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dessen aber weigerte sich der Erzbischof unter Hin—
weis auf die schlimmen Früchte, welche 37jährige antichristliche Experimente in Algier trugen, indem er zu beweisen hoffte, daß der Einfluß des Chri— stenthums wirksamer sein wird als Säbel, Razzia und Chassepots. Der gesammte französische Epis- topat unterstützte den Erzbischof von Algier gegen den Marschall; Letzterer dagegen erfreut sich der Zustimmung des Kaisers, welcher erklären ließ, daß sich seine Ansichten über religiöse Toleranz noch nicht geändert hätten und hiervon selbst durch das persönliche Erscheinen des Erzbischofs nicht abgebracht werden konnte. Derselbe hatte bereits zwei Audienzen beim Kaiser, welchem er bemerkt haben soll, daß er als Bischof das Recht habe, den Marschall Mac⸗Mahon mit der persönlichen Excommunication zu belegen, und daß, wenn er dieses thue, er seiner ganzen Geistlichkeit befehlen werde, jedesmal, wenn der Marschall in einer Kirche erscheine, die Wachskerzen auszulöschen, das Allerheiligste hinwegzunehmen und das Kreuz zu verhüllen.
Amerika. Der Senat hat den Präsidenten auch von dem zweiten und dritten Angklagepunkt freigesprochen.
Friedberg. Von den am vorigen Dienstag in den 3 Schwertern anwesenden Herren Bürgermetstern wurde der Wunsch ausgesprochen, eine Einladung an die Bür— germeister des Kreises Friedberg zur Besprechung wegen der einzuführenden Einkommensteuer zu veranlassen. Mit Bezug hierauf diene zur Nachricht daß nächsten Mittwoch, von Nachmittags 2 Uhr an der Saal in den 3 Schwer— tern zur Disposition gestellt ist. Eine zahlreiche Betheili— gung steht zu erwarten.
Friedberg. Man sieht seit einigen Tagen bei den Zügen der Main⸗Weser⸗Bahn nun auch hessische Unteroffi— niere, welche zur Erlernung des Dienstes des Fahrpersonales commandirt sind.
Friedberg. Dem Vernehmen nach werden, mit dem ersten Pfingstfeiertage beginnend, an allen Sonn- und Festtagen Extrazüge zwischen Nauheim und Frankfurt eingelegt, welche mit Wagen I. und II. Classe Nachmittags 220 in Frankfurt und Abends 11 Uhr in Nauheim abgehen werden, ohne an den Zwischenstationen anzuhalten. Auch sind bei diesen Zügen die Retourbillets ausgeschlossen.
Aus Oberhessen. Die Hessische Ludwigsbahn, sowie die Main⸗Weser⸗Bahn haben für diejenigen, welche die allgemeine deutsche Lehrerversammlung zu Pfingsten in Kassel besuchen wollen, Ermäßigung der Fahrpreise ein⸗ treten lassen. Die Main⸗Neckar⸗Bahn bat den Retour⸗ ville ten Fahrberechtigung vom 1. bis 9. Juli gestattet.
Gießen. Nach den hier coursirenden Gerüchten hat sich aus der wegen Verbreitung von falschen Scheinen der Bank für Süddeuschland eingeleitenden Untersuchung er⸗ geben, daß Nicolaus Hillerich, Lithograph aus Hadamar, der Verfertiger ist. Derselbe wurde bereits im Jahre 1862 von dem Assisenhofe in Dillenburg wegen Verferti⸗ gung falscher Gr. Hess. Grundrentenscheine in eine Zucht-
hausstrase von 5 Jahren verurtheilt. Auf benselben, wel— cher mittlerweile seinen Wohnort gewechselt und einen au— deren Namen geführt hat, wird gefahndet. Der am 19. dahier verhaftete Philipp Wagner von Wehrbeim ist ge— ständig, eine große Anzahl falscher Scheine wissentlich ver— breitet zu haben. Die Presse, auf welcher die Scheine gedruckt wurden, ist 5—7 Wochen in seiner Wohnung ge— wesen; sein flüchtig gewordener Bruder Fritz Wagner wurde noch in derselben Nacht in Wehrheim arretirt und an das Gericht in Limburg geliefert.
