Ausgabe 
9.10.1869
 
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der Person eines Kutschers aus

0 2 se ferner neuerdings in U welcher ebenfalls gestein verhört

Ae entdeckt worden, unden wäre.

0 l f Norddeutsche Packet⸗Beförderun Gesellschaft.

Unter obiger Firma ist in Berlin eine Commandit⸗ Eisellschast auf Aktien in der Bildung begriffen, welche ile Thätigkeit schon mit dem 1. Nov. d. e. beginnen wird.

Der Zweck der Gesellschaft ist, Packete aller Art mit oer obne deklarirten Werth nach allen Richtungen hin zu biördern und zwar innerhalb des norddeutschen Bundes⸗ goletes mittelst selbst getroffener Organisation, nach dem Auslande dagegen auf Grund von Verträgen, welche mit Nessagerie- und Expreß⸗Kompagnien geschlossen worden siud.

General⸗ resp. Hauptagenturen werden in den hervor⸗ rgendsten Industtie- und solchen Städten eingerichtet, ullche so erhebliche Packetversendungen unterhalten, daß di Kalkül, worauf der Gewinn basirt, zutreffend wird.

Nur von diesen Agenturen wird das eigentliche Spe⸗ diionsgeschäft, die Annahme und sofortige Versendung der guckete betrieben, während die Spezialagenluren, mit wilchen die übrig bleibenden kleineren Postorte besetzt wer ka, vorläufig nur auf die Aushändigung der dort ein⸗

as⸗

weniger, als, wie wir hören, die Gesellschaft mit der Ab⸗ sicht umgeht, die ihr anvertrauten Packete demnächst mit eigenen Eisenbahnwagen zu befördern.

Die Gesellschaft gewährt dem Publikum in Verlustfällen in demselben Maße Entschädigung wie die Postverwaltung. Für die Erfüllung dieser Verpflichtung bietet dem Publi⸗ kum das Aktienkapital von 500,000 Thlrn. Garantie. Dagegen deckt Pollce mit einer soliden Transportversicherungs⸗ Gesellschaft vor unberechenbaren Verlusten, so daß durch obige Entschädigungs⸗ Verpflichtung die Dividende der Actionätce nicht beeinträchtigt werden kann.

Unter so günstigen Umständen läßt sich, im Hinblick auf die Erheblichkeit des bestehenden Packetverkehrs und nach den bereits gesammelten Erfahrungen, die Prosperität des Instituts nicht in Zweifel ziehen, vielmehr kann mit Sicherheit ein Gewinn erwartet werden, der bedeutend genug ist, um den Aktionären eine gute Verzinsung des angelegten Kapitals in Aussicht zu stellen.

Das Grundkapital ist auf 500,000 Thlr. normirt und in Actien à 200 Thix. zerlegt, die auf den Namen der Inhaber lauten und auf welche bei der Zeichnung 5 Proz. und bis zur Geschäftseröffnung 20 Proz. einzuzahlen sind.

Eine öffentliche Zeichnung auf die Aktien hat noch nicht siattgefunden, da ein großer Theil des Kapitals durch die personlich haftenden Gesellschafter, die betheiligten Ver

tiffenden Packete beschränkt bleiben.

Von den Agenten erhalten nur die General- und Haupt-Agenten, welche übrigens, wie die persönlich hasten⸗ i Gesellschafter, die Aussichtsräche und die Subdirektoren, aich zur Aktienzeichnung verpflichtet sind, mäßige Tan- men und finden dieselben ihre Enischädigung für ihre Tühewaltungen vorzugsweise in der Annahmeprovision en Aufgabeorte und in dem Bestellgelde am Bestimmungs⸗ tie von je 1 Sgr. pro Packet.

Die Spezialagenten bleiben nur auf die Einnahmen Uschränkt, welche ihnen das Bestellgeld für die Aus hän tgung der Packete gewährt.

