patignsvprgekommenen und so oft abgeläugneten Thalsaͤchen gerichtlich festzustellen, so ersuchen wir dirfenigen Mitbürger, welche von solchen That⸗ sachen persönliche Kenntniß haben, uns bis zum 3. Jauugx darüber Mittheilung zu machen, damit wir uz seo besser im Stande seien, in einer Sache, die mührf die Sache der Vaterstadt als die unsere iste den Beweis der Wahrheit zu führen. Wiesbaden. Das Ober-Appellationsgericht in Berlin hat das Urtheil gegen den Gartenauf— seher Keidner, der dem türkischen Gesandten eine Ohrfeige gegeben hatte, vernichtet. Der Gesandte Aristarchi Bey soll sich eidlich vernehmen lassen, was derselbe bisher verweigert hat. Zugleich geht das Gerücht, daß der Gesandte in Folge dieser Affaire von seiner Stelle entsetzt worden sei.
Aus Thüringen Der Landtag in Mei-
ningen hat in seiner jüngsten Sitzung das Gesetz über sdien Aufbesserung der Lehrergehalte berathen und nach den Anträgen des Ausschusses, dessen Ausätze die der Regierungsvorlage noch etwas überbieten, angenommen. Die Besoldungen der Ruhegehalte sind dadurch besonders in den Mini⸗ mglsätzen erbeblich verbessert. an Bayern. München. Ueber die Rede des würtembergischen Ministers v. Varnbühler gelegentlich der Adreß debatte äußert sich die baperische officibse Presse:„Es herrscht Einver⸗ ständriß zwischen Bapern und Würtemberg; die Eingedung des Schutz- und Trutzbündnisses und des Zollvertrags war nationale Pflicht; weiter zu gehen kiegk auch heute kein Anlaß vor; Preußen hat auch weiter feine Absicht angedeutet, und keinen Versuch gemacht, die völkerrechtlich gezogenen Gränzen zu überschreiten. Die süddeutschen Heere werden im Falle eines Conflicts mit und für Norddeulschland kämpfen.“ „Baden. Mannheim. Der große Bürger- ausschuß hat mit 109 gegen 1 Stimme die Um⸗ wandlung der bestehenden Confessionsschulen in gemischte befürwortet. Die Sache kommt nur noch zur Ahstimmung vor die Confessionsgemeinden. ne Karlsruhe. Aus dem Lager der Offen ⸗ burger ist eine Flugschrift erschienen, die unter dem Titel: Woher die Trennung?“ den zwischen dem Ministerium und jener Partei ausgebrochenen Zwiespalt bespricht. Die Partei sei, sagt die Flugschrift, der nationalen Sache wegen mit dem Ministerium gegangen so weit, als immer möglich, und habe selbst große Opfer nicht gescheut. Wenn sie sich gezwungen sehe, sich nunmehr auf eigene Füße zu stellen, so läge die Veranlassung dazu indem Verhalten des Präsidenten des Staats- ministexiums, der von den liberalen Prinzipien, dit, die Grundlage des Zusammengehens von Kammer und Regierung ausgemacht, vielfach sich abgewandt habe. Als Beweis dafür wird an ⸗ geführt: die Art der Neubesetzung des Ministeriums, die in, Form eines provisorischen Gesetzes einge⸗ führte preuß. Militärgesetzgebung, deren Noth- wenpigkeit die liberale Kammer nicht eingesehen, die Fortführung des Gesandtschaftspostene in Florenz gegen den Willen der Kammer, das künst⸗ liche Hingufschrauben der Ossizieregagen, die ver⸗ suchte Nachahmung des Müzler'schen Systems in religiösengz und wissenschaftlicher Dingen, die Stellung des Ministeriums zur Freiburger Curie und manches Andere.
% Zu Unteribenthal(Oberrheinkreis, bei Freiburg) haf sich insgeheim, ohne Vorwissen und Genehmigung der Staatsregierung, ein katho⸗ lisches, Frauenkloster von 40 bis 50 Frauen ge⸗ bildet. Wie nun die„Karlstr. Zig.“ meldet, hat die; Regierung dieses Kloster aufgelöst und jede weitere Betheiligung dabei verboten. Hesterreich. Wien. Dem„Telegraphen Correspondenz⸗Burtau“ wird aus Athen vom 22, d. telegraphirt, daß die griechische Regierung von der, Kammer einen außerordentlichen Credit im Betrage von 100 Mill. Drachmen und eine außerordentliche Aushebung verlange; die National- garde wird mobilisirt, mehrere Häfen werden befestigt.
%— Die„N. fr. Pr.“ meldet: Die hiesige russische, Botschaft erklärte offiziell, daß die Nach⸗ nicht des„Levante Herald“, die Führung der
russischen Flagge Seitens der griechischen Schiffe betreffend, falsch sei.
