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1868.
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Donnerstag den 29. October.
N 128.
Anzeiger für O
erhessen.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta,
Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 55 enthält:
I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung einer Schenkung betreffend. Von Ihrer Majestät der Kaiserin von Rußland sind der evan⸗ gelischen Kirche zu Jugenheim, im Dekanate Zwingenberg, zwei silberne Abendmahlskannen im Werth von 460 fl. geschenkt worden, und hat diese Schenkung die Bessätigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs erhalten.
II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Zutheilung der evangelischen Pfarreien in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Groß herzogthum vereinigten Gebielstheilen zu den Dekanaten betr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben, nach erfolgter Einführung der im Großherzogihum über die evangelischen Kirchenangelegenheiten bestehenden Bestimmungen in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Gebielstheilen, in Betreff der Zutheilung der evangelischen Pfarreien in diesen Gebietstheilen zu den Dekanaten Folgendes Allergnädigst zu bestimmen geruht: 1) Die evangelische Pfarrei Trais an der Lumda wird dem evangel. Dekanate Gießen, 2) die evangelischen Pfarreien Nauheim, Dorheim und Reichelsheim werden dem evangel. Dekanate Friedberg, 3) die evangel. Pfarreien Dortelweil, Nieder— Erlenbach und Massenheim werden dem evangel. Dekanate Rodhein: und 4) die evangel. Pfarrei Rumpenheim wird dem evangel. Dekanate Offenbach zugetheilt.
III. Bekanntmachung derselben Behörde, die Organi⸗ salion der Kreisveterinärämter betr. Die in den Bekanni⸗ machungen vom 6. Mat 1868 und 18. Sept. 1868 an⸗ geordneie Organisation der Kreisveterinärämter hat mit dem 15. Nov. d. J. in Wirksamkeit zu treten.
IV. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. Juni dem Prälaten Dr. Zimmermann die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen rothen Adler⸗Orden 2. Klasse,— sowie des von S. K. H. dem Großherzog von Sachsen⸗Weimar ihm verliehenen Comthurtreuzes des weißen Falken⸗Ordens,— am 9. Sep..
dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Worms Heinrich Brück die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen rothen Adler⸗Ordens 4. Klasse,— am 10. Sept. dem Hosphotographen Holzamer zu Worms die Erlaubniß zur Aunahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem König von Würtemderg verliehenen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschast,— und in den letzten Tagen des September den nachbenannten Herrn die Erlaubniß
zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Sr. Maj. uan sich über die Zusammensetzung des Kirchen
dem Kaiser von Rußland verliehenen Orden zu ertheilen: Hes⸗Garten⸗Direktor Geiger St. Annen⸗Orden 3. Klasse:
Post⸗Kassen⸗Controleur Bötticher zu Darmstadt Ritterkreuz Bürgermeister ständiges Mitglied und alle An- 3. Klasse des St. Stanislaus Ordens; Vice-Oberstjäger⸗Jweisungen sogar müssen von letzterem mitunter;
meister Frhr. Berthold v. Bibra St. Annen⸗Orden 1. Kl.;
Provinzial⸗Direktor v. Willich zu Darmstadt St. Stanis⸗ laus⸗Orden 2. Klasse mit dem Stern; Forstmeifter Ditt⸗ 3 mat zu Jugenheim St. Annen Orden 3. Klasse; Over⸗ zumal die Oberrechnungskammer noch da ist? sörster Klipftein zu Hegcrebng 70 e e 8 Wozu die lästige bürgermeisterliche Unterschrift? 3 Klasse; Kreisrath Knorr zu Bensheim S1. Annen⸗Orden 1917 27 1 3. Klasse; Oberförster App zu Auerbach St. Stanislaus⸗ Daß doch der Geistliche so ohnmächtig und ver Orden 3. Klasse; Polizeirath Petsch zu Darmstadt St. 5 a. Stanistaus⸗Orden 2. Klasse; Bahn⸗Ingenieur Geßner 7 vorstandes und nicht derselbe ganz allein zu sein, 3. Klasse; welch' Strettor des Großh. Hoftheaters und der Hofmusit Tescher I tat, c'est moi! St. Stanislaus⸗Orden 2. Klasse; r 3 0 St. Stanislaus⸗Orden 3. Klasse; Hof⸗Garten⸗Inspektor] ö 6. Schnitispahn zu Auerbach St. Slanislaus-Orden 2. Kl. sist bier nicht mehr durch hessische, sondern durch — S. K. H. der Großherzog haben endlich gerutzt, dem preußische Militärcommissäre und Aerzte vor- orbentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes⸗Universität Baurath Dr. Hugo v. 1 0 15 70 die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm e 0 b a von Sr. 10 dem König von Preußen verliehenen hessischen Militärpflicht im einjährigen Dienst in Kronen Ordens 3. Klasse und dem Hof- und Münz hier stehende preußische Regimenter am letzten mebailleur Prosessor Christ. Schnitzzpahn bezüglich desselben Termin wieder sehr zahlreich.
