Ausgabe 
22.10.1868
 
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Geistlichen in ihren schristlichen Vorschlag zu den

Verbesserungen in unserer katholischen Kirche, welchen Vorschlag Bischof Fogarassy abgeforvert hatte, den Antrag auf Aufhebung des Cölibats aufgenommen haben, und daß das Schriftstück, diesen Antrag neben anderen liberalen Verbesserungen enthaltend, bereits nach Karlsberg an den Bischof abgegangen sei.

Aus Oberhessen. Nachrichten aus Alsfeld melden, daß der erste Spatenstich zur Eisenbahn Alsfeld-Fulda am 16. d. bei Romrod erfolgt sei.

Aus dem Großherzogthum. Es sind falsche Ein⸗Guldenstücke mit der Präge Adolph Herzog von Nassau und der Jahrzahl 1856 in Umlauf, welche aus einer Mischung von Blei und Zinn bestehen, dadurch leicht von der ächten Münze sich unterscheiden, daß sie leicht wiegen, nicht helltönend klingen und sich fettig anfühlen. Von dem Ausschuß des Landesgewerbvereins wurde den 4 Schulen für erwachsene Mädchen in Worms, Mainz, Darmstadt und Friedberg je 40 fl. verwilligt.

Frankfurt. Mrs. Lincoln, die Witiwe des ermor⸗ deten Präsidenten Abraham Lincoln, kam am 18. d. mit ihrem jüngsten Sohne Tadd. Lincoln durch unsere Stadt, um sich nach Wiesbaden zu begeben, ihren Sohn in einer deutschen Pensionsanstalt unterzubringen und alsdann Karlsbad, Nizza und Neapel zu besuchen.

Frankfurt. Die preußische Regierung hat die Ehren⸗ verpflichtung der ehemals freien Stadt Frankfurt, den hiesigen Veteranen der Freiheitskriege eine jährliche Ehren⸗ gabe von 50 fl., am 18. Oct. auszuzahlen, übernommen und ist die Anweisung erfolgt, den restirenden 92 Veteranen an dem genannten Tage ihr Benefieium einzuhändigen.

Darmstadt. Der berühmte Bienenzüchter Pfarrer Dzierzon von Carlsmarkt in Schlesien hat von des Groß⸗ herzogs K. H. das Ritterkreuz 2. Klasse des Ludwigs⸗ ordens erhallen. An die prakuschen Aerzte des Groß⸗ herzogthums soll die Anfrage ergangen sein, wer gesonnen sei, im Fall einer Mobilmachung der Gr. Armeedivision Dienst als Assistenzarzt zu nehmen. Es ist für diesen Fall ein Mehrbedarf von 50 Aerzten nöthig. Die Bezüge sind 30 Thlr. Gehalt und 20 Thlr. Feldzulage. Als ein⸗ malige Leistung werden 10 Thlr. für chirurgische Instru⸗ mente, 35 Thlr. Mobilmachungsgeld, 20 Thlr. Pferde⸗ ausrüstung und 31 Thlr. zur Einkleidung eines Tränsoldaten verwilligt. Ein Trompeter von der Reiterei schloß dieser Tage eine Einstandskapitulation für 3000 fl. ab.

Mainz. DieHessische Ludwigsbahn hat vom 1. Januar d. J. bis Ende September 2,628,840 fl. ver⸗ einnahmt, d. h. 415,883 fl. mehr, wie in der entsprechen⸗ den Zeitperiode des Vorjahrs. Von dieser erheblichen Mehreinnahme entfallen 327,832 fl. auf die alten Streckeu.

Aus Köln wird gemeldet, das Scharlachfieber fordere dort so viele Opfer(an einzelnen Tagen 3 bis 6 Kinder im Alter bis zu 9 Jahren), daß das Jahr 1868 circa

240 Sterbefälle mehr aufweisen dürfte, wie bei normaler Sterblichkeit. Auch in Westfalen grassirt das Scharlachfieber.

Begriffe von Armuth. Dem dahingeschiedenen Grasen Walewski wird nachgerühmt, daß er arm gestorben sei und ee wird gemeldet, daß der Kaiser Napoleon sich veranlaßt sieht, der zurückgebliebenen Wittwe von der Civilliste 30,000 Franken jährlich auszusetzen. Nach dem amtlichen Ausweise besaß und vererbte der Graf: das Gut von Marais⸗d'Or, welches mindestens 1,500,000 Franken werth ist; er hinterläßt ferner drei Häuser in Paris, seine Villa von Saint-Germain, welche Herrn Thiers ver⸗ miethet war, das Gut von Amphion am Genfer See und Orden, deren innerer Werth sich auf 200,000 Franken beläuft. Unstreitig gibt es Familien, welche weniger besitzen, ohne sich für arm zu halten.

, Ein garstig Ding, die Forschung und Aufklärung. Sie hat uns schon um die Wahrheit so mancher schönen Geschichte gebracht, wie die von dem herrlichen Römerjüngling Muclus Scävola, der seine Hand im Kohlenbecken langsam verbrennen ließ, oder die von dem Meisterschützen Wilhelm Tell, der seinem Kinde den Apfel vom Kopfe schoß, und nun sollen wir uns auch die in allen Geschichtsbüchern figurirende, höchst dramatische und uns Allen geläufige Phrase:Finis Poloniä abge⸗ wöhnen. Dies Wort, das man dem auf dem Schlacht⸗ feld von Macinowice verwundeten Polenhelden in den Mund legt, soll nämlich einfach von ihm nicht gesprochen worden sein. Er selbst hat später in den stärksten Aus⸗ drücken gegen das ihm zugeschobene Wort protestirt und eine derarnge Aeußerung im Munde eines jeden Polen, der damit die Zukunft seines ganzen Volkes mit seinem eigenen Leben für gleichbedeutend erklärt hätte, eine ver⸗ brecherische und eine Lästerung der Zukunft seiner Nation genannt. Verweisen wir darum jenen Ausruf ins Gebiet der Erfindung, Kosciuszko verdient nichtsdestoweniger, oder vielmehr mit darum, daß sein Name nicht vergessen werde. Dieser ebenso große als edle Mann betheiligte sich, nach dem er seine Ausbildung auf der Militärakademie zu Versailles empfangen, auf der französischen Flotte an dem Freiheitskampf der Amerikaner gegen die Engländer und spielte, nach seiner Peimath zurückgekehrt, bald eine hervor⸗ ragende Rolle in dem verzweifelten Kampfe der Polen gegen die Russen und Preußen. Bei Macinowice unterlag 1794 die von ihm besehligte Schaar einem dreifach über⸗ legenen russischen Heerhaufen, er selbst stürzte gleich bei Beginn des Kampfes und gerieth in ruffische Gefangen⸗ schaft. Kaiser Paul gab ihn frei und reichte ihm selbst seinen Degen, den er aber mit den Worten ablehnte:Ich bedarf nicht des Schwertes mehr, da ich kein Vaterland mehr habe. 1797 ging er nach Amerika und lebte später eine Reihe von Jahren auf seinem Landgut bei Fontaine⸗ bleau. Trotz alles Drängens von Napoleon ließ er sich nicht zum Kampf unter seinen Fahnen bewegen, da er dessen Versprechungen für sein Vaterland kein Vertrauen schenkte. Sein letztes Lebensjahr verbrachte er in der Schweiz und starb dort 1817 an den Folgen eines

Sturzes mit dem Pferde. Kaiser Alexander ließ 1818 seinen Leichnam von Solothurn nach Krakau bringen, wo er im Dome beigesetzt wurde. Koseiuszko's edle Gefin⸗ nung zeigt sich u. A. auch in dem Freibrief, durch welchen er auf seinem Gute in Polen die Leibeigenschaft aufhob, sowie in dem unlängst in Amerika aufgefundenen Testa⸗ ment, worin er 1798, falls er keine weitere testamentarische Verfügung mehr über sein Vermögen treffen sollte, dasselbe zum Loskauf unb zur Erziehung von Negern in den Ver⸗ einigten Staaten bestimmte.

Wittwen verbrennung in Ind ien. Diese gräßliche Sitte ist trotz der Bemühungen und Verbote der Engländer immer noch nicht ganz ausgerottet. Erst vor einiger Zeit soll wieder ein Fall der Art von wahrhaft entsetzlichem Ausgang vorgekommen sein. Eine Wittwe war endlich so weit gebracht, daß sie den Scheiterhaufen bestieg, der durch den jüngsten Anwesenden angezündet wurde. Als indessen die Flamme die Unglückliche be⸗ rührte, überwand der Schmerz die Willensstärke, und ste sprang herab unter die Menge. Hier wird sie durch Vor⸗ stellungen und Drohungen der Hindu's, die diese Unter⸗ brechung des Opferfestes laut verwünschen, zur abermaligen Besteigung des Scheiterhaufens vermocht; allein während sie sich im schrecklichsten Todeskampfe windet, rollt sie von demselben zur Erde nieder. Die umstehende elende Rotte weicht entsetzt zurück und läßt das unglückliche Opfer ihres Aberglaubens liegen. Als die englische Polizei zur Stelle kam, war es zu spät.

, Einen statistischem Nachweise zufolge beträgt die Gesammizahl des Adels im russischen Kaiserreiche 609,072 Personen beiderlei Geschlechts, von denen 377,627 Personen oder über drei Fün k tel auf den Adel West⸗Rußlands (Litihauen und Reußen) kommen. Die 40 Gouvernements des europäischen Rußlande haben bei einer Gesammt⸗Be⸗ völkerung von 49,877,137 Seelen nur 135,474 Adelige männlichen Geschlechts, während die 9 Gouvernements West⸗ Rußlands bei einer Gesammt-Vevölkerung von 11,032,172 Seelen 202,713 Adelige männlichen Geschlechts zählen. Im Verhältniß zu seiner Gesammt⸗Berölkerung und zum Adel des übrigen Rußlands müßte West⸗Rußland höchstens 29,960 Adelige männlichen Geschlechts haben. Die Masse des Adets in West-Rußland gehört überwiegend dem polnischen Stamme an. In der russischen Armes besteht der fünfte Theil der Officiere aus Polen, während die Zahl der Mannschaften polnischen Stammes nut 8 pCt. beträgt. In manchen Theilen der Armee, z. B. in der Reserve⸗Cavallerie, dilden die Polen über 32 pCt. der Gesammtzahl der Offiziere. Noch unlängst gab es Truppentheile, in denen die Zahl der Offiziere polnischen Stammes sogar 90 pCt. betrug. Der Procentsatz der polnischen Officiere ist bei den einzelnen Truppentbeilen folgender: 1) bei der Infanterie 23% pCt., 2) bei der aculven Cavallerie 15, pCt. 3) bei der Reserve⸗Cavallerie 32 PCt., 4) bei der Feldartillerit 21 pCt., 5) bei der Reserve⸗Artillerie 20, pCt., 6) beim Geniecorps 22, pCt. Das polnische Element ist mithin im russischen Officier⸗ cotps noch immer stark vertreten.

Versteigerung alten Bettstrohs.

2549 Samstag den 24. d. M., Vormittags ½9 Uhr, wird das alte Bettstroh aus den Betten der beiden Casernen dahter parthienweise an den Meißbietenden öffentlich versteigert werden. Anfang der Versteigerung in der Burgeaserne. Frtedberg den 17. October 1868. Nischwi tz, Oberquartiermeister.

* Mobiliar-Versteigerung. 2570 Dienftiag den 27. October, Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, werden wegen anderweitiger Benutzung des Nashhaussaales im Saale zu den drei Schwertern nachfolgende, im besten Zuflande erhaltene Möbe: frei⸗ willig durch den Unterzeschnelen öffentlich meistsietend versteigert:

2 Stück Causeuse mit Stühlen und zwei Sesseln, Mahagoni,

Sopha mit Stühlen, Nußbaum,

französische Beitstellen, Mahagont,

tannene 5 lacktrt wobei 2 franz., Sprungfederrahmen mit Noßhaarbeiten und Polster,

Plümeaux und Kissen,

Nachttische, wobet 2 Mahagoni,

Waschtische, wobei 1 Mahagoni,

Schreibkommode, Mahagont,

Kommoden, Nußbaum,

Pfeilerschränke, Mahagoni,

Secretär, Mahagoni,

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Kleiderschrank, Mabagont, Kleiderschränke, lacklrt,

ovaler Tisch, Mahagoni, do. Nußbaum, do. Tannen,

Küchenschrank mit Glas⸗Aufsatz, große Goldrahmspiegel,

kleinere Schwarzrahmspiegel,

rothe Colder,

fast neue gestickte weiße Vorhänge, Verschtedene Teppiche und Vorlagen. Friedberg den 21. October 1868.

In Auftrag: Mayer Schwarz, pHoftarator.

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Bekanntmachung.

2565 Der Unterricht am Schullehrer⸗Seminar für das Wintersemester 1868/69 wird Dienstag den 3. November d. J seinen Anfang nehmen.

Friedberg, 19. October 1868.

Großherzogliche Seminar⸗ Direction Serre ere

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