— Die Wiener Blätter fahren fort, den türkisch-griechischen Conflikt zu besprechen. Nach ihnen ist die Conferenz von der Pforte zwar noch nicht acceptirt, aber auch nicht definitiv abgelehnt. Die Verhandlungen über die Grundlage, die den⸗
selben zu geben sei, sind noch im Gang. Oester⸗ reich finde sich ziemlich in Uebereinstimmung mit den Westmächten, welche auf der Conferenz sich zum türkischen Standpunkt hinneigen, während Rußland und Preußen die Sache Griechenlands führen würden.
— Die k. k. Botschast in Konstantinopel hat von der Pforte die Concession verlangt, daß griechische Schiffe, welche mit österreisch-ungarischen Waaren nach einem türkischen Hafen bereits unter— wegs sind, noch vier Wochen lang von dem erlassenen Verbot nicht betroffen werden sollen.
— Aus Konstantinopel vom 24. d. meldet ein Telegramm des„Telegraphischen Correspondenz- Bureau“, daß der griechische Gesandte Delyannis abgereist sei.— Der amerikanische Gesandte habe eingewilligt, die in der Türkei lebenden griechischen Unterthanen unter seinen Schutz zu nehmen.
— Die ungarischen Räuber leben nach dem Text:„Heut' kehren wir bei Pfaffen ein, bei reichen Bauern morgen.“ Daßz Letztere ist zwar dem Räuberhauptmann Juhaß schlecht bekommen, denn er wurde von drei Bauern erschlagen, als er sich eben an dem Wein derselben labte; aber die Galgencanbidaten lassen sich durch dergleichen Zwischenfälle nicht abschrecken. Im Stuhlweißen⸗ burger Comitat sind in den letzten vierzehn Tagen fünf Kirchen geplündert worden; auch in das Schlos des Erzherzogs Joseph brachen die „armen Burschen“ ein.
Frankreich. Paris. Die„Patrie“ sagt, die Türkei habe sich bereit erklärt, den status quo bis zum 6. Januar 1869 aufrecht zu erhalten.
— Es ist hier sehr bemerkt worden, daß die provisorische Regierung von Spanien sich in Rom für die zwei zum Tode veturtheilten Italiener verwendet hat. In diesem befremdlichen Schritte ist schon unschwer der Einfluß des Generals Cialdini und der Candidatur des Prinzen von Carignan zu erkennen.
— Mehrere Blätter betrachten den Zusammen— tritt der Conferenz für gesichert.— Der„Eten— dard“ sagt, die Conferenz würde sich nur be— schäftigen mit einem Arragement zwischen der Türkei und Griechenland und mit der definitiven Regelung der candiotischen Angelegenheit inner halb der Bestimmungen, welche mit dem Vertrag von 1856 und der Integrität des ottomanischen Kaiserreichs in Einklang sind.
Großbritannien. London. Der be⸗ kannte Afrika⸗Reisende Gerhard Rohlfs kam in Tiflis mit Geschenfen des Königs von Preußen für die Monarchen Bornus und Fezzans an.
Spanien. Aus Spanien treffen unbestimmte Nachrichten über große carlistische Verschwörungen ein; man befürchtet in aller Kürze die offene Fehde. — In einem carlistischen Manifeste heißt es: „Jeder, der sich für die Sache des Don Carlos erklärt, erhält außer einem entsprechenden Hand- geld einen täglichen Sold von 10 Realen. Waffen und Munition wird ihnen reichlich geliefert werden.“
Madrid. Die„Iberia“ vom 19. d. sagt mit Rücksicht auf die Municipalwahlen:„Heute ist für Spanien ein feierlicher Tag! Heute zum ersten Mal werden die Bürger ein Recht ausüben, das zu den kostbarsten Errungenschaften der Revolution gehört: das Recht der allgemeinen Abstimmung! Früher kannten wir diesen Begriff nur dem Namen nach, heute werdet ihr euch überzeugen, daß die Freiheit nicht blos Phrase, sondern Thatsache ist. Die neidischen Unterstellungen der Reaction wer- den Lügen gestraft und die provisorische Regierung im vollen Lichte ihrer Glorie erkannt und ge⸗ würdigt werden.
— Mit den spanischen Finanzen soll es schlimm bestellt sein. Vor einigen Tagen war bereits die Depositenkasse liquidirt und so die schwebende Staatsschuld von 250 Millionen
zwangsweise in eine consolidirte umgewandelt
worden. Dieß genügte aber noch nicht und heute meldet der Telegraph, daß die Provinzen und die Gemeinden durch Decre/ der provisorischen Re— gierung angehalten worden, ihre Fonds binnen dreißig Tagen gegen Schatzbons dem Staate an- zuvertrauen.
Serbien. Belgrad. Zuverlässigen Ver⸗ sicherungen zufolge hat die Pforte der serbischen Regierung nicht das Ansinnen gestellt, die Griechen auszuweisen. Sollte dies indeß geschehen, so würde die serbische Regierung dasselbe zurückweisen.
Donaufürstenthümer. In den rumä⸗ nischen Häfen sind über 20 Schiffe mit griechi⸗ schen Flüchtlingen aus der Türkei angekommen. Dieselben wurden unter der Bedingung, daß sie sich den Landesgesetzen unterwürfen und aller Manifestationen enthielten, auf dem rumänischen Gebiete aufgenommen.
Griechenland. Athen. Die Kammer hat der Regierung einen Credit von 100 Million Drachmen bewilligt und unumschränkte Vollmacht in Betreff der Aufnahme von Geldmitteln gegeben. Außerdem wurde die Regierung ermächtigt, außer- ordentliche Aushebungen anzuordnen.
Amerika. Ein Erlaß des Präsidenten Johnson bewilligt bedingungslosen Straferlaß nebst Wiederherstellung des ihnen entzogenen Bürgerrechts allen bisher noch nicht pardonnirten Conföderirten; es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, daß der Congreß diesen Erlaß bestätigen werde.
Friedberg. Die Nachricht, daß vom 1. Januar 1869 an auf der Main⸗Weser⸗Bahn eine vierte Personen⸗ klasse eingerichtet werden soll, wird als eine unrichtige bezeichnet. Dagegen soll es gegründer sein, daß die Reisenden im Binnenverkehr, d. h. zwischen Frankfurt und Kassel, 50 Pfund Gepäck frei haben. Seither mußte alles Gepäck besonders bezahlt werden. Indessen soll mit dieser Neuerung auch eine Erhöhung des Personengeldes eintreten. Ebenso dürften die neuen Tarissätze keine Ermäßigung für das Publikum bringen; wenigstens ist neben verschiedenen Vettiebsänderungen in Kassel der Minimalfrachtsatz für gewöhnliches Gut von 2 auf 3 und für Eilgul von 4 auf 5 Sgr. erhöht worden.
Hanau. Die husige Zeitung berichtet: Am Morgen des 21. Dez. zwischen 6—7 Uhr wurden auf dem Wege zwischen Bergen und Seckbach zwei israelitische Viehhändler, welche diei Kühe mit sich führten, von acht Personen an⸗ gefallen, einer wiederholt niedergeschlagen und einer Geld⸗ summe von 40 Gulden beraubt, der andere hat entlaufen können.
Darmstadt. Mit Ende dieses Monats läuft der Termin ab, wo in Darmstabt an der Staatskasse die Umwechselung der 70, 35⸗, 10⸗, 5 und 1⸗Guldenscheine vom Jahre 1855 aufhört, mithin also diese hessischen Grundrentenscheine werthlos werden, worauf wir die Besitzer aufmerksam machen wollen.— Am Abend des 23. Dez. fand in einer VBierwirihschaft zu Darmstadt zwischen Militär und Civilisten eine großartige Schlögerei statt.— Nach den„Hess. Volksbl.“ ist der ehemals bessische Ober⸗ lieutenani v. d. Hoop, welcher seither in der österreichischen Armee diente, mit dem Grade eines Rittmeisters zu Bukarest in die rumänische Armee eingetreten.
tainz. Wie der„Mainzer Anzeiger“ meldet, ist ein Bahnwärter auf der Taunusbahn(in der Nähe von Hattersheim), der im Verdachte steht, seine erste Frau vergistet zu haben, gefänglich eingezogen worden. Das Ausgraben der Leiche und die gerichtliche Untersuchung
derselben wird alsvald die Richtigkeit oder Unrichtigkeit
obiger Vermuthung ergeben.
Wiesbaden. Det„Rh. K.“ erzählt: Bei einer im Wildpark auf der Platte abgehalienen Jagd wurde Prä⸗ sident v. Heemskerk durch einen angeschossenen Eber am Fuße verwundet und entging weiteren Angriffen des wuth⸗ schnaubenden Keilers nur dadurch, daß er sich schnell an einem Baumaste in die Höhe zog. Der Attentäter brach glücklicher Weise rasch zusammen.
Aus Herrieden, 21. Dez., schreibt man der„Fränk. Ztg.“: Centraleuropa befindet sich an einer schwankenden Lufiberghänge, beren Spitze sich in neuerer Zeit nach Süd westen gewendet hat. Wir haben daher auch bald warm, bald kalt, je nachdem wir dem Luftberg oder Luft⸗ thal näher rücken. In Folge dieser meteorologischen Ver⸗ hälinisse(kalter Passat im Südwest, warmer Antipassat im Nord) batten vorgestern Morgens 8 Uhr Madrid und Petersburg ciuerlei Temperatur(5.30) und war es an der nordöstlichen Spitze Schottlands wärmer als in Rom (Nairn 68, Rom 6,20). Nordamerika hat in der letzten Zeit ungeachtet des tieferen Barometerstandes heiteren Himmel und kältere Temperatur.
„ Die„Berliner Montagszeitung.“ schreibt:„Ende vorigen Jahres beirng die Stärke der nordamerikanischen Armee etwas über 90,000 Mann! Wie das ungeheuer große Land auch nur Einen Tag damit bestehen kann, ist unt ein unlösbares Räthsel.“„Leider ist dieses Rälhsel nicht blos für die Leuie in Berlin unlösbar!“ fügt ein Wiener Blatt hinzu. Französische Stimmen haben sich
daräber noch nicht ausgesprochen.
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