Frankfurt a. M. St. Stanislaus⸗ Orden
Ordens 4. Klasse zu ertheilen. V. Charaktereriheilung. S. K.
bei der Kanzlei der Ober⸗Steuer-Direktion Schmidt der Charakter als Kanzlei Inspektor zu verleihen.
IV. Gestorben sind: am 6. Sept. der Strein zu Weiten⸗Gesäß;— am 16. Sept. der Kreis
H. der Großherzog haben allergnädigst geruhl, am 14. Oct. dem Kanzlisten
Schullehrer schrift, die Preußen das Recht auf das Kur⸗
rath a. D. Westernacher zu Bessungen;— am 18. Sept. der pens. Ortseinnehmer Raab zu Alzey;— am 19. Sept. der zweite Landgerichtsdiener Schäfer zu Grünberg.
— Von den hier anwesenden preußischen Offizieren ist dem Großherzoge ur Erinnerung an die Feier der 25jährigen Inhaberschaft des 17. preußischen Infanterieregimentes Namens desselben ein prachtvolles und äußerst geschmackvoll gearbeitetes Album überreicht worden. Der Regimentsoberst v. Kottwitz erhielt das Com- mandeurkreuz des Ludwigsordens. Die 4 hier anwesenden Staabsoffiziere erhielten Commandeur⸗ kreuze des Philippsordens und auch die übrigen Offiziere wurden decorirt.
— Wie das„Fr. J.“ aus bester Quelle vernimmt, hat der Großherzog die Genehmigung für die von der Ludwigsbahn ⸗Gesellschaft vor- geschlagenen Linien der Odenwaldbahn und für die neuzuerbauenden rheinhessischen Bahnen nun- mehr ertheilt. Die erstere Linie wird demnach an der Nord- und Ostseite unserer Stadt vorbei⸗ geführt werden; der ursprüngliche Plan, soweit er sich auf die Partie in der Nähe der„Rosenhöhe“ bezieht, hat einige von dem Landesherrn gewünschte unwesentliche Modificationen erfahren, welche für die allgemeinen Verkehrsinteressen von keiner Bedeutung sind. Die Bahnhofsfrage ist noch unentschieden. * Friedberg. Dem„Fr. J.“ wird von Homburg gemeldet: Nachdem durch Entschließung der königl. Regierung vom 10. und des großh. hess. Ministeriums des Innern vom 3. d. M. dem Comité für Herstellung einer Eisenbahn zwischen Homburg und Friedberg die Genehmigung zur Vornahme der Projectirungsarbeiten ertheilt ist, werden diese demnächst beginnen. Die Aus- führung dieses Projects kann nach den vorhandenen Aussichten, und wenn die betreffenden Gemeinden auch ferrerhin sich entgegenkommend zeigen, nicht bezweifelt werden. Di: Fortsetzung, bzw. Ab⸗ zweigung nach Usingen- Weilburg ist damit nicht ausgeschlossen, sondern im Gegentheil erleichtert.
