Ausgabe 
22.2.1868
 
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Dasselbe sei völlig aus der Luft gegriffen und trage um so mehr den Stempel tendenziöser Er findung an der Stirn, als jene Mittheilung selbst im Falle der Wahrheit nur durch eine in der Schweiz undenkbare Defraudation und schwere Verletzung des Amtseides von Telegraphenbeamten in die Oeffentlichkeit zu dringen vermocht hätte,

Italien. Aus Rom wird berichtet: Vor einigen Tagen gewährte der Papst etwa zwei hundert Damen, unter denen sich auch eine An zahl englischer Katholikinnen befand, eine öffent liche Audienz. Die schönen Besucherinnen kamen zu dem doppelten Zwecke, erstens ihre Zustimmung zu dem Breve vom 12. Oct. 1867 Betreffs der Damentoilette auszusprechen und zweitens dem heil. Vater als Beweis ihrer Ergebenheit einige kostbare Geschenke zu überreichen. Eine der Damen drückte dieß in einer Anrede aus, auf welche der Papst in italienischer Sprache antwortete und seine Zubörerinnen daran erinnerte, daß der hei- lige Petrus nach seiner wunderbaren Befreiung aus dem Gefängnisse durch einen Engel ein Asyl unter Frauen fand. Dann sprach der Papst seinen scharfen Tadel gegen die extravagante weibliche Kleidung der Jetztzeit aus, bezog sich auf die phantastischen Haartrachten der jetzigen Mode, auf die von den heidnischen Chinesen erborgten Gewänder und die zum Aergerniß gereichenden Kleider und ermahnte seine Zuhörerinnen, dieser Propaganda des Teufels eine ihres Charakters und ihres Geschlechtes würdige katholischt Kleider; tracht entgegenzusetzen.

Rußland. Großartige Veruntreuungen sind bei der Warschau-Wiener Eisenbahn entdeckt wor den. Viele Stationsbeamtt hatten unter sich eine Uebereinkunft geschlossen bel Uebersendung von Frachtgütern nur einen Bruchtheil der im Fracht- briefe allerdings wahrheitsgetreu angegebenen Sen dung in die Bücher der Verwaltung einzutragen, so daß diese die Fracht nur zu diesem Bruchtheilt erhielt, während den bei Weitem größeren Theil die Beamten unter sich tyeilten. Bis jetzt hat sich die veruntrente Summt auf nahe an 200,000 Silber-Kubel herausgestellt.

* Friedberg. Am 20. d. bezing der hiesige Bürger und Rentier Anten Burck das Fest der goldnen Hoch⸗ zeit mit seiner Ehegattin Anna Maria, geb. Nicelai. Die kirchl. Feier fand in der hiesigen kathol. Kirche statt unter

Mitwirkung des SängervereinsCäcilie. Im Kreise der Familie wurde hierauf der Freuden und Ehrentag des Jubelpaares in schöner Weise gefeiert, wozu sich Ver⸗ wandte und Freunde zahlreich eingefunden haften.

Aus dem Kreise Vilbel wird von derDarmst. Zettuag berichtet, wie Außerst lohnend die Obsteultur im dortigen Kreise betrieben werde. Im Jahre 1867 wurden nämlich im ganzen Kreise 56,846 Malter Aepfel, 3965 Malter Birnen und 2667 Malter Zwetschen geernset. Bei verhäliniß mäßig geringen Durchschnittspreisen, das Malter Aepfel zu 2 fl., Birnen zu 2 fl. 30 kr. und Zweischen zu 4 fl. angenommen, repräsentirt der Obstertrag einen Werth von nahezu 135,000 fl. Die reichste Ernte erzielte die Gemeinde Rodheim mit 9755 Malter Aepfel, 1200 Malter Birnen und 800 Malter Zwetschen; für verkaufte Aepfel allein erlöste sie 21,187 fl. 30 kr. und verwendete dabei noch 1100 Malter zum Hausgebrauch. Der Werth der gesammten Obsternte von Rodheim berechnet sich auf 30,337 fl. 30 kr. Gleich günstige Erträge sind indeß nicht sehr häufig, da bekanntlich die Obsternten je nach Lage der Pflanzungen, den Einflüssen der Jahres- wittecung ꝛc. erheblichen Schwankungen unterliegen. Im Jahre 1864 z. B. wurden im Kreise Vilbel nur 28.579 Maller Aepfel, oder die Hälfte weniger als 1867, 2705 Malter Birnen und 1422 Malter Zweischen im Geldwerth von nur 75,000 fl. geerntet und dabei waren die Preise beträchlich böher als im Jahre 1867. Gleich⸗ wohl liegt in beiden Ergebnissen genug Veranlassung, der Obstbaumzucht immer mehr die gebührende Aufmerksamkeit, sowohl von Seiten der Landwirthe, als auch worauf wir besonderes Gewicht legen schon in der Schule und den Fortbildungsanstalten zu Theil werden zu lassen. Darmstadt. In der Großherzoglichen Münze sinbd im Jahre 1867 ausgemünzt worden:

in Vereinstbalern.. 42572 fl. 15 kr., in Sechskreuzerstücken. 5995 in Dreikreuzerftücken 3835 30 in Einkreuzerstücken 4545 24 in Einpfennigstücken 1234 46

Eingezogen und eingeschmolzen wurden: an Kronen- thalern 52,650 fl., an abgeschliffenen Sechs- und Drei- krevzerstücken 3000 fl.

u Großgeran wurden am 15. d. dem Bürger H. L. 4 Kinder, 3 Mädchen und 1 Knabe, geboren. Alle 4 Kinder lebten aber nur circa 12 Stunden. Die Mutter der Kinder soll ein schwächliches Frauchen sein. Worms. In diesen Tagen gingen von hier eine Anzahl schöner Gypsabgüsse an das germanische Museum nach Nürnberbz ab. Dieselben wurden von einer Anzahl der meist herrlichen Reliefs abgenommen, welche sich in der St. Nicolaus sog. Tauf-) Capelle bei dem Dome dahier befinden und längst weithin ihre volle Würdigung erfahren haben, so z. B. in Kugler's Kunstgeschichte. Die Abgüsse geben einzelne jener gedanken⸗ und formschönen Schlußsteine wieder, welche dem ehemaligen Kreuzgange bei dem Dome entnommen und jetzt mit jenenStein⸗ bildern aus der besten Zeit unserer ersten deutschen Kunst⸗ blüthe in der Taufkapelle aufdewahrt sind.

Paris. Kaiserin Eugenie soll beschlossen haben, ihre

Papstes abzuändern und nach ihrem Vorgaug fernerhin bei ben Damen ihres Hofes keine Chignons, keine allzu⸗ tief ausgeschnittenen Kleider, keine chinesischen Latze und übermäßigen Schleppen zu dulden. Man will überhaupt wahrgenommen haben, daß die diesjährige Winter⸗Saison des Hofes viel weniger Uebertreibunz und mehr Ernst zeige, als jede frähere seit Wiederaufrichtung des Kaiserthrones.

In Madrid geht folgender Erlaß des General⸗ Kapitäns von Portorico von Hand zu Hand:Der General-Kapftän hat beschlossen, daß es kein Erdbeben mehr gibt, und verfügte demzufolge, daß alle vom Staa te abhängigen Acemter, welche in Nothbaraken kampiren, neuerdings wieder die Gebäude beziehen, in denen sie früher installirt waren und bie in gutem Stande geblieben. Gott hat diese Wünsche zu berücksichtigen gewürdigt und seit dem ersten Tage nach der Ankunft des Herrn Pavia hat man, außer leichten Schwankungen, nichts gespürt. Ein solches Dokument bedarf keines Commentars, es zeichnet den Bildungsgrad Spaniens besser als ein Foliant voll Commentare.

Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent.

Hamburg, 18. Februar. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗DampfschiffCimbria, Capt. Haack, welches am 5. d. M. von hier und am 7. d. M. von Southampton abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 11 Stunden am 17. d. M. 9 Uhr Mortens bereits wohlbehalten in New⸗York angekommen.

Das Bremer Post⸗DampfschiffBremen, Capt. Ney⸗ naber, von der Linie des Norddeutschen Lloyd trat am 15. Februar wiederum eine Reise vis Southampton nach New Pork an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 270 Passagiere und 700 Tons Ladung an Bord.

Verloosungen.

Freiburg, 15. Febr. Bei der heutigen Ziehung der Freiburger 15 Frc.⸗Loose wurden solgende 20 Serien gezogen: Serie 288, 862, 944, 1118, 1485, 1566, 1679, 2022, 2130, 2935, 2990, 3355, 3885, 4812, 4996, 5045, 5729, 6389, 7040, 7523.

Brüsseler 100-Frs.⸗Loose von 1867. Ziehung am 15. Februar. Hauptgewinn Nr. 152 444 2 25 000 Frs.; 89 263 à 2000 Frs.; 132 393, 249 940 8 1000; rück⸗ zahlbar 2. Juli.

Für die Nothleidenden in Ostpreußen.

Bei der Unterzeichneten zinzen zu den in Nummer 19 bescheinigten Gaben ferner ein: Von H. Stumpf in Ossen⸗ heim 1 fl., von S. 1 fl. 45, durch Wirth Steinhäuser von Ph. Ritzel 1 fl. 10, vei einem Chaisenverkauf ge⸗ sammelt 39 kr., durch Pfarrer Eckhardt in Dorheim aus Schwalheim und Rödzgen von dem Kirchendorstand gesam⸗ melt 17 fl. 36 und 2 fl. 48 kr. Zusammen 24 fl. 88 kr. In Summa bei uns jetzt eingegangen: 671 fl 8 kr.

Mit berzlichstem Dank bittet um weitere Gaben.

Toilette ganz nach den kürzlich erlassenen Verboten des

Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen

Holz ⸗LVerstei gerung. 408 Im Licher Stadtwald, Dinriet Mauerkaspere⸗ kopf und Nebtränkberg, klemmen den 26. und 27. d. M. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung und war:

l Mittwoch den 26. Februar:

12 Eichen ⸗Stämme und Klötze dis zu 34 Durchm. und bis zu 46 Länge,

60 Eichen Stämme bie zu 14 Durchm. und dis zu 46 Länge.

20 Birken- und Findenstämme bis zu 18 Durchm. und bis zu 35 Länge,

50 Fichtenstämme bis zu

Lange,

500 Fichten⸗ und Klesernflangen bis zu 5 Durchm. und 50 känge,

150 Eichen und Buchen- Wagnerstangen,

20 Stecken von 10 Länge, Eichen, Wagner und

Bauholz.

Donnetstag den 27. Februar: 300 Stecken Buchen-, Scheld⸗ und Prügelbolz, 200 Eichen⸗, Nadel⸗, Weich- und Prügelheln, 180 desgleichen Stockhoiz,

9000 desgleichen Wellen.

Der jedesmallige Anfang ist Morgens 9 Uhr an Manuerkasperskopf am Pattenröder Bielnalweg. Sich ven 28. Februar 1868. iA Bürgermelsterel Lich e lm.

10 Durchm. und 60

Mobiliar-Versteigerung.

414 Donnerstag den 27. l. M., des Vormittags 9 Uhr aufangend, lassen Johannes Jost III. Cbeleute von Nleder-Rosdach ibre Modillargegenflände, als: 2 trächtige Jahrkühe, 2 Rinder, 1 Schaafe mit Lämmern, 1 Wagen mit Zugehör 2 pflage, 1 Spitz und 1 Pfublfaß, 1 Odstkelter, 1 Stoßtrog. alte Fruchtfegmaßle, 2 Paar Zugketten mit Nückrlemen, 2 Polzrinnen, 4 Ketten, 3 Schweinettöͤge, circa 15 Center Peu und Srummet, circa 4 Fuder Allexleistroh, circa 15 Centner Dickwurz ein noch neute Rollseil, eine Flachsreffe, 2 gute Tische, und sonstige aus- und Oecenomiegeräthschaften wegen Aufgabe der Oeconomie freiwillig versteigern. Nleder Rosbach den 20. Februar 1868. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Nieder⸗Resbach der aan cee o

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406 Für Alle, welche an Frostbeulen leiten, gibt es kein sichereres Miitel, als den D. Nephutb'schen Uni- versal-Balsam, wit das nachtebende Zeugniß beweist:

Vor drei Jahren hatte ich die Füße erfroren und ver⸗ ursachten mir dieselben seiidem bei Eintritt der kalten Jahreszeit viele Schmerzen, namentlich in diesem Winter. Nachdem ich viele Mittel ohne Erfolg angewendet, erfuht ich zufällig von dem RN. Nephuth'schen Universal⸗ Balsam und ließ mir daven mehrere Büchschen kommen. Schen nach einigen Taten spürte ich Linderung und jetzt sind meine Füße so vollständig geheilt, daß ich gar keine Schmerzen mehr empfinde.

Heingrund den 12. Dezember 1867. Veter Brand. 1

Der Universal⸗Balsam i stete vorräthig 1 Büchs⸗

18 ki. bei Jean Huber in Friedberg und bey Pb J. Weiß in Bad Nauheim.

Flaschen-Etiquette

Corseten& Crinolines,Aachen Ekiquet

Bindernagel& Schimpff.