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im letzten Jahre nur 13¼ Sgr. Der Haupt- verkehr der telegraphischen Depeschen fällt in die Monate Juni bis Oktober einschließlich, in welchen Monaten daher auch die Einnahmen größer als in den übrigen Monaten waren.
Fulda. Zur Versammlung der deutschen Bischöse waren bis zum 31. Aug. erschienen: die Erzbischöfe von Köln und München, der Fürst⸗ bischof von Breslau, die Bischöfe von Passau, Eichstädt, Augsburg, Würzburg, Mainz, Rotten⸗ burg, Trier und Paderborn, der Weihbischof Kübel von Freiburg, der apostolische Vicar von Dresden, der Domcapitular Molitor von Speyer. Die österr. Bischöfe sind nicht erschienen. Am 1. d. waren ferner angekommen: die Bischöfe von Osnabrück, von Ermeland, der apostolische Vicar für Luxemburg; Domprobst Hasse für den Bischos von Culm; der Erzbischof ven Bamberg kaun wegen Krankheit nicht erscheinen. Das Pontisical⸗ amt celebrirte der Erzbischof von München. Hier⸗ auf wurde die Sitzung im Priesterseminar eröffnet. Den Verhandlungen präsidirt der Erzbischof von Köln.
Sachsen. Dresden. Von den in London lebenden Deutschen sind für die Verunglückten im Hlauen'schen Grunde als„erste Rate“ 685 Thlr. eingelaufen. Bei der Hauptkasse in Döhlen sind bis jetzt 74,063 Thlr. eingegangen.
Bayern. München. Die Bundesliqui⸗ dations⸗Commission beschloß, die zum faktischen Vollzug der beschlossenen Vertheilung und Ver⸗ äußerung des disponiblen Festungsmaterials er— forderlichen Weisungen zu ertheilen. Nach dem Einlaufen der Anzeige über den Vollzug der zu treffenden Maßnahmen wird die Schlußsitzung stattfinden.
Baden. Mannheim. Die dahier statt⸗ gefundenen Verhandlungen über Herbeiführung gemeinsamer Bestimmungen bezüglich der Rhein- fischerei sind ohne Resultat vertagt worden, da von Seiten der Niederlande auf die Festsetzung einer ergiebigen Schonzeit nicht eingegangen wurde.
Oesterreich. Wien. Die„Presse“ mel⸗ det: In der kürzlich stattgefundenen Conferenz des Baron v. Werther mit Graf Beust erklärte der Erstere, ohne eine Note vorzulesen, daß Preußen den Schriftenwechsel für beendigt betrachte. Graf Beust nahm diese Erklärung mit Befriedigung entgegen und sprach die Hoffnung aus, der Ab- bruch des Depeschenwechsels werde der Anfang der gewünschten freundschaftlichen Beziehungen sein.
Frankreich. Parise. Die Kaiserin ist auf ihrer Rückreise von Ajaccio in Toulon an- gekommen.— Der„Constitutionnel“ sagt, daß der Kaiser, dessen Gesundheit so eifreuliche Fort⸗ schritte gemacht hat, daß er seine gewöhnliche Lebensweise wieder aufnehmen konnte, wahrschein— lich die Reise ins Lager von Chalons antreten wird.— Man versichert, daß die Einberufung des gesetzgebenden Körpers Ende dieses Monats erfolgen wird.
— Der„Moniteur universel“ hat ausführliche Nachrichten über das Befinden des Kaisers. Die rheumatischen Leiden nehmen merklich ab, die „unbequeme Krankheit“ ist fast gänzlich verschwun⸗ den und die Kräfte des Patienten nehmen so rasch zu, daß die Heilung vor Ende der Woche eine vollständige sein wird. Der Kaiser ging nach dem Frühstück über eine Stunde lang im Garten spazieren.
