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einer politischen Demonstration gegen Preußen verleihenden Gerüchte entschieden zurückzuweisen seien.— Nach demselben Blatte hat die hannö⸗ versche Schützengesellschaft„Freihandschießen“ an das Cowite die Mittheilung gelangen lassen, es werde das Schützenfest nur in dem Falle be⸗ schicken, wenn die politische Richtung desselben keine preußenfeindliche sei. Das Central-Comite habe diese Bedenken darauf durch obige Erklärung beseitigt..
Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ enthält ein Dekret, wonach in Folge der Münz⸗ convention die alten Silberstücke von 2 Franes bis zu 20 Centimes vom 1. Okt. 1868 an keinen Zwangscours mehr haben, jedoch an den öffent- lichen Kassen bis zum 31. December d. J. ein- gewechselt werden.
— Der„Etendard“ meldet, daß Hr. Ristich, mit einer Mission der serbischen Regierung beauf⸗ tragt, in Paris angekommen ist. Der„France“ zufolge hat die Reise des Herrn Ristich den Zweck, dem jungen Fürsten Milan die Adressen der ser⸗ bischen Bevölkerung zu überbringen. Herr Ristich wird wahrscheinlich in Paris bleiben, bis ihm das Resultat der Wahl der Nationalversammlung be— kannt ist, und sodann, wenn der junge Fürst gewählt worden ist, ihn nach Belgrad begleiten.
— Durch die Zeitungen ging vor einigen Tagen die auffällige Nachricht, die badische Re- gierung habe beabsichtigt, auf französischem Gebiete ein Uebungslager zu errichten und dieserhalb mit einer Gemeinde des Elsasses unterhandelt. Die von vornherein unglaublich klingende Nachricht, Härt sich folgendermaßen auf. Die französische Gemeinde Münchhausen(Dep. du Bas Rhin) besitzt als Gemeinde ⸗Eigenthum eine kleine an das rechte Rheinufer stoßende Landzunge, die zum badischen Territorium gehört. Diese Landzunge oder kleine Halbinsel wurde von der badischen Armee ⸗Verwaltung für Manöver in Anspruch ge⸗ nommen, was die französische Gemeinde weder ablehnen konnte noch wollte.
Italien. Der traurige Zustand der öffent- lichen Sicherheit in Italien wird von der Times nach den offiziellen Berichten, welche die Gazzetta Militare monatlich veröffentlicht, hervorgehoben. Im vergangenen April wurden 5484 Personen verhaftet, von denen 297 des Mordes, 297 des Straßenraubes und Einbruches, 1440 des Dieb⸗ flahls und die übrigen anderer Verbrechen und Vergehen angeklagt waren. Daß diese Zahl keine ausnahmsweise hohe war, ersieht man daraus, daß im Monat März 3749 Verhaftungen vor⸗ genommen wurden, davon als Mörder 220 und als Straßenräuber 289, während gewaltthätige Körperverletzung mit 846 und Diebstahl mit 1450 sigurirten. Die Times äußert ihre Befriedigung darüber, daß bei aller tadelnswerthen Unthätigkeit von Volk und Regierung gegen ein so übertriebenes Unwesen man die Sache wenigstens nicht ver- heimliche.
Frankfurt. Es wird berichtet, es habe sich hier ein Verein reicher junger Leute unter dem Namen„Frank⸗ furter Verein“ gebildet, dessen Mitglieder einen jäbr⸗ lichen Beitrag von 200 fl. und ein Einstandsgeld von 500 fl. zu bezahlen haben. Das Gesellschaftslokal befindet sich auf dem Roßmarkt.(Es scheint doch noch einiges Geld hier zu stecken.)— Wie man vernimmt, wurden zwei Börsenspeculanten seit der letzten Medio Liquidation in Folge ber Nichtbezahlung von Differenzen unsichtbar— Ein hiefiger Bürger, welcher in der letzten Zeit bedeutend in Frucht machte, soll eine Schlappe von fast 100,000 fl.
erlitten haben. Die Verluste werden Rheinland und West⸗ phalen zu tragen haben.
Mainz. Die letzten Tage lieferten leider wieder der Strafjustiz einige schwere Fälle. Während die hiesige Polizei die zwei seit einigen Tagen in dem Wald bei Gonsenheim herumziehenden Individuen, welche ber nicht ohne Vorbedacht verübten schweren Körperverletzung mit tödtlichem Verlauf an dem, die Wirthschaft an den preußischen Schießständen haltenden Sergeanten Czikowsky beschuldigt sind, vor der Stadt ergriff, vollzog der gerade des Weges kommende Friedensrichter des Bezirks dasselbe Amt an einem Fuhrmann auf der Mainz⸗Mörrstadter Straße. Dieser hatte aus einer geringfügigen Veranlassung einen Fabrikarbelter, Vater von 6 Kindern, zusammengestochen. Wenige Stunden nach diesen Vorgängen verschwand aus dem, ebenfalls noch im Weichbilde der Stadt und mitlen in dem Schauplatz obiger Thaten liegenden Orte Bretzenheim ein Mann, auf welchem der Verdacht zweier Giftmorbde und der des Ver⸗ suches zu einem dritten Verbrechen gleicher Art ruht.
Mainz. Am 19. d. M. waren bahier die ersten neuen Kartoffel zu Markte gebracht und wurde das Mäßchen zu 10 kr. verkauft.
Aus Herrieden, 15. Juni, schreibt der Witterungs⸗ beobachter der„Fr. Z.“: Das wieder eingetretene schöne Wetter hat sich mit Ausnahme der Gegenden am adriatischen Meere über ganz Europa verbreitet und dürfte auch zunächst nicht durch Gewitter unterbrochen werden. Das europaische Luftmeer ist wieder sehr ruhig geworden; die ohne dies nicht großen Luftdifferenzen sind noch über⸗ dies quer durch ganz Europa gelagert. Die Hitze nimmt überall zu und ist namentlich im Norden bedeutend.— Unterm 17. schreibt derselbe weiter: Die im letzten Be⸗ richte angekündigte Fortdauer des schönen Weiters dürfte bald Gewitterunterbrechungen erleiden. Das europäische Lufimeer wird wieder unruhiger, die im Norden und Süden unseres Erdtheiles befindlichen Luftthäler werden tiefer und rücken näher, im Südosten hat die Gewitter⸗ bildung bereits Ungarn erreicht. In dem Maaße als es bei uns wärmer wird, wird es in Nordamerika wieder kälter, Heards Content hatte am 14. Morgens 6 Uhr bei bewölktem Himmel nur 3,99.
In Köln wurde dieser Tage ein höchst seltenes Jubiläum gefeiert, ein Biersest, die Feier des 400jährigen ununterbrochenen Bestehens der Bierbrauerei„auf Rom.“ Ungefähr hundert Theilnehmer, darunter die Koryphäen des Kölnischen Humors und die Vertreter der Alterthums⸗ kunde versammelten sich am Abend„auf Rom,“ wo Hr. Alex⸗ Günther die Festrede hielt, und ein höchst kunst⸗ reiches Diplom in prachtvollem Rahmen Hrn. Wilh. Scheben, dem derzeitigen Besitzer der Brauerei, überreichte. Daran schloß sich ein Festessen, bei welchem Reden, Lieder und Toaste den rheinischen Humor so recht zum Ausdruck brachten, Hr. Scheben ließ unter die Festtheilnehmer eine Broschüre über die Geschichte des Hauses und dessen frühere Besitzer vertheilen.
Kiel. Die schönste Corvette der preußischen Marine „Hertha“ hat durch einen auf ihr ausgebrochenen Brand arge Verwüstungen erlitten. Es wird darüber berichtet: Am Abend des 13. gegen 10 Uhr wurden zuerst weiße Rauch⸗ wölkchen oberhalb der an der Wasser⸗Alle neden„Barba⸗ rossa“ und der„Medusa“ liegenden Corveite„Herthz“ bemerktz Alarmschüsse von der„Gefion“ und dem„Chamä leon“ benachrichtigten von der Gefahr, in der Stadt wurde Generalmarsch geschlagen. Die freiwillige Turner⸗Feuer⸗ wehr war mit zwei vortrefflichen Spritzen zuerst am Platze und wurde von einem Hafendampfer an Bord der „Hertha“ gebracht, die selbst nicht eine einzige Spritze an Bord hatte. Erst nach 1 Uhr gelang es den Anstrengungen der Löschmannschaften, des Feuers Herr zu werden; die Corvette war inzwischen nach vorn etwas gesunken und hatte sich ein wenig auf die Seite gelegt. Ueber die Ursache des Feuers ist, so weit uns bekannt geworden, noch nichts ermiuelt; man spricht davon, daß das Feuer im Kohlenraum seinen Anfang genommen.
„, Zu Auch in Frankreich brach Feuer aus und griff schnell um sich. Aus einem brennenden Hause hörte man schreien: Rettet uns, Rettet uns! Herzzerreißend war der Schrei einer Mutter: Rettet mein Kind! Der Erzbischof von Auch, der bis dahin mit den Löschenden gearbeitet, trat vor und rief:„Fünfundzwanzig Louisd'or dem, der die Frau und das Kind aus den Flammen rettet!“ Mehrere Männer näherten sich den Flammen, lraten aber wieder zurück.„Fünfundzwanzig Louisd'or dem, der die Frau und das Kind aus den Flammen rettet!“ rief der Bischof von Neuem. Die Menge stand er⸗ griffen, in höchster, peinlichster Spannung Keiner wagte sich an das Werk. Da nimmt der Erzbischof ein leinenes
Tuch, taucht es in einen Eimer Wasser, umwickelt sich damit so gut es geht und besteigt die Brandleiler. Die Volksmenge fiel auf die Knie, betend und das Auge un⸗ verwandt auf den Erzbischof gerichtet. Er erreichte das in Flammen stehende Fenster, und von Flammen und Qualm umgeben stand am Fenster eine ergreifende Gruppe: der Erzbischof, die Mutter, das Kind. Er nahm das Kind, half der Frau und die Rettung gelang. Unten angekommen riß er das halb verbrannte Tuch von seiner Schulter, kniete nieder und dankte Gott für die Rettung. Dann trat er zu der armen Frau.„Frau,“— sagte er —„ich hatte 25 Louisd'or dem versprochen, der Sie retten würde. Ich habe die Summe verdient und Ihnen will ich sie schenken.“
Preis- Aufgabe.
Die Conferenz für„Innere Mi ssion“ in Thüringen bestimmt hierdurch eine Ehrengabe von 100 Thlen. für die bis zum letzten Dezember 1869 bei ihr eingereichte beste Volksschrift. Sie forbert die deutschen Männer, die hierzu Beruf in sich fühlen, zur Betheiligung auf. Der Inhalt der Schrift wird der Wahl der Verfafser völlig freigestellt; es kann solcher der Geschichte älterer oder neuerer Zeit entnommen sein, er kann die socialen Ver⸗ hältnisse behandeln oder in das Familienleben eingreifen, ja landwirthschaftliche und technische Materien sollen nicht ausgeschlossen sein— nur muß die Schrift einem gesunden christlich⸗evangelischen Sinn entstammen und mit dem Volksgeist innig verwachsen sein, sie soll nicht unter 5 und nicht über 10 Bogen 80(à 16 Seiten) stark werden. Ein Preisrichter-Collegium von drei Personen, um dessen Er⸗ nennung wir den Central-Ausschuß für Innere Mission ersuchen werden und deren Namen später bekannt gemacht werden sollen, entscheidet über den Werth der eingesandten Schriften und verleihet der besten die Ehrengabe. Die ausgewählte Schrift wird nach Auszahlung des Preises Eigenthum der Conferenz. Die Herren Einsender haben ihre Arbeit mit einem Motto zu versehen, und in einem Separat-Couvert, das gleiches Motto trägt, ihren Namen und Wohnort niederzulegen. Nach Preis⸗Ertheilung wird solches eröffnet, und der prämiirte Verfasser bekannt ge⸗ macht, alle anderen Einsender können unter Namhaft⸗ machung des betreffenden Motto's die Arbeit zurückerhalten.
Erfurt den 25. März 1868.
Die Conferenz für„Inncre Mission“ in Thüringen. Bieck, Consistorialracth in Erfurt; Frenzel, Stadtrath in Ersurt; Glöckner, Jusftizrath in Halle; v. Hagen, Möbelfabrikant in Erfurt; v. Hülsen, General⸗Director in Merseburg; v. Kotze, Regierungs⸗Präsident in Erfurt; A. Perthes, Buchhändler in Gotha; Rudolphi, Senior und Superintendent in Erfurt; H. Tromsdorff, Apo⸗ theker in Erfurt.
Für die Wetterbeschädigten
in den Gemeinden Freienseen und Lardenbach ist in Nr. 71 d. Bl. ein Aufruf zur Hülfe erschienen. Nach früheren Mittheilungen in diesem Blatte und in andern Blättern sind andere Gemeinden des Vogelsberges, wie Sellnrobd und Bobenhausen, in ähnlicher Weise vom Wetter heim⸗ gesucht worden und es ist in der Darmstädter Zeitung auch für diese Gemeinden die Bitte um Hülfe ergangen. Die Unterzeichneten erklären sich deßhalb bereit, Gaben für die wetter beschädigten Gemeinden in den Kreisen Grünberg und Schotten in Empfang zu nehmen und für angemessene Vertheilung an die beschä⸗ digten Gemeinden Sorge zu tragen. Friedberg den 19. Juni 1868. Der Vorstand des Hülfsvereins: Baur. Dr. Diegel. W. Fertsch. Foucar. Mayer Hirsch. Dr. Köhler. L. Meyer. J. Müller. Nau. Dr. Pilger. Steinberger. Steinhäußer. G. Trapp II.
Wie wir in einer früheren Nummer des Anzeigers bereits erklärten, sind auch wir zur Annahme von Bei⸗ trägen für die wetterbeschädigten Gemeinden der Kreise Grünberg und Schotten bereit und quittiren heute übe die uns bereits zugekommenen Gaben. Wir empfingen: Von Frau Hofsapolheker Wahl 3 fl.— O. K. 1 fl.— M. M. 1 fl. 10.— Dr. Maithias hier 1 fl.— C. H. 2 fl. 30.— F. H. Winwe 1 fl. 45.— Pfarrer Bor⸗ 1 65 1 fl. Frau Schff. 1 fl. Zrsammen 12 fl. 25, wofür wir besten Dank sagen.
Die Expedition des Anzeigers für Oberhessen.
Für die deutsche Nordpol⸗ Expedition bis jetzt Einnahme 55 fl. 51 kr. Weitere Gaben nimmt stets dankbar an Dr. Matthtas.
oel ⸗ Li fer un g. 1532 Montag den 29. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, soll die Lieferung von 90 Stecken Buchenscheit⸗ holz für das Milltärhospital Frledberg auf dem Hospital⸗ bürrau, unter den daselbst zur Einficht bereit liegenden Bedingungen, durch Summissson vergeben werden.
Friedberg den 20. Junt 1868. Der Großherzogliche Hospital Commandant Hoffmann.
Scheuer ⸗ Verpachtung. 1537 Mittwoch den 24. Junt d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die beiden Hospitalscheuern, in der Usaervorstadt, anderweit auf dret Jahre öffent— lich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 20. Junt 1868. Großherzogliche Bürgermelsteret Frtedberg Fouc ar.
Jahreseinnahme pr. 1867
77 75 70 70
1533
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Dividende der Versicherten im J.
Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha.
Versicherungsbestand am 1. Juni 1868 Effektiver Fonds am 1. Juni 1868
58,217900 Thlr. 14.750000„ 8 0 N 2,6080985* 1868 36 Proz. „ 1869 9
Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Be— legung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch unverkürzte Vertheilung der Ueberschuͤsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten.
Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofgerichts-Advocat G. Trapp II. in Friedberg.
Ortseinnehmer L. Höhler in Büdingen. Domainenpfandmeister Müller in Nidda.


