Jamstag den 28. November. M 141.
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zeiger für Oberhessen.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag.
Intöält dze amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Ktiedberger Julelligenzblatt.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 58. sub 1. Bekanntmachung, die Ergänzung des Offiziercorps betr.— sub 2. Bekanntmachung, die Formirung der Landwehr beir. . Nr. 59. sub 1. Gesetz, das Civildiener Wittweninstitut betr.— sub 2: Bekanntmachung, die Hauplertzebnisse der Rechnung der Staatsversicherungs-Ansta e. sür Stellvernetung im Militärdienste von dem Musterungs⸗ und Ziehungsjahr 1866 betr. Nr. 60. sub 1. Abschied für die Ständeversommlung des Großherzogthums pessen in den Jahren 1866,68.— sub 3. pecußischer und Hamburgischer Gebietstheile an den Zollverein beir. Nr. 61. sub 1. Edicte, die Eröffnung des Landtags betr. Frtedberg am 25. November 1868.
Bekanntmachung, den Anschluß
Großherzegliches Kreisamt Friedberg Trapp.
Betreffend: Den Kalenderstempel. Friedberg den 24. November 1868.
Bekanntmachung. Den Buchhändlern und Buchbindern ist der Verkauf ungestempelter ausländischer Kalender nach bestehender Verordnung bei einer Geldstrafe von 1 Rihlr. für ein Stück, außer der Consiscation dieser Kalender, untersagt. Da die Wahrnehmung gemacht worden ist, daß vielfach gegen das bestehende Verbot gehandelt wird, so bringt man solches wieder⸗
holt in Erinnerung und weist das Aufsichtspersonal zu dessen Handhabung au. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tr a
Hessen. Darmstadt. Prinzessin Ludwig! des Großherzogthums durch den Ministerpräsidenten Preußen. Berlin. Eine bedeutende K. H. ist am 25. d. von einem Prinzen glücklich v. Dalwigk mit folgender Rede eröffnet:„Durch- Anzahl geachteter Bürger dahier ist zur Förderung entbunden worden lauchtigste, Hohe und Hochzuverebrende Herren! einer vernunft⸗ und naturgemäßen Volkserziehung 1 Darmstadt, 24. Nov. Heute Abend Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mich zusammengetreten, und bat bereits durch eine fand eine, von meist der innerhalb unserer evang. zu beauftragen gerubt, den zwanzigsten Landtag Selbstbesteuerung für diesen Zweck gezeigt, daß Kirche bestehenden Mittelpartei angehörigen Män- in Allerhöchst Ihrem Namen zu eröffnen.(Folgt sie nicht bloß durch Worte dafür wirken will. nern berufene Versammlung wegen der kirchlichen Verlesung der Vollmacht.) Die Thätigkeit dieser-Diese Gesellschaft hat jetzt eine Petition an das Fragen dahier statt. Die dabei zur Diskussion hohen Versammlung wird vorzugsweise finanzielle Abgeordnetenhaus gerichtet und durch den Druck gekommenen Thesen bandeln von den nothwen-⸗ Vorlagen zum Gegenstande haben, bestimmt, das veroffentlicht, deren Inhalt wir verkürzt im Fol⸗ digen Gränzen der den Geistlichen der evangel. Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Aus genden wiedergeben. Die Kraft des preußischen Kirche einzuräumenden Glaubens- und Lehrfrei- gaben des Staates, wie es früher in so ae een beruhe weder auf der Gunst seiner Natur- heit; von den durch den Mangel einer Presbyterial- licher Weise vorhanden war, auch für die Zukunft! verhältnisse, noch auch auf seinen Eroberungs⸗ und Synodalverfassung in der evang. Landeskirche zu sichern. Die beinahe unbeschränkte Gewerbe- kriegen, sondern auf den intellectuellen und sittlichen eingetretenen Wirren und Irrungen und von der, freiheit, die das Großherzogthum besitzt, und die Eigenschaften seiner Bewohner. Das preußische Nothwendigkeit, daß eine Kirchenverfassung an- jeder industriellen Thätigkeit die ausgedehnteste Volk dürse nicht die Besiegten um die freiere gestrebt werde, welche der evang. Kirche die ihr] Entwicklung erlaubt, die hohe Stufe, auf welcher Entwickelung des Schulwesens und des gesammten zukommende selbständige Stellung im Staate und sich unsere Landwirthschaft befindet, der Credit] Staatswesens zu beneiden haben; leider aber habe den Gliedern des nichtgeistlichen Standes in ihr] des Landes, welcher es noch kürzlich ermöglichte, der Verfall des preußischen Schulwesene schon die im Wesen des Protestantismus begründete ein Anlehen weit über den Nennwerth der Schuld- begonnen. Das Haus der Abgeordneten wögt Mitwirkung in der Verwaltung ihrer Angelegen- scheine zu Stande zu bringen, werden Ihnen, den Artikel 26 der Verfassung zur endlichen Aus- heiten gewährleistet. Erläuterer und Vertheidiger Hochzuverehrende Herren, die Mittel gewähren, führung bringen, wie es ja bereits selbst in diesem dieser Thesen waren Advokat Buchner II., Abg. die vorliegende Aufgabe befriedigend zu lösen. Sinne am 20. August 1862 und am 11. März Hallwachs und Professor Köhler von Friedberg. Die großh. Regierung wird erfreut sein, dabei] 1863 sich aus gesprochen habe. Nur ein gesünderes Die gegnerische Seite war namentlich durch Ad- mit Ihnen Hand in Hand zu gehen. Möge der Unterrichtswesen könne die Uebel abwenden, welche vokat Ohly und Mitprediger Pfnorr vertreten. Frieden, dessen Erhaltung die Grundbedingung die Fieiheit und den Wohlstand des preußischen Eine Einigung über die These von der Beschrän⸗ jeder geordneten erfolgreichen Thätigkeit in unserem Volkes bereits benagen und die Stellung des kung der Lehrfreihtit konnte nicht erzielt werden, Hessen, wie in dem gesammien deutschen Vater ganzen Königreiches unter den Culturstaaten beein- dagegen einigte man sich zu dem Beschluß, ein lande bildet, uns erhalten bleiben. Die jüngst] trächtigen. aus Angebörigen der verschiedenen Richtungen zu- in Berlin gesprochenen königlichen Worte, die in— Die„Kreuzzeitung“ sagt anläßlich der- sammengesetztes Comite mit der Fesistellung wei⸗ allen patriotischen Herzen dankbaren Widerhall jenigen Stelle des österreichischen Rothbuches, terer Maßregeln zur Anbahnung einer evangel. gefunden haben, sind uns dafür eine Bürgschast.] welche sich auf Nerdschleswig bezieht: Wenn ein Kirchenverfassung zu beauftragen. Prof. Köhler Im Namen S. K. H. des Großherzogs erkläre] Krieg für die Erhaltung Düppels und Alsens wurde am Schlusse seiner Erläuterungen der II. ich den 20. Landtag für eröffnet.“ geführt werden sollte, so würde derselbe ein Auf- und III. These allseitiger Beifall zu Theil.— In der zweiten Kammer lief ein Antrag gebot aller Kräfte des Volks hervorrufen, wie im — Nach einer amtlichen Meldung der Wiener] der Herren Abg. George, Edinger und Möllinger] Jahre 1813 und, glauben wir, auch den Patrio- Zeitung wurde Prin; Alexander von Hessen. ein, worin dieselben die Erhöhung der Hundesteuer tismus Süddeutschlands entflammen. N überzähliger k. k österreichischer Feldmarschall⸗ auf 4 fl. vorschlagen. 5 N— Die„Prod. Corresp.“ kündigt für die Lieutenant, vom Kaiser von Oesterreich zum Ge⸗— In dem bekaunten Preßprozesse Metz gegen allernächste Zeit Vorlagen in Betreff der Kreis- ntral der Cavallerie ad honores ernannt. Emmerling wurde am 26. d. von Seiten des ordnung, des Jaggpolizeigesetzes, des Versicherungs⸗ — 25 Nov. Zweite Kaumer. In heutiger] Großh. Appellhofs das Erkenntniß verkündet, wo gesetzts, der Städteordnung für Schleswig⸗-Holstein Sitzung wurde angezeigt, daß der Großherzog durch das vorinstanzliche Urtheil auf drei Tagt und anderer provinziellen Gesetze an. Graf den seitherigen ersten Präsidenten Buff wieder als Gefängniß, zwölf Gulden Geldbuße und auf die Bismarck kehrt nach der bisherigen Bestimmung solchen, gleichwie den Abg. Wernher als zweiten Hälfte der Kosten reducirt wird. am 2 December zurück. Präsidensen bestätigt hat. Hierauf wird zur Watl 8. Gießen. Die Erde und Vermessungs⸗— Der Abgeordnete Schulze bereitet eine der Seeretäre geschritien, bei welcher Abg. Binde- arbeiten an den von hier nach Gelnhausen und Interpellation vor; ob die Regierung beabsichtige, wald mit 34 Stimmen zum eisten und Abg.) Fulda zu erbauenden Bahnen nehmen einen, so eine Ausführungs⸗Verordnung wegen des Bundes- Hallwachs mit 28 zum zweiten Sccretär erwählt richtigen Fortgang, daß man mit August 1869 genossenschaftsgesetzes zu erlassen. werden. das Legen der Schienengeleise zu beginnen— Die Beschlagnahme⸗Commission hat den Um 1 Uhr wurde sodann der 20. Landtag! hoffen darf. ersten Paragraphen der Regierungsvorlage, betr.


