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nicht auf solche Nothstände vorbereitet war und ür solche Noth Fürsorge zu treffen nicht gewohnt st, der Adelige aber sich um die entlassenen Leib— genen nicht mehr bekümmert.
Amerika. Ein Telegramm vom 23. d. meldet aus Washington, daß an diesem Tage dor dem Senatsgerichtshof die Verhandlung der Anklage wider den Präsidenten Johnson stattfand. Der Vertheidiger bestritt die Richtigkeit aller Anklagepunkte und bat sich eine Frist von 30 Tagen zur Vorbereitung auf den Prozeß aus, was jedoch mit 41 gegen 12 Stimmen abgelehnt ward.
Friedberg. Es wird zweckmäßig sein, daran zu rinnern, daß mit dem Ablaufe dieses Monats die Gül⸗ igkeit der früheren einzelnen Landesposimarken erlischt. Jom 1. April d. J. kann weder ein Umtalsch noch eine Frstattung der dann werthlos gewordenenen Marken und reicouverts erfolgen.
Fraykfurt. Nach dem an die Mitglieder des hiesigen baupt⸗Vereins der Gustav⸗Adolph-Stistung vertheilten zahtesbericht, hatte derselbe eine Einnahme von Geschenken on 4679 fl. 36 kr. Das Capital⸗Vermögen des Vereins Aziffert sich auf 17.153 fl. Unter den Einnahmen be⸗ inden sich zwei Legate, das eine von Fräulein Geyer von
2000 fl., das andere von Fräulein M. M. Schweitzer. Die verwendbare Einnahme betrug 5191 fl. 42 kr., worunter die Beiträge von 1013 f. von Mitgliedern. Von hieraus wurden 32 Gemeinden unterstützt. Von dem mit dem Vereine verbundenen Frauenvereine wurden für Schulzwecke 13 Gemeinden unterstützt, die hierfür aufgewandte Summe betrug 1448 fl. 20 kr. Der Gesammtverein hatte eine Jahreseinnahme von 177,226 Thlrn., welche er für 800 Gemeinden aufbrachte. Derselbe zählt jetzt 48 Haupt- vereine, 1117 Zweig-, 247 Frauen- und 9 selbsiständige auswärtige Vereine.
e Welcher Art die in Rußland herrschende Bestech— lichkeit ist, geht aus folgender, in mehreren Zeitungen enthaltenen Notiz bervor: Dieser alte Krebsschaden Ruß⸗ lands wuchert hier(7) stärker, als vielleicht in irgend einer anderen Gegend des Nachbarreiches. Man hat sich bereits so daran gewöhnt, daß es Niemand einfällt, sich darüber zu wundern oder seine Verachtung auszusprechen. Der Pole hat ein Sprüchwort:„Wenn man sich daran gewöhnt, ist's zuletzt auch in der Hölle erträglich.“ Das Wort ist iu dieser Hinsicht vollständig zur Wahrheit geworden. Werden doch die Kinder in den Schulen daran gewöhnt. Der Primus jeder Classe, welcher über seine Kameraden die Aussicht zu führen hat, verlangt und erhält einen Tribut, in den untersten Classen Kupfer⸗, in den oberen Silbermünzen— und die Lehrer machen jedes Jahr bei der stat, findenden Versetzung glänzende Geschäste. Manchem Schüler kommt solch eine Versetzung auf 15, 20 ja
50 Rubel zu siehen, je nachdem er wenige ober viele selnet Herren Lehrer zufrieden zu stellen hat. Ein deutlscher Beamter, der in Rußland Dienste nahm, erzählte uns Folgendes: Mein Sohn war für die 2. Classe des dor⸗ ligen Gymnasiums reif; da aber das Gesetz gilt, daß er nur versetzt werden kann, wenn er russisch spricht, sollte er 4 Classen tlefer gesetzt werden. Der Direktor schlug mir aber sofort einen geeigneten Lehrer für die russische Sprache vor und meinte, wenn ich bereit set, gleich 100 Rubel zu zahlen, würde der ausgezeichnete Mann in wenigen Wochen meinem Sohne die nöthigen Kenntmisse beigebracht baben. Ich that's. Schon nach wenigen Tagen versetzte der Herr Direktor meinen Sohn aus der 6 nach ber 5., dann nach ber 4. Classe und nach wenigen Wochen war er Schüler der Sccunda. Mögen alle unsere deutschen Mitbürger, welche in das Nachbarland in der Hoffnung einwandern wollen, um bort ihr„Glück“ zu finden, diese Zustände recht bedenken.
Landwirthe,
die zur Linderung der großen, durch Mangel an Saatfrüchten auch für die Zukunft sehr bedroh⸗ lichen Noth in Ostpreußen etwas beitragen wollen, werden gebeten, namentlich Saatkartoffeln und Getreide an die dortigen Hilfscomite's zu schicken.
Frucht⸗Versteigerungen.
14 Ote 1867er Fruchtvorräthe des Großherzoglichen Reatamts Nidda kommen: 1) von dem Speicher zu Bingenbe im bei Gastwirtb 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem nachstebenden Terminen jedesmal um 10 Ur Vormittags zur öffentlichen Versseigerung:
Winter daselbst, Gemeindehause daselbst,
2 5 Versteigert werden
— Vom Tag der Versteigerung steig
8 Speicher zu 18 6 8. Waizens Korn Oerste Hafer 2 Witr. Mitr. Witr. WMitr. 1 Bingenheim Mittwoch den 1. April, 2³ 196 199 41 2 Nidda Donnerstag„ 2.„— 70 38 64 5 Bingenheim Dieustag„ 5. Nai, 23 196 199 41 1 Nit da Donnerstag„ 7.„— 79 38 64
Reichelsheim i. d. W. im Februar 1868.
Großberzogliches Rentamt Nidda Welcker.
Holz
3 Mittwoch den 1., Donnerstag den 1 Stück Buchen⸗Stämme
Nußzbolz. Scheitholz. Prügelbolz. Stockholz. Reiserholz. Holzart: Stecken. Eichen 1— 68 38¼ 218 Buchen⸗ 6 4 108½ 42 195 Gemischt 5 re 27 57. 56 7. 200
entlich verkauft werden.
Die Stammpolzversteigerung wird Mitwoch den 1. wümen, so daß die Brennzolzversteigerung Donnerfiag den
bandigt wird. bungen den 22. März 1868.
„Versteigerung.
2. und Freitag den 3. April z. J., sede mal Morgens 10 Uhr anfangend, Alen in dem Fürstlichen Walrdistriet„Thiergarten! bei Purgen: 478
= 80 Cok'ß. und 9 Stück gemischte Stämme S 200 Cbksß., sodann:
Stück Eichen⸗Stämme= 11407 Cbkfg.,
und Donnerslag den 2. Vormlttage in Anspruch 2. Mittags beginnt und Frettag den 3. April
Fürstliches Rentamt De mme.
* Braunkohlenverkauf.
8 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkoblen vile mit dem 1. April d. Jchlungsfrist bis Ende September 1808. Der 15 5 der Koblenklötze ist wie seither 12 ke. Die Fubrteute wollen die Gegenscheilne, t jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die
I genscheins er forderlich. Dorbeimer Bergwerk den 20. März 1868.
beginnt auf dem Großberzoglichen Oorbeimer Berg⸗ J. eine neue Creditpertodt
für den Centner= 14 Stück Klötze.
welche ihnen bei Abcabe des Bürgscheins eingehändigt werden, einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden önnen. e Zablung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedderg ist gleichfalls die Vorzeigung des
laufend bis Ende Juni und verbunden mit einer
Großberzoglichee Bergamt Dorbhelm Storch.
Lohrinden⸗Ver
0 Naͤchsten Montag den 30. März d. J., Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathhause 1 Höchst a. M. gleichzeitig mit der allgemeinen Lohrinden⸗Versteigerung far den südlichen launus auch das diesjährige Lohrinden⸗Erzeugniß, und zwar:
a. 200 Etr. Lobrinde von 10jährigem Aus schlag im Distrikt Goldgrube des gemeinschaft⸗
lichen Hohe⸗Marktwaldes der
Gemeinden, Niederursel,
v. 150 Eir. Lohriode von 20jährigem Ausschlag aus dem Rebstockwalde und Weißfrauenklosters zu Frankfurt a. M.,
ni versteigert werden.
Niederrad bei Frankfurt a. M. den 24. März 1868.
steigerung.
Bonames, Dortelweil, Nieder-Erlenbach und
des St. Katharinen⸗
Schott v. Schottenstein,
Forstmeister.
ine Partie Mist
7 14 8 Emrich Hanstein.
Pesach Waaren,
700 Wein, Essig c., empfiehlt
Holz ⸗Versteigerung.
662 Montag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich von Rotbschild'schen Walde„Alten⸗ berg“ effentlich meistdietend versteigert werden:
5200 Stück Birken-Prügel⸗ und Reisholz⸗Wellen,
5800 Eichen⸗ gemischte Reisholz⸗Wellen,
98938„ lange Wellen(Faschinea).
Letztere elanen fich zu Bohnengerten, sowie auch zum Zumachen der Gäiten.
Okarden am 18. März 1868.
Der Freiberrliche Reviersörster Hilgenreiner.
Edictalladung. 687 Eigenthums- und sonflige Ansprüche an die unten nach Flur und Nummer verzeichneten Immobilten find sogewiß binnen vier Wochen dabler vorzubringen und zu begründen, als sonsten die betreffenden Uiku aden be⸗
fiätigt und in das Nutations⸗Berzeichniß eingetragen werden.
Gemarkung Wölfersbeim: 1) Kaspar Müller von Wölfersbeim: I. 33, I. 60. I 537. I. 1048. I. 1286. II. 69. III. 105. IV.
252. IV. 289. IV. 543. V. 362. v. 505. V. 912. V. 942: VI. 75. VI. 419. VI. 488. VII. 43. VII. 27. VM. 306. VIII. 93. X. 232. X. 522. XI. 88. XII. 512. XII. 512. und XIII. 268.
2) Gerhard pfeffer zu Wölfersbeim: IX. 179. X. 564. und XII. 584.
Hungen den 9. März 1868. Groß berzogliches J Hungen Dr 1
Holzversteigerung
in der Oberförsterei Ortenberg.
682 Montag den 6. und Dienstag den 7. April,
werden in den Domanialwalo. Districten Sparnwald,
Dainkobl, Neuwiesenkopf und Langenbirken, nachstehend
Holzsortimente versleigert:
Scheidholz, Prügelbolz, Stockbolz, Reisholz. Sa
Holzart:.
Brchen⸗ 163 837 223%¾ 848 Eichen 71 ½ 68 33 121 As pen⸗— 392
65 Eichenstämme von 6-36“ Durchmesser, 10—457
Lange= 3788 Cubikfuß, 6½ Stecken Eichen⸗Werkscheidbolz,
113 Eichen stangen,
98 Buchen Stangen zu Deichseln, Laagwleden ꝛc. tauglich
Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der
von Bobenbausen nach Wallerndausen führenden
Ebaussese an dem Finkenlöcher Feld im Holyschlag,
präcis 9½ Ur. Am ersten Tage kommt das Brenn⸗
bolz, sowie das Stangenholz im Sparnwald zum Aus⸗
gebot, am zweiten Tage wird dle Versleigerung daselbstt
jortgesetzt und das in den übrigen Difirleten lagernde
schwere Eichen Bauholz, Werkscheidbolz und Brennbolz
nebst den Aspen ⸗Zumachreisern in den Langenbirken
versteigert.
Zahlung sfrist bis 1. October d. 3. Ortenberg den 18 März 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Narr.
Pferde Versteigerung.
698 Montag den 30. dieses Monats, Vormlttags
11 Ubr, wird in der Neitercaserne zu Zutzbach ein zum Reiterdienst untaugliches Reitpferd melstdletend öͤffent⸗ lich verstelgert.. But dach am 25. Marz 1868.
Das Commando der Leldschwadron zu Bußbach
A. Stabl's Wülwe.
Jreiherr van der poop.


