Ausgabe 
9.10.1869
 
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aus Gotha eröffnet. Die Professoren Bluntschli (Heidelberg) und Holtzendorf(Berlin) wurden zu Vorsitzenden gewählt.

angenommen:Die von einem Theile der Geist si lichkeit unternommenen Versuche, die Todesstrafe als einen das Gewissen bindenden Glaubenssatz und als ein der Obrigkeit durch die göttliche Ordnung auferlegtes Gesetz anzuerkennen, erscheinen als unberechtigt.

Unterm 13. Februar 1868 ersuchte die o Stadtverordnetenversammlung den Magistrat um eine Zusammenstellung der Kosten für die Empfangs seierlichkeiten im Jahre 1866. Unterm 13. Sept. 1869, also nach einem Jahre und sieben Monaten, ist der Magi kommen. Danach sind verausgabt; coration der öffentlichen Straßen und Plätze, und zwar für die am Brandenburger Thor und dem Pariser Platz 22,715 Thlr., der Lindenpro⸗ menade bis zur Schloßbrücke 15,711 Thlr., des Lustgartens 22,342 Thlr., der anderen Straßen 5794 Thlr.; 2) für die Decoration städtischer Gebäude 3677 Thlr., für die Illumination bei der Rückkehr des Königs von dem Kriegsschau⸗ platze 2303 Thlr., beim Einzug der Truppen am 20. und 21. Sept. 20,465 Thlr.; 3) für den Empfang des Königs durch die Ehrenjungfrauen 453 Thlr; 4) für die Aufstellung der Gewerke und der männlichen Schuljugend 1574 Thlr.; 5) für das Diner in der Turnhalle, und zwar für architektonische Anordnungen und Einrichtungen 14,411 Thlr., für das Festessen selbst 15,620 Thlr.; 6) für das von dem Professor A. Menzel illu⸗

1) für De⸗ i

Könige überreichten Scherenbergschen Gedichtes 1623 Thlr.; für Anordnungen unter dem Titel: Insgemein 26,6 79 Thlr. Die ganze Summe beträgt 154,373 Thlr. 18 Sgr. 1 Pfg. Frankfurt. Bei der Wahl eines Abgeord⸗ neten zum preußischen Abgeordnetenhause waren öffentlich als Candidaten aufgestellt die Herren Dr. Kugler und Dr. Guido Weiß. Letzterer er⸗ hielt 102 und Dr. Kugler 90 Stimmen. Die anderen zersplitterten sich auf die Herren Dr. Passavant, Dr. Prior und Dr. Reinganum. Im hierauf folgenden engeren Wahlgang erhielt Dr. Guido Weiß 90 und Dr. Kugler 43 Stimmen. Ersterer ist somit Abgeordneter für Frankfurt. Das Amtsblatt enthält eine Bekannt- machung des Commandos der 21. Division, wo⸗ nach 41 Reservisten aus Kurhessen als Deserteure in contumaciam erklärt werden; weitere 13 wer. den aufgefordert, sich zu stellen, widrigenfalls ihnen das gleiche Schicksal bevorsteht. Bayern. München. Am 6. d. verlas

in der Abgeordnetenkammer vor dem Beginn des Serutiniums der Alterspräsident ein Dekret des Könige, vom 6. October datirt, welches die Auf⸗ lösung der Kammer verfügt. Oesterreich. Wien. DiePresse mel det:Das Ministerium des Innern hat dem Vereine für Abschaffung der Todesstrafe die Genehmigung versagt, weil in Oesterreich(wie in Preußen) politische Vereine nach dem be⸗ kanntlich wenig liberalen Vereinsgesetze keine Zweigvereine errichten, und keine Ausländer als Mitglieder aufnehmen dürfen. Der Kronprinz von Preußen traf am

6. d. Abends um Uhr auf dem Westbahn⸗ hof hier ein. Er wurde vom Kaiser und den Spitzen der Militär⸗ und Civilbehörden empfangen. Die Militärcapelle spielte die preuß. Volkshymne.

hat hierauf bezüglich ein Schreiben an das Mini- sterium gerichtet, in welchem es heißt: Warum hat man nicht ein dem 26. Ock.,

