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und sranzösischen Silberstücken. Die älteste Münze trägt die Jahreszahl 1558, die jüngste 1624. Dieselben wurden also anscheinend zu Anfang des dreißigjährigen Krieges vergraben. 8 Darmstadt. Bei der am 26. Oktober dahier statt⸗ gehabten Herbstcontrole sollen sämmtliche Leute, welche nicht pünktlich erschienen waren, man sagt 30—40, zu je zwei Thaler Geldstrafe verurtheilt worden sein. Worms. Die„W. 31g.“ schreibt: Sicherem Ver⸗ nehmen nach ißt Herr Olff, Inspektor der hiesigen Stabt⸗— schulen, nunmehr zum Gr. Gymnasiallehrer dahier ernannt worden. Herr Olff fungirt bereits seit 18 Monaten in provisorischer Weise als Lehrer am Gymnasium, während Herr Menges ebensolange die Geschäfte des Schulinspectors versieht. Worms, 26. Oct. Aus den soeben erschienenen „Gedenkbplältern an die Enthüllungsfeier des Lutherdenk— mals“ ist ersichtlich, daß ein vorläufiger Ueberschuß von 18,415 fl. 2 kr.(Einnahmen 236,556 fl. 59 kr., Aus⸗ gaben 218,141 fl. 57 kr.) vorhanden ist, welcher zur Gründung einer Lutherstiftung verwendet werden soll.
Vom Rhein schreiben die„Hess. Volksbl.“: In einer am Rhein belegenen Dorsschaft ließ kürzlich ein Oeconom in seiner Hofraithe Erdarbeiten vornehmen, als man auf drei menschliche Skelette stieß. Man konnte noch wahrnehmen, daß keine eigentliche Beerdigung statigefunden hatte, die Leichen vielmehr in hastigster Eile unter die Erde gebracht worden sein mußten. Alle Anzeichen wiesen darauf hin, daß man es hier mit einem scheußlichen Ver⸗ brechen zu thun habe, dessen Ucheber freilich längst der irdischen Gerechtigkeit entrückt sein mochte. Von den ältesten Bewohnern des Ortes wird nun folgendes mit⸗ getheilt. Bei Beginn der ersten französischen Revolution, in den 90 er Jahren, kamen 3 französische Emigranten in den Ort und mietheten sich bei einem Ortseinwohner ein. Sie waren im Besitz von reichen Mitteln. Eines schönen Tages waren sie plötzlich verschwunden. Der Hauseigen⸗ thümer gab zwar vor, seine Gäste seien heimlich abgereist, allein der Verdacht, sie möchten eines unnatürlichen Todes verstorben sein, war nur zu allgemein. Nur die unruhigen Zeiten und die mangelhafte Rechtspflege am Ende des
vorigen Jahrhunderts lassen erklären, daß keln gerichtliches Einschreiten erfolge. Auf den Bewohnern des Hauses schien jedoch von nun an der Fluch des Himmels zu
brach ein Bein. Einige Jahre später gerieth er in eine Maschine und endete so auf tragische Weise sein Leben. Sein Sohn, der sich in der Pfalz eine Existenz gegründet hatte, starb ebenfalls eines plötzlichen Todes. Seine f Kinder kehrten nach dem heimathlichen Dorfe zurück. Allein als ob der Fluch der bösen That bis in die dritte Generation sich vererben sollte, so ist ein weib— liches Mitglied dieser Familie mit der Epilepsie behaftet. Mit weltlichen Gütern ist sie freilich reichlich gesegnet; das Vermögen derselben beträgt weit über 100,000 fl. Die Hofraithe war längst in andere Hände und zwar in den Besitz des Vaters des Oeconomen übergegangen, der den unheimlichen Fund der 3 Skelette machte. Der ursprünglich gehegte Verdacht, die 3 französischen Emigranten seien auf gewaltsame Weise bei Seite geschafft und ihre Vaarschast geraubt worden, hat sich hierdurch in Gewiß⸗ heit verwandelt. Der Urheber der dunklen That hat hierüber freilich längst vor einem höheren Richter Rechen⸗ schast abgelegt.
Aue Herrieden, 22. Oct., schreibt man der„Frankf. Ztg.“:„Ein heftiger Polarstrom, von den nordwestlichen Fisfeldern des atlantischen Oceans kommend, erniedrigte bei seinem Zuzuge von Nordwest nach Südwest das Ther⸗ mometer Morgens 8 Uhr am 19. in London auf 1.80, im Scarborough auf 0.00, sodann am 20. in Paris auf 2.10 und in Mözisres auf— 1.00, ferner heute dahier auf — 0.20 und verkündet uns den Eintritt des klimatischen Winters, welcher in unseren Gegenden durchschnittlich am 23. October einzieht.