Mainz. Im„Mainzer Abendbl.“ beklagt
vorstandes. Außer dem Pfarrer ist noch der
zeichnet werden. Wie schrecklich! Kann der Pfarr- herr das Kirchenvermögen nicht allein verwalten,
lassen dastehen muß! Blos Präsident des Kirchen ⸗ unerträgliche, demüthigende Stellung! — Das diesmalige Departementsersatzgeschäft
genommen worden. Inzwischen waren die Ein⸗ tritte hiesiger Bürgerssöhne zur Ableistung ihrer
Preußen. Berlin. Die schon officiöser⸗ seits angedeutete Absicht der preußischen Regierung, dem Kurfürsten von Hessen wegen seiner Denk—
fürsten vorbehält, die Geldmittel, welche er bis her von hier bezog, nicht ohne Weiteres zufließen zu lassen, wird jetzt von der„Magdeb. Ztg.“ dahin ergänzt, daß man die Angelegenheit an den Land- tag bringen und nach dessen Votum die erforder⸗ lichen Maßnahmen treffen werde. Dem Kurfürsten steht, wie ein Berliner Blatt meldet, wohl ein ähnliches Verfahren bevor, wie es beim Könige von Hannover zur Anwendung gekommen ist. Kiel. Der Komiker Böhnke aus Hamburg, der in einer Soirce ein mit scharfen Ausfällen auf Napoleon III. gewürztes Couplet vorgetragen hatte, wurde auf Veranlassung des französischen Consulats vor die Polizei citirt und ihm dort eröffnet, er habe sofort die Stadt zu verlassen. Das Gesuch Böhnkes, ihm zur Besorgung einiger Geschäfte noch etliche Stunden Frist zu gewähren, wurde abschlägig beschieden.
Kassel. Nach einer Mittheilung der„Hess. Volksztg.“ ist ein mit der Adresse„Kurfürst von Hessen“ am hiesigen Bureau aufgegebenes Telegramm von Berlin aus wegen„Unzulässigkeit der Adresse“ zurückgewiesen und nicht cher be⸗ fördert worden, bis die Worte„von Hessen“ gestrichen worden waren.— Pfarrer Ebert dahier macht in den„Evangel. Bl.“ bekannt, daß die Versammlung der vereinigten Conferenzen aus beiden Hessen und Nassau, welche im Herbste d. J. in Marburg statt zu finden hatte, auf vielseitige Wünsche erst im nächsten Frühjahr in Marburg gehalten wird.
Bayern. Nach dem„Nürnb. K.“ ist dem Magistrat zu Nürnberg in öffentlicher Sitzung folgende Thatsache bekannt gegeben worden; Ein Mädchen aus einer nordpreußischen Stadt wurde im hiesigen Krankenhause verpflegt und vom Magistrat Rechnung über die erwachsenen Kosten (einige 30 Gulden) an deren Heimathsgemeinde geschickt. Von dort kam die Rechnung unbezahlt hierher zurück, mit der Bemerkung, sie könne nur bezahlt werden, wenn die Forderung in preußischen Thalern ausgedrückt sei, da man sonst den Betrag der Liquidation nicht genau ermessen könne.
Baden. Der„Pf. B.“ meldet, es sei ihm von glaubwürdiger Seite versichert worden, es würden in Kurzem auf unseren Bahnen Eisen⸗ bahnbillete ausgegeben werden, anf welchen die Preise nicht mehr mit Gulden und Kreuzern, sondern mit Thalern und Silbergroschen ver- zeichnet würden.
Oesterreich. Wien. Die Minister haben ihre ganze Beredsamkeit aufzuwenden gehabt, um die Ausschüsse von der Nothwendigkeit zu über- zeugen, daß das Rekrutirungs- und Webrgesetz ohne Verzug angenommen werde. Für 1868 werden von Cisleithanien 56,648 Rekruten ver langt. Ungarn hat 40,772 bereits bewilligt. Von der Opposition im Ausschusse wurde ein- gewendet, daß von 1860 bis 1866 jährlich nur 85,000 Rekruten im Ganzen ausgehoben wurden, und seitdem ist Venetien mit mehr als 2 Millionen Einwohnern verloren gegangen; die Vermehrung der Last drückt also vorwiegend auf Cisleithanien. Im Wehrausschuß gab der Minister Giskra die Auskunft, daß die neue Heeresorganisation jähr- lich 81 Millionen kosten werden, wovon 56¾
„fürstenthum bestreitet und alle Rechte dem Kur⸗
Millionen auf Cisleithanien fallen. Der Präsenz⸗
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