Nachrichten dom 5. d. sagen: Dar König hatte eine schlaflose Nacht. Das Fiebur hat sich vermehrt. Der Kronprinz hat sich von Neapel nach Florenz zum König begeben.

Die Viehversicherungeanstalt für dak Gtoßherzogizum Hessen wird am 15, d. M., Vor mittag 10 Uhr, im Saale desHotel Drexel in Fra nf fun ehre Generalversammlung abhalten. Da eine cheilwell Veränderung der Statuten beabsichtigt und es wünschens werth ist, die Ansichteu einer größeren Anzahl der iheiligten Oberhessens kennen zu lernen, so hofft ma auf eine lebhaffe Theilnahme. 751

Bad Nauheim Die in verschiedene Bläthlt übergegangene Nachricht, die hiesigeSalzquelle sp ringe in Folge des letzten Erdbebens wieder, beruht auf einen

» Friedberg.

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