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des constituiren.— Nach einer Rede Jules Simon's votirt die Kammer in Bezug auf die Interpellationen die Tagesordnung.
Amerika. Während die Auswanderung nach Amerika in diesem Jahre eine ungeheuere ist, wird aus New⸗ANork berichtet, daß von dor“ aus eine massenhafte Auswanderung nach Kali— fornien, China und den Ländern am stillen Meere stattfindet.— Die Staatszeitung von Tenesse warnt die deutschen Einwanderer vor Verlockungen nach den Südstaaten; sie würden dort von Vielen wie wilde Thiere betrachtet und demgemäß be— handelt werden.
Aus Herrieden, 19. Mai, schreibt der Witte— ungsbeodachter der„Fr. Z.: Das europäische Luft⸗ meer ist gegenwärtig in großer Ruhe, so daß, abgesehen von localen Gewitterstürmen, nur am mittelländischen Meexe eine stärkere Luftströmung sich vorfindet. Obwohl der über Centraleuropa gelagerte Luftberg allmählig wellen⸗ lörmig zu sinken beginnt, so dürfte doch bei den geringen Luftdruckdifferenzen Europas heiteres Wetter vorherrschend bleiben und, wie bisher, nur durch Gewitterregen unter⸗ brochen werden.
O Versammlung des oberhessischen Genossenschafts verbandes.
Friedberg. Am verflossenen Donnerstag, 21. d. M., fand dahier im Saale zu den drei Schwertern die öffentliche Versammlung des ober hessischen Genossenschaftsverbandes statt. Außer den Abgeordneten der zu diesem Verband gehö— renden Vereine zu Friedberg, Gießen, Wetzlar, Grünberg, Alsfeld, Hersfeld, Langgöns, Marburg, Schotten, Reichelsheim, Niederwöllstadt und Wieseck hatten sich eine große Zahl Mitglieder und Freunde dieser Anstalten von hier und auswärts zu den Verhandlungen eingefunden. Von fremden Gästen waren anwesend die Herren Parisius, Richter und Bankdirektor Sörgel aus Berlin. Schulze ⸗Delitzsch, der ebenfalls zugesagt hatte, war leider durch anderweitige dringende Geschäfte zu erscheinen verhindert.— Nach einigen einlei⸗ senden Worten des Vorsitzenden und erfolgter Berichterstattung über den vorjährigen allgemeinen Genossenschaftstag und über die Leitung der Ver— handsgeschäfte ging die Versammlung zum ersten Segenstand der Tagesordnung über, die Er- virkung eines Genossenschaftsgesetzes für den jorddeutschen Bund betreffend. Herr Paristus tus Berlin verbreitete sich in einem längeren
Vortrag über die Portheile des in Aussicht stehenden Gesetzes für das Genossenschaftswesen und insbesondere für die Vorschuß- und Credit— vereine. Diese Vortheile beziehen sich namentlich auf die Solidarhaft der Mitglieder dieser Ver— eine, auf die rechtliche Stellung dieser letzteren (Erlangung der juristischen Persönlichkeit, d. h. der Befugniß, auf ihren Gesammtnamen Eigen— thum und Rechte zu erwerben und Verbindlich— keiten einzugehen) und auf die Verjährungsfrage. Einer an diesen Vortrag sich anschließenden Dis- kussion folgte der einstimmige Beschluß, sofort eine Petition an den norddeutschen Reichstag abzusenden, dahin gehend, daß das demselben vorliegende Genossenschaftsgesetz zur Annahme ge— langen möge.—
Der zweite Punkt der Tagesordnung war die Errichtung einer Filiale der Berliner Genossen— schaftsbank zu Frankfurt am Main. Bankdirektor Sörgel aus Berlin erörterte diesen Gegenstand in eingehender Weise, indem er Mittheilungen machte über die Gründung und das Emporkommen der Berliner Bank, über die Höhe des Kapitals, womit dieselbe arbeitet, ferner über die Schwierig- keiten, die bei der beabsichtigten Errichtung einer
Filialbank in Frankfurt bezüglich der Beschaffung
des Bankfonds und der Gewinnung der geeigneten Persönlichkeiten zur Leitung des Instituts zu über⸗ winden sein werden, sowie endlich über das Ver— hältniß, in welches dasselbe zu der Bank in Berlin wohl zu treten habe. Die Versammlung einigte sich zu der Ansicht, daß eine Filialbank für die Genossenschaften Süddeutschlands von der größten Wichtigkeit und ein günstiger Erfolg für dieselbe kaum zu bezweifeln sei, und bekannte fich, nachdem von Direktor Sörgel die wieder— holte Zusicherung gegeben worden, die Verwal- tung der Genossenschaftsbank in Berlin würde Alles aufbieten, um die besagte Filiale ins Leben rufen zu helfen, zu folgender Resolution:
„Der Vereinstag der oberhessischen Genossen— schaft erklärt sich für baldige Gründung einer Filiale der Berliner Genossenschaftsbank in Frank— furt und wünscht eine recht lebhafte Betheiligung Seitens sämmtlicher mitverbundenen süddeutschen Vereine sowohl, als auch von Privaten bei der Actienzeichnung zur Aufbringung des nöthigen Bankfonds.“—
Die weiteren Verhandlungen der Versammlung bezogen sich auf innere Angelegenheiten der Ver— eine, wie z. B. die Art der Festsetzung der Ge⸗ halte für die Vorstandsmitglieder, die Anlegung der überschüssigen Kapitalien, die Höhe des Zins fußes, zu welchem die einzelnen Vereine ihre Vorschüsse gewähren. Einzelne Stimmen sprachen sich im Allgemeinen für Ermäßigung der Procent⸗ sätze aus und nicht mit Unrecht; denn obgleich die von den Vorschußvereinen für ihre Darlehen in Anspruch genommenen Zinsen nur gewürdigt werden können unter der gleichzeitigen Erwägung der Nothwendigkeit, daß ein möglichst starkes Reserve⸗Kapital angesammelt werde, sowie des Umstandes, daß alle erzielten Vortheile ja der
Gesammtheit der Mitglieder wieder zu Gute kom—
men, so läßt sich doch nicht läugnen, daß der Segen, den die Vorschußvereine verbreiten, um so größer sein wird, je niedriger die Belastung ge— griffen werden kann, unter welcher der Hülfe— suchende auf ein Darlehen rechnen darf.—
Die Leitung der Geschäfte des Verbandes wurde abermals der Gewerbebank in Gießen übertragen, deren Vorsteher, Herr Hanstein, auch zum Vertreter auf dem allgemeinen deutschen Ge⸗ nossenschaftstag gewählt wurde.
Nachdem ein gemeinschaftliches Mittagsmahl im Saal zu den drei Schwertern eingenommen worden war, wobei auch die üblichen Trinksprüche nicht fehlten, begaben sich die meisten Fremden, die zu ihrer Heimreise die Bahn nach Gießen benutzten, vorerst noch auf etliche Stunden nach Nauheim, wohin sie von vielen hiesigen Vereins- gliedern begleitet wurden.— Wir können diesen kurzen Bericht nicht schließen, ohne den Wunsch auszusprechen, das so nützliche Institut der Vor⸗ schuß⸗ und Creditvereine möge immer mehr Freunde und Förderer finden.
Der Vorstand des Frauenvereins der Guslav⸗ Adolf⸗Stiftung in Friedberg bringt hiermit zur öffentlichen Keuntniß, daß durch gehaltene Vor— lesungen des Herrn Profeffor Dr. Köhler im Jahre 18777 durch ein Concert im Jahre 1868 45 fl.,
im Ganzen 150 fl. eingegangen, und zur Verwendung an den Haupt- verein, nach Heldenbergen und Böhmen bestimmt, abgesendet worden sind.
ECdictalladung.
093 Im Hypothekenbuch der Gemeinde Gambach findet sch Band I. pag. 15 ff. noch ein Eintrag ungelöscht, wonach Johannes Metzger IV. und Frau Katharina, rb. Langgöns von dort dei dem Kugelhausfond zu Hutzbach am 9. Juni 1836 unter gerichtlicher Berpfän⸗ tung verschledener Güterstücke der Gemarkung Gambach em à 5% verzinsliches Darlehen à 180 fl. aufgenommen laben. Der Abtrag dieser Schuld ist genügend bescheinigt, de qulitirte Obligation aber in Verlust gerathen.
Zufolge Antrags der Schuldner werden Alle, welche Jusprüche aus jener Hypothek besitzen, zu deren Geltend⸗ nachung bei unterzeichneter Gerichtsstelle binnen (Wochen aufgefordert, als sonst nach deren frucht liem Ablaufe der genannte Hppothekeintrag gelöscht erden wird.
Butzbach den 1. Mai 1868.
Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresentus, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Oeffentliche Aufforderung.
1109 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das lt 1189 fl. 4 kr. überschuldete und für concursfällig klärte Vermögen des hiesigen Bürgers und Bäckers donrad Meier find, bei Bermeidung des still⸗ hweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im termine Freitag den 17. Juli d. J., Morgens 9 Uhr,
duhter anzumelden und zu begründen.
Zugleich soll in diesem Termine die Güte wieder⸗ hlt versucht, in deren Entflehung aber ein Gläubiger⸗ zusschuß erwählt und ein Massecurator bestellt, und süllen Bestimmungen über die Richtigkeit der angezeigt werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Leräußerung und Vertheilung der Masse getroffen, und en die in den angedeuteten Beziehungen von der Mehrheit der erscheinenden oder gehörig vertretenen gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die Dünderheit der auftretenden, oder die ausbleibenden, ger die ungenügend legitimirten Gläubiger als bindend trachtet werden.
Nauheim am 1. Mat 1868.
Großherzogliches Landgericht Nauhelm Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichte⸗Assessor.
die te ia dünn g. 1159 Christtan Ulrich I. von Wölfersheim will für eln Darlehen von 400 fl. seine Hofraithe Fl. I., Nr. 452 und den Acker X. 570,5, Gemarkung Wölfers⸗ heim, verpfänden. Da seinem abwesenden Sohne Georg das Miteigenthumsrecht an diesen Immobilien zusteht, so wird derselbe hiermit aufgefordert, gegen diese Ver⸗ pfändung binnen 3 Monaten etwaige Einwendungen dahtler vorzubringen, gegenfalls seine Genehmigung unterstellt und die Obligation bestätigt werden würde. Hungen den 7. Mai 1868. Großberzogliches Landgericht Hungen D i
Schreiner ⸗ Arbeit. 1233 Samstag den 30. Mat d. J., Vormittags 10 Uhr, wud im Geschäftslocal der Garnisonverwaltung Butz⸗ bach die Lieferung von Utenfilien für Handwerker stuben, als: 6 Arbeitstische verschiedener Art, 8 Schemel, 1 verschließbarer Kasten, 2 Zuschneit bretter, 1 Tubbe und 2 Nähkloben nach den daselbst offenliegenden Be⸗ dingungen auf dem Wege der Summission in Accord gegeben. Butzbach den 20. Mat 1868. Großherzogliche Garnisonsverwaltung Bußbach F a un st, Quartiermeister.
Oeffentliche Aufforderung. 1273 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Vermögen des Johannes Jung J. in Ockstadt, über welches der formelle Concurs erkannt worden ist, sowie etwaige Vorzugstechte find
Mittwoch den 5. August l. J., Vormittags 8 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse, dahler anzu melden. In diesem Termine soll zuerft über gütliche Erledigung dieser Sache, weiter nöthigenfalls über Verwaltung und Verfilberung der Masse, über Bestel⸗ lung eines Massecurators, Wahl eines Gläubigeraus⸗ schusses u. s. w. Beschluß gesaßt werden. Die aus⸗ bleibenden oder durch Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit der erschlenenen Gläubiger beigetreten angesehen.
Frledberg am 9. Mal 1868.
Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Zimmermann, Landrlchter. Landgerichts ⸗Assessor.
Fohlen ⸗Versteigerung. 1235 Freitag den 29. d. Mis., Vormittags 11 Ubr, werden in der Reitercaserne zu Butzbach zwei Fohlen — eins 6 und eins 8 Wochen alt— meiftbtetend öffentlich versteigert. 5
Butzbach den 23. Mat 1868. Das Commando der Schwadronen 2. Neiter⸗ Regiments 4 Butzbach.
Freiherr van der Hoop, Rittmeister.
Pferdeversteigerung. 1243 Dienstag den 28. d. Mis. Vormittags 10 Ubr, soll in der Neitercaserne zu Butzbach ein zum Reiter⸗ dienst unbrauchbar gewordenes Reitpferd öffentlich ver⸗ steigert werden. Butzbach den 20. Mai 1868. v. Kltpsftein, Rittmeister und Schwadronchef.
Steinkohlen lieferung.
1268 Die Lieferung von elrca 1500 Centner Steinkoblen für die hiesige Garnison soll Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung, woselbst auch von heute an die Lleferungs⸗ bedingungen zur Einsicht offen liegen, durch Summission vergeben werden.
Friedberg den 23. Mai 1868.
Großherzogliche Garnison- Verwaltung Klöpper. Lieferungen für das Militär⸗ hospital Friedberg.
1272 Freitag den 29. d. M., Vormittaas 10 Uhr, werden auf dem Bureau des Mllttärhospitals dahler, unter den daselbst zur Einficht berelt liegenden Be⸗ dingungen durch Summission vergeben: 1) Die Lieferung des Oels und der Talglichter auf
das 2. Halbjahr 1868, und 2) die Lieferung des Ochsenflelsches auf das 3. Vlertel⸗
fahr 1868.
Frtedberg den 22. Mat 1868.
Der Großherzogliche Hospitalcommandant Hoffmann,
Malor


