Ausgabe 
9.9.1869
 
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ö 1 wissen leider aus eigener Erfahrun wie viel Zeit ee Cayenne 11 60 und do 5 2 ee denn man nicht c mit dem besten Willen ans Werk geht. Es ist een, eine Sache von langen, langen Monaten. Da de sun gestehe ich denn, daß Angesichts einer von Allen in e für gewiß betrachteten Eventualität die Ausficht, mich auf beinahe unbestimmte Zeit zwischen vier den Gi Wänden zu sehen, wenig Anziehendes für mich hat. Nacht 1 Das Senatusconsult wurde am 6. d. im Aal d Ganzen mit 134 gegen 3 Stimmen angenommen. Inn. K Hierauf erfolgte Verlesung des Vertagungsdekrets. . Die Versammlung trennte sich unter dem Rufe: n Es lebe der Kaiser!. And, Belgien. Brüssel. Nach einer Mitthei⸗ bab,* lung derIndependance erblicken die Aerzte in 1 dem Zustande Napoleons gerade keine unmittelbare * Gefahr; sie befürchten jedoch den Einfluß des 1 Winters und es ist deßhalb die Rede davon, den Sr din Kaiser nach dem Süden zu schicken. deer 8 Donaufürstenthümer. Bukarest. Die . außerordentliche Sitzung der Kammer wurde mit 8 Nen n einer Botschaft des Fürsten eröffnet. In der Thron Lit rede wird die Hoffnung ausgesprochen, daß der ern Senat die von der Kammer votirten Gesetzent Wekrrsts würfe erledigen werde. Die Thronrede erwähnt

schließlich der Reise des Fürsten und dessen Absicht, eine neue Reise nach Deutschland zu unternehmen. Der Fürst Karl wird zum Besuche des Kaisers nach Wien reisen und dann seine Familie in der Schweiz besuchen. Von da wird er die Souveräne der Schutzmächte in Paris, Brüssel und Berlin besuchen.

Amerika. Mexiko. Die spanische Re- gierung bat durch Vermittlung des nordamerikani sschen Cabinets hier die Absicht zu erkennen gegeben,

mit Mexiko wieder in diplomatische Beziehungen,

zu treten. Auch das Florentiner Cabinet soll den- selben Plan haben. Es liegt darin ein Beweis, daß die politische Haltung der mexikanischen Re gierung in Europa sich Anerkennung erworben gat und das Zutrauen zu der Befestigung der nneren Zustände Mexiko's im Auslande wächst.

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Das Cabinet von Washington begünstigt ent schieden die are ung der mexikanischen Staats verhältnisse and wi

früher häufiger als jetzt hervorgetretene Ansicht, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die Annexion Mexiko's in's Auge gefaßt babe.

Gießen. Die am 51 d. M. dahier stattgefundene mittelrheinische Feuerwehrversammlung war von etwa 50 verschiedenen Feuerwehren besucht. Der Verlauf des ganzen Festes war ein glänzender und allgemein befriedigender und hinterläßt gewiß bei allen Theilnehmern die freubigsten Erinnerungen.

Frankfurt In der Nähe des Maines zieht eben ein in den deutschen Farben angestrichenes Haus, von dessen First dem Beschauer einWillkommen entgegenblickt und aus dessen oberem Fenster ein Portrait in der Gestalt eines Arztes aus dem 17. Jahrhundert hernieder sieht, die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich. Es ist dies derGasthof zur Stadt Darmstadt, in welchem am 19. September 1683 einer der ausgezeichnetsten, dentschen Wundärzte, Lorenz Heister, geboren wurde. Der auf diese Weise Gefeierte ist der Begründer der neueren deutschen Chirurgie und es ist ihm die Entdeckung zu verdanken, daß der Sitz des grauen Staates in der Krystalllinse zu suchen ist. Heister, auf dem botanischen Felde ein Gegner Linns's, fludirte in Gießen, Amsterdam und Leyden Medizin, wurde 1709 Oberfeldarzt bei der holländischen Armee und bald darauf Professor der Angtomie in Altdorf und 1720 der Chirurgie in Helmstädt, wo er 1758 starb.

Darmstadt. Nach hiesigen Blättern ist bieser Tage in Ober⸗Modau ein verdächtiges Individuum, Abam Müller aus Ober-Ramstadt, welcher circa fl. 40,000 in einem Täschchen auf der Brust verborgen hatte und sich über dessen rechtlichen Erwerb nicht ausweisen konnte, mit großer Mühe zur Haft gebracht worden. Den Gensdarmen Becker, der ihn habe verhaften wollen, habe er durch einen Pistolenschuß am Kopfe verletzt, und einem andern einen Dolchstich versetzt, sei darauf entwischt, und erst an der Grenze von Nieder-Modau sei es mehreren Bürgern gelungen ihn sest zu nehmen, zu fesseln und der Polizei zu überliefern. Der Bursche soll sehr nobel aussehen und schon eine Reihe von Jahren sein Diebs- Handwerk treiben, ohne daß man ihm bis jetzt habe ankommen können.