In der Sitzung des Protestantentags wurde Tage der gesetzlichen Frist, vorangehendes Datum i folgende Resolution des Professors v. Holtzendorff bezeichnet, statt die Eröffnung der Kammer ohne

Indem wir der Verfassung Gehorsam schworen,

Volke herrührenden Mandate; Sie lehren uns jetzt, sie als einen todten Buchstaben betrachten, indem Sie sie zuerst verletzen.

machen, hierüber interpellirt zu werden, und dann wird auf die von Ihnen angerufenen Gründe ein Antrag auf Ihre Versetzung in wegen Verletzung der Constitution von der Ma⸗ strat diesem Gesuche endlich nachge- jorität formulirt werden, wenn anders sich diese

Schmach vermeiden, wenn Sie die Kammer bis spätestens auf den 26. Ott. 1869 einberufen.

der Regent von Spanien, Herr Serrano, und der Marschall Prim, durch die innere Lage des Landes erschreckt und die Unmöglichkeit erkennend, den Herzog von Genua auf den Thron zu er- heben, sich mit dem portugiesischen Ministerium benommen hätten, welches letztere Dom Fernando bestimmt hätte, die Krone anzunehmen, die er vor einigen Monaten so schroff von sich gewiesen hatte,

Uebersicht von dem Ueberhandnehmen der Geistes⸗ krankheit in Frankreich Folgende Ziffern sind würdig, daß man sie beachte: Im Jahre 1856 gab es 35,021 Verrückte und 5 N Blödsinnige in Frankreich; strirte Kunstblatt des von den Jungfrauen dem zahl auf 42,689 gestiegen und 1867, letzte Ueber⸗ sicht, auf 50,786, demnach und 1867 einen auf 420 Einwohner oder 133 Irre auf je 100,000 Personen.

von Dänemark bei Eröffnung des Reichstags ent⸗ hält folgende bemerkenswerthe Stelle:

dem letzten

chtlichen Grund auf den 29. Nov. zu verschieben?

Sobald die Kammer rganisirt sein wird, müssen Sie sich darauf gefaßt

Anklagestand hrer Vorrechte würdig zeigt. Sie können diese

DerLiberte geht die Nachricht zu, daß

DiePatrie gibt eine traurige statistische

in den letzten Jahren.

1861 war deren An⸗

1861 einen auf 444

Dänemark. Die Thronrede des Königs Wie die Nordschleswiger, vertrauen auch wir auf eine Wiedervereinigung mit dem, was Dänisch ist und sein will. Die preußische Regierung hat aller- dings nicht in den Verhältnissen den genügenden Anlaß gefunden, um die begonnenen Verhand- lungen wieder aufzunehmen. Unsere Ueberzeugung, Betreffs dessen, was die Gerechtigkeit und die wohlverstandenen Interessen beider Staaten fordern, ist so fest, daß wir hoffen, die entsprechende Auf⸗ fassung werde auch Seitens der preußischen Re- gierung sich geltend machen, und einen Ausgleich herbeiführen, welcher die Freundschafts⸗Beziehungen Dänemarks und Preußens dauerhaft befestigen kann. Großbritannien. London. Nach Mit⸗ theilungen der Blätter wird von unterrichteter Seite versichert, daß Livingstone im Frühjahre in Tagangikasee wohlbehalten angekommen sei und Briefe nach Zanzibar gesandt habe.

Spanien. Madrid. Es heißt hier, daß die republikanische Bewegung an Terrain gewinnt, die Regierung aber die wahre Sachlage verheim⸗ licht. Alles hängt von der Zuverlässigkeit der Armee ab. Es scheint die Absicht der Insurgenten, Madrid von mehreren Punkten aus gleichzeitig anzugreifen.

Die Cortes votirten einstimmig die Gesetzes⸗ vorlage, durch welche die constitutionellen Garantien suspendirt werden. Die republikanischen Deputirten hatten die Sitzung verlassen. In Catalonien haben sich neue republikanische Schaaren gezeigt.

Schweiz Bern. Der Bundesrath hat seine Intervention in der Frankfurter Ausweisungs⸗ Angelegenheit verweigert, ausgenommen in den Fällen, wo ganze Familien das Schweizer Bürger⸗ recht erworben haben.