Hildesheim. Der„H. A. Z.“ zufolge fand eine Abtheilung des hiesigen Militärs, welche bei dem Auf⸗ werfen eines neuen Schießstandes am Galgenberge be— schäftigt war, eine große Anzahl, drei Schiebkarren voll, silberner Geräthe, als Schüsseln, Teller, Pokale ꝛc., die zum Theil eigenthümlich geformt und mit verschiedenen Verzierungen versehen sind. Der Fund befindet sich zur Zeit in Obhut des Militärs und wird einer gründlichen
Reinigung von dem anhängenden Schlick unterworfen, worauf sich dann ein Urtheil über den Kunstwerth ber l g Geräthe und die Zeit, aus welcher sie stam men, wird lasten. Der Besitzer that einen Fall in der Scheuer und fällen lassen. i
Aus Prag enthält die Wiener„Morgen-P.“ vom
23. d. nachstehendes Sensations-Telegramm:„Vorgestern erschoß in Klabno der Prager Leberhändler Krauß sich und
eine Geliebte, eine gewisse Horvath. Man vermuthet aus
verschiedenen Anzeichen, Letztere sei die mysteriöse Viki Horvath, auf welche sich Julie Ebergenyi in ihrem Pro⸗ zesse berief. Portratts von Chorinsky, von dessen vergifteter Gemahlin, sowie das Tagebuch der Ebergenyi mit Eintragungen von
Man fand bei der ermordeten Horvath die
fremder Hand und im überschwenglichen Style Chorinsky's geschrieben. Die Horvath wohnte lange Zeit in Prag.
Deren vorgefundene Pretiosen und sonstiger Nachlaß sind
äußerst werthvoll.
„% Isabella eine Injurie? Ju einem Wirths⸗ haus zu Breslau glaubte sich ein Stammgast einer Dame von etwas emancipirtem Wesen gegenüber die Freihelt nehmen zu dürfen, zu gestehen, daß er glaube, sie habe vieles von der spanischen Isabella an sich. Die Injurien⸗ klage ist eingeleitet. Das Breslauer Gericht wird zu ent⸗ scheiden haben, ob man eine ehrsame Frau ungestraft Königin von Spanien nennen bürfe.
„„ Das Fürstenthum Liechtenstein ist von den Verheerungen im Rheinthale ebenfalls stark betroffen worden. Namentlich ist es das Sargans und Trübbach gegenüberliegende Dorf Balzers, das bei der ersten und zweiten Ueberschwemmung auf das schwerste gelitten. Am 28. September durchbrach der Rhein unter dem Dorfe die Schutzbauten und die Ufer und ergoß sich mit ganzer Wucht über die mit allen Früchten besetzten Felder. Seine Fluthen stauten zurück und setzten 24 Häuser unter Wasser. Hunderte von Tagwerken des Culturbodens sind auf Generationen verwüstet; ein großer Theil der Ernte des Dorfes ist dahin; viele Häuser sind voll Wasser und Schlamm; Tausende von Gulden fordert die Verbauung der Ufer, und die Gemeinde Balzers ist sonst arm, weil übervölkert. f
Aufforderung
an die Versender von der undeclarirten Ver— packung von Geld in Briefe ꝛc. Abstand zu nehmen.
2629 Zur Uedermittelung von Geld durch die Poß unter Garantie, bietet sich
die Versendung des declarirten Werthbetrages in
Briefen und Packeten, oder
die Anwendung des Verfahrens der Postanweisung dar.
Bei der Versendung von Geld in Briesen oder Packeten, unter Angabe des Wertbbetrages, wird, außer dem tarifmäßigen Minimal- oder Gewichts. porto einc Assecuranz⸗Gebühr für den declarirten Werth erhoben. Dieselbe beträgt bei Sendungen, welche nach Orten des Norddeutschen Poftbezirks, sowie nach Süd⸗ deutschland oder Oesterreich gerichte: find,
unter und bis 50 Thlr.
I für Entfernungen bis 15 Meilen 2 „ über 15 bis 50 Meilen 4 kr.
für größere Entfernungen 7 kr über 50 bis 100 Thlr. = 87 fl. 30 kr. bis 175 fl.
füt Entfernungen bis 15 Mellrn 4 kr. 2„ über 15 is 50 Meilen. für größere Entfernungen 11 kr
Zum Zwecke der Uebermittelung der zahlreichen kleinen Zahlungen ist das Verfahren der Post-Anweisung, welches sowohl innerhalb des Gesammtgebiets des Nord⸗ deutschen Postbezirks, als auch im Verkehre mit Bayern, Württemberg, Baden und Luxem- burg zulässig ist, wegen der größeren Einfachheit vor⸗ zugeweise zu empfehlen.
