Ausgabe 
27.10.1868
 
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DerStandard meldet, daß die Ableh⸗ nung der spanischen Krone Seitens des Königs

Ferdinand als positiv betrachtet werden könne und

bauptsächlich aus Familiengründen erfolgt sei. DerHerald sagt: Der französische wie der englische Prinz sind Beide gleich unmöglich für den spanischen Thron, obwohl die gegen sie sprechenden Gründe verschieden sind. Es sei wahrscheinlich, daß schließlich, nach Beruhigung der Gemüther, der Enkel des Infanten Carlos die Krone erhalten werde, weil ein Spanier den Vorzug vor Fremden verdiene.

Ein Privattelegramm aus San Franzisco meldet, daß der Geschäftsverkehr durch das Erd beben nicht unterbrochen worden sei. In der untern Stadt erblicke man einen Ruinenhaufen von zertrümmerten Häusern und Kirchen. Die Erdspalten daselbst zeigten oft eine Breite von acht Fuß. Der Schaden an Schiffen sei unbekannt, der Verlust an Menschenleben unbeträchtlich. Man schätzt den Schaden, welchen das Erdbeben an⸗ richtete, im Ganzen auf eine halbe Million Doll.

Spauien. DieGaceta bringt das Circular des Ministers des Auswärtigen an die diplomatischen Agenten Spaniens im Ausland zur Rechtfertigung der Revolution. Das Aktenstück verbreitet sich sehr ausführlich über die Mißregie- rung der vertriebenen Königin. Es ist darin die Rede von Einflüssen, von denen die einen dazu bestimmt waren, den Rückschrittsgeist aufrecht zu erhalten, die andern aber mit Missionen betraut waren, die der Politik fremd sind und über welche hohe Schicklichkeitsrücksichten ein bezeichnendes Stillschweigen gebieten. Dazu habe das Land mit steigendem Schmerz den ungeheuren Unter- schied gesehen, der zwischen dem öffentlichen Ver⸗ mögen, das immer mehr heruntergekommen sei, und gewissen Privatvermögen, deren wunderbare und schnelle Hebung in gleichem Schritt mit der Ausübung öffentlicher Aemter ging, sich heraus- stellt. Durch Hartnäckigkeit und Blindheit habe die Königin sich selbst ihrer Majestät entkleidet, und das allein erkläre die Schnelligkeit der Ka; tastrophe. Das spanische Volk habe sich auf den Boden seines Selbstbestimmungsrechtes gestellt; eine allgemeine Abstimmung würde über sein Ge⸗ schick entscheiden.

Madrid. Am 22. October fand eine große Volksversammlung unter dem Vorsitz Olozaga's statt. Mehrere der aufgetretenen Redner sprachen sich lebhaft für die sofortige Abschaffung der Scla verei auf den spanischen Antillen aus, welcher Vor- schlag mit großem Beifall angenommen wurde.

Italien. DerGazetta piemontese meldet man aus Florenz, daß unter den Gerüchten, die bezüglich der Reise des Prinzen Napoleon in Umlauf sind, auch eines ist, welches behauptet, der Prinz sei nach Italien gekommen, um die dortige Regierung aufzufordern, im Einverständ niß mit Frankreich von den möglichen Lösungen der augenblicklichen Bewegung in Spanien sowohl die Republik als die Candidatur Montpensier auszuschliegen.

DieCivilta Cattolica bringt folgende statistische Angaben. Nach den Civil-Registern von Ostern 1867 bis Ostern 1868 betrug die Bevölkerung von Rom 217,378 Individuen, die sich auf 42,076 Familien vertheilten. Es wurden geboren 2607 Kinder männlichen und 2512 weiblichen Geschlechts Es starben 4948 Personen männlichen und 3991 weiblichen Geschlechts. In diesen Zahlen sind die Individuen mit begriffen, die außerhalb der Hospitäler an der Cholera gestorben sind und deren Zahl 1134 männlichen und 1041 weiblichen Geschlechts beträgt. Die Bevölkerung von Rom zählt 2228 Weltgeistliche (unter denen 29 Cardinäle, 28 Bischöfe, 1372 Priester, 799 Zöglinge der Seminarien und der geistlichen Collegien), 2947 Mönche, 2191 Nonnen, 10,738 Militärs, 366 Gefangene, 188 Heterodoxt und 4600 Juden.

Friedberg, am 24. October. Heute Mittag um 1 Uhr brach in dem Nauheimer Eisenbahn⸗ Stationsgebäude Feuer aus. Der raschen Thätigkeit der herbeigetilten Löschmannschaften gelang es, in verhältnißmäßig kurzer Zeit dasselbe zu löschen. Nur das Dach ist herunter⸗ gebrannt; doch ist auch durch die Masse des bis unten durchgedrungenen Wassers in den unteren Räumen be⸗ trächtlicher Schaden geschehen.

Frankfurt. Vor einigen Nächten stieß auf der Homburger Eisenbahn in der Nähe des Wäldchens der letzte Zug, wie man sagt, in Folge einer offengestandenen Bartidre auf einen mit zwei Pferden bespannten geruch losen Reinigungsapparat, welcher in diesem Momente ge⸗ rade auf dem Dammübergang sich befand. Die Pferde

wurden sofort gedödtet, das gefüllte Faß zur Selte ge schleudert und der Fuhrmann fiel neben das Gelcise, nahm aber keinen Schaden.

Darmstadt. Für das Lanbesgestüt sind von Ober⸗ mebicinalrath Dr. Wüst und Major v. Grolman sieben prachtvolle Zuchthengste in der Normandie angekauft worden. Der Ankaufspreis für jedes einzelne Thier soll zwischen 3,000 und 3,500 fl. schwanken.

Aus Herrieden, 19. October., schreibt man der Fränk. Zig.: Ein im Nordwesten vorüberziehentes tieses Lufkthabl beherrscht ginz Europa mit seinem milden, aber von mehr bedecktem Himmel und, namentlich im Westen an vielen Puncten von Regen begleiteten Aequatorial⸗ strom, so daß vorgestern nur im äußersten Südosten das Barometer über dem Mittel stand und unser ganzer Erd⸗ theil eine vom Südost nach Norbwest abfallende Luftthal⸗ ebene bildet:.

Stuttgart. In der deutschen Frauenconferenz be⸗ schästigte man sich auch mit der Kleiberresorm; Bexichter⸗ stalterin Frau Mathilde Korn aus Connstatt. Die Ver⸗ sammlung anerkannte die Anbahnung einer geeigneten Kleiderreform gegen die Bizarrerien der Mode als sehr zweckmäßig, um den Ausschreitungen der Putzsucht und des schlechten Geschmacks, sowie der immerwährenden Ver⸗ änderlichkeit der Mode entgegenzuwirken, und beauftragte deßhalb den Vorstand mit ber Niedersetzung einer Commission für eine Kleiderreform.

Den Liebhabern einer guten Tasse Chocolade wird es angenehm sein, ein Mittel zu er⸗ jabren, jede Verfälschung in der Chocolade leicht und

sicher zu erkennen. Der Chemiker Reinsch theilt ein solches mit, das zugleich den Vorzug hat, äußerst einfach zu sein. Die Procedur ist folgende: In einem sauberen

Töpfchen wird ein Theil der fraglichen Chocolade mit zehn Theilen Wassers zum Kochen erhitzt. Die Brühe läßt man erkalten und seihr sie durch reines, über einem Trichter ausgespanntes Löschpapier. Auf der zurückbleibenden Chocolade zeigen sich folgende Merkmale: Von unverfälsch⸗ ter Chocolade läuft das Wasser ziemlich schnell ab, erscheint klar, hellroth und schmeckt angenehm süß nach Cacao; die auf dem Löschpapiet zurückgebliebene Masse muß nach dem Trocknen als leichtes, röthlich⸗braunes, nicht zusam⸗ menbackendes Pulver zurückbleiben. Von verfälschter Chocolade tropft das Wasser nur langtam ab, ist trübe schmutzig⸗gelb, von widerlich⸗süßem Geschmack; die auf dem Löschpapier zurückgebliebene Masse bildet einen zähen Kleister, der nur sehr langsam austrocknet und als zu⸗ sammenklebende Masse erscheint.