Frankreich. Paris. Wie es den An⸗ schein nimmt, wird von Seiten der Deputirten für den 26. d. keine Demonstration mehr beab⸗ sichtigt. Man wird sich damit begnügen, bei Zusammentritt der Kammer die Minister über die Verzögerung zur Rebe zu stellen und, falls nöthig, in den Anklogestand zu versetzen. Raspail

melden, daß mehrere Freischaaren geschlagen seien.

Schweizer Zuchtrind vieh. Der landw. Verein die Provinz Oberhessen brachte heute das, in Ausführung des Beschlusses seiner Ausschußsitzung vom 11. Jan. d. J.

Friedberg zur Versteigerung. eingefunden, als Kaufobjekle da waren und da außerdem der Transport dem Beschlusse des Ausschusses gemäß, nur aus Bullen bestand, so traten als Concurrenten haupt⸗

erhoben wir sie auf gleiche Höhe mit unserem vom sächlich nur die Gemeinden auf, in Folge dessen der Sleig⸗ preis einzelner Thiere den Ankaufspreis bedeutend überstieg.

Nachrichten aus Andalusien und Catalonien

in Madrid als besiegt

Versteiger ung v

H. Friedberg, 4. Okt. on für u der Schweiz angekaufte Zuchtrindvieh, Berner Race, in

Es hatten sich mehr Käufer

Der Transport bestand aus: 1. Einem Bullen, Rothscheck, 1⅝ Jahr alt,

angekauft bei Ulrich Kobell zu Zimmerboden bei Bottigen und ersteigert von der Gemeinde O ber⸗ mockstadt für fl. 232

2. Bulle, Gelbscheck mit Blesse, geb. im Jan. 1869. Verkäufer: Peter Eschler zu Zweisimmern. Steigerer: Gemeinde Burggräfenrod für 161 3. Bulle, Rothscheck, geb. im Dezember 1868. Verkäufer: Joh. Widener zu Zwischenfluh bei Erlen⸗ bach. Steigerer: Gemeinde Griedel für 4. Bulle, Rolhscheck mit Blesse, geb. im Dez. 1868. Verkäufer: Großrath Kloßner zu Ladder⸗ bach. Steigerer: Gemeinde Reichelsheim für 252 5. Bulle, Rothscheck mit Spiegelaugen, geb. im n Dezember 1868. Verkäufer: Derselbe. Steigerer: Gemeinde Stammheim für 201 6. Bulle, Nolhscheck mit weißem Kopfe, 17 Jahre alt. Verkänfer: Chr. Wandfluh zu Kander⸗ grand. Steigerer: Gemeinde Melbach für 402 7. Bulle, Gekbscheck mit Spiegelaugen, Jahr alt. Verkäufer: Peter Jungen zu Linter bei Tru⸗ tingen. Steigerer: Gemeinde Dauernheim für 183 8. Bulle, Roihscheck mit weißem Kopfe, 2 Jahre alt. Verkäufer: David Morier zu Cbsteau d Oer Kanlon Waadt. Steigerer: Herr Zimmermann, Lich, für 9. Bulle, Gelbscheck, Jahr alt. Verkäufer: Bartholomäus Müller zu Zweizimmern. Steigeret: Gemeinde Rodheim v d. H. für 20 10. Bulle, Gelbscheck mit Spiegelaugen und gesprenkeltem Kopf, geb. im März 1869. Verkäufer: Jakob Bärtschi zu Erlenbach. Steigerer: Gemeinde Niederwöllstadt für