— In der Senatesitzung vom 1. d. zollte Prinz Napoleon der Umwaadlune des Autoritäts⸗ Kaiserreichs in ein liberales Kaiserreich seinen Beifall, betheuerte seine Ergebenheit für den Kaiser und den kaiserlichen Prinzen, billigte das Senatus— consult, aber bedauerte, daß dasselbe Lücken ent haltt. Die Verantwertlichkeit der Minister sei schlecht definirt. Der Senat sollte eine zweite Kammer mit legislativen Befugnissen sein. Der Prinz wünscht den Senat gewählt zu sehen und will ebenso die Maires durch die Gemeinderäthe gewählt wissen. Der Minister des Innern ant⸗ wortete: auch er wünsche ein liberales Kaiserreich, aber das Vertrauen in die Freiheit schließe Klug⸗ heit und Maßhalten in der Entwickelung der Freiheiten nicht aus. Der Minister gab schließ⸗
lich die Erklärung ab, daß die Regierung die Meinungen des Prinzen über die Befugnisse und die Zusammensetzung des Senats nicht theile, ebensowenig die über die Ernennung der Maires durch die Gemeinderäthe. ö
— Der„Rappel“ berichtet:„Der hauptsäch⸗ liche Vertreter der republikanischen Partei in Spanien, Emilio Castelar, verläßt Paris und kehrt nach Spanien zurück. Er ist voll Zuversicht für den nahe bevorstehenden Triumph seiner Sache.“
— Auf der amerikanischen Fregatte Sabine, welche sich gegenwärtig im Hafen von Cherbourg befindet, ist ein Complot entdeckt worden Zwei⸗ undzwanzig Matrosen, die sich am Capitän rächen wollten, hatten nämlich die Absicht, die Pulver— kammer in die Luft zu sprengen. Die Lunte, die mit der Pulverkammer in Verbindung stand, war bereits angezündet, als sie ein Schiffsjunge ent⸗ deckte. Der Capitän ließ sämmtiliche 22 Ver⸗ schwörer festnehmen und wollte sieben, welche das Kriegsgericht zum Tode verurtheilte, auf der Rhede selbst sofort an den Mastbäumen seines Schiffes aufhängen. Die französischen Behörden gaben dies aber nicht zu, worauf der Capitän die Anker lichtete und in die offene See hinausfuhr. Aber kaum hatte die Fregatte die Rhede verlassen, so baumelten schon die sieben Matrosen an den Mastbäumen.
Großbritannien. London. Durch viele tausend Familien in England geht ein großes Wehklagen. Die große Lebensversicherungs-Gesell— schaft Albert hat plötzlich bankerott und viele Tausende unglücklich gemacht. Zahlreiche Familien- väter hatten der Bank ihre sauern Ersparnisse anvertraut, um sich ein halbwegs sorgenfreies Alter zu verschaffen oder ihren Kindern ein kleines Erbe zu hinterlassen. Das ist nun vorbei und der Schrecken um so größer, als der Schlag blitzschnell gefallen ist; nur wenige hatten eine Ahnung, daß die Verwaltung faul war.
Spanien. Madrid. der Carlistenbanden sind verschwunden. vollkommene Ruhe in Spanien.
— Die Regierung hat Nachricht erhalten, daß Don Carlos den definitiven Entschluß gefaßt hat, nach Spanien zu kommen.
Die letzten Reste Es herrscht
3 Bad Nauheim. Vor wenigen Tagen fand der Badewärter Löschhorn dahier im hiesigen Park eine die bedeutende Summe von 1600 Thaler(meist in Kassen⸗ scheinen) enthaltende Brieftasche. Derselbe lieferte sie alo⸗ bald an den durch ihn erminelien Eigenthümer, Kaufmann W.... welcher im Hoiel de l'Europe wohnte, ab und erhielt von diesem nach Verlauf mehrerer Tage die ansehn⸗ liche Belohnung von 2 fl.— sage zwei Gulden!
Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts in der Provinz Overhessen vom vierten Quartal 1869, für welches der Großherzogliche Hofgerichtsraiy, Herr Buff, zum Prä⸗ sidenten und der Großberzogliche Geheime Hofgelichtsrath, Herr Wortmann, zu dessen Stellvertreter ernannt worden ift, werden Monlag den 4. Ottober a. c., Vormintags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen, und es sind demzufolge in der heute stattgehablen öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichis dieser Provinz die Haupi⸗Geschwornen in foi⸗ gender Ordnung ausgeloost worden: 1) Conrad Dippel, Wirth in Liederbach. 2) Wilhelm Ferisch, Spezereihändler in Friedberg 3) Johannes Schudt, Müller in Muschen⸗ heim. 4) Heinrich Martini, Fabrikant in Bilbel. 5) Georg Philippi, Gastwirth in Friedberg. 6) Wilhelm Wenzel, Fabrikant in Lauterbach. 7) Pyilipp Jikob Weiß, Spezerei⸗ händler in Nauheim. 8) Ecwin Vlaunwarth, Ockonom in Stammheim. 9) Conrad Muyly II., Müller zu Allen⸗ dorf a. d. Lumda. 10) Heincich Schmiermund II., Land wirth in Over⸗Seiberienrod. 11) Wlyeim Faber, Gule⸗ besitzer in Gußen. 12) Freiherr Adalbert von Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen. 13) Wilhelm Geyer, Justizrath in Assenheim. 14) Balthasar Becker, Bürgermeister in Kesselbach. 15) Theodor Wilte, Apothekec in Gießen. 16) Heinrich Zimmer II., Müller in Hrünberg. 17) Jo⸗ hannes Stephan, Müller in Hemmen. 18) Adolph Schtosser, Landwirch in Elpenrod. 19) Johann Geocg Landvogt VI., Bierbrauer in Rockenberg. 20) Conrad Ludwig Uhl, Gastwirch in Nidda. 21) Adam Fischer II., Müller in Hutzdorf. 22) Johannes Götz, Landwirth in Heegheim. 23) Conrad Nes VII., Bürgermeister in Wolf. 24) Conrad Reutzel II., Bürgermeister in Kefenrod. 29) Rudolph Klingelhöfer, Kammerdirector in Büdingen. 26) Friedrich Bender, Cigarrenfabrikant in Gleßen. 27) Eduard Ollens, Zeugfabrikant von da. 28) Jacob Schudt, Müller in Wetlerseld. 29) Johannes Schäfer II., Mühlenbesitzer in Zell. 30) Daniel Bender, Postmeister in Butzbach.
Frankfurt. Die in dem hiesigen Gesängniß noch untelgebcachte, von den hiesigen Assisen jüngst abgeurcheilie Räuberbande hatte ein Complott zu ihrer Befreiung ge—
schmiedet, was jeboch verrathen wurde. Den einzelnen Rädelsführern würden daher Ketten angelegt, deren Schlösser
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sie jedoch wieder zu öffnen verstanden. Inzwischen den die Vorkehrungen getroffen, sie heute von hiet w bringen. Als dieses geschehen sollie, fingen die Bursc an zu revoltiren, warfen die Wächter und Soldaten ut Krügen ꝛc., rückten ihnen zu Leibe, so daß diese sich nöthigt sahen, der Gewalt Gewalt entgegenzusetzen, w der Räuber Schmidt und andere verwundet wurd während auch auf der anderen Seite Verwundungen vor⸗ fielen. Endlich gelang es, die Bande zu überwältigen und sie unschädlich zu machen. N
»Darmstadt. Dem am verflossenen Sonntage bahier abgehaltenen ersten Verbandstag der Starkenburger Er⸗ werbs⸗ und Wirthschaftsgenossenschaften wohnte auch Schultze⸗Delitzsch, der Vater und treue Pfleger der deulschen Genossenschaften, bei. Der verehrte und ver⸗ diente Mann beging am genannten Tage seinen 61. Ge⸗ burtstag und so halten die Vertreter der Vereine die hohe Freude, demselben ihre wärmsten Glückwünsche aussprechen zu können, indem bei der Tafel Hofgerichts Advokat Ohl in einem begeistert aufgenommenen Toaste den Gefühlen der Verehrung und Dankbarkeit im Namen der Vereine herzlichen Ausdruck verlieh. 1
Darmstadt. Das nächste mittelrheinische Turufest
wird nicht in Darmstadt, sondern, da Wiesbaden hiezu
nachträglich sich bereit erklärte, in dieser Kurstadt staltfinden,
Mainz Bei dem Besitzer eines der hiesigen Hotels langte vor einigen Tagen ein Telegramm aus der Schwelz au, des Inhaltes, daß Prinz Napoleon nebst Gefolge Nachmittags um 5 Uhr hier eintreffen werde, es sollten für ihn in dem Hotel acht bis zehn Zimmer in Bereit⸗ schast gehallen werden, auch ein Souper wurde bestellt. Kurz darauf traf nochmals ein Telegramm ein, welches berichligte, daß der Prinz nicht um 5 Uhr Nachmiltagg, sondern erst um 8 Uhr Abends hier eintreffe. Der Hobel⸗ vesitzer ließ die gwünschten Zimmer in Bereilschaft setzen, trug auch Sorge, daß die Vorzüglichkeit seiner Küche ihre alte Berühmtheit bewähre. Mittlerweile wurde es 8 Uhr, aber kein Prinz ließ sich sehen und der Wirth merkte, daß ihm Jemand einen Possen gespielt. Der Veclust, der dem⸗ selben dadurch entstand, wäre noch zu verschmerzen gewesen, wenn nicht an dem Tage der Fremdenverkehr so stark ge⸗ 9 wäte, daß der Wirth wohl an 80 Personen abwelsen mußte.