Dieburg. Ein eigenthümlicher Reisender hat unsere Stadt berührt. Ein Sohn Albions war die Wette einge gangen, zur Eröffnung des Suezkanals von seiner heimath lichen Insel nach dem Lande der Pharaonen zu reisen, ohne dabei sein Vehikel, ein eigens construirtes, mit Schraube und Dampf bewegliches Schiffchen zu verlassen. Richtig sährt er auch über den Kanal, dann den Rhein herauf bis nach Mainz. Der niedrige Wasserstand erlaubt ihm nicht,

egt bamit am bessen die n

Ankogaster Raubmordes

die Reise, wie beabsichtigt, auf dem Main fortzusetzen, um so den Canal, der diesen in neuerer Zeit so viel genannten mit der Donau verbindet, zu erreichen. John Bull weiß sich rasch zu fassen. Er läßt in Mainz sein Schiff auf drei aneinander gekoppelte Eisenbahnwaggons ver⸗ dringen, sitzt sich wieder in seine Cajüte und fährt auf ber Main⸗Rhein⸗Bahn weiter nach Bamberg, um auf dem gebachten Canal wieder das flüssige Element zu erreichen und so sein Fahrzeug wieder flott zu machen. Der Canal mündet in die Donau, auf dem die Reise bann weiler nach dem schwarzen Meere fortgesetzt werden wird. Gestern berührte der seltsame Reisende unsere Stadt und erregte der ungewohnte Anblick eines Schiffes auf dem Eisenbahnzuge mitten im Binnenlande die nicht geringe Bewunderung von uns Lanbratten. Im Gefolge des Engländers, ber mit indianischer Ruhe und Gelassenheit von seiner Cajüte aus die Welt und ihre Erscheinungen betrachte ie, befand sich blos ein Diener.

Worms. Durch Erlaß des Königlich Preußischen Culiusministers an die Königlichen Regierungen der Mo⸗ narchie wurde zur geeigneten weiteren Veranlassung die Ermächtigung ertheilt, dieGedenkblätter zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier des Lutherdenkmals in Worms am 24., 25. und 26. Juni 1868 in denjenigen Gemein⸗ den, welche Beiträge zu dem Luther-Denkmal gespendet haben, oder wo der Gemeindevorstand darauf anträgt, aus der Kirchen- resp. Schulkasse für die Kirchen⸗ resp. Schul⸗ bibliotheken anschaffen zu lassen,

Aus Baden wird gemeldet, daß die Thäter des entdeckt sind. Es sind zwei Schustergesellen, der eine aus Württemberg Namens Karl Döbich, der andere aus Bayern Namens Steidler, die bis kurz vor der Thal in Straßburg in Arbeit standen. Ueber

deren Verhaftung wird aus Straßburg gemeldet: Karl Döbich, welcher am 19. August aus Deuischland zurückge⸗

kehrt war, wurde verhaftet, weil er ein Mädchen, mit dem er kurze Zeit vorher Vekanntschaft zu machen gesucht, mit einem Dolche und einem Doppelpistol bedroht hatte. Im Augenblick seiner Verhaftung fand man bei ihm 200 Fr. in deutschem Geld, eine goldene Uhr mit Kette, ein unge⸗ ladenes Pistol und ein Dolchmesser; er trug außerdem Halbstiefel. Döbich läugnete Anfangs hartnäckig und gab vor, daß er die Uhr in der Nähe von Antogast gekauft hätte. Aber durch Fragen gedrängt, gestand er sein Ver⸗ brechen ein. Er gab umständliche Einzelheiten über die Rolle, welche er und sein Mitschuldiger, Steidler, bei dem schauderhasten Drama gespielt hatten. Steidler hätte An fangs dem unglücklichen M. mit einer Pistole in den Nacken geschossen, hierauf hätte sich Döbich auf ihn gestürzt und ihn mit Messerstichen vollends ermordet. Da Steidler entfloben ist, wurden telegraphische Depeschen nach allen Richtungen geschickt und derselbe, wie man meldet, am 5. d. in Metz festgenommen.

Humboldtfeier.

Das bereits in diesen Blättern angekündigte Fest zur Feier des

den 14. September, im Saale des Hotel Trapp dahier stattfinden.