Die Gebübr für die Vermittelung der Zahluntz mittelfl Poft⸗Anweisung beträgt:
bis 25 Thlr.= 43 fl. 45 kr. überhaupt r über 25 bis 50 Thlr.= 43 fl. 45 kr. bis 87 fl. 30 kr. überhaupt 14 kr.
Belm Gebrauche einer Post⸗Anweilsung wird das zeitraubende und mübsame Verpacken des Geldes, dit Anwendung eines Couverts und die fünfmalige Ver siegelung völlig erspart. Auch bietet das Versahren der Post⸗Anwelsung den Vortheil, daß zwischen dem Absender und Empfänger Differenzen über den Befund an Geld niemals erwachsen können.
Um so mehr darf die Postbehoͤrde an die Versender die erneuete Aufforderung richten, sich einer undeclarirten Verpackung von Geld in Briefe oder Packete zu enthalten, vielmehr von der Versendung unter Werthangabe oder von dem Verfahren der Postanweisung Gebrauch zu machen.
Darmstadt den 15. October 1868.
Der Ober Post⸗ Direktor Vahl.
2354 Zum Frankfurter Journal und der Darmstädter Zeitung wird ein Mitleser
2621 Mittwoch den A. November l. J. ab
Soeben ist erschienen:
Illustrirter Familienkalender.
Mit dem vorgeschriebenen Stempel. Der Verkauf ohne Stempel ist gesetzlich verboten.
1 Wiederverkäufer erhalten von uns den höchsten Nabatt, und machen wir besonders darauf 2030
aufmerksam, daß die Verlags handlung
den Allein-Debit für Oberhessen
laufende Bestellungen unbeachtet lassen wird.
Bindernagel& Schimpff
in Friedberg.
uns übertragen hat und demzufolge direkt bei ibr ein⸗
Markt in Friedrichsdorf
bei Homburg v. d. H.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der nächste Markt dahier am
gehalten wird. Der Bürgermeister
Garnier.
2627 Sehr zu empfehlen ist das im Berlage von L. Heimann in Berlin, Wilbelms⸗ Straße 91, er⸗ scheinende Werk:
Der Einjährig⸗Freiwillige. Eine spftematische Vorbereitung für das Freiwilligen⸗ Eramen in Latein, Französisch, Englisch, Deutsch, Ge schichte, Geograpbie, Mathematik und Naturwissen⸗ schaften. ür die Privatvorbereitung bestimmt. Heraus⸗ gegeben von Heinemann, Dirigenten einer Miltlär- Vorbereitungs⸗Anffalt in Berlin. 50 Lieferungen à 27 kr. — Die bereits erschienenen Lieferungen zeigen, daß das Werk einen wirklich praktischen Standpunkt inne dält. Die Darstellung ist, mit Vermeidung alles Ueberflüssigen, klar und überfichtlich, und von desonderem Wertd halten wir die jeder Lieserung deigefügten Repetstionen und Fragen, die die Lehrer ersetzen, so daß es Jedem, der auch nur mit geringen Vorkenninissen veisehen id, mit wenigem Fleige gewiß leicht wird, sich die für das Einjährig⸗ Freiwilligen Examen nöibigen Kenntnisse zu erwerden. Im Verhältniß zu der Menge des hier Ge⸗ botenen und zu dem vielen Gelde, das sonst für Lehr⸗ bücher ausgegeben werden müßte, ist der Preis ein sehr billiger. Das Werk ift daher nicht nur denen, die sich zum Einjäbrig⸗Freiwilligen⸗Examen vorbereiten wollen, sondern allen den jungen Leuten zu empfehlen, die das Bestreben haben, Lücken in ihrer Bildung auszufthllen oder früber Versäumtes nachzuholen.
Weiße Rüben 2623 verkauft W. Ulrich. Ein Faselochse, ee alt, Rothscheck, Berner Race, ist zu Wohnbach Joh. Herget II. Zwei Kühe mit Kälbern
2035 verkauft Friedberg.
zum hiesigen Tagescburse 1777 flets zu haben bei
gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl.
Mayer Mayer in Frankfurt a. M.
Wechsel auf Uew-Vork
Ebristian Reuß.
Foul ards,
seldene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neden der Post in Friedberg.
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