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lehrer und Lehrer der hebräischen Sprache am Gymnasium
auf sein Nachsuchen, wegen gestörter Gesundheit bis zu
Hesseu. Darmstadt. Das Großherzogliche Retzietungsblatt Nr. 42 enthält: 4
1. Publikation des Vereins ⸗Zollgesetzes. II. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗
heit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblastf
bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der
Provinz Oberhessen. III. Namensveränderung. Se. K. H. der Groß.
herzog haben allergnädigst geruht; am 2. August der Margaretha Elisabetha Schatzer zu Eborstadt zu gestatten, daß dieselbe siatt ihres bisherigen Familiennamens Schatzer künftighin den Familiennamen Wang führe.
IV. Dienstnachrichten. Se. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. August den kath. Geistlichen Kempf aus Viernheim zum kath. Religions
zu Mainz zu ernennen;— am 17. Aug. den Oberförster der Oberförsterei Eudorf, Marx, in gleicher Diensteigen⸗ schaft in die Oberförsterei Mörfelden zu versetzen;— am 17. Aug. den Betriebs-Inspektor bei der Main ⸗Weser⸗ Elsenbahn Nahm zum Bahn⸗Ingenieur und zweiten Beamten dei der Bahn verwaltung Frankfurt der Main⸗Neckar⸗ Eisenbahn zu ernennen.— Am 26. Juli wurde der Kaplan Sickinger zum kath. Pfarrer in Oppenheim ernannt.
V. Dienstentlassung. Se. K. H. der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 12. August den Krels⸗ veterinärarzt des Kreispeterinäramtes Erbach, Dr. Günge⸗ rich, auf sein Nachsuchen seines Dienstes zu entlassen
VI. Versetzung in den Ruhestand. Se. K. H. der Großherzog baden allergnädigst geruht: am 14. August den Hosstallmeister August Freiherrn v. Schäffer⸗Bernstein,
seiner Wiederherstellung und mit der Erlaubniß die Uniform eines Hofstallmeisters forttragen zu dürfen, in den Ruhe⸗
stand zu versetzen. VII. Concurrenz für: die evang. Schulstelle zu
Momart mit einem Gebalt von 300 fl., nebst 3 Stecken Kiefern⸗Scheitholz oder 5 Stecken Kiefern⸗Prügelholz zur Heizung des Schullocals. Dem Herrn Grafen zu Erbach⸗ Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu.
Preußen. Berlin. Ein gut preußisches Berliner Blatt, die„Börsenzeitung“, bringt fol; gende Betrachtungen über die kommende preußische Landtags session:„So viel steht trotz aller Gegen⸗ rede fest, daß die nächste Landtagssession eine vorwiegend finanzielle sein wird, und daß die Nachricht von der Einbringung der vielbesprochenen Kreisordnung jedenfalls noch der Bestätigung be⸗ darf. Und so geht eine Session nach der andern vorüber, ohne daß an die Reform im Innern gedacht wird. Dieser trostlose Zustand dauert länger als ein Jahrzehnt, obwohl seit vollen zehn Jahren bei jeder Kammereröffnung Resormgesetze entweder unmittelbar angekündigt oder in nahe Aussicht gestellt wurden.— Was sollte nicht alles geschehen? Wir sollen eine neue Kreis und Gemeindeordnung, ein neues Schulgesetz, ein Gesetz bezüglich der Oberrechnungskammer und noch sehr viel anderes bekommen. Alle Vorlagen lassen auf sich warten.— Selbst die Reformver⸗ suche haben vollständig aufgehört, dagegen ist jede Session eine vorwiegend finanzielle gewesen. Man vergegenwärtige sich, daß vor zehn Jahren die Reorganisation der Armee auf die Tagesordnung kam. Die Kammern zögerten darauf einzugehen, denn die Reorganisation bedeutete ein Plus von sieben Millionen im Ordinarium des Etats. Zeit⸗ weilig waren die Abgeordneten weniger abgeneigt, den Wünschen des Kriegs ministers zu willfahren, aber es sollten dafür dem Land anderweitige Er- leichterungen, namentlich aber gute Gesetze, zu Theil werden. Jeder Compromiß wurde von der Hand gewiesen, wohl aber trat die Reorganisation voll in's Leben und besteht unangefochten auf Grund des Indemnitätsgesetzes.— Der Periode der großen Anleihen folgte bald die Periode des Defizits und der Steuerprojekte, in der wir uns gegenwärtig befinden, und je mehr die Praxis sich dahin ausgebildet hat, daß eigentlich nur noch von Defizit und Anleihen und Steuern und außerordentlichen Mitteln die Rede ist, desto weniger macht die Reformpolitik von sich reden.