Der Kalkül, welcher den Gewinn erwarten läßt, be⸗ üht darin, daß für die einzelnen Packete das tarifmäßige orte erhoben, dieselben aber demnächst zu größeren Kollis uch Maßgabe der Bestimmungsorte zusammengepackt und s solche der Eisenbahn zur Beförderung als Eilgut über⸗ ben werden.

Durch diese Einrichtungen und Manipulationen wird möglich, ohne Aufwendung der bei der Postverwaltung schwer in's Gewicht fallenden Verwaltungskosten, ein eastilut in's Leben zu rufen, das, hinsichtlich der Schnellig⸗ ut und Präcision, der Post nicht nachstehen wird, umso⸗

treter und Agenten gedeckt ist und das Institut bereits eine so allgemeine günstige Beurtheilung gesunden hat, daß die vollständige Placirung voraussichtlich im Privat⸗

Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler.

3. Die Sagen von Nidda und Lrtieusten.

Es war einmal eine reiche Gräfin, die sich ein Schloß erbauen wollte. Sie that das Gelübde, es da erbauen zu wollen, wo ihr Esel stehen bleiben werde, auf dem sie spazieren zu reiten pflegte. Sie begann an dem bestimmten Tage den Ritt und war schon eine Stunde lang umher geritten, da blieb das Thier in einer sumpfigen Gegend stehen. Die Gräfin spornte dasselbe und rief mehrmals:Nit da, nit da! Allein es half Alles nichts, der Esel ging nicht mehr von der Stelle, und des Gelübdes wegen mußte das Schloß auf diesem ungünstigen Platze erbaut werden, und da her hat die Stadt Nidda ihren Namen; auch eine Wiese dabei heißt bis auf den heutigen Tag die Eselswiese.(Justi, hessische Denkwürdig keiten IV. 2, S. 298),

Es hat diese Sage hauptsächlich darum Be deutung, weil sie die dem Volke auffallende Er- scheinung zu erklären sucht, daß ein Schloß, das

wege zu erwarten sieht.

Verloosungen.

Bei der Ziehung der österreichischen 1854er Loose sind noch auf folgende Loose größere Preise gefallen: je 5000 fl. auf Serie 3596 Nr. 49 und S. 3849 Nr. 14; je 1000 fl.: S. 1565 Nr. 14, S. 1873 Nr. 42, S. 2990 Nr. 23. S. 3175 Nr. 31 und S. 3849 Nr. 33; je 400 fl.: S. 30 Nr. 17 37 44, S. 380 Nr. 26 28 50, S. 715 Nr. 28 39, S. 939 Nr. 19 29 39 41, S. 1162 Nr. 31 44, S. 1383 Nr. 17, S. 1565 Nr. 21, S. 1781 Nr. 1 27 37, S. 1873 Nr. 17 26 27 28 44, S. 2026 Nr. 7 24, S. 2130 Nr. 29 38 S. 2521 Nr. 39, S. 2531 ser. 7 13 33, S. 2819 Nr. 2 14 43, S. 2990 Nr. 1 6, S. 3157 Nr. 6 9 19, S. 3225. Nr. 9 43, S. 3454 Nr. 20 38, S. 3596 Nr. 2 26 39 41 und S. 3849 Pr. 17 48. Auf alle übrigen Gewinn⸗Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 300 fl.

man auf einer Anhöhe erwarten sollte, in einer so niedrigen Gegend erbaut wurde.

Der Ort Freienseen hat seinen Namen und seine alte Freiheit auf folgende Weise erhalten: Einst übernachtete daselbst ein deutscher Kaiser. Weil ihn aber die vielen Frösche und Reuling nicht schlafen ließen, so erhoben sich sämmtliche Einwohner auf sein Begehren und verjagten die Schreier. Dafür ertheilte ihnen der Kaiser die Freiheit und das Dorf erhielt den NamenFreien⸗ seen,(Kannegießer: Ausführliche Eröcterung des dem Haus Hessen⸗Darmstadt über den Flecken Freyenseen zustehenden Erbschutz-Rechtes. Beil. Nr. 8 S. 77. Zeugenaussagen vom Jahr 1554.)

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