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Summa; fl. 2816 Die Ankaufspreise in der Schweiz beliefen sich auf 1761 fl. 12 kt.; der Erlös bei der Versteigerung überstieg also die Ankaufskosten um 554 fl. 48 kr. wovon jedoch die nicht unbedeutenden Reise⸗ Transport- und Ver⸗ pflegungskosten der Thiere in Abrechnung zu bringen sind. Auch einige Mutterthiere waren durch Vermittlung des landw. Vereins auf vorherige Anmeldung und für eigene Rechnung einiger Oekonomen mitbesorgt worden, unter diesen eine trächtige Kuh, Rothscheck, 6zahnig, Ankaufs⸗ preis: 252 fl. 56 kr; ein trächtiges Rind; Noihschec, 4 zahnig, geb. im März 1867, Ankaufspreis 293 fl.; ein 0 0 Rind, Geloscheck, 2zahnig, Ankaufspreis 20 fl. 0 kr. Fraukfurt. Die hohen Fulterpreise, der bevorstehende Winker und die unsicheren politischen Verhältnisse waren von wesentlichem Einfluß auf den ungemein spät gefallenen Herbstpferdemarkt. Wenn auch die Käufer in den beiden letzten Tagen das, was am ersten versäumt wurde, ein⸗ zuholen suchten, so erhob sich das Resultat doch nich! höher, als daß man sagen kann, der Herbstmarkt 186 war ein guter Mittelmarkt. Statt. wie sonst, um 12 Uhr, ward er erst Abends 5 Uhr, und zwar durch die Polizei zeschlossen, indem sie die drei Pferde, welche noch auf dem Götheplatz standen und um welche schon fünf Stunden gehandelt wurde, entfernten. Bei der im Saalbau flalt⸗ gehabten Verloosung ging es recht munter her. Den ersten Preis gewann Herr Seidel in Neumüblen in Sachsen auf Nr. 12,203. Weitere Preise, theils Eguipagen mit Ge⸗ spannen, theils Pferde, gewannen die Nummern 846, 922. 977, 1700, 2603, 2627, 2701, 3292, 4103, 6616, 6680, 6852, 7261, 7459, 7577, 7694, 7863, 8154, 8199, 8661, 8688, 10,134, 11,164. 12,665, 13,150, 13 845, 13 874, 15,415, 16,902, 19,416, 19,535, 20,673, 21.405, 22,886, 23.055, 23,247, 23 483, 23.552, 27.359. 27 469, 28,242 28,665, 28,928, 29 558, 30,175 und 30.797. Offenbach. Die hiesige gänzlich reorganisirte Handels schule wird sich demnächst zu einem höchst gemeinnützigen Justitute erweitern, indem durch sie eine Akademie füt Handel und Gewerbe ins Leben treten und in regel⸗ mäßigen halbjährigen Cursen sowohl populär ⸗wissenschast liche Vorlesungen als auch Unterrichtsstunden, wöchentlich viermal, Abends von 810 Uhr, darbieten soll. Di Vorlesungen werden sich über Culturgeschichte, deulscht Literatur, Naturwissenschaft und Volkswir ihschaft verbreiten während die Unterrichtsßunden sich mit dem Französischen Englischen und Itallenischen, sowie mit Buchführung und kaufmännischem Rechnen besassen. 5 Paris. In der Affaire Traupmann ielegraphirt man

Die Insurrektion wird

betrachtet. Die Einschiffung der nach Cuba be⸗ stimmten Truppen dauert fort, ungeachtet der Auf⸗

regung, welche Spanien ergriffen hat. Italien. Florenz.

Ein königl. Dekret betreffs Reorganisation der Finanzverwaltung ver⸗ ordnet die Einsetzung eines Finanzeontroleurs in jeder Provinz, welchem die Erhebung der Steuern und die Oberaufsicht über das Staatseigenthum, vie Maaße und Gewichte, sowie über die Landes-

vom 5. d. demGaulois aus Guebwiller:In Roubaß hat man eine wichtige Entdeckung gemacht. Es handel sich um zwei deutsche Briefe des jungen Traupmann au Johann Kinck, in welchen ausführlich von einem Logis die Rede wäre, das Traupmann für Kinck Vaser in dem Schloß von Wattwiller bei Cernay geinsethet hätte. Die Nachforschungen haben heute begonnen, wurden aber gegen Mitlag durch eine Depesche unterbrochen, welche den dame betrauten Untersuchungsrichter, Heren Bellin, nach Son zurückriefs. Es ist zu bemerken, daß auch bei Watlwillen ein Teich liegt. Wie diePresse vernimmt, hat de! hiesige Untersuchungs richter Herr Sonet d'Areg gestern den

vermessung zusteht.

Bruder Kinck's vernommen. Ein ziemlich wichliger Zeug

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