Auch der nächste Landtag wird uns wenig oder
nichts positiv Gutes bringen. So ergib' sich als natürliches Resultat aus dieser Lage, daß die Abgeordneten wenigstens den Daumen auf den Geldbeutel drücken, und zwar ganz consequent.“
— Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern⸗ Hechingen(geb. 16. Februar 1801) ist am 3. d. auf seinem Schlosse in Schlesien am Schlagfluß gestorben. Mit ihm ist die Linie Hohenzollern⸗ Hechingen erloschen. Er hatte bekanntlich durch
der bestehenden Erbverträge zu Gunsten des önigs von Preußen der Regierung seines Fürsten
Trauer angelegt. — Nach der„N. Pr. Z.“ hat der evangel.
5 Oberkirchenrath auf die Beschwerde des Berliner
Magistrats gegen die betreffende Verfügung des Consistoriums der Provinz Brandenburg dahin entschieden, daß für die bevorstehenden Versamm. lungen ꝛc. des sogenannten Protestantenvereins Kirchen nicht zu bewilligen sind. Der Oberkirchen rath ist also der Entscheidung des Consistoriums beigetreten.
— Am 15. Sept. wird die Probenummer
einer neuen demoktatischen Zeitung, welche vom 1. October ab hier täglich unter dem Namen „Berliner Zeitung“ erscheinen soll, ausgegeben. Der Hauptunternehmer ist ein Hauptmann a. D. v. Döring. Sonst sind an dem Unternehmen die Herren Schulze(Delitzsch) und Virchow betheiligt. Frankfurt. Unsere Börse erlebte am 6. d. in Folge der beunruhigenden Gerüchte, welche über die Krankheit des Kaisers Napoleon neuer⸗ dings in Umlauf waren, eine Panik, wie sie selbst in den Jahren 1848 und 1866 nicht vorgekom⸗ men war. Eine unbeschreibliche Angst hatte sich aller Gemüther bemächtigt und soll in dieser Be⸗ ziehung der hiesige Platz allen anderen Börsen Europa's vorangegangen sein. Als eines der ersten Opfer einer, wie es scheint, hereinbrechenden Krisis, dürfte der Börsenmakler B. zu betrachten sein. Derselbe ist seinen Verpflichtungen in der letzten Liquidation nicht nachgekommen und hat sich mit Hinterlassung bedeutender Differenzen von hier entfernt. Wiesbaden. Die auf den 5. d. ange- kündigte Versammlung der Fortschrittspartei in Nassau wurde durch wüstes Toben Lassalleanischer Arbeiter unmöglich gemacht und durch die Polizei aufgelöst. Das Comite wird eine neue Versamm⸗ lung in drei Wochen einberufen, zu der nur Mit⸗ glieder der Partei Zutritt haben sollen.
Sachsen. Dresden. Das Hülfscomite im Plauen'schen Grunde gibt die Gesammtsumme der bis zum 3. September eingegangenen Beträge auf 210,000 Thlr. an.
Baden. Heidelberg. Dieser Tage brachten die Zeitungen die Nachricht von einer dahier stattgehabten Zusammenkunft zwischen Fürst Hohenlohe, Lord Clarendon und Fürst Gortscha⸗ koff, welche Nachricht alsbald mehrfach bestritten wurde. Der hiesige Correspondent der„Frankf. Ztg.“ setzt diesen offizibsen Dementis nun den detaillirten Nachweis der wirklich stattgefundenen Zusammenkunft entgegen, indem er hinzufügt: „Die eigentliche Conferenz hat freilich nur zwischen Clarendon und Gortschakoff stattgefunden. Wa; den Fürsten Hohenlohe anlangt, so scheint man sich darauf beschränkt zu haben, ihm die Resultate der Zusammenkunft in Kürze mitzutheilen, da die Unterredung der Repräsenkanten des englischen und russischen Cabinets mit ihm nur ungefähr eine halbe Stunde dauerte.“
Oesterreich. Wien. Dem offiziösen Organ des Carbinals Rauscher wird aus Rom berichtet, daß Pius IX. beschlossen hat, keinen Gesandten einer weltlichen Macht beim Concil zuzulassen. Als Grund wird angegeben, daß die Stellung und Haltung der Herrscher und der Regierungen katholischer Staaten heutzutage eine ganz andere sei, als in früheren Jahrhunderten. Die Ver⸗ treter der Kirche werden also ganz ungenirt unter sich sein. Es wird ferner in Abrede gestellt, daß der Papst die Berathungen und Beschlüsse des Coneils beeinflussen wolle, am allerwenigsten in Bezug auf das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit.
— Die„Neue freie Presse“ meldet: Der Sultan verlangte auf die Rechtfertigung des ägyp⸗ tischen Vicekönigs die Abschaffung der ͤgyptischen Kriegsschiffe, die Reducirung der Armee auf zehn- tausend Mann, die Sanctionirung der Steuern und Anlehens-Ausschreibungen, sowie des Budgets durch die Pforte, sowie ferner die Abtretung aller über den Vertrag von 1841 hinausgehenden Ge⸗ richtsbarkeit an die Pforte.