Es wird bestehen:

100 jährigen Geburtstags Alexanders von Humboldt wird Dienstag,

a. in einem Vortrag über das Leben und Wirken Humboldts, gehalten von Herrn Reallehrer Klein; h. in einer Abendfeier mit Gesangs- und instrumentalen Vorträgen, untermischt mit freien Ansprachen. Die Hauptfestrede wird Nachmittags von 4 Uhr stattfinden; die Abendfeier wird um 8 Uhr beginnen. Der musikalische Theil zes Festes wird von den beiden hiesigen GesangvereinenLiederkranz undFrohsinn und dem Musikchor des Jägerbataillons ausgeführt werden.

Der Preis einer Eintrittskarte für die Festrede allein beträgt kr, für Festrede und Abendfeier 18 kr. Abendfeier allein werden nicht ausgegeben.

Hotel Trapp. ausgegeben werden.

Der Reinertrag des Festes ist für das zu errichtende Humboldt Denkmal bestimmt.

Humboldts Leben war dem Dienste der Menschheit geweiht, sein Name ist bekannt bei allen Gebildeten auf dem weiten Erdenrund; as deutsche Volk zumal ist stolz darauf, den großen Forscher und edlen Weisen seinen Mitbürger nennen zu können. Indem es sich anschickt, Dumboldts 100 jahrigen Geburtstag festlich zu begehen, will es eine Ehren- und Dankesschuld abtragen, will es der Welt beweisen, wie es e von seinem großen Mitbürger während eines langen Lebens in rastlosem genialen Schaffen gesammelten Geistes schatze zu würdigen weiß. Das Humboldtfest wird, wie das vor 10 Jahren gefeierte Schillerfest, eine Nationalfeier werden, die weit über die deutschen Gränzen hinaus, en fernen Amerika und überall, wo deutsche Kultur wohnt und man deutsche Wissenschaft zu ehren versteht, freudigen Widerhall finden wird.

Auch hier wird die Betheiligung an diesem Feste voraussichtlich eine allgemeine sein. Es erscheint darum geboten darauf aufmerksam ju machen, daß wegen der bei der Abendfeier im Festsaale aufzustellenden Tische Karten für Festrede und Abendfeier nur in leschränkter Anzahl ausgegeben werden können.

Friedberg am 7. September 1869.

Karten für die

Festkarten der einen und andern Art sind zu haben in den beiden Buchhandlungen und im Es wird ausdrücklich bemerkt, daß eine Subseriptionsliste nicht circuliren wird und am Eingang des Saales keine Karten

Das Comité.

Bettstroh⸗ Lieferung.

4467 Für die Garnison Butzbach soll Donnerstag hen 23. d. M. der Bedarf an Bettssroh(Kornstro)) vom 1 October d. J. bie dahln nächflen Jahres, um 10 Ubr Kormittags auf dem Büreau der Garnison Verwalteng auf dem Wege der Soumission an den Wenigsinehmen⸗ dan in Lieferung vergeben werden. De Bedingungen legen auf genanntem Büreau zur Elnfscht offen. Butzbach den 5. September 1869.

Großherzogliche Garnison Verwaltung

Becker.

Arbeits ⸗Versteigerung. 280 Montag den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr,

99 FRN o

Aufforderung. 2419 Forderungen und Ansprüche an den Nachlaß des Hof⸗Kappenmachers Henrich Frank von Friedberg, zuletzt in Gießen, find binnen 14 Tagen hier anzumelden, widrigenfalls sie del Ausesnandersetzung der Verlassen⸗ schaft nicht berücksichtigt werden.

Gießen den 28. August 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen Muhl.

Gitte Berp rpc 2479 Dlenfsag den 14. September l. J., Vormitiags 1 Uhr, wird im hiesigen Rathhaus das den milden Stiftungen(pia corpora) gehörende, in der Gemarkung

A auf biesigem Gemeindehaus das Zerschlagen von[Dorn-Assenheim liegende, 27 Morgen, 3 Viertel, 13⅛ Rth.

5 Cub ik Klafler Steinen zur Unterhaltung der Vieinal unge veraccorditt werden. Wohnbach den 6. 1 1869. Großherzogllche Bürgermeisterel Wohnbach eee.

(haltende Gut auf den Zeitraum von 12 Jahren ander weit meistbletend verpachtet.

Friedberg den 8. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg e

Brod Lieferung, 2485 Montag den 13. September 1869, Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung des Brodes pro 4. Quartal 1869 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnison-Verwaltung nach den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen auf dem Wege der Sum mission vergeben werden.

Butzbach den 6. Septeneber 1869. Das Großherzogliche Statlons-Commando daselbft e Rittmeister und Schwadronschef.

12 r Gesucht 2483 wird ein tüchtiger Branntweindrenner. Von wem? sagt die Exped. d. Bl.

0 o N 1

Mein Garten

2478 in der Gemarkung Burg Friedberg, 84 Ruthben enthaltend, steht zum Kauf. Roth.