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Aus die Frauen und Jungfrauen
Friedbergs.
Im Anschluß an den unter dem Protectorat J. J. Gr. K. Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Karl von Hessen stehenden Hilfs Verein für die Unterstützung und Kran- kenpflege der Soldaten im Felde hat sich ein Frauenverein für die Kranken- pflege im Großherzogthum Hessen ge⸗ bildet, dessen Central⸗Comite zu Darmstadt seinen Sitz hat und von J. K. H. der Prinzessin Alice als Präsidentin geleitet wird.
Ueber Tendenz und Zweck dieses Vereins gibt eine von dem Central⸗Comite erlassene Einladung zum Beitritte Auskunft, aus welcher wir das Wesentliche hier mittheilen:
Der Verein will in Kriegszeiten, welche uns bofsentlich fern sind, welche aber, wenn sie kommen sollten, uns vor⸗ bereitet zur Linderung des sie begleitenden Elendes finden müssen, dem Hülfs verein durch eine wohlgeord⸗ nete Frauenthätigkeit zur Seite stehen; in Friedenszeiten aber will der Frauenverein eine zweck— mäßige Krankenpflege und Krankenunter⸗ stützung fördern. Dies soll insbesondere dadurch erreicht werden:
1) daß der Frauenverein für Ausbildung von Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen Sorge trägt. Dem allenthalben genugsam empfundenen Mangel an tüchtigen Pflegein und namentlich Pflegerinnen hat die anerkannte opferwillige Thätigkeit der Genossen⸗ schaften, welche sich, wie die evangelischen Diaconen und Diaconissinnen, oder die katholischen barm⸗ herzigen Schwestern, der Krankenpflege widmen und deren ausgezeichnete Leistungen allgemein auf's Wärmste anerkannt werden, bereits theilweise, aber noch nicht voll⸗ ständig abgeholfen. Immer noch macht sich jener Mangel an ausreichendem Pflegpersonal schmerzlich fühlbar. Ihn immer mehr zu beseitigen, dazu will auch unser Verein beitragen, wie auch in andern Ländern Vereine dafür thätig sind. Es soll dies dadurch geschehen, daß auch solche Männer und Frauen zur Erlernung der Kranken⸗ pflege herangezogen und dabei unterstützt werden, welche nicht in der Lage sind, sich von ihren Familien und häus⸗ lichen Beziehungen ganz zu trennen und in eine der be⸗ stehenden Genossenschaften für Krankenpflege einzutreten; außerdem sollen auch solche Personen ausgebildet werden, welche die Ausübung der Krankenpflege nicht zu ihrem vollen Lebensberufe machen, sondern nur in Fällen der Noth zeilweise Aushülfe in der Krankenpflege leisten wollen.
Diese Pfleger und Pflegerinnen werden, nachdem sie auf Kosten des Vereins in geeigneten Heilanstalten aus⸗ gebildet worden sind, in ihre Heimath zurückkehren, um dort unter Leitung des Vereins⸗Comite's die Krankenpflege entweder als Beruf oder zeitweise in Noth⸗ und Bedürfniß⸗ Fällen auszuüben.
Da wir Gewicht darauf legen, die freundlichen Be⸗ ziehungen unseres Vereins zu den oben erwähnten Ge⸗ nossenschaften für Krankenpflege hervorzuheben, so mag es gestattet sein, hier die in jeder Beziehung treffenden Worte wieder zu geben, mit denen eine seitdem leider verstorbene edle Frau, die Vorsteherin einer großen geistl. Genossen⸗ schaft für Krankenpflege unser Unternehmen begrüßt hat.
„Das Gelingen desselben“— so schrieb sie uns— „wird nicht allein den Kranken zu gut kommen, sondern
ebenso für die Pflegerinnen ein Segen sein, für Vlele die Erlösung aus einem berufslosen, leeren und unbefriebigten Dasein zu frischer Geist und Gemüth erfüllender Arbeit ........ Es gibt eine Menge von Frauen, welche inner⸗ lich oder äußerlich nicht geartet sind, in den straffen Ordnungen des Diaconissenhauses zurecht zu kommen und bei denen doch Gabe und Bebürfniß sich finden, in freierer Bewegung nützlich zu dienen. Diesen wird der Frauen⸗ Verein der erwünschte Sammelpunkt werden. Es wäre schon ein Großes, wenn dadurch von den Vielen, welche jetzt den Lehrerinnenberuf erwählen und oft genug barin verkommen, etliche dem ächt weiblichen Pflegedienst zu— geführt würden.“
2) Der Frauenverein will weiter nach Kräften zur Förderung einer zweckmäßigen Krankenpflege überhaupt beitragen, namentlich auch durch Ver⸗ breitung richtiger Ansichten über Gesundheits— und Krankenpflege, wie z. B. durch Veranstaltung öffentlicher Vorlesungen darüber. f
In Folge einer von dem Central⸗Comite hier · her ergangenen Aufforderung sind die Unterzeich- neten zu einem Comite zum Zweck der Gründung eines Localvereines für Friedberg zusammengetreten. Bei einer am 10. d. M. stattgefundenen Berathung, bei welcher von Mitgliedern des hiesigen Comites des Hilfsvereins für die Soldaten im Felde die Herrn Professor Dr. Diegel und Prosfessor Dr. Köhler zugezogen waren, vereinigte man sich über folgende Grundsätze:
1) Der ordentliche Jahresbeitrag eines Mit⸗ Wer sich zu!