Uebereinkunft vom 7. December 1849 und Kraft
Schweiz. Das Central⸗Comite bringt den
thums entsagt. Der königl. Hof hat auf 14 Tage
Lausanne(Schweiz) eröffnet werden wird.
sind untersagt worden.
heitszustand. des Kaisers lauten die Nachrichten vom 5. d wieder ungünstiger. Der Kaiser hat, so heißt es, die zu sich genommene Nahrung wie der von sich gegeben und es habe sich heute em pfindlicher Halsschmerz eingestellt. Die drei or⸗ dinirenden Aerzte sollen den Kaiser überhaupt gestern Abend weniger gut befunden haben und sie machen ihm wieder drei Besuche im Tage. Die Nacht soll auch keine gute gewesen sein und die Minister haben sich heute zwar in St. Cloud versammelt, aber der Kaiser wohnte ihrer Be⸗— rathung nicht bei. Der ärztliche Besuch hat schon um 7 Uhr Morgens stattgefunden. Die Kaiserin ist von ihrem Unwohlsein hergestellt. Die„L berte“ bemerkt, der Kaiser und die Kaiserin seien beide sehr bewegt gewesen bei ihrem Wiedersehen; nach einer anderen Version soll die Kaiserin in Thränen ausgebrochen sein, den Kaiser so leidend zu sehen. Der„Public“ sagt: Der Kaiser fühlie sich gestern ermüdet und hat dem Ministerrathe nicht präsidirt. Die Müdigkeit dauerte noch diesen Morgen fort unter dem Einfluß des stürmischen Wetters. In Felge der an der Börse herrschen⸗ den Aufregung gab der dort anwesende Polizei Commissär die offizielle Erklärung ab, der Zustand des Kaisers sei zufriedenstellend.
— Das Interesse des Tages bewegt sich noch immer und fast ausschließlich um den Gesundheits⸗ zustand des Kaisers. Das beharrliche Schweigen des amtlichen Blattes läßt den Pessimisten den weitesten Spielraum. An der Börse zing man so weit, den Zustand Napoleon's III. als hoff⸗ nungslos darzustellen. Die mildere Version war noch die, daß die Unheilbarkeit des Leidens des Kaisers sich herausgestellt hälte, daß dieses Leiden zwar zur Zeit nicht lebensgefährlich sei, es aber jeden Augenblick werden könnte.
— Der„Public“ und der„Figaro“ erfahren, daß der Kaiser in Folge der langen Unterhaltung, die er des Abends mit dem aus dem Süden zurückgekehrten kaiserlichen Prinzen gepflogen, eine unruhige Nacht verbracht hätte: auch hört die „Presse“, daß der Kaiser am 5. d. seinen ge. wohnten Spaziergang in der Kastanien- Allee nicht gemacht und daß des Abends Herr Nelaton ihm einen Besuch abgestattet hätte. Indeß versichern „Public“ und„Figaro“ aufs Neue, daß die Besserung anhalte und daß der Kaiser wieder mehrere Audienzen geben sollte.
— Das offizielle Journal sagt: Ueber die Gesundheit des Kaisers waren heunruhigende Gerüchte an der Börse verbreitet. Diese Gerüchte, welche hauptsächlich von auswärtigen Speculanten verbreitet zu werden scheinen, sind durch Nichts begründet. Der Kaiser unterzeichnet täglich Mor⸗ gens nach dem Aufstehen Dekrete und besorgt wie gewöhnlich die Staatsgeschäfte. Wenn die rheu⸗ matischen Schmerzen auch noch andauern, so hat doch die Gesundheit des Kaisers noch nie gerin⸗ gere Besorgniß eingeflößt, als eben jetzt.(2)
— Wie die„France“ vernimmt, wäre die Abschaffung der großen militärischen Commandos nun im Princip beschlossen; nur jene in Pati und Lyon sollten beibehalten werden. 5
— Ledru Rollin wied nicht nach Franke reich zurückkehren. Er erklärt das in einem Briese an den„Reveil“, in welchem es heißt: Ja wohl, von Rechts wegen kann ich zurückkehren. Aber zwischen dem Recht und der Thatsache liegt noch immer derselbe Abgrund. Thaksächlich wurde (und ich verbürge diese Nachricht), sobald die Amnestie unterzeichnet worden war, nach den Hafenplätzen der Befehl erlassen, mich zu verhaften. Ich sollte gefangen gehalten werden, bis man meine angeblichen Mitschuldigen zu einer Confron⸗
tirung aus Cayenne zurückgeholt hätte, Sie
Freunden der Demokratie in Erinnern de de f dritte Friedens ⸗ und Freheile⸗Congreß l em Präsidium von Victor Hugo den 14. d. M. in
Frankreich. Y aris. Ueber den Gesund.
Bern. Der Bundesrath hat die Ho 1 1 sche Circularnote in Betreff des ökumenischen Con. i
eils ablehnend beantwortet, indem er sich für in, competent erklärt.— Die Werbungen für Egypten
außer tiner B. rede I Senat
würfe schließl eine n. — Di
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