S. Gießen. Am 26. d. M. Abends 7 Uhr entlud sich über hiesiger Stadt ein surchtbares Gewitter mit Regen und Hagel; da die Hagelkörner, theilweise mit einem Durchmesser von 9 Linken zu Boden fielen, war der Schaden, trotz einer verhältnißmäßigen kurzen Dauer des Unwetters, namentlich für das Obst ein beträchtlicher.— In vergangener Woche wurde das hiesige Jägerbataillon wiederum inspicirt und zwar von Oberst Bickel aus Darmstadt. Es war dies in einem Zeitraum von wenigen Wochen bereits die dritte Inspektion.
Aschaffenburg. Am 26. Mai, Nachmittags, entlud sich über den Gemeinden und Gemarkungen Damm und Glattbach bei Aschaffenburg ein furchtbares Gewitter, welches unsäglichen Schaden an Feldoͤfrüchten und Gebäu— den anrichtete und 7 Menschen das Leben kostete. Im Nu waren sämmtliche Bäche in reißende Ströme verwandelt, die mit unwiderstehlicher Gewalt Alles mit sich fortrissen. In der Glattbacher Mühle wurde von dem hereinstürzenden Wasser der unter der Scheuer befindliche Balkenkeller sofort gefüllt, das verheerende Element, das bedeutende Eis— massen mit sich führte, hob die Balken in die Höhe und zerbrach die Wände. Unglücklicher Weise hatten bei dem plötzlich hereinbrechenden Gewitter in der Scheuer sieben Personen Schutz gesucht, von welchen sechs sogleich ihren Tod in den Wellen fanden und der siebente nach 5 Stunden ebenfalls starb. Neben dem Verluste dieser Menschenleben ist der materielle Schaden bis jetzt noch unberechenbar. Nachträglich wird noch gemeldet, daß es beinahe auch elf Kindern, die in dem Stalle des Lohmüllers Biegen in Damm Schutz suchten, das Leben gekostet hätte. Schon lief im Wasser stehend, gelang es den Bemühungen des genannten Müllers und einiger anderen Personen, dieselben ganz durchnäßt aus ihrer gefährlichen Lage retten.
Aus Herrieden, 25. Mai, schreibt der Witterungs—⸗ beobachter der„Fr. Z.“: Ein tiefes Luftthal, welches seit dem 23. von Irland aus nach Osten zieht, hat im Nord— westen unseres Erdtheiles bedeckten Himmel und Regen hervorgebracht, wird aber bei uns wenig Einfluß haben, da im Hafen von Gascogne ruhiges Luftmeer herrscht und sich die Südweststürme nur bis in den Canal von Calais erstrecken. Es dürfte daher im Allgemeinen das schöne Wetter, an einzelnen Orten durch Gewitterregen unter— brochen, zunächst noch fortdauern; doch lassen die größeren und jetzt auf der Westseite Enropa's befindlichen Luftdruck⸗ differenzen unseres Erdtheiles auf gemischtere Witterung
schließen.
3 Borax als Waschmittel. Die holländischen und belgischen Wäscherinnen, welche bekanntlich eine Wäsche von der trefflichsten Weiße liefern, wenden, austatt Soda, raffinirten Borax als Waschpulver an, und zwar nehmen sie eine tüchtige Hand voll des gepulverten Salzes auf ungefähr 30 Maß kochenden Wassers. Sie ersparen da— durch beinahe die Hälfte der Seife. Zum Waschen von
Spitzen, Batist u. dgl. wird eine größere Boraxmenge
angewendet; zu Krinolinen, Unterröcken ꝛc. welche gesteift werden müssen, ist eine starke Lösung des Salzes erforberlich. Der Borax verursacht den Geweben nicht den geriugsten Nachtheil; er macht das härteste Wasser weich und sollte deßhalb auf keinem Toilettetisch sehlen. Er dient auch zum Reinigen dee Haares und ist ein vortreffliches Zahn⸗ pusver; in heißen Ländern wird er in Verbindung mit Weinsäure und zweifach⸗kohlensaurem Natron zur Berettung eines kühlenden Getränkes angewendet. Belanntlich läßt sich mit hartem Wasser ein guter Thee nicht bereiten; durch Zusatz von Boraxpulver(ein Theclöffel voll auf einen Kessel gewöhnlicher Größe, welches in dem Wasser durch Kochen gelöst werden muß), erspart man außerdem ein Fünftel an Thee.
8. Der Naturforscher. Wochenblatt zur Verbreitung der Fortschritte in den Nafurwissenschaften. Für Ge— bildete aller Berufsklassen. Herausgegeben von Dr. Wilhelm Sklarek. Berlin, Ferdinand Dümmlers Verlagsbuchhandlung. Preis von 4 Wochennummern oder eines Monatsheftes 10 Sgr.
„Der Naturforscher“ hat sich die Aufgabe gestellt, der Vermittler zu sein von den Werkstätten der naturwissen⸗ schaftlichen Forschung an die große Menge der Freunde der Natur wissenschaften unter den Gebildeten aller Verufs⸗ klassen. Die Fortschritte, die die Wissenschaft macht, neue Thatsachen,, die auf den verschiedenen Gebieten derselben entdeckt, und neue Anwendungen, die für's praktische Leben aus den Resultaten der Forschung abgeleitet worden, sollen darin in klarer, allgemein verständlicher Sprache behandelt werden. Auch dem Fachgelehrten und Specialisten gibt es ein erwünschtes Mittel an die Hand, sich über die Forschungen in andern, ihm fern liegenden Zweigen der Wissenschaft im Laufenden zu erhalten. Astronomie, Meteorologie, Physik, Chemie, Geologie, Physiologie, Zoologie, Botanik, Agrikultur sollen dabei gleichmäßige Berücksichtigung finden. Unter den zahlreichen Mitarbeitern finden sich solche, die als populär ⸗naturwissenschaftliche Schriftsteller rühmlichst bekannt sind.
Bei der großen Bedeutung, welche die Naturwissen⸗ schaften gegenwärtig erlangt haben, ist ein Unternehmen wie das vorliegende nur willkommen zu heißen. Das wenige Geld dafür ist sicherlich besser angelegt, als das für so manche bloße Unterhaltungslektüre.
1307 Wohl kein Nahrungsmittel ist dem Gesunden wie Reconvalescenten zuträglicher, als eine reine, unverfälscht Chocolade; übertrifft doch eine Tasse guter Chocolade bei weitem die beste Bouillon am Gehalte des positiven Nah⸗ rungsstoffes! Zur Herstellung billiger Preise findet jedoch so vielseilig eine Untermischung der Waare Statt, daß eine garantirt reine Qualität zur Seltenheit geworden ick. Um so mehr verdient zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden, daß der Dampf Chocoladen⸗Fabrik von Franz Stollwerck in Köln a. Rh., welche zu den bedeutendsten des Zollvereins zählt, auf der Pariser Welt⸗ Ausstellung für Reellität, vorzügliche Qualität und Bil⸗ ligkeit ihrer Chocoladen die Preis- Medaille zuerkannt wurde. Diese Auszeichnung ist um so ehrender, als die ertheilte die einzige Medaille ist, welche in der Branche auf ganz Preußen fällt! Die Fabrik verdankt dem Prin⸗ cip: nur durchaus reine Waare an den Markt zu bringen, ihren verbreiteten Ruf. Jedes größere Geschäft sollte sich zur Pflicht machen, seine Kundschaft mit diesem Producte
zu versehen.
Brod
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bis 1. September 1868 bei
Gebr. Löb.
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1306 Citronen, Vanille, Chinefischer Thee, Krachmandeln und Tafelroflnen bei W. Ferssch.
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313 sowie Sellerie und Lauch hat zu verkaufen
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1314 Das nach dem Schützenrain führende Bahnhofs hor muß ftark elngerostet sein. Sonst ist es in der That nicht zu verstehen, weßhalb man es consequent heschlossen und das Publikum um dasselbe herum laufen laßt.
2 dN 1 Lehrlings⸗Gesuch. 320 Ein braver Junge kann die Buchbinderei und as Portefeuille-Geschäft gründlich erlernen bel, Wilhelm Weis. Nr. 70 nächst der Post,
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Nagnit in Ostpr., den 25. April 1867. Sehr geehrter Herr Daubitz!
Meine Frau seit vielen Jahren an einem furchtbaren Magenübel leidend, gebrauchte auch den ihr angerathenen, von Ew. Wohlgeboren fabricirten, rühmlichst bekannten Liqueur „Daubitz“, von dem wir als gut wir—
kendes Mittel in den Zeitungen viel gelesen.—
Nac Gebrauch dieses Liqueurs be
Einstellung eines Magendrückens fühlte meine Frau
augenblickliche Linderung,
und den Liqueur unausgesetzt fortge⸗ braucht, war sie wie von
Neuem geboren.
Meine Frau ist ganz fest davon über⸗ eugt, daß nur der„Daubitz“ sie erhalten ann ꝛc⸗
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1247 such:


