der Ansicht ist, daß in der Schule, in der es
N
4 ginug gelernt habe, auch die jetzige Generation J ginug lernen könne, müssen wir unsere Zustimmung
dishalb versagen, weil es gerade mit diesem Nusspruch das Gegentheil beweist. Möchte doch msere neue Regierung endlich durch diese Sache enseben, wie durchaus überflüssig der städtische Jusschuß ist; wir haben so viel„Kurhessisches“ Frloren, welches wir ungern vermissen, dieses enstitut aber seben wir mit Vergnügen fahren. ts bleibt uns noch übrig, die Hoffnung aus, sprechen, daß die betreffenden Staats- und tadt⸗Behörden die Sache recht energisch an—
helfen werden, um nawentlich durch den Bau
„ Is Schulhauses dem sehr gedrückten hiesigen — 9 + in dieser theuren Zeit eine Be— päftigung zu verschaffen. Die Idee, die Kinder die aus Gesundheitsrücksichten bereits verlassenen gten Schulsäle nochmals einzupferchen, kann wohl hum Vertreter finden und würde auf den ener— üschsten Widerstand der Eltern stoßen und dies rit vollem Recht.
Offenbach. Von bier ist eine mit 1700
ö 1
1
Interschristen bedeckte Eisenbahnadresse an die
. peite Kammer abgegangen.
1 Preußen. Berlin. Allen Regierungen * us Norddeutschen Bundes ist preußischerseits 1 ufgegeben worden, in den Garnisonsstädten ihrer 0 bebiete für den Bau von Kasernen, Exerzier—
Miusern, Lazarethen und andern Militäranstalten wie für die Beschaffung ausreichender Exerzier al gur bätze und Schießstände,— so weit es an allen ert vesen Erfordernissen noch fehlt— mit Beschleu— Ii ert gung zu sorgen. feu— Die Gerüchte von dem Rücktritt des ut de Finisters des Innern Grafen Eulenburg beken luben in den letzten Tagen an Bestand gewonnen werder ind wird als dessen Nachfolger Herr v. Pato w tt Halt nannt. Lerztii— Die Hälfte der neuen preußischen Eisen— N. be uhn Anleihe von 24 Millionen wird am 24. und 25. Januar in vielen Städten Preußens 1 Jahr zm Course von 95 zur Subscription aufgelegt Mido verden. un de— Nach der„Rordd. Allg. Ztg.“ hat Preußen „ de(änladungen nach München, Stuttgart und Karls- en in uhe erlassen, Bevollmächtigte zu einer Conferenz um i inch Berlin zu schicken, um einen gemeinsamen ra z euen Postvertrag mit der Schweiz zu berathen. 1 beben— Im Kriegshafen des Jahdebusens sind 2600 und de inbeiter beschäftigt. Derselbe wird mit Ende 0 deses Jahres sertig werden. 2— Von Köln wird gemeldet, daß man am + Jheine die großen und fast täglich sich wieder —— lenden Pferde-Transporte mit vielem Mißtrauen 2 betrachtet, welche auf der Route von Hannover ben inch Frankreich Köln berühren. Man streitet an kurüber, ob es sich um Luxus- oder Militärpferde banden landelt, ist aber beiderseits der Ansicht, daß es * u empfehlen sei, diesen Ankäufen näher auf den 1 rund zu kommen, weil man nicht weiß, wie * lald auch andere Staaten in die Lage kommen
knnen, der Pferde zu bedürfen.
Wiesbaden. Wie dem Frankfurter Journal wn hier telegraphirt wird, hat der Vertrag mit her Spielbank die Genehmigung des Königs er- lalten. Der Vertrag gewährt eine fünfjährige
Fortdauer des Spiels, gegen Zahlung von einer Million Thaler für den Kurfonds von Wiesbaden und Ems.
Württemberg. Stuttgart. In der
Kammersitzung vom 18. d. erklaͤrte der Kriegs— minister im Namen der Staatsregierung und mit Genehmigung des Koͤnigs sich bereit, ins Kriegs— dienstgesetz die Bestimmung aufzunehmen, daß die Präsenszeit im stehenden Heer,
den zwei
außer bei
Unteroffizieren und der Reiterei, nicht über
Jahre dauern soll. Baden. Vom
badischen Oberland.
Die„Bad. Ldsz.“ schreibt:„Es geht das Gerücht, die Curie in Freiburg beabsichtige, das Patronate
recht des Landesherrn auf die katholischen Pfarreien zu kündigen. Die Bestimmtheit, mit welcher diese Nachricht hier auftritt, veranlaßt uns zu deren Veröffentlichung.“ Oesterreich. Wien. Kaisers Maximilian traf am 17. d. in Wien ein Am Nachmittag des 18. fand unter außer- ordentlicher Theilnahme Bevölkerung das feierliche Leichenbegängniß statt. Durch ein kaiserliches Handschreiben wurde dem Admiral Tegethoff für die Ausführung der schwierigen Sendung nach Mexiko der Daa des Kaisers und
Die Leiche des
0
O.
der
der kaiserlichen Familie ausgesprochen und ihm
das Großkreuz des Leopoldordens verliehen.— Durch ein anderes kaiserliches Handschreiben wird der Kriegswinister John, auf sein Ansuchen,
unter Verleihung des Groskreuzes des Leopold⸗
ordens seiner Stelle enthoben und Feldmarschall— Lieutenant Kuhn zum Reichskriegsminister ernannt.
— Die„Presse“ vernimmt aus anscheinend
authentischer Quelle, das Kriegsbudget betrage 80 Millionen einschließlich Marine; für den Fall jedoch, daß Seitens der Delegatinen Abstriche
daran vorgenommen werden sollten, werde die Verwaltung den Abstrich von 3 ¼ Millionen beim Budget der Landarmee zuzulassen. Das ganze Reichsbudget schließt mit 83 Millionen. In der Einleitung zum Kriegsbudget ist für Hinterlader und Festungsbaunten ein Extraordinarium von ungesäh. 30 Millionen annoncirt.
Frankreich. Paris. Ein Brief des Prinzen Napoleon erregt im Augenblick großes Aussehen. Der Prinz erklärt, daß Frankreich die italienischen Einheitebestrebungen respectiren und das Begehren Italiens nach dem Mesitze Roms befriedigen, ferner die Befreiung Polens und die Entwicklung der Freiheit des eignen Landes be— fördern müsse.
— Wie die„France“ aus Brüssel vernimmt, ift die Kaiserin Charlotte vor vier Tagen durch den König und die Königin der Gelgier von dem Schicksale ihres Gemahls unterrichtet worden. Die erste Bewegung der Kaiserin war ein schmerzlicher Schrei, dem bald reichliche Thränen solgten. Dann gewann sie die ganze Festigkeit ihres Characters wieder und sagte übrigens, daß sie schon seit einiger Zeit ein großes Unglück ver— muthet hätte. Sie verlangte hierauf sofort ihre Trauerkleider. Seitdem hat die Königin der Belgier ihre Schwägerin, deren Gesundheitszustand sich unter dieser großen Prüfung nicht verschlimmerte, noch nicht verlassen.
— Die Besestigungen von Paris werden mit der halben Bewaffnung versehen, auch erklärt der Krlegsminister Marschall Nil, daß alle französsschen Festungen sich in vertheidigungsmäßigem Zustande befinden.
Friedberg. Wir werben darauf ausmerksam ge⸗ [macht, daß unsere kürzlich gebrachte Notiz, der frühere groß rzogliche Artillerie-Lientenant Bender sei ein Sohn des langjährigen Psarrers Bender in Vönstabt, auf einem Irrthume beruhen müsse, da der Erwähnte der Sohn des in Großen-Linden verstorbenen Decaus Bender sei. Wir berichtigen hiermit erwähnte irrige Angabe.
Friedberg. wir erfahren, soll es nun ernstlich san die Beschaffung der für die biesige Garnison nöthig jewordenen größeren Kaserne- Räumlichkeiten hen und liege es im Plane der Militärbehörde durch Verlängerung der Klosterkaserne sowie Anbau zweier Flügel den ein⸗ zjetretenen Bedürfnissen zu genügen.
Bingenheim. Am Morgen des 18. d. brach in dem im oberen Stocke des Rentamtgebäudes befindlichen Büreau Feuer aus. Dasselbe griff so rasch um sich, daß sich bie Gebülsen aus ihrer neben dem Aktenzimmer befindlichen Schlasstube durch die Fenster retten und an Seilen herunter⸗ lassen mußten. Wie das Gerücht geht, sollen mit dem oberen Stockwerke des Gebäudes sämmtliche dort befindliche Acten verbrannt sein.
2 Ein englisches Blatt berechnet die Höhe der ge— sammten auf Kriegs fuß stebenden Armeen der euro⸗ päischen Mächte auf 7,500.000 Mann un jeder Sol⸗ dat per Jahr durchschnitilich 480 fl.(2) kostet, so belaufen [sich die Ausgaben für Erhaltung der Heere auf 9,600,000 fl. täglich, 288 Million monatlich und 3456 Million Gulden jährlich.
Für die Uothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen
iert sige
1) Durch Herrn Pfarrer Baur: Von Spengler Heidt 30 kr., Oberpfarrer Fuhr in Ober-Rosbach 1 fl. 12 kr., Ung⸗nannt 1 fl., Schneider Friedrich 1 fl., Pfarrer Br
denstein in Södel 5 fl., zusammen 8 fl. 4
2) Durch Herrn Professor Dr. Diegel: Von l rath Dr. Bode in Nauheim 5 fl., Pfarrer Ka 11 Petlerweil 1 fl. 45, Lederhändler Reiß 3 fl. 3 R. 30, [R. 30, D. 2 fl. 45, Jacob Blecher in Ober⸗Rosbach 1 fl. 30, dessen Mutter 1 fl., zusammen 16 fl. 36.—
Durch Herrn Professor Dr. Köbler: Von Kirchenrath H. zu G. 5 fl., Dr. K. weitere Gabe 1 fl., zusammen
(6 fl.— 4) Ducch Herrn Diakonus Meyec: Von Frau Henkel 30, Mechanikus Henkel 30, zusammen 1 fl.— 5) Durch Herrn Rentier Müller: Elisa Grödel 1 fl., Ludwig Grödel 2 fl., J. Wolf 1 fl., W. Schreiber 30, [E. S. 30, H. Waas 30, Marte Walz 1 fl., zusammen 0 fl. 30.— 6) Durch Director Steinberger: Von [Kreioassessor de Beauclait 1 fl. 10, Müller M. Schudt
fl. 45, aus der 2. Schule zu Nieder⸗
— Dorheim 1
[Storstadt, gesammelt durch Schulvicar Hechler 2 fl. 55,
aus der 3. Schule daselbst, gesammelt durch Schulvicar
Pohl 2 fl. 15, H. Ali daselbst 30 kr., K. Schaubach 30,
Hd. März 30. K. Appel 35, zusammen 10 fl. 10.—
In Summa 48 fl. 58. Im Ganzen dis jetzt eingegangen; 468 fl. 57 kr.
Indem wir nicht verfehlen, für diese Licbesgaben herz⸗ lich zu danken, können wir nicht unterlassen, um weitere gülige Beitäge zu diiten. Namentlich ergebt diese Bitte auch an unsere demittelten Mitbürger auf dem Land.
Friedberg, den 20. Januar 1868.
Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger.
Bei der Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Von B. 1 fi, K. E. in Dorheim 1 fl. 45, Frl. Becht in Assenbeim 1 fl., Ungen. 1 fl., aus dem Instünt des Herrn Pfarrer Urich in Beienheim durch Emma Plock gesammelt 8 fl., Ferdinand Damm 48, Posthalter Müller in Florstadt 1 fl. 45 kr., E. Ruths 1 fl. Zusammen 16 fl. 18. In Summa bis heute bei uns eingegangen: 198 fl. 19.
Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen
iet allaed ung.
setliric 1 en 242 Der Wirth Jacob Four ter I. in Södel bat 4 nit der Mehrheit feiner bekannten Gläubiger zum Zweck * e Abwendung des formellen Concurses ein Arrange— ltr 90 rent abgeschlossen. Es ergeht an etwaige gerichto— Dem bekannte Gläubiger hiermit die Aufforderung, binnen 0 Wochen ihre Forderungen anzumelden und Ein— ad tendungen gegen ihren Beitritt zum Arrangement, dessen „ N 0 i nsicht den Interessenten auf dem Actuariate des res* großherzoglichen Landgerichts gestaltel ist, vorzubriugen, 1 gigensalls dieses Arrangement bestätigt werden wird
Zriedberg den 6. December 1867. Groß herzogliches Landgericht Frledberg Nelßz, Steinberger, Landrlchter. Landgerlchto⸗Assessor.
Ein Hut
0(von Velte), viell. mit D. bezeichnet, wurde gegen ien faft ganz gleichen vertauscht, wahrscheinlich am oder 8. Januat im Pötel Trapp. Umwechelung wird eien. Nähtres bel der Exped. d. Bl.
Oeffentliche Aufforderung.
152 Nachdem der verbeirathbete hiefige Bürger und Bäcker Konrad Meier seine Ueberschuldung bet Gericht angezeigt hat und diese nach dem aufgenommenen Ver mögeus- und Schulden-Verzelchnisse für richtig desunden worden, werden auf Antrag des genannten Schuldners, zut Abwendung des förmlichen Concursus, dessen be— kannte, wie undekannle Gläubiger zur Anmeleung und Begrundung ihrer Forderungen und Ansprüche jeder Art, sowie zur Eingebung tines Nachlaß odec Stuudungs— Vertrags auf Freitag den 31. Januar d. J., Vormittags 9 Übr, unter dem Anfügen bierber vorgeladen, daß die in diefen Richtungen von der Mehrheit der erscheinenden und gebörig vertretenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die ausbleibenden oder die Minder— beit der genügend auftretenden Gläubiger als bindend angeseben werden sollen Nauhelm am 17. Jannar 1868. Groß herzogliches Landgericht Naubelim Ulrich, Suppeo, Landtichter. Landgerichtes Assessor.
*
Bekanntmachung.
119 Mit dem 1. September und 24. Dezember v. J. find die Zahlungs fristen für die 180 r Holzgelder dabier abgelaufen.
Die sosortige Berichtigung wird mit dem Bemerken
in Erinnerung gebtrach:, daß nach fruchtlosem Abfauf welterer 14 Tage das gerichtliche Mahnverfahren in Anwendung kommt. Wickstadt den 14. Januar 1808.* Gräflich Solme-Roͤdelbeim'sche Forstkasse daf. 1— 5 8 8 3 3 Arbeits-Versteigerung. 150 Samstag den 20. Januar, Vormittags 10 Übe,
soll auf dem Rathbaus zu Ossenderm das Blechen,
Fahren, Aussetzen und Zerschlagen von 8 Cubikkiafer
Unlerbaltungssteinen auf die Vielnatwege au die Wenig—
nehmenden in Accord gegeben werden.
Irtedberg den 18. Januar 1868.
Oer Bezirks⸗Bauauffebet Schneider.