Schweiz In Juterlaken ist der Besitzer des dortigen größten Holels vor einigen Tagen das Opfer eines Schwin⸗ dels geworden. Derselbe erhält nämlich von Genf aus eine Depesche folgenden Juhalts:„Ich bin bereit, vächsten Mosltag eine lilerarische Soirse zum Besten der Ueber⸗ schwemmten zu geben. Stehl Ihr Hotel zur Verfügung? Alexander Dumas.“ Der Hotelbesitzer hatte natürlich nichts Elligeres zu thun, als zu antworten, daß sein ganzes Eilablissement zur Verfügung stehe. Tags darauf(Sonntag 22. August) langte der Secretär von A. Dumas im Hotel an und erklärte, daß sein Herr nur dann die Vorlesung abhalten werde, wenn eine gewisse Summe garantirt sei. Nun gibt man sich alle Mühe, die betreffende Summe aufzubringen, und es gelingt den Anstrengungen des Hotel⸗ Inhabers und des Secretärs, circa 200 Billete 2 12 Fr. gegen baar zu veräußern. Man telegraphirt sofort nach Genf, daß nichts mehr im Wege stehe, und machte alle Vorbereitungen, um den gefeierten Schriststeller würdig zu empfangen. Aber Alles vergebens. Nächsten Morgen war der Secretär verschwunden, und auf lelegraphische Anfragen bei A. Dumas, der sich für einige Tage in Genf aufhiell, erklärte derselbe, daß ihm die ganze Sache unbekannt sei. Von dem Schwindler, der sich für den Seeretär ausge⸗ geben hat, ist keine Spur mehr zu entdecken.
Selbstbewaff nung. (Eingesandt.)
Der Ruf nach Selbstbewaffnung des Volkes ertönt gar oft in unserem deutschen Vaterland und wahrlich es ist eine herrliche Sache, wenn das ganze Volk sich selbst im Falle der Noth zu vertheidigen und einen von Außen drohenden Feind zurückzuschlagen weiß. Wie Viele aber sprechen und schreiben in begeisterter Weise Jahr aus Jahr ein von der Selbsibewaffnung des Volkes gegen außere Feinde, während sie auf einem anderen Gebiete, wir meinen auf dem der Bewaffnung des Volkes gegen einen gefährlicheren Feind, der im Junern des Landes Schaden auf Schaden bringt: das Feuer, eine un⸗ begceifliche Gleichgültigkeit an den Tag legen. Auch gegen diesen Feind gilt es, sich mit Löschmaschinen, Leitern und Beilen zu bewaffnen, auch hier gilt es, zu exercieren, damu man im Falle dec Noih geübte und schlagfertige Truppen ins Feld führen kann, auch hier muß ein ein⸗ heitliches Commando und milltärische Zucht obwalten, wenn man siegen soll. Wie traurig ist es aber noch an manchen Orten mit solcher Bewaffnung bestellt? Was die allen Flinten bei mangelhaften Armeen, das sind hit die alten und schwerfälligen Feuerspritzen, die, wenns brennt, den Dienst versagen; was dort Mangel an Munition, ist bier das fehlende Löschwasser, für welches nur zu ost nicht gesorgt ist; was dort die verkehrte Kriegs
führung, ist hier das schlechte Commando, das in Brand⸗ N
fällen enbweder gar nicht kristirt, weil jeder thut, was
ihm behagt, oder doch häufig in Händen von ganz un?
kundigen Leuten liegt. Und so sieht es denn gar krautig aus mit diesen Waffen und in diesem Kampf gegen den bösen Feind, der in j dem Jahr Millionen an Werth ver schiingt und dem selest mauches Menscheuleben zum Opfer fällt. Das Traurigste von Allem aber ist der Mangel an Gemeinsinn und an Bürgertugend, der sich in gar vielen Städien und Flicken noch zeigt. Bringt man wirklich nach langen Kämpfen gegen Vorurtheile aller Art eine
Feuerwehr zu Stande, so fehlen doch mitunter gerade
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