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1868.
Dienstag den 31. März.
M 39.
Anzeiger für
berhessen.
1 enthält bie amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 0
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Friedberger Jutelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Einladung zum Abonnement.
Auf den wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden
Anzeiger für Oberhessen
kann man für die Monate April, Mai und Juni in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen Postanstalten
innerhalb des Großherzogthums für 33 kr. abonniren.
Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht
der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt, und Coursberichte, Verloosungen von Staats papiecen und locale Notizen; außerdem wöchentlich einmal in dem deigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten,
Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben 1c.
1 Bei der großen Verbreitung unseres Blattes werden amtliche Bekanntmachungen und Versteigerungs⸗ Anzeigen c., sowie geschaftliche Annoncen und Empfehlungen aller Art steis von dem besten Erfolge begleitet sein.— Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit
2 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen oder ständigen Annoncen gewähren
wir einen entsprechenden Rabatt
Zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen“ zu Veröffentlichungen aller Art ladet ein
Friedberg.
Die Expedition.
Betreffend: Den Ankauf guter Zuchistuten im Auslande behufs deren Wiederverkaufs an inländische Pferdezüchter.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 28. März 1808.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unsere Ausschreiben in Nr. 34 und 36 des Anzeigers l. J. benachrichtigen wir Sie, daß die im Auslande angekauften 8 Stuten, theils 4, theils 5jährige, brauner Farbe, in Darmstadt angekommen sind und Donnerstag den 2. April l. J., Vormittags 10 Uhr, im Großherzoglichen Hofstalle zu Darmstadt unter den eröffnet werdenden Bedingungen an inländische Pferdezüchter öffentlich meistbietend versteigert werden, und wird auf Verlangen denjenigen Käufern, welche ihre Zahlungsfähigkeit durch amtliche Beglaubigung nachweifen, zur Zahlung des Steigpreises ein Credit bis Martinitag laufenden Jahres gestattet. Wir beauftragen Sie, dies in Ihren Bürgermeistereien thunlichst zu veröffentlichen.
Trapp.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Kegierungsblatt Nr. 16 enthält:
23 I. Vekarnimachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, einer Schenkung an die Gemeinde Raubach, im Kreise Erbach. Ihre Kaiserliche Majestät die Kaiserin von Rußland haben der Gemeinde Raubach, im Kreise Erbach. tin Geschenk von 100 fl. zum Zwecke theilweiser Abtragung mer von der genannten Gemeinde für Erbauung eines Schulhauses aufgenommenen Schuld zugewendet.— Seine Königliche Hoheit der Großherzog haven diese Schenkung Allergnädigst zu bestätigen geruht.
II. Befauntmachung der Großherzogl. Ministerien des Innen und des Kriegs, die Einsetzung einer Prüfungs⸗ Commissien für einjährige Freiwillige betreffend.
III. Bekanntmachung Greßherzegl. Ober⸗Medicinal⸗ Direktion, bie Prüfung der Heilgehüisen betreffend.
IV. Nachweisung der in der Großherzoglichen Münze
u Darmstadt seit dem Abschluß der Münzconventien vom
5. Augußt 1837 bis zum Schlusse des Jahres 1867 ftatt⸗ tgehabten Großherzoglich Hessischen Ausmünzungen.
V. Bekanntmachung Großherzogl. Provinzialdirektion Aheinhessen, den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für das Jahr 1868 zu Offenbach betreffend.
VI. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamte Offenbach, die Aufbringung der Bebürfnisse der israclitischen Meligiensgemeinde für 1868 detressend.
VII. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürsnisse in den Gemeiden bes Kreises Mainz.
VIII. und IX. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürsnisse der raelitischen Religionsgemeinden des Kreises Neustadt und Darmftadt.
X. Ertheilung von Erfindungspatenten. Se. Königl. 2 der Großherzog haben allergnädigst geruht: am
5. Februar den Fabrikanten Jakob Mönch u. Comp. zu Offenbach auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch vorgelegte Muster näher erläuterte Confiruktion einer Art Stahl⸗ und vergoldeten Bügel⸗Verschlusses für Aigarren⸗Etuis, Porn monnais u. s. w., unter dem aus⸗ brüdllichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Broßherzogihums,— dem J. Fürih in Offenbach auf bessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion (ines Verschlusses für Porteseuillewaaren, unter dem aus⸗ „tücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt ge⸗
wesener Theile der Erfindung gehindert während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— dem J. P. Steinmetz zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Eifindungspatent auf das durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Kellersystem, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung der bereits früher belannt gewesenen Tbeile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— dem Ernst Danner in Brüssel auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf das durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Verfahren, um die Felle, welche zur Bereitung von Hut stoffen dienen, ven den Stutzen zu befreien, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt geweserer Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogtbums,— am 7. März dem Herzoglich Braunschweigischen Forsimeister Georg Alers zu Helmstad! auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die ducch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion einer Säge-Verrichtung zum Aufästen der Nadelhölzer, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedech, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großberzogihums— und dem Roihgerber— meister Aloys Eschenlohr zu München auf dessen Nach⸗ suchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Versahrungsweisen zur Herstellung langer Maschinenriemen ohne Naht, unter dem ausdrüclichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu eriheilen.
XI. Gestorben: am 16. Februar der evang. Schullehrer Veith zu Langsdorf;— an demselben Tage der pensionirte Schullehrer Zilles zu Assolterbach;— am 21. Febr. der Kreisarzt des Kreismedicinalamtes Erbach Dr. Schulz; — an demselben Tage der evangelische Pfarrer Köhler zu Klein⸗Karben;— am 25. Februar der Großh. General Consul zu Philadelphia Clamor Friedrich Hagedorn.
— 27. März. II. Kammer. Gegenstand der Tagesordnung ist die Vorlage Gr. Kriegs- Ministeriums, die weitere Vermehrung des Pferde⸗ standes der Reiterbrigade, Erbauung einer Pferde- baracke, Vergrößerung der Reitbahn zu Butzbach
werden soll,
und Herrichtung des Dachraums des südlichen Stallgebäudes der Reiterkaserne zu Darmstadt, zur dauernden Einquartierung betreffend;— die Necommunication der ersten Kammer bezüglich der Vorlage desselben Ministeriums, die Erbauung einer weiteren bedeckten Reitbahn in der Reiter⸗ Kaserne zu Darmstadt betreffend;— die Petition der Stadt Lich, die Garnisonirung von Cavallerie in der Stadt Lich betreffend. Der Ausschuß beantragt Bewilligung der gemachten Anforderungen mit einer Totalsumme von 37,572 fl.— Breidert empfiehlt Mainz als Garnisonsort für einen Theil der hessischen Truppen und warnt vor dem kost⸗ spieligen Neubau der Kasernen, deßgleichen Kempff, welcher hofft, daß der Militärstand auf die Dauer sich nicht in seiner jetzigen Höhe erhalten werde. Soldan erklärt sich für die Vorlagen, und spricht gegen das Herbeiziehen der Gemeinden zu Staatszwecken. Der jetzige Zustand sei nicht mehr zum Aushalten und man werde sehen, ob man nicht auf den Bankrott lossteuere. Volhard ist gegen den Bau einer bedeckten Reitbahn als unnöthig. K. J. Hoffmann findet, daß wir mehr Militär hielten, als der norddeutsche Bun⸗ desetat verlange, was von Seiten der Regierungs- bank widersprochen wird. Nach kurzer Verhand- lung verwilligt die Kammer sämmtliche Posten. — Für Anschaffung von 20 Krümperpferden wird ein Kredit von 6000 fl. verlangt, aber nur 3600 fl. verwilligt. Volhard beklagt bei dieser Gelegenheit, daß durch das kopflose Benehmen der obersten Militärbehörde im Jahr 1866 zahl- reiche Ausrüstungsgegenstände bier in die Hände der Preußen gefallen seien, obwohl man Zeit und Gelegenheit gehabt, dieselben zu retten. Ebenso sei dem Land eine tägliche Mehrausgabe von 12,000 fl. dadurch entstanden, daß man in dem Waffenstillstand, zu einer Zeit, wo es ganz un⸗ möglich gewesen, den Krieg fortzusetzen, die Truppen in Rheinhessen auf dem Kriegsfuß be⸗ lassen. Der Direktor des Kriegsministeriums Hr.