gliedes wird auf 36 kr. festgesetzt. einem solchen verpflichtet, erlangt die Eigenschaft eines stimmberechtigten Mitgliedes. Geringere, so wie auch einmalige Gaben werden dankbar angenommen.
2) Eine noch näher zu bestimmende Quote der Jahreseinnahme wird der Localverein zu eigener Verfügung zurückbehalten. Ueber die Verwendung derselben, so wie überhaupt über den Stand der Vereinssache wird einer jährlich zu berufenden Versammlung der Mitglieder Rechen- schaft abgelegt werden, durch welche Versammlung auch die jährliche Neuwahl des Comites ge- schehen soll.
3) Der Lokalverein wird hauptsächlich die Aufgabe ins Auge fassen, für die hiesige Stadt eine oder mehrere Pflegerinnen zu gewinnen, welche die Krankenpflege kunstmäßig erlernt haben und sich für Fälle des Bedürfnisses dem Comite zur Verfügung stellen. Sollte ihm dies gelingen, so würde damit einem gewiß schon oft empfundenen Mangel abgeholfen werden, einem Mangel, der auch durch die in manchen Fällen geleistete vor⸗ zügliche Hilfe von Diakonissen nicht ganz beseitigt werden kann, da bei den außerordentlich vielseitigen Ansprüchen, welche an die Diakonissen gemacht werden, diese nur in verhältnißmäßig seltenen und besonders dringenden Fällen Hilfe zu leisten im Stande sind.
4) Für bie Dienstleistungen dieser Pflegerinnen soll von den Bemittelten eine angemessene Ver- gütung entrichtet, dabei aber der Grundsatz fest⸗ gehalten werden, daß den stimmberechtigten Mit⸗ gliedern des Vereins der erste Anspruch auf jene Dienstleistungen, und zwar gegen eine geringere Vergütung, zustehen soll.
Die Unterzeichneten richten nun an die Frauen und Jungfrauen hiesiger Stadt die öffentliche Bitte sich dem beabsichtigten Localverein des Frauenvereins für Krankenpflege an⸗ zuschließen, und werden sich demnächst erlauben, persönlich Beitrittserklärungen zu sammeln.
Ferner sprechen sie den Wunsch und die Bitte aus, daß solche Frauenzimmer, Jungfrauen oder kinderlose Wittwen, welche geneigt wären, die Krankenpflege zu ihrem Beruf zu machen, schon jetzt mit ihnen deßhalb in Verbindung treten möchten.
Zugleich wird noch bemerkt, daß Frau Dr. Trapp zur Präsidentin erwählt und Herr Prof. Dr. Köhler mit den Geschäften des Schrift— führers beauftragt worden ist.
Friedberg, im Juni 1868.
Elise Trapp. Marie Fertsch. Emilie Huber. Hilda Dieffenbach.
Schiffsnachricht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent.
Das Hamburger Post-Dampfschiff„Saxonia“, Capit. Kier, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachfolger, am 24. Juni von Hamburg vie Southampton nach New-York ab. Außer einer starken Brief- und Packetpost hatte dasselbe 36 Passagiere in der Cajüte und war auch das Zwischendeck mit Passagieren voll besetzt, sowie 300 Tons Ladung.
Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampfschiff„Holsatia“, Capitän Ehlers, welches am 10. d. M. von hier und am 12. d. M. von Southampton abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 14 Stunden bereits am 22. d. M. 9 Uhr Morgens wohlbehalten in New⸗York angekommen.
1307 Wohl kein Nahrungsmittel ist dem Gesunden wie Reconvalescenten zuträglicher, als eine reine, unverfälschte Chocolade; übertrifft doch eine Tasse guter Chocolade bei weitem die beste Bouillon am Gehalte des positiven Nah⸗ rungsstoffes! Zur Herstellung billiger Preise findet jedoch so vielseitig eine Untermischung der Waare Statt, daß eine garantirt reine Qualität zur Seltenheit geworden ist. Um so mehr verdient zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden, daß der Dampf Chocoladen⸗Fabrik von Franz Stollwerck in Köln a. Rh., welche zu den bedeutendsten des Zollvereins zählt, auf der Pariser Welt⸗ Ausstellung für Reellität, vorzügliche Qualität und Bil⸗ ligkeit ihrer Chocoladen die Preis Medaille zuerkannt wurde. Diese Auszeichnung ist um so ehrender, als die ertheilte die einzige Medaille ist, welche in der Branche auf ganz Preußen fällt! Die Fabrik verdankt dem Prin⸗ cip: nur durchaus reine Waare an den Markt zu bringen, ihren verbreiteten Ruf. Jedes größere Geschäft sollte sich zur Pflicht machen, seine Kundschaft mit diesem Producte zu versehen.
Arbeits-⸗Versteigerung.
1370 Donnerstag den 2. Juli, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem biesigen Rathhause nachstehende Ar⸗ beiten und Lieferungen an den Wenigstnehmenden ver accordirt:
fl. kr.
27 30 8 10
1) Lieferung und Setzen von 24 Stück Wasch⸗ pfählen auf die Bleichen, lt. Ueberschlag
2) Aus räumuna des Stadischreibereigrabens ꝛc.
3) Lieferung und Einsetzen einer gußeisernen
umpe in den Brunnen am Fauerbacher
bore 178 45
3 Steinhauerarbeit dabei 6 38 5) Zimmerarbeit 445 61 Maurerarbelt, incl. Materiallieferung 36— 77 Weiß dinderarbeit 2— 8) Schlosserarbeit an 8 Pumpbrunnen 122 24
9) Pflasterarbeit in der Vorstadt zum Garten 46 12 10) Maurerarbeit am Kanal in der Schlocker⸗ 1
gasse 11) CTbaufsirarbeit daselbst 20— 12) Lieferung von 30“ langen= 40“ langen
Deckplatten, 5“ dick, aus den Rockenberger
Steinbrüchen 20— 13) Brechen und Fahren von 0,5 Cubikklafter
Pflastersteinen 32— 14) Brechen und Fabren von 9 Cubilklafter
Chausseedecksteinen 270— 15) Aus räumen der Seebach und langen Welber 90— 16 Anslreichen der Wegwelser und Ortstafeln 27—
Friedberg den 25. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar.
Bussensteine und Schornsteinhlötzchen
1575 find vorraͤthig bei Ch. Ulrich II.
Br o det eee rung. 1557 Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedürfnisses für die Garnison Butzbach auf das 3. Quartal 1868 in dem Büreau der Garnison⸗ Verwaltung unter den daselbst zur Einsicht offenliegenden Bedingungen auf dem Summissionswege vergeden werden.
Butz bach den 26. Juni 1868. Freiherr van der Hoop.
Bekanntmachung. 1574 Montag den 29. Juni, Vormittags 10 Uhr, wird in hiesigem Rathhause das Anfahren von circa 600 Ctr. Braunkohlenklötzen sür die städtischen Schulen ꝛc. öffent⸗ lich an den Wenigstnehmenden versteigert.
Friedberg den 26. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Fouc ar.
Bekanntmachung. 1564 Dienstag den 30. d. M., des Nachmitiags um 2 Uhr, wird auf biesigem Rathhause das Anfertigen
von zwel Kisten, veranschlagt zu 32 fl. 16 kr., ver accordirt.
Nieder ⸗Wöllstadt den 25. Juni 1868. Großherzogliche 1 e Nieder⸗Wöllstadt 1 o ll.
Strohhüte und Jonnenschirme
1124 in großer Auswahl zu den billigsten Preisen bet Geschwister Schloß.
eue Matjes-Häringe!
1305 bei W. Fertsch.
Bekanntmachung.
1562 Donnerstag den 2. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein Theil der gemeinbeitlichen, vom Großberioglichen Fiscus er⸗ kauften sogenannten Oberamtmannswohnung und zwar: PMB. 1293= 1 V. 12,4 Rtb. Bauplatz, Scheuer mit Stallung, Remise und Hofraum in der Rein⸗ bardsstraße, neben Groß herzoglichem Fiscus, oͤffentlich an den Meistbietenden versteigert. Nauheim den 24. Juni 1868. enn N Nauheim 8 Der Beigeordnete Eu ser. dt. Schutt.
Holz-Versteigerung. 1554 Dienstag den 30. d. M. sollen in biesigem Ge⸗ meindewalde, Distrikt Birkenspitz, nachbezeichnete Holz⸗ sortimente verfleigert werden: 63 Stecken geschälte Eichen⸗Prügel⸗Stecken, 9957 Stück Eschen⸗Schalwellen, 1900„ Eichen⸗Astwellen, 1057¼ Läste Allerleiholz. Die Versteigerung beginnt präeis 9 Uhr Vormittags. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfriff dis Martini l. J. gestattet. Ober-Mörlen am 23. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermetsterel Ober⸗Moͤrlen e
Jecke ür Sattler! 4 1552 Gegerbte Häute für Flegelgeschirre find wieder zu haben dei M. Grödel in Friedberg.