Berichtigung.

Bei Aufführung der für die Ueberschwemmten ein⸗ gegangenen Gaben in voriger Nummer ist durch unser Ver⸗ schulden ein Verschen unterlaufen, welches wir hiermit berichtigen. Es soll nämlich bei der Gabe des Hrn. M. Hirsch heißen: 1. Buch Mos., 9, 15. Die Red.

Bekanntmachung.

2565 Der Unterricht am Schullebrer⸗Seminar für das Wintersemestet 1868/69 wird Dienstag den 3. November d. J. seinen Anfang nehmen. Friedberg, 19. October 1868. Großherzogliche Seminar- Direction Steinberger.

Arbeits-Versteigerung. 2580 Mittwoch den W. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen auf der fiscalischen Markwiese für weitere circa 500 fl. Graben: und Plontrarbeiten abtheilungsweise oͤffentlich wentgstnehmend vergeben werden und wollen sich! daher Lufilragende am Brüdchen des Bauernheim⸗ Friedberger Wegs im Termin einfinden. Frledberg am 22. October 1868. Der ns. Wiesencommissär b.

Bekanntmachung.

2598 Otejenigen, welche mit Bezahlung der am 1. Sept. J. J. fälligen Holzgelder aus dem Gräflichen Revier Widftadt noch zurücksteben, werden hiermit aufgefordert binnen 8 Tagen Zahlung zu leisten, widrigenfalls Zwangsversahren eintreten wird. Widfradt den 20. October 1863. Gräfliche Rorsikasse daselbst.

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2576 Obige von dem Königl. Polizet. Prafldium in Berlin dem Publikum zur Benutzung empfohlenen Zünd⸗ bölzer zeichnen sich vor jedem andern Fabrikate dadurch aus, daß sie in keiner Weise feuergefährlich und giftig find. Dieselben entzünden sich nur an der be. sonders präparirten Seitenfläche der Schachteln, in denen

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Arbeits-Versteigerung.

2613 Donnerstag den 29. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird das Reinigen des Kanals hiater der Juden⸗ und Usagasse an Ort und Stelle an die Wentiaft nehmenden vergeben. Bemerkt wird, daß sich in dem⸗ selben eine große Partbie guter Dünger befindet, welcher dem Uebecnehmer unentgeltlich delassen werden soll.

In Austrag renn Lieferungs- und Arbeits- Vergebung.

2611 Künftigen Mittwoch den 29. d. M., Vormittags 11 Ubr, wird auf hiesigem Ratbbause die Lieferung von drei sandsteinernen Trögen zusammen zu 39 fl. 36 kr vrranschlagt, sowie das Belegen eines gemeinbeinichen Brunnens mit eichenen Bohlen zu 10 fl. veranschlagt, veraccordirt Nieder- Wöllstadt den 24. October 1868. Großherzoglicht e Nieder⸗Wöllstadt to ll.

Bekanntmachung.

2615 Aron und Moritz Löser zu Friedberg be⸗ treiben daselbst seit dem 9. Februar J. J. unter der Firma A.& M. vöser ein pandelsgeschäft in Wein, Brannt- wein und Liqueuren, und ist jeder von ihnen berechtigt, selbfiständig die Firma zu vertreten, was heute unter Nr. 145 des Firmen Regtsters eingetragen worden ift. Friedberg am 22. October 1868. Presence Landgericht Friedberg